
Speisekammer einrichten
Im Ratgeber erfährst du, wie du eine Speisekammer einrichten kannst. Wir zeigen, wie du deine Vorräte ordentlich und griffbereit in der Speisekammer verstaust.
Wieso eine Speisekammer einrichten?
In der Speisekammer finden allerhand Lebensmittel einen Platz. Trockenprodukte wie Nudeln oder Mehl sowie Obst und Gemüse kannst du dort gut verstauen. Mit der richtigen Einrichtung kannst du dort aber auch Küchengeräte abstellen.
Eine Vorratskammer ist daher längst nicht mehr etwas aus vergangenen Zeiten. Im Gegenteil: Beim Neubau lohnt es sich, einen Platz für alle Vorräte einzuplanen. In einem eigenen, abgetrennten Raum fällt es besonders leicht, Ordnung zu halten.
Wichtig ist, dass die Vorratskammer nicht zu klein ist. Sie darf außerdem nicht zu weit von der Küche entfernt sein. Schließlich brauchst du so gut wie täglich Dinge aus der Speisekammer zum Kochen. Und auch die Einrichtung der Kammer ist wesentlich.
Speisekammer planen

Regale sorgen in der Vorratskammer für reichlich Stauraum. So lässt sich leichter Ordnung halten.
Diese Dinge sind bei der Planung deiner Speisekammer wichtig:
Tür
Licht
Regale
Bei den Regalen ist das Material genauso wichtig wie die Größe. Plane einige Fächer groß genug für Küchengeräte. So kannst du sie in der Speisekammer verstauen, wenn du sie nicht brauchst. Mit Auszügen sparst du dir das Kramen im hinteren Teil von Regalen. Gewürz- und Weinregale sorgen für Extraordnung. Auch Körbe und Trennwände in den Schubladen helfen dir Kleinteile ordentlich zu verstauen.
Tipp: Mit verstellbaren Regalen kannst du die Höhe flexibel anpassen und somit kleine wie auch große Gegenstände praktisch lagern.
Mit Eckregalen kannst du den Raum in deiner Kammer optimal ausnutzen. Sind diese zusätzlich mit Drehplatten ausgestattet, kannst du selbst die schwer zugänglichen Flächen im hinteren Bereich der Regale befüllen.
Ergänze die Regale durch Haken. An ihnen kannst du deine Kochschürze aufhängen oder auch anderen Dingen einen Platz geben.
Regale aus Verbundholz sind besonders günstig. Sie sind außerdem sehr stabil und sehen modern aus. Laminiere die Oberflächen schwarz, weiß oder farbig. Alternativ nimmst du Regale aus Massivholz oder pulverbeschichtetem Metall. Sie wirken besonders hochwertig. Mit Regalböden aus Glas kannst du auch von unten sehen, was sich in höher gelegenen Fächern befindet.
Leiter oder Tritt
Mit einer Leiter oder einem Tritt erreichst du die oberen Regalböden leicht. Plane die Leiter oder den Tritt unbedingt mit ein und denke auch gleich an einen Ort zum Verstauen.
Speisekammer belüften und entfeuchten

Ein Luftentfeuchter schafft ein gutes Klima in deiner Vorratskammer. So verhinderst du Schimmel und verdorbene Speisen.
In einer Vorratskammer darf es nicht zu warm werden. Sonst verderben die dort gelagerten Speisen. Früher gehörte die Vorratskammer noch zu den kühlsten Räumen im Haus. Das Lagern war daher unproblematisch. Die Häuser sind heute jedoch sehr gut gedämmt. Daher ist es auch in Kammern und sogar im Keller kaum kühler als Zimmertemperatur.
Du brauchst deshalb eine kontrollierte Lüftungstechnik für deine Speisekammer. Sie belüftet und entfeuchtet den Vorratsraum. Lasse dich hierzu von einem Experten beraten.
Kannst du den Raum nicht natürlich belüften, installierst du einen vollautomatischen Temperaturausgleich durch TDA-Wärmerückführung. Die Anlage hält das Raumklima konstant und gleicht Temperaturveränderungen aus. Sie mischt außerdem die Luftschichten im Raum. 5 °C sollten es im Winter in der Speisekammer sein. Im Sommer sind 17 °C angemessen. Denke bei der Planung daran, dass Elektrogeräte in der Speisekammer die Luft erwärmen.
Eine hohe Luftfeuchtigkeit verringerst du mit einem elektrischen Luftentfeuchter. Das Gerät bindet Wasserdampf. Oft entfernt es auch Gerüche, Partikel in der Luft sowie Insekten. In der Speisekammer sollte eine Luftfeuchtigkeit von etwa 70 % herrschen.
Tipp: Lagere Aktivkohle in kleinen Tütchen bei deinen Lebensmitteln. Diese hilft, die überschüssige Feuchtigkeit im Raum aufzunehmen.
Plane die Belüftung und Entfeuchtung der Speisekammer genau. Sonst könnten sich Bakterien in der Vorratskammer vermehren und die Speisen verderben. Auch Schimmel und Mikroorganismen vermehren sich bei schlechten Luftwerten besser.
Auf diese Dinge solltest du bei der Vorratskammer achten:
Dunkelheit
Richtige Temperatur
Lüftung
Klimaschutztür zur Küche
Kleine Heizungsrohre
Ordnung halten in der Speisekammer
Ordnung ist in der Vorratskammer besonders wichtig. Wenn alles an seinem Platz ist, behältst du besser die Übersicht über die vorhandenen Lebensmittel. Du kannst sie auch besser lagern, wenn in der Vorratskammer kein Chaos herrscht. So halten sich die Speisen länger. Und die Mindesthaltbarkeitsdaten sind besser zu kontrollieren.
Lebensmittel teilst du am besten in verschiedene Kategorien ein. Abhängig davon lagerst du sie dann. Diese Kategorien sind sinnvoll:
- Obst/ Gemüse
- Getreideprodukte
- Milchprodukte
- Konserven/ Eingewecktes/ Marmeladen
- Zutaten/ Gewürze
- Süßigkeiten
- Getränke
Denke beim Einsortieren und Ordnen der Speisekammer daran, dass die verschiedenen Lebensmittel unterschiedlich gelagert werden müssen. Verpacktes wie Konserven oder auch Milchtüten kannst du so, wie sie sind, in die Vorratskammer stellen. Obst und Gemüse solltest du aber in Lebensmittelkisten legen. Sie haben durchbrochene Seitenwände. So kann die Luft zirkulieren und die Haltbarkeit wird erhöht. Alternativ kannst du auch Obst- und Gemüsekörbe oder Schubladen mit Belüftungslöchern für die Lagerung nehmen.

Verschließe Behälter mit Lebensmitteln in der Vorratskammer sorgfältig. So haben Schädlinge kaum eine Chance.
Müsli, Mehl, Zucker, Haferflocken und Nudeln füllst du in luftdicht verschließbare Behälter um. So verhinderst du einen Befall mit Lebensmittelmotten oder Mehlkäfern. Nimm am besten durchsichtige Behälter. Sie sehen schön aus und offenbaren dir auch ohne Beschriftung ihren Inhalt. Zur besseren Übersicht kannst du aber auch kleine Aufkleber an den Behältern anbringen.
Tipp: Für die längere Lagerung von Lebensmitteln, eignen sich Vakuumbeutel. Diese sorgen dafür, dass die Produkte länger haltbar sind und keine Feuchtigkeit entsteht.
Stelle neu gekaufte Lebensmittel beim Einräumen immer nach hinten ins Regal. Wenn du etwas brauchst, nimmst du es von vorne weg. So verbrauchst du automatisch immer die Speisen mit dem am ehesten ablaufenden Mindesthaltbarkeitsdatum. Hast du das Datum doch einmal überschritten, musst du das Lebensmittel nicht zwingend wegwerfen. Schau es dir erst genau an und rieche daran. Häufig sind Lebensmittel wie Nudeln oder Konserven auch weiterhin genießbar.
Tipp: Lagerst du deine Lebensmittel in Behältern, so kannst du diese mit einem Zettel bekleben und das Mindesthaltbarkeitsdatum sowie den Inhalt notieren. Verwendest du farbige Zettel, kannst du die Lebensmittel zusätzlich in Kategorien einteilen. Dies sorgt für eine noch bessere Organisation und hilft dir, einen schnellen Überblick zu erhalten.
Eine Liste mit den vorhandenen Vorräten sorgt für den nötigen Überblick. So weißt du immer, was noch vorhanden ist und was du in welcher Menge nachkaufen musst. Mit dieser Liste kannst du außerdem gut planen, was du in den verschiedenen Wochen kochen möchtest. So kannst du ablaufende Lebensmittel noch rechtzeitig verbrauchen. Das schont die Umwelt und das Portemonnaie.
Regelmäßige Inventur der Speisekammer
Es ist wichtig, dass du deine Speisekammer in regelmäßigen Abständen gründlich überprüfst. Hierbei kannst du notieren, welche Lebensmittel bei deinem nächsten Einkauf auf der Liste stehen sollten. Du kannst sicherstellen, dass alle Produkte mit einem zeitnahen Mindesthaltbarkeitsdatum zügig verbraucht werden und vermeidest dadurch die Verschwendung von Lebensmitteln.








