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Küchenmöbel streichen – Tipps, Tricks und Ideen

Zuletzt aktualisiert: 30.09.20216 MinutenVon: OBI Redaktion
Jemand streicht Küchenmöbel.

Wenn die Fronten deiner Küche in die Jahre gekommen sind oder du deine Küchenmöbel farblich neu gestalten möchtest, kannst du sie streichen. Lacke und Farben frischen deine Möbel auf und geben ihnen schnell einen neuen Charakter. Wie du eigene Designs mit Pinsel und Rolle umsetzt, welche Farbe die richtige ist und wie du deine Küchenmöbel streichst, erfährst du in diesem Ratgeber.

Wie streicht man Küchenfronten?

Wenn deine Küche in die Jahre gekommen, aber trotzdem noch funktionell ist, kannst du sie mit einigen Schönheitskorrekturen wieder auffrischen. Mit einem Anstrich verleihst du deiner Küche schnell und preisgünstig ein neues Aussehen.

Beim Streichen von Küchenmöbeln ist die Wahl der richtigen Farbe entscheidend. Hochwertige Küchenmöbellacke lassen sich einfach verarbeiten und sorgen für optimale Ergebnisse.

Bevor du mit dem Streichen beginnst, solltest du die Küchenfronten gründlich reinigen und sie von Schmutz, Fett und anderen Verunreinigungen befreien. Verwende dafür einen kraftvollen Haushaltsreiniger oder einen Anlauger. Hilfreich ist es dafür, die Griffe abzuschrauben.

Schleife nun die Oberfläche mit Schleifpapier ab, befreie sie mit einem feuchten Tuch von Staub und lass sie anschließend gut trocknen, Streiche die Fronten mit einer Grundierung vor und lass auch diese gründlich trocknen.

Anschließend trägst du den Küchenmöbellack auf. Lackiere die Küchenmöbel bei Bedarf ein zweites oder drittes Mal, um eine deckende Schicht zu erhalten.

Küchenmöbel schleifen für optimale Ergebnisse

Ein Handwerker schleift eine Küchenmöbeltür.

Echtholzküchen sollten vor dem Lackieren sorgfältig geschliffen werden. Schleife die Oberflächen in einem Grobschliff mit Schleifpapier in grober Körnung zuerst vor. 

Hilfreich sind geeignete Schleifmaschinen. Für Falze, Ecken und schwer zugängliche Bereiche verwende am besten einen Deltaschleifer. Größere Flächen bearbeitest du sauber mit einem Schwingschleifer.

Nach dem Grobschliff schleifst du die Küchenfronten mit einem Schleifpapier mittlerer Körnung. Riefen, Kratzer oder Unebenheiten im Holz kannst du mit Holzspachtel füllen. Abschließend schleifst du die Oberfläche mit feinem Schleifpapier. Je sauberer du arbeitest, desto besser wird später auch die Lackierung aussehen. 

Eine melaminharzbeschichtete Küchenfront benötigt nur ein leichtes Anschleifen, um einen guten Halt für die Grundierung zu schaffen.

Wische die Flächen nach jedem Schleifgang sorgfältig ab. Schleifstaub solltest du gründlich entfernen, da er bei den nachfolgenden Arbeiten für ein unsauberes Ergebnis sorgen kann.

Hinweis: Küchenmöbel mit geölten Holzoberflächen sind meist schwer zu lackieren. Das Öl dringt tief in das Holz ein und umschließt die Holzfasern. Es lässt sich durch Abschleifen nicht gut entfernen, sodass die Farbe bei geöltem Holz nicht haftet.

Küchenfronten neu lackieren

Jemand streicht eine Küchenmöbeltür Weiß.

Nachdem du den Küchenschrank vorbehandelt hast, beginne mit dem Lackieren der Küchenfronten. Streiche am besten in Richtung der Maserung, das heißt in den meisten Fällen von oben nach unten.

Die Farbe sollte für eine gute Haftung nicht zu dick aufgetragen werden. Besser ist es, den Lack dünn aufzutragen und bei Bedarf mehrmals zu streichen. Nach jedem Anstrich sollte die Farbe gut durchtrocknen. Beachte dazu die Angaben des Herstellers.

Grundsätzlich sollten die Küchenfronten möglichst zwei- bis dreimal lackiert werden. Bei Küchenmöbellacken wie Kreidefarbe reichen meist zwei Schichten, da hier noch eine Grundierung verwendet wird. Acryllacke bringst du für optimale Ergebnisse idealerweise in drei Schichten auf.

