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Die Grundlagen von Küchenspülen

Zuletzt aktualisiert: 09.05.20194 Minuten
Grau-schwarze Kuechenspuele mit Aepfeln und Glaskaraffe

Eine Küchenspüle ist ein stark beanspruchter Gebrauchsgegenstand im Haushalt. Achten Sie bei der Auswahl nicht nur auf das passende Design, sondern auch auf passende Funktionen und Materialqualität. Neben Edelstahl stehen z.B. Keramik oder Granit zur Wahl.

Gut geplant – die richtige Größe finden

Je nachdem, wie viel Freiraum Sie zum Schneiden, Mixen und Kneten brauchen oder wie groß Ihr Bedarf an Spülfläche ist – die Größe Ihrer Spüle lässt sich Ihren individuellen Bedürfnissen anpassen. Eine kleine Küche bedeutet dabei nicht gleich ein kleines Spülbecken: Ein großes lässt sich auch ohne dazugehörige Abtropffläche installieren. Das passende Zubehör wie einzuhängende Siebe oder ein Schneidebrett gleicht die verlorene Fläche wieder aus. Wer mehr Platz in der Spüle benötigt und große Töpfe reinigen will, ist mit einem großen und tiefen Spülbecken gut beraten.

Wenn Sie mehr Platz für Ihre Spüle zur Verfügung haben, kann sich ein doppeltes Spülbecken lohnen. Insbesondere wenn Sie Ihr Geschirr gerne nachspülen oder größere Menüs kochen, erlaubt eine doppelte Spüle bequemes Arbeiten. Ein Becken lässt sich beispielsweise zum Einweichen von Geschirr verwenden, während im anderen Becken die gekochten Nudeln abtropfen.

Mit Eck-Spülen lässt sich Platz sparen. Sie passen auch in L- oder U-förmige Küchen und sind mit Abtropffläche und eventuell zusätzlichem Becken ähnlich komfortabel wie eine gewöhnliche Spüle. 

Eine Abtropffläche für die Spüle ist für jeden eine Option, der Geschirr spülen, aber nicht abtrocknen möchte. Überlegen Sie im Vorfeld, ob Sie die Abtropffläche lieber links- oder rechtsseitig des Spülbeckens haben möchten und bedenken Sie dabei auch die Anordnung in Bezug auf die Arbeitsfläche. 

Die Größe der Abtropffläche ist entscheidend
Doppelte Edelstahlspüle
Quelle: Blanco

Unterschiedliche Oberflächen

Wie pflegeleicht und robust Ihre neue Spüle ist, hängt größtenteils vom Material ab. 

Edelstahl
Spülen aus Edelstahl lassen aufgrund ihrer Passivschicht kaum Schmutz an sich heran. Die dünne Oxidschicht verhindert das Rosten des Stahls, sodass Schmutz und Flecken an der Oberfläche bleiben und mit einem feuchten Tuch entfernt werden können. Edelstahl ist zudem rissfest und kann härtere Stöße vertragen. Weiterhin nimmt das Material keine Bakterien auf und gibt auch keinen Geruch oder Geschmack an Lebensmittel ab.

Keramik
Keramik ist ein Verbundwerkstoff aus Ton und Rohstoffen wie Quarz oder Schamotte. Extrem hohe Hitze beim Brennen, mehr als 1200 Grad, verdichtet das Material in der Herstellung und sorgt für Stabilität und Langlebigkeit. Es gilt als äußerst hart. In der Küche bietet es den Vorteil, dass es Bakterien kaum Nährboden bietet. Zudem ist Keramik leicht zu reinigen, hitzebeständig und kratzfest. 

Edelstahlspüle mit Weingläsern
Helle Keramikspüle mit Schneidebrett und Tuch
Quelle: Blanco

Granit
Granitspülen bestehen nicht zu 100% aus dem Steinmaterial, sondern aus einem Verbundstoff, der sich aus Quarz, Acryl und anderen Bestandteilen zusammensetzt. Man könnte also in diesem Zusammenhang auch von einem Kunststein sprechen. Je nach Hersteller und Mischung finden Sie Granitspülen auch unter den Begriffen „Silgranit“ oder „CRISTADUR®“. Solche Spülen sind schlag- und hitzebeständig, geruchsneutral und lebensmittelecht. Sie sind sie in vielen Farben erhältlich. In der Regel sind Granitspülen günstiger als solche aus Keramik.

Graue Granitspüle
Quelle: Schock

Die passende Armatur

Bei der Wahl der Armatur geht es ebenfalls um Optik und Funktion. Schließlich bedienen Sie den Wasserhahn täglich viele Male. Daher treffen Sie zunächst eine ganz praktische Entscheidung zwischen einer Einhand-Bedienung per Einhebel-Mischbatterie oder einer Zweihand-Bedienung per Zweigriff-Mischbatterie bzw. separaten Hähnen.

Ein hoher Wasserauslauf oder eine herausziehbare Schlauchbrause kann das Spülen von Töpfen und großen Schüsseln merklich erleichtern. Ein Wasserhahn, der mit dem Handgelenk, dem Ellbogen oder der Fingerspitze gesteuert wird, bietet Vorteile, wenn Sie z.B. parallel mit Teig arbeiten und die Armatur nicht verschmutzen wollen.

Möglich ist es auch, die Küchenarmatur durch technische Erweiterungen aufzuwerten – etwa durch integrierte Wasserfilter, die Ihr Leitungswasser filtern, kühlen und auf Wunsch mit Kohlensäure versetzen. Erhältlich sind auch Systeme, die kochendes Wasser zur Verfügung stellen.

Die passende Armatur
Frau füllt Karaffe mit Wasser aus Wasserhahn
Quelle: Grohe

Die richtige Pflege

Um Kratzer zu vermeiden, sind Edelstahlreiniger in Kombination mit einem speziellen Edelstahlschwamm empfehlenswert. Gut geeignet ist auch ein sogenannter Putzstein. Er ist ungiftig und bringt Edelstahl zum Glänzen.

Keramikspülen sollten Sie täglich mit Spülmittel und einem weichen Tuch abwischen, danach mit klarem Wasser nachspülen und einem Mikrofasertuch trockenwischen. Verdünnte Essigessenz vertreibt Kalkflecken. Scheuerpulver, -milch und Stahlbürsten sind nicht geeignet, da sie die Oberfläche verletzen.

Granitspülen tut eine Behandlung mit Spülmittel und der weichen Seite eines Schwamms gut. Anschließend mit kaltem Wasser nachwischen und mit einem Mikrofasertuch trocken wischen. Auch Granitspülen sollten nicht mit scheuernden Mitteln behandelt werden.

Um Abflussverstopfungen zu vermeiden, ist ein Abflusssieb ratsam. In neuen Küchenspülen ist meist ein verschließbares Abflusssieb integriert. In älteren Spülen können Sie einfach ein Zusatzsieb aus Edelstahl oder Kunststoff einsetzen und so unangenehmen Rohrverstopfungen vorbeugen.

Hand mit Tuch wischt über Abtropffläche
Quelle: Blanco
Einem vorstopften Abfluss vorbeugen

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