
Moosbilder selber machen
Moosbilder sind eine kreative Wandgestaltung und lassen sich in vielen Größen, Formen und Varianten selber machen. Welches Material du für ein Moosbild benötigst, welche Gestaltungsmöglichkeiten es gibt und wie du das Pflanzenbild pflegst, zeigen wir dir hier.
Welches Moos eignet sich für Moosbilder?
Pflanzenbilder sind eine moderne und außergewöhnliche Art der Wandgestaltung oder Deko und bringen Abwechslung in den Raum. Die Moosbilder können sowohl mit Kunstpflanzen als auch mit echtem Flachmoos oder Kugelmoos umgesetzt und mit unserer Anleitung zum Basteln selbst gemacht werden.
Islandmoos (Cetraria islandica) eignet sich ideal dafür, um große Flächen abzudecken, und ist in vielen Farbvarianten erhältlich. Es ist in Europa heimisch und wächst vor allem auf Ebenen über 1.500 m. Wird Islandmoos mit den richtigen Hilfsmitteln konserviert und getrocknet, ist es für lange Zeit haltbar und kann zum Basteln sowie als Deko verwendet werden.
Die Kombination von Islandmoos mit weiteren Moosarten verleiht deinem Moosbild mehr Tiefe und sorgt für ein individuelles Bild. Wir zeigen dir Ideen für dein Moosbild und eine Anleitung für die DIY-Deko.
Moos züchten mit Buttermilch
Wenn du Moos für deine DIY-Mooswand selber züchten möchtest, geht das mit Buttermilch. Dazu sammelst du etwa zwei Handvoll Waldmoos, das in deiner Gegend heimisch ist. Achte darauf, dass es sauber und frei von Zweigen und ähnlichen Rückständen ist und gib es mit zwei Tassen Buttermilch in einen Mixer. Es entsteht eine sämige Konsistenz, die du mit einer Sprühflasche oder einem Pinsel auf den mit Wasser befeuchteten Gartenboden gibst.
In der nächsten Zeit hältst du die Fläche leicht feucht und nach etwa acht Wochen kann das erste Moos wachsen.
Für das Wachstum benötigt das Moos den richtigen Untergrund. Wähle einen Standort im Garten, an dem entweder bereits Moos wächst oder der sich an der Nordseite einer Mauer oder Fassade befindet.
Tipp: Statte den Untergrund mit einem Vlies aus, um die Wachstumsbedingungen der wurzelfreien Pflanze zu verbessern.
Moos konservieren und haltbar machen
Möchtest du frisches Waldmoos für ein lebendes DIY-Moosbild verwenden, kannst du das Flachmoos selbst pflücken und anschließend haltbar machen. Auch die kräftige Farbgebung bleibt beim konservierten Moos erhalten.
Hinweis: Moosarten darfst du in kleinen Mengen sammeln, sofern du es nicht aus einem Naturschutzgebiet entfernst. Allerdings stehen Torfmoos-Arten (Sphagnum ssp.), Weißmoose (Leucobryum ssp.) und Hainmoose (Hylocomium ssp.) unter Naturschutz und dürfen nicht gepflückt werden.
- Befreie das Moos von Waldresten wie beispielsweise Tannennadeln oder Zweigen.
- Rühre Glycerin mit warmem Wasser an. Das richtige Mischverhältnis entnimmst du der Gebrauchsanweisung.
Tipp: Möchtest du Teile des Mooses in einer anderen Farbe gestalten, dann gib in ein anderes Behältnis zum Wasser-Glycerin-Gemisch zusätzlich eine kleine Menge Textilfarbe oder Ostereier-Farbe.
Das Moos sollte einige Stunden oder über Nacht in der Mischung einweichen.
- Drücke das Moos dann vorsichtig aus und lass es auf einer Küchenrolle ausgebreitet mindestens zwei Tage lang trocknen, bevor du es zur DIY-Deko weiterverarbeitest.
Moosbild selber machen – Anleitung

Ein Moosbild kannst du in wenigen Schritten gestalten und mit unseren Ideen und der Anleitung zum Selbermachen individuell gestalten.
- Bereite die Unterlage vor: Verwende einen Bilderrahmen, eine Wanduhr, eine Pinnwand, ein Tablett oder einen Spiegel. Die Oberfläche sollte frei von Staub und Verschmutzungen sein, sodass der Heißkleber später besser hält. Beim Bilderrahmen entfernst du die Glasscheibe, sodass du nur die Rückwand aus Pappe beklebst.
- Platziere dein Moos zuerst lose im gewünschten Muster, sodass du siehst, wie es später wirkt. Ordne Kugelmoos und Islandmoos unterschiedlich an oder konstruiere ein Muster deiner Wahl. Mit bunt eingefärbtem Moos stellst du eigene Bilder oder Motive dar.
- Wenn die Moosstücke ihre feste Position haben, klebst du jedes Stück mit einer Heißklebepistole oder anderem passenden Kleber auf deiner Unterlage an. Trage den Heißkleber direkt auf das Moos auf. Löcher klebst du am Schluss mit Moosresten oder anderem Grün zu.
- Um mehr Abwechslung in dein Moosbild zu bekommen, kannst du es auch mit Farnen oder kleinen Sukkulenten ergänzen.
Unterlage für das Moosbild im OBI Onlineshop
Außergewöhnliche Moosbilder – Ideen
Neben der flächendeckenden Beklebung von Unterlagen kannst du auch außergewöhnliche DIY-Moosbilder nach deinen Ideen gestalten. Mit Schablonen gestaltest du beispielsweise verschiedene Formen und Motive, indem du nur den Innenbereich der Schablone mit Moos beklebst.
Schriftzüge eignen sich besonders für große DIY-Moosbilder und sind ein Hingucker an der Wand. Drucke eine Vorlage für die Schrift aus oder gestalte den Schriftzug selber. Klebe Plattenmoos auf und schneide das überstehende Moos mit einer Schere ab, sodass die Schrift leserlich wird.
Ordne sechseckige Rahmen an deiner Wand an und gestalte diese mit Moos aus. So ergeben sich Mooswaben an der Wand, die vielseitig kombinierbar sind.




Moosbild pflegen
Konserviertes Moos, das du gekauft oder mit Glycerin haltbar gemacht hast, benötigt keine Pflege, wenn es als Mooswand gestaltet ist. Das Moos verändert sich bei richtiger Durchführung der Konservierung nicht in Struktur und Aussehen und muss nicht zusätzlich befeuchtet werden. Pflege dein Moosbild wie ein Wandgemälde und halte es frei von Staub.








