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Laminatarten im Überblick – 6 Tipps

Zuletzt aktualisiert: 25.10.20193 MinutenVon: OBI Redaktion
Im Wohnzimmer mit Laminatboden steht ein Stuhl mit zwei Beistelltischen, Kissen und Lampe.

Im Ratgeber erfahren Sie, welche unterschiedlichen Laminatarten es gibt, worin die Vorteile der einzelnen Laminatböden liegen und worauf Sie beim Kauf von Laminat achten sollten.

Was ist Laminat?

Laminat ist ein Fußbodenbelag, der aus unterschiedlichen Schichten aufgebaut ist. Die einzelnen Laminatschichten sind flächig miteinander verklebt. Die Herstellung von Laminat – das Laminieren – ermöglicht die Kombination verschiedener Materialien, Stärken und Optiken mit unterschiedlichen Eigenschaften und Vorteilen.

Laminatböden sind pflegeleicht, einfach zu verlegen und widerstandsfähig. Dank vielseitig gestaltbarer Dekor-Schicht ist Laminat zudem in vielen verschiedenen Optiken verfügbar. Laminatböden gehören zu den beliebtesten Bodenbelägen. Beim Kauf der passenden Laminatart sollten Sie auf weitere Eigenschaften und Vorteile achten wie Verlegetechnik, Materialstärke und benötigte Trittschalldämmung.

Laminat mit Klicksystem

Früher wurden Nut und Feder beim Laminat verklebt. Heute wird Laminatboden in der Regel schwimmend und leimlos verlegt. Moderne Verbindungssysteme ermöglichen diese Verlegeart, bei der die Dielen einfach ineinandergesteckt werden und ohne Verleimung halten. Der Aufwand beim Verlegen der verschiedenen auf dem Markt erhältlichen Systeme unterscheidet sich kaum. 

Klicksysteme: Bei Klicklaminat legen Sie die Laminatdielen nebeneinander an und klopfen diese vorsichtig mit Schlagholz und Hammer fest. Nut und Feder greifen mit einem „Klick“ ineinander.

Locksysteme: Bei Locksystemen werden die Laminatdielen von oben in leichtem Winkel eingesteckt und so fixiert.

Kombinierte Systeme: Ebenfalls gängig sind Laminatböden, die beide Systeme kombinieren. So ist beispielsweise an der Stirnseite ein Klicksystem sowie an der Längsseite ein Locksystem vorgesehen.

Heimwerker verlegt Laminat mit Klicksystem.

Welche Stärke muss Laminatboden haben?

Laminatdielen bieten die Hersteller in einer Dielenstärke von 6 bis 12 mm an. Als Faustregel gilt: Je stärker das Laminat, desto robuster und langlebiger ist der Boden. Dielen mit größerer Stärke kosten zwar etwas mehr, langfristig lohnt sich die Ausgabe aber:

In wenig frequentierten Räumen wie dem Schlafzimmer genügt oft ein 6 mm-Laminatboden.

Für normal beanspruchte Wohnräumen wie Wohn- oder Arbeitszimmer ist meist eine Dielenstärke von 7 mm ausreichend.

In stark beanspruchten Räumen wie Kinderzimmer oder Flur verlegen Sie Laminat in einer Stärke von mindestens 8 mm.

Laminat-Platten in unterschiedlichen Stärken liegen zum Vergleich übereinander.

Leisetreter: Trittschalldämmung und Laminatunterlagen

Laminat ist ein harter Bodenbelag und verursacht beim Begehen Geräusche. Das kann nicht nur in der eigenen Wohnung stören, auch Nachbarn hören Sie gegebenenfalls, wenn Sie durch Ihre Räume gehen. Daher ist eine Trittschalldämmung für den Boden wichtig.

Für Laminatböden sind spezielle Laminatunterlagen in unterschiedlichen Stärken verfügbar. Die dämmenden Unterlagen gibt es zum Ausrollen oder als Platten, die wie Puzzleteile ineinandergesteckt werden, damit sie nicht verrutschen. Das Verlegen der Trittschalldämmung geht schnell und ist unkompliziert. Sie legen Folie oder Platten auf dem Boden aus und können das Laminat darauf schwimmend, also ohne Klebstoff, verlegen.

Tipp: Sinnvoll ist eine Trittschalldämmung auch dann, wenn Sie Laminat auf Böden verlegen, die Feuchtigkeit enthalten. Dann wählen Sie eine dampfdichte Unterlage.

Laminatunterlage sorgt für Trittschalldämmung, auf der das Laminat verlegt wird.

Laminat in Holzoptik

Besonders beliebt ist Laminat in Holzoptik. Ob Eiche, Buche oder Ahorn – Laminatboden ist in jedem Holz-Dekor erhältlich. Das macht Laminat zu einer preiswerten Alternative gegenüber Echtholz. Neben gängigen Dekoren wie Eiche oder Buche setzen Sie auch mit ausgefalleneren Holzoptiken wie Walnuss oder Pinie modern wohnliche Akzente.

Im Trend sind zudem Holz-Dekore mit leichten Verfärbungen im Muster beispielsweise in Richtung Weiß oder Grau (Used Look).

Hinweis: Berücksichtigen Sie auch bei Laminatböden, dass ein dunkles Design einen Raum kleiner erscheinen lässt und dass helle Böden gegebenenfalls mehr