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Kaminofen richtig reinigen

Zuletzt aktualisiert: 11.12.20194 MinutenVon: OBI Redaktion
EIn moderner Holzofenkamin steht in einem Wohzimmer mit Holzboden neben einer Stehtlampe und einem Fenster.

Eine regelmäßige Reinigung erhöht die Lebensdauer und Leistung Ihres Kamins. Lesen Sie hier, wie Sie ihren Kaminofen reinigen und wie sich die Verschmutzung an der Kaminscheibe vorbeugen lässt.

 

Wie reinigt man einen Kaminofen?

Der Kaminofen muss regelmäßig außen und innen gereinigt werden – das erhöht die Lebensdauer und sorgt für eine bessere Verbrennung.
Bevor Sie Ihren Kaminofen reinigen, sollten sie einige Dinge zu Ihrer Sicherheit beachten. Der Kamin muss vollständig ausgeschaltet sowie komplett ausgekühlt sein – von außen als auch die Glut im Inneren. Nutzen Sie für die Reinigung nur geeignete Werkzeuge. Es empfiehlt sich, die Reinigung innen zu beginnen und sich nach außen vor zu arbeiten.

Für die Reinigung des Innenraums benutzen Sie einen Aschesauger oder Handfeger. Zusätzlich kann man mit einer Bürste die Ofenrohre putzen.
Die Außenseite Ihres Kamins können sie mit einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz absaugen oder mit einem Tuch abwischen. Für Materialien wie Speckstein gibt es auch Spezialreiniger.

Gelber Putzhandschuh mit blauem Lappen in der Hand.

Wie oft muss ein Kaminofen gereinigt werden?

Grundsätzlich hängt der Zeitpunkt der Reinigung davon ab, wie viel der Kamin genutzt wird. Je häufiger er in Betrieb ist, desto häufiger muss er gereinigt werden.

Dabei gibt es Elemente wie die Brennkammer und den Aschekasten, die mindestens wöchentlich gereinigt werden sollten. Die Außenverkleidung des Kamins reinigen Sie ja nach Bedarf, meist ist es Haushaltsstaub, der den Kamin verdreckt.

Mindestens einmal im Jahr sollte das Rauchrohr gereinigt werden, so garantieren Sie ausreichende Zuluft und eine saubere Verbrennung.

Bitte beachten Sie die gesetzlichen Regelungen in Ihrem Bundesland für die Feuerstättenbeschau durch einen Schornsteinfeger. 

Kaminofen von innen reinigen

Beginnen Sie damit, Ihren Kamin von innen zu reinigen. Die Brennkammer lässt sich mit einem Aschesauger säubern. Die Schamottsteine (gelbe Platten in der Brennkammer) ersetzen Sie sobald Risse auftreten. Diese können Sie auf die passende Größe selber zuschneiden und wieder einsetzen.

Entleeren Sie den Aschekasten wöchentlich – auch zweimal die Woche, je nachdem wie häufig der Kaminofen in Betrieb ist. Zu viel Asche im Innenraum kann dazu führen, dass die Tür nicht richtig schließt und der Kaminofen dadurch nicht vollständig zieht und schlechter verbrennt.

Die Ofenrohre reinigen Sie über die Reinigungsöffnung im Rauchrohrknie. Mit einer Reinigungsbürste oder einem Handfeger lassen sich die Verschmutzungen im Rohr entfernen. Für die Außenreinigung genügt ein feuchtes Tuch oder ein Staubwischer.

Undichte oder unpassende Ofenrohre schaden Ihrem Kamin. Achten Sie bei der Installation eines Kaminofens auf die richtigen Abstände und Rohranschlüsse. Halten die gegebenenfalls Rücksprache mit einem Schornsteinfeger.

Ein Aschesauger wird im Kamininnenraum genutzt.

