Tipps fuer die Kuechenplanung

Küchenplanung – was Sie wissen sollten

Wie Sie mit einer persönlichen Küchenplanung Ihre Wunschküche Wirklichkeit werden lassen und weitere wissenswerte Informationen, die Sie rund um die Küchenplanung vorab wissen sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Die richtige Küche für jeden Geschmack

Pärchen mit Küchenplaner an Küchentheke

Mit einer persönlichen Küchenplanung erhalten Sie eine Maßanfertigung Ihrer Küche. Das bedeutet: Die gesamte Kücheneinrichtung inklusive aller Küchenmöbel, der Arbeitsplatte, der Spüle und der Elektrogeräte wird passend für Ihren Raum konzipiert.

Möglich sind neben einfachen Küchenzeilen z. B. Küchen in L-Form oder Küchen in U-Form, Küchen mit einer Kücheninsel innerhalb des Raumes als Arbeitsstelle oder zwei gegenüberliegende Küchenzeilen. Einbezogen werden in die Küchenplanung auch Details wie die Beleuchtung. Bei individuell geplanten Küchen helfen Ihnen die Mitarbeiter in den OBI Küchenstudios. Wer eine Küche auf die Schnelle oder in einem kleineren Kostenrahmen sucht, für den eignen sich fertige Küchenzeilen.

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Den Raum ideal nutzen

Mann hält Messgerät an Wand
Aufmaß einer Küche auf Papier

Bei der Planung von Einbauküchen werden Sie sehr wahrscheinlich den Begriff "Küchenraster" hören. Einbauküchen werden meist aus standardisierten und fest angebrachten Möbeln zusammengesetzt – Sie kaufen also Module, die je nach Raumgröße individuell nebeneinander gestellt und befestigt werden können. Diese Module bestehen aus Küchenschränken mit einer Breite von 40, 60 oder 80 cm und können je nach Design und Zusammensetzung das Gesamtbild Ihrer Küche beeinflussen. 

Voraussetzung für das Küchenraster sowie für jede andere Küchenplanung ist ein maßgetreuer Raumgrundriss Ihrer Küche. Dabei sollten Sie besonders auf Vorsprünge, Ecken oder Unebenheiten in Wänden und Boden achten, da diese bei Ihrer Planung ausgeglichen werden müssen. 

Zum Ausmessen der Raumgröße müssen die Küchenmaße in Breite, Höhe und Tiefe vorliegen, woraus Sie mit allen Einzelheiten ein Aufmaß Ihrer Küche erstellen können. Breite und Tiefe sind für die Nutzbarkeit der Küchenmöbel relevant, denn diese Maße geben Auskunft darüber, ob genug Stauraum vorhanden ist und ob die Arbeitsfläche ausreicht. Markieren Sie beim Erstellen des Aufmaßes alles, was in den Raum hineinragt (z.B. Heizkörper, Belüftungsschächte, Rohre) und markieren Sie die Position von Abflüssen und Wasseranschlüssen.

Helle Küche in L-Form
Weiße Küche in G-Form
Quelle: Blanco

Nach dem Erstellen des Aufmaßes stellt sich die Frage der Küchenform. Unterscheiden lassen sich hier drei Küchenformen: Die L-Form, die U-Form und die G-Form.

Die L-Küche eignet sich für nahezu alle Raumgrößen und erleichtert Ihnen durch die kompakte Eckplanung den Küchenalltag, denn sie bietet die ideale Distanz zwischen den wichtigsten Küchenelementen.

Die Küche in U-Form sollte mindestens 15 qm groß sein, um ausreichend Platz zu bieten. Dann kann sie besonders für Mehrpersonenhaushalte praktisch sein, denn sie ermöglicht Stauraum, Arbeitsfläche und kurze Wege dazwischen.

Die G-Küche bietet sich für große und offene Räume an und besitzt im Gegensatz zur U-Küche noch eine zusätzliche kurze Küchenzeile, die Halbinsel. Diese wird gerne als Arbeitsplatte, Kochstelle oder Theke gestaltet und bildet ein kommunikatives Zentrum.

Designvielfalt

Als Küchenfronten bezeichnet man die Schrankoberflächen. Einbaugeräte wie Geschirrspüler und Kühlschränke können in die Küchenfront integriert werden. Küchenfronten sind in verschiedenen Materialien erhältlich: Melaminharz, Folie, Lack oder Glas. Sie können auf das Design Ihrer Fenster und des Bodenbelages abgestimmt werden.

