
Pflanzen im Glas züchten
Mit einem Flaschengarten schaffst du ein autonomes Ökosystem im Glas. Im verschlossenen Gefäß gedeihen deine Pflanzen und entwickeln ein eigenes Biotop. Hier erfährst du, welche Pflanzen sich dafür eignen und wie du deinen eigenen Garten im Glas baust.
Welche Pflanzen eignen sich für den Garten im Glas?
Da in einem Glasbehälter bei Helligkeit und etwas Wasser ein feucht-warmes Klima entsteht, sind nicht alle Zimmerpflanzen für diesen Flaschengarten geeignet. Empfehlenswert sind exotische Gewächse, die sich im tropischen Klima besonders wohlfühlen. Außerdem sollten die Gewächse möglichst klein sein.
Gut eignen sich beispielsweise Zimmerfarne. Hier raten wir dir, den Glasbehälter nach oben hin – oder bei einigen Sorten auch zur Seite – offen zu halten. Der Farn braucht außerdem kein direktes Sonnenlicht. Dafür sind Helligkeit, aber auch Schatten, gute Bedingungen für sein Wachstum.
Auch Sukkulenten und Kakteen machen einen guten Eindruck. Sie speichern in ihren Wurzeln und dickfleischigen Blättern viel Wasser und sind daher sehr pflegeleicht. Außerdem nehmen sie weniger Platz ein und behalten ihre Größe. Beachte auch hier, dass du das Gefäß nicht verschließt, da sie bei zu hoher Luftfeuchtigkeit eingehen.
Möchtest du etwas Farbe in deinen Flaschengarten bringen, dann sind auch Mini-Orchideen ein toller Blickfang. Auch sie mögen es hell, jedoch nicht zu sonnig.
Moos sollte Bestandteil in jedem Flaschengarten sein, da es viel Wasser speichert und so für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgt. Das Moos brauchst du nicht einzupflanzen, sondern platzierst es einfach an einer beliebigen Stelle.
Ansonsten sind noch folgende Pflanzen für den Flaschengarten geeignet: Fittonia, Peperomia, fleischfressende Pflanzen, Calathea und einige mehr.
Wie funktioniert ein Ökosystem im Glas?
Einmal richtig angelegt, funktioniert der Flaschengarten autonom. Das ist eine tolle Alternative für diejenigen, bei denen Zimmerpflanzen nicht lange überleben:
Am besten platzierst du den Flaschengarten an einem hellen Ort, der keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Sobald du deine Gewächse eingepflanzt hast, gießt du sie kurz und verschließt anschließend das Gefäß. Wen nach einiger Zeit das Wasser verdunstet, kann es nicht entweichen und die Glaswand beschlägt. Dieses Kondenswasser nehmen die Pflanzen wieder auf.
Während der Fotosynthese filtern die Gewächse das Kohlenstoffdioxid aus der Luft und geben frischen Sauerstoff wieder ab. So entsteht ein Kreislauf der Selbstversorgung der Pflanzen und das Ökosystem kommt ins Gleichgewicht.
Pflanzen im Glas – Anleitung
6 Schritte
1Glasbehälter vorbereiten

Auf einen Blick
Einmachglas mit kochendem Wasser ausspülen
Mit sauberem Tuch abtrocknen
2Entwässerungsschicht anlegen

Auf einen Blick
Kies einfüllen
Tonscherben hinzufügen
3Trockenschicht hinzufügen

Auf einen Blick
Feine Aktivkohle hineingeben
Gleichmäßig verteilen
4Pflanzenerde schichten

Auf einen Blick
Pflanzenerde hinzugeben
Angemessene Schichthöhe beachten
5Pflanzen einsetzen

Auf einen Blick
Pflanzen auf Schädlinge prüfen
Wurzeln kürzen
Mulde in die Erde drücken
Pflanzen einsetzen
6Pflanzen gießen

Auf einen Blick
Einmachglas dekorieren
Pflanzen wässern
Flaschengarten luftdicht verschließen
Das benötigst du für dein Projekt
Einmachglas
Feiner Kies oder Lavagranulat
Tonscherben
Holz- oder Aktivkohle
Pflanzenerde
Kleine Pflanzen oder Ableger
Tuch
Pinzette
Kochlöffel