Für feine, glänzende Lackoberflächen solltest du auch zwischen den einzelnen Lackiergängen nochmals schleifen. Hochglanzlackierungen erreichst du, wenn du nach jedem Anstrich immer wieder mit Schleifpapier in feiner Körnung schleifst und anschließend eine weitere Lackschicht aufträgst. Je mehr Schleifgänge und je feiner das Schleifpapier, desto glänzender wird die Oberfläche.

Welche Farbe für Küchenmöbel?

Um die Haftung des Lackes auf folierten oder melaminharzbeschichteten Küchenschränken zu optimieren, verwende zuerst eine Grundierung. Als Grundierung eignet sich zum Beispiel ein Acryl-Multigrund oder eine Universalgrundierung auf Wasserbasis. Ist deine Küche bereits lackiert oder besteht sie aus Echtholz, kannst du die Grundierung weglassen und nach dem Schleifvorgang direkt den Lack auftragen. 

Bei der Wahl des Lackes ist das Material der Küchenfront entscheidend. Für Echtholz verwende am besten einen Acryllack. Da dieser Lack auf Wasserbasis ist, riecht er kaum. Er ist zudem wasserverdünnbar und in vielen Farbtönen erhältlich.

Bei einem melaminharzbeschichteten Untergrund verwende einen speziellen Küchenmöbellack, wie zum Beispiel Kreidefarben. Kreidefarben führen zu optimalen Ergebnissen und lassen sich leicht verarbeiten. Küchenmöbellacke bekommst du ebenfalls in vielen Farbtönen.

Für eine Küchenfront aus Kunststoff eignet sich ein spezieller Kunststofflack. Nutze vor dem Anstrich eine Kunststoffgrundierung als Haftvermittler, um die Haftung des Lackes zu optimieren.

Tipp: Auch Arbeitsplatten aus Massivholz verleihst du mit einem Anstrich neuen Glanz. Am besten eignet sich für Arbeitsplatten aus Holz ein spezielles Holz-Öl. Dieses dringt tief in die Poren ein und härtet dort aus. Neben einer frischen Optik bringt es deiner Arbeitsplatte eine widerstandsfähige Oberfläche.

Lacke in großer Auswahl gibt es bei OBI

Geeignete Werkzeuge zum Lackieren

Für das Lackieren deiner Küchenmöbel bieten sich unterschiedliche Werkzeuge. Gleichmäßige Ergebnisse und saubere Kanten erzielst du mit einem Farbsprühgerät. Mit einem Farbsprühgerät erreichst du auch schwer zugängliche Bereiche problemlos.

Das Lackieren mit dem Farbroller ist die einfache und kostengünstige Alternative zum Farbsprühgerät. Lackrollen ermöglichen dir vor allem auf glatten, ebenen Flächen einen gleichmäßigen Farbauftrag.

Bei Lackierungen mit dem Pinsel bleiben die Pinselspuren meist deutlich sichtbar. Diese Optik kann in manchen Fällen gewollt sein, etwa bei einer Landhausküche, die in weiß lackiert wird. Wenn du die Spuren des Pinsels nicht sehen möchtest, solltest du idealerweise Lackrollen zum Lackieren verwenden.

Jemand rollt einen Farbroller in einer Farbwanne.
Jemand streicht einen Küchenschrank mit einem Pinsel.

Pinsel und Farbrollen für dein Projekt findest du bei OBI

Küchenfronten streichen ohne Abschleifen

Für eine gleichmäßigen, gut deckenden Anstrich ist es in der Regel notwendig, die Oberfläche der Küchenmöbel zuerst sorgfältig zu schleifen. Um Zeit und Arbeit zu sparen, kannst du je nach Untergrund aber auch auf das Anschleifen der Küchenschränke verzichten.

Furnierte Küchenmöbel solltest du ohnehin je nach Stärke der Oberflächenbeschichtung möglichst nicht oder nur wenig schleifen. So bleibt die Küchenoberfläche erhalten und ebenmäßig.

Um Küchenschränke ohne Schleifen zu lackieren, verwende am besten geeignete Spezialfarben. Für Küchenmöbel sind Kreidefarben oder Kalkfarben eine gute Wahl. 

Bedenke, dass du Küchenmöbel in diesem Fall besonders sorgfältig reinigen solltest. Neben Staub und Verschmutzungen entferne Stoffe wie Wachs oder Politur auf der Küchenoberfläche gründlich.

In einigen Fällen ist ein Anschleifen der Küchenmöbel allerdings unverzichtbar. Das gilt zum Beispiel für sehr glatte Oberflächen. Nur durch gründlichen Anschliff ergibt sich hier eine gute Haftung. Auch auffällige Flecken auf der Küchenfront solltest du nach Möglichkeit abschleifen.

Jemand gießt Farbe in eine Farbwanne um.
Küchenschrank in türkis mit orangenem Dekohuhn daneben.

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