Arbeitsplatten bestehen meist aus Spanplatten mit einer Oberflächenbeschichtung oder aus Naturstein, beides macht Ihre Arbeitsplatte abriebfest und stoßfest. Die Arbeitsplatte sollte robust und einfach zu reinigen sein. Arbeitsplatten gibt es einfarbig, in Holzoptik, Steinoptik oder individuell bedruckt.

Die Materialien einer Küche beeinflussen nicht nur Optik und Gesamteindruck, sie sind auch ausschlaggebend dafür, ob Sie Ihre Küche einfach sauber halten können. Durch die Kombination unterschiedlicher Materialien können dabei spannende Küchen entworfen werden. 

Eine gut geplante Küche legt neben den optischen Aspekten ein Augenmerk auf die Stellen, die durch täglichen Gebrauch am meisten belastet werden. Diese Stellen sollten durch den Einsatz von robusten Materialien besonders stabil sein. Denn schöne Materialien, die an der falschen Stelle eingesetzt sind, können innerhalb kurzer Zeit beschädigt sein und unattraktiv aussehen. 

Küche mit Inseln und heller Front
Küche mit weißer Front und braunen Stühlen

Für eine naturnahe Gestaltung Ihrer Küche empfiehlt sich Holz, das aufgrund seiner vielzähligen Eigenschaften beliebt ist. Holz gleicht beispielsweise die Luftfeuchtigkeit in Ihrer Küche aus und gibt jeder Küche durch die unverkennbare Holzmaserung einen individuellen und lebhaften Charakter. Insbesondere im Landhausstil wird häufig mit Holz gearbeitet.

Beton zeichnet sich durch seine Wandelbarkeit und Individualität aus – da Beton gegossen wird und dann aushärtet, können Sie die unterschiedlichsten Formen damit gestalten. Durch die im Zuge des Gießens entstandenen Luftblasen und Farbverläufe ist jedes Stück ein Unikat. Zudem ist Beton langlebig und außerordentlich robust. Heutzutage gibt es Küchenarbeitsplatten, Lampen oder sogar Möbel aus Beton. Gerade in den modernen Stilrichtungen wie dem Industrial Stil wird das Material häufig verwendet.

Ein Klassiker in der Küche ist Edelstahl, welcher besonders in modernen Küchen beliebt ist. Denn er schafft eine fugenlose Einheit aus Spüle, Kochfeld und Arbeitsplatte, wobei Kanten und Ränder wegfallen. Diese exakte Formsprache von Edelstahl lässt sich mit anderen Materialien nicht so leicht umsetzen. Egal ob Arbeitsplatten, Elektrogeräte, Spüle oder Armatur, mit Edelstahl lassen sich gute Kontraste in der Küche schaffen.

Küchenzeile aus dunklem Holz
Küchenzeile mit Rückwand aus Beton
Quelle: Blanco

Verschiedene Türgriffe

Helle Wandschänke mit Glasfront

Quelle: Nobilia

Kueche mit aufgesetzten Griffen

Ob aus Metall, Aluminium oder Porzellan, schmal oder breit, ob waagrecht oder senkrecht an die Küchenschränke montiert – Türgriffe eröffnen eine Vielzahl an gestalterischen Möglichkeiten. Sie können elegant, auffallend oder dezent sein.

Beachten Sie bei der Auswahl neben dem Design auch haptische Aspekte, z. B. welcher Türgriff Ihnen am besten in der Hand liegt, wie robust das Material ist und ob die Türgriffe gesondert gereinigt werden müssen. Eine interessante Alternative können außerdem grifflose Küchenschränke sein, die häufig in puristisch gehaltenen, edlen Designer-Küchen zum Einsatz kommen.

Elektrogeräte für die Küche

Ein wichtiger Aspekt der Küchenplanung sind Einbaugeräte wie Kühlschränke, Backöfen, Geschirrspüler, Dunstabzugshauben und Kochfelder. Im Vorfeld sollten Sie überlegen, welche technischen Funktionen Sie wünschen. Interessant kann z. B. ein Induktionskochfeld sein, bei dem die Hitze nicht auf dem Kochfeld, sondern sehr schnell und sehr energiesparend direkt im Topf entsteht.

Backöfen gibt es mit Selbstreinigungsfunktion, der sogenannten Pyrolyse. Temperaturen von bis zu 600 °C sorgen dafür, dass alle Rückstände zu Asche verbrennen und bequem mit dem Besen entfernt werden können. Erhältlich sind auch Backöfen mit speziellen Beschichtungen, die den Reinigungsaufwand reduzieren.

Kühlschränke sind mit Gefrierfach oder als freistehende Side-by-Side Kühlschränke mit Doppeltür und Gefrierraum erhältlich. Sie haben die Wahl: entweder als Einbau-Variante, sodass sie nahtlos in die Küchenoptik passen, oder als freistehende Variante als optisches Design-Element.

Weisse Küche mit Backofen
Kochfeld aus Glaskeramik

Vielfältige Möglichkeiten der Organisation

Blick von Oben in die Küche mit offenen Schränken
Kueche aufgeraeumt

Eine große Rolle für den Komfort beim Arbeiten in der Küche spielt die Organisation. Ordnungssysteme helfen, nicht den Überblick in der Küche zu verlieren. Mit Besteckeinsätzen, die es in vielen edlen Designs wie z. B. Buche oder anderen Holzarten gibt, ist das gesuchte Besteck immer griffbereit.

Praktisch sind auch Innenschubladen, in denen nicht nur Küchenutensilien, sondern sogar Küchengeräte wie Brotmaschinen oder Toaster verstaut werden können. Hilfreich sind auch spezielle Sensoren, durch die sich Küchenschränke mit einem Touch-Mechanismus automatisch öffnen lassen – denn wer alle Hände voll zu tun hat, hat oft keine Hand frei, um den Türgriff zu bedienen.

Wer den Raum in der Küche optimal ausschöpfen möchte, kann z. B. Eckschränke einsetzen. Eckschränke bieten Stauraum in Bereichen, die sonst meist ungenutzt bleiben.

Beleuchtung für die Küche

Das richtige Licht spielt in der Küche eine zentrale Rolle – sowohl für die Wohnatmosphäre und damit die emotionale Stimmung in der Küche als auch für den Arbeitskomfort durch die optimale Ausleuchtung des Arbeitsplatzes.

Grundsätzlich sollten über dem Kochfeld und der Arbeitsplatte direkte Lichtquellen vorhanden sein. Beim Kochfeld kann eine Beleuchtung in der Dunstabzugshaube sinnvoll sein. Für optimales Licht über der Arbeitsplatte können Unterschrankleuchten eingesetzt werden, die in Küchenoberschränke integriert werden. Dabei lassen sich Unterschrankleuchten und Lichtleisten auch nachträglich in vorgeplanten Einbauküchen installieren.

Möglich sind aber auch Beleuchtungssysteme, in denen Lampen in die Hängeschränke eingefräst werden. Mit Beleuchtung ausgestattet werden können zudem Regalböden, Schubkästen, Nischenrückwände und die Griffleisten griffloser Küchenschränke.

Spot zur Beleuchtung der Spuele
Lampen im Kuechenregal

Küchenspülen

Edelstahlspuele mit grauer Arbeitsplatte
Spuele flachbuendig

Auch wenn die Spülmaschine den Abwasch macht, brauchen Sie eine Spüle. Spülen werden überwiegend rund oder eckig sowie in verschiedensten Farben und Materialien angeboten, etwa aus Edelstahl, Verbundstoffen oder Keramik. Weit verbreitet sind Spülen aus Edelstahl, weil diese hitzebeständig, robust und langlebig sind. Außerdem können sie gut gereinigt werden, sind lebensmittelecht und sehr hygienisch. Gern genommen werden außerdem Spülen aus Verbundstoff.

Neben verschiedenen Materialarten können Sie außerdem aus verschiedenen Einbauarten wählen. Der traditionelle Einbau erfolgt von oben. Weiterhin gibt es den optisch ansprechenderen flächenbündigen Einbau sowie Unterbau-Spülen, die von unten an die Arbeitsplatte montiert werden. In das Gesamtbild der Küche einfügen sollten sich auch die Küchenarmaturen. Küchenarmaturen gibt es in unzähligen Designs.

Individualisierte Nischenrückwand

Nischenrückwände schützen die Küchenwand – besonders die Bereiche um das Kochfeld – vor Schmutz und Spritzwasser und sind ein optisches Highlight in der Küche. Eine Alternative zu den Standard-Layouts können individuell bedruckte Nischenrückwände sein, die aus Spanplatten, Sicherheitsglas oder Alu-Dibond bestehen, einem speziellen Aluminium, das auch für Fotodrucke verwendet wird. Individuell bedruckte Nischenrückwände sind ebenso pflegeleicht und schützen vor Verschmutzung der Wand wie geflieste Nischenrückwände.

Eine persönliche Küchenplanung berücksichtigt auch sehr spezielle und ungewöhnliche bauliche Voraussetzungen. 

Rückwand in Holzoptik
Rueckwand mit Tomatenmotiv