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Reibeputz auftragen: Das solltest du wissen

Du kannst Reibeputz selbstständig auftragen, dabei solltest du aber einige Punkte beachten.

Reibeputz gibt es in grober bis feiner Körnung sowie für Innen- und Außenwände. Für glatte und elegante Oberfläche mit dezentem Struktur-Effekt wählst du einen Reibeputz mit feiner Körnung. Grobe Körnungen sorgen für eine stark ausgeprägte Struktur, die am besten auf großen Flächen zur Geltung kommt. Sie eignet sich daher besonders für die Fassade.

Willst du deine Wohnung verschönern, ist Dekorputz die richtige Wahl. Du kannst den Putz mit Struktur oder in Farbe auftragen.

Reibeputz an Außenwänden ist nicht nur dekorativ, sondern schützt auch die Fassade. Du senkst dadurch außerdem das Risiko für Veralgung und verbesserst die Dämmwirkung des Gebäudes.

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Mineralputz oder Kunstharzputz?

Reibeputz bekommst du entweder als Mineral- oder Kunstharzputz. Beide haben unterschiedliche Eigenschaften. Mineralputz besteht aus Kalk und Zement. Er eignet sich für Innenräume, da er atmungsaktiv ist und die Luftfeuchtigkeit reguliert. Er hilft auch dabei, die Heizkosten zu senken. Denn Mineralputz kann Wärme aufnehmen und wieder abgeben. Bevor du das Material als Reibeputz aufträgst, rührst du ihn mit Wasser an.

Anders ist es bei Kunstharzputz: Dieser Reibeputz ist in der Regel bereits gebrauchsfertig und kann direkt verwendet werden. Er besteht ebenfalls aus Kalk und Zement. Allerdings enthält er zusätzlich Polyesterharze. Kunstharzputz überdeckt Risse und ist sehr strapazierfähig. Er lässt sich mit Wasser und einem Spachtel wieder entfernen.

Bunten Reibeputz auftragen

Farbiger Reibeputz wird mit einer Kelle auf eine Wand aufgetragen

Bringe mit dem Reibeputz Farbe in dein Zuhause. Färbe den Reibeputz dazu mit Abtönfarbe ein.

Es muss nicht immer weißer Reibeputz sein: Mit Dispersionsfarbe überstreichst du in Innenräumen Weißputze, die aus Kunstharz- oder Mineralputz bestehen. Achte allerdings auf die Herstellerangaben. Einige Putze müssen zunächst vollständig trocknen, bevor du sie mit Farbe überstreichen kannst. Dies dauert unter Umständen einige Wochen.

Alternativ färbst du den Reibeputz vor dem Auftragen in deiner Lieblingsfarbe ein. Dafür eignet sich Abtönfarbe. Diese bekommst du als Paste oder Granulat. Der Vorteil des Einfärbens von Reibeputz ist, dass bei Beschädigungen kein Weißputz an der Schadstelle durchschimmert. Außerdem sparst du dir die Zeit für den Anstrich, wenn du den Reibeputz vor dem Auftragen bereits einfärbst.

Untergrund für den Reibeputz vorbereiten

Bevor du Reibeputz auftragen kannst, bereitest du den Untergrund vor. Dafür entfernst du sämtlichen Schmutz und Staub von der Wand. Willst du deine Fassade mit dem Putz verschönern, ist der Reinigungsaufwand etwas größer als im Inneren: Mit einem Hochdruckreiniger oder Sandstrahlgerät entfernst du Verschmutzungen und Moos von der Außenwand. Gleiche danach alle Unebenheiten mit Spachtelmasse aus. Für Wände im Außenbereich eignet sich zum Spachteln eine Masse auf Zementbasis.

In Innenräumen verwendest du Gipsspachtel. Vor dem Auftragen des Reibeputzes entfernst du alte Tapeten. Auf diesen haftet der Putz schlecht. Befindet sich Dekorputz an der Wand, entfernst du diesen ebenfalls mit einem Spachtel.

Überprüfe die Wand, ob sie sandet oder kreidet. Ist das so, bereitest du die Wand mit Tiefgrund vor. Die Grundierung festigt die Oberfläche und reduziert die Saugfähigkeit des Untergrunds.

Mit Putzgrund verbesserst du die Haftung des Putzes. Zudem bekommst du auf diese Weise einen gleichmäßig weißen Untergrund. Der Reibeputz sieht danach edler aus. Plane dabei genug Zeit für die Trocknung ein.

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Tragfähigkeit mit Klebestreifen testen

Nachdem du die Wand gesäubert und vorbereitet hast, testest du die Tragfähigkeit des Untergrunds. Dafür verwendest du einen Klebestreifen. Ritze mit einem Cuttermesser ein Gitter in den Untergrund. Darauf drückst du den Klebestreifen. Ziehe ihn direkt wieder ab. Bei einem tragfähigen Untergrund bleiben keine Rückstände am Streifen hängen.

Achte darauf, dass du deine Möbel und Böden vor dem Reibeputz schützt. Dafür deckst du sie mit einer Malerfolie ab. Befestige diese mit Kreppband. Decke zudem Türrahmen, Sockelleisten und Lichtschalter ab.

Reibeputz anrühren

Reibeputz wird in einem Eimer angerührt

Rühre den Reibeputz im Eimer mit einer starken Bohrmaschine an. So lässt er sich später gut verarbeiten.

Verwendest du einen mineralischen Reibeputz, rührst du ihn vor dem Auftragen an. Das ist nötig, da du diese Art von Putz als Trockenmörtel kaufst. Es gibt ihn im Sack oder im Eimer. Nimmst du Reibeputz im Eimer, kannst du ihn direkt mit Wasser anrühren. Ansonsten benötigst du zusätzlich eine saubere Mörtelwanne. In dieser rührst du den Putz aus dem Sack an.

Halte dich beim Anrühren an die Angaben des Herstellers. Verwende zudem eine leistungsstarke Bohrmaschine und einen robusten Rührquirl. Möchtest du nicht deine eigene Bohrmaschine dafür verwenden, mietest du dir ein entsprechendes Rührwerk – passende Geräte findest du über den OBI Mietgeräte-Service. Willst du farbigen Reibeputz auftragen, gibst du nun die gewünschte Abtönfarbe in den Putz.

Tipp: Rühre nur so viel Putz an, wie du auch verarbeiten kannst. Es ist besser, mehrmals Reibeputz anzurühren als die gesamte Menge auf einmal. Ansonsten könnte der Putz bereits im Eimer oder in der Mörtelwanne austrocknen. Einmal eingetrocknet, lässt sich der Reibeputz anschließend nicht mehr verwenden.

Beim Verputzen auf eine gleichmäßige Schicht achten

Nach dem Anrühren trägst du den Reibeputz auf. Verwende dafür eine Maurer- oder Glättkelle. Wählst du eine Glättkelle aus Kunststoff, bleiben daran weniger Rückstände haften. Mit einer Stahlkelle erledigst du die Arbeit aber ebenfalls problemlos. Wichtig ist, dass du die Putzschicht in einer gleichmäßigen Dicke aufträgst.

Trage nicht mehr Putz auf Wände und Decken auf, als du innerhalb von 15 Minuten verarbeiten oder strukturieren kannst. Ansonsten trocknet der Reibeputz an. Er lässt sich dann nicht mehr so gut verreiben und es entstehen unschöne Rückstände. Hast du den Reibeputz aufgetragen, glättest du ihn im Anschluss.

Reibeputz an einer Wand wird geglättet

Trage den Reibeputz überall an der Wand in der exakt gleichen Dicke auf. Die Oberfläche sollte keine Dellen oder Beulen haben.

Auf die Reibetechnik kommt es an: So erhältst du eine schöne Struktur

Mit einem Reibebrett aus Kunststoff gestaltest du den bereits ein wenig angezogenen, jedoch noch feuchten Putz. Deine gewünschte Oberflächenstruktur erreichst du mit unterschiedlichen Reibetechniken. Diese verlaufen entweder diagonal, kreuzweise oder kreisend. Im besten Fall hast du dir schon im Vorfeld Gedanken gemacht, wie die Wand aussehen soll. Beachte dabei, wie einfallendes Sonnenlicht die Struktur des Reibeputzes verstärken kann. Auch mit künstlichem Licht unterstreichst du die Struktur.

Entferne das Kreppband, bevor der Putz ausgehärtet ist. Ziehst du das Band zu spät von Türrahmen, Sockelleisten und Lichtschaltern ab, reißt du im schlimmsten Fall Teile des Putzes wieder von der Wand oder Decke.

Reibeputz ausbessern

Reibeputz lässt sich unkompliziert ausbessern. Ideal ist es allerdings, wenn du Schäden am Putz vermeidest. Entdeckst du eine Schadstelle und willst sie ausbessern, schaust du dir wieder den Untergrund an. Bereite ihn wie oben beschrieben vor. Entferne alle Verschmutzungen und Putzreste. Trage anschließend eine Grundierung auf. Ist diese trocken, kannst du die Stelle verputzen. Glätte den Putz im Anschluss.

Mit einem Pinsel gleichst du Übergänge zwischen altem und frischem Putz an. Strukturiere den Reibeputz anschließend wieder mit einem Reibebrett aus Kunststoff. Arbeite die neue Oberflächenstruktur in die bereits bestehende ein. Im Idealfall fällt es nach dem Abtrocknen nicht auf, dass du den Putz ausgebessert hast.

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FAQ – Fragen und Antworten zum Thema Reibeputz auftragen

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