Kaminofenscheibe reinigen

Eine verrußte Kaminscheibe entsteht oft, wenn das Brennholz zu feucht verbrannt wurde. Neben speziellen Reinigungsmitteln für die Scheibe, können Sie ein feuchtes Tuch oder Zeitungspapier in die kalte Asche des Kamins legen und damit die Scheibe wischen. Bei hartnäckiger Verschmutzung wiederholen Sie den Vorgang. Dabei sollte der Brennraum vollständig frei von Glut sein – so können sie gefahrlos den Innenraum säubern.

Viele Kaminöfen verfügen über selbstreinigende Scheiben. Diese sind auf der Außenseite speziell beschichtet und sorgen dafür, dass die Innenseite der Tür eine hohe Temperatur erreicht und dadurch eine saubere Verbrennung stattfindet. Es entsteht weniger Ruß. Deswegen müssen diese Scheiben seltener gereinigt werden, als herkömmliche Kaminscheiben.

Nahaufnahmer einer sauberen Kaminofenscheibe. Im Inneren brennt ein Feuer.

Häufige Ursachen einer verrußten Kaminscheibe

Häufig ist die Glasscheibe des Kamins mit Ruß verdreckt. Dafür gibt es mehrere Ursachen. Achten Sie darauf, nur komplett getrocknetes (max. 20% Restfeuchte) und unbehandeltes Brennholz zu verwenden. Außerdem sollte in dem Kaminofen kein Müll oder Papier verbrannt werden.
Eine regelmäßige Reinigung der Abgasrohre, Rauchrohre, des Aschekastens und des Schornsteins beugen Rußbildung an der Scheibe vor.

Stellen Sie sicher, dass die Luftzufuhr angemessen geöffnet ist. Besonders häufig ist die Sekundarluftzufuhr nicht richtig eingestellt. Eine gute Sauerstoffzufuhr ist für eine optimale Verbrennung unerlässlich. Zieht der Kamin nicht richtig, entsteht schneller Ruß und die Verbrennung erfolgt nicht ausreichend.

Mit der richtigen Technik beim Anheizen und der Anordnung und Größe des Brennstoffes lässt sich eine dreckige Scheibe ebenfalls vorbeugen. Lassen Sie die Kamintür beim Anheizen in den ersten Minuten offen. Zudem sollte der Brennstoff in der Glut liegen und von oben nach unten angezündet werden.
Beachten Sie, dass ein wenig Ruß an der Kaminscheibe normal und nicht komplett zu verhindern ist.

Ein Stapel Brennholz liegt vor einem brennenden Kaminofen.

Kaminofen von außen reinigen

Alle Kaminöfen sind mit einem speziellen hitzebeständigen Lack beschichtet. Um diesen intakt zu halten, dürfen keine Reinigungsmittel oder Lösemittel mit Alkohol oder Säure verwendet werden. Ein feuchtes Tuch reicht zur Reinigung aus. Restfeuchte entfernen sie mit einem Trockentuch. Hausstaub lässt sich mit einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz leicht entfernen.

Speckstein ist ein beliebtes Material für Kaminöfen. Es besticht durch seine Optik und Wärmeeigenschaften. Auch hier gilt: nur im kalten Zustand reinigen. Einfache Haushaltsmittel reichen aus, um Ihren Specksteinkaminofen zu säubern. Reinigen Sie die Oberfläche mit einem trockenen Haushaltsschwamm. Verwenden Sie dabei die raue Seite des Schwammes. Abschließend können Sie mit einem feuchten Tuch oder Lappen den Kamin trocken wischen.

Hartnäckigen Schmutz entfernen Sie mit Schleifpapier. Gehen Sie dabei vorsichtig vor, um die Oberfläche des Natursteins nicht zu beschädigen.
Für Naturstein gibt es spezielle Steinreiniger. Verzichten Sie auf Reinigungsmittel mit Säure- oder Laugengehalt, diese greifen den Speckstein an und hinterlassen Rückstände.

Specksteinkaminofen vor roter Wand mit brennenden Feuer.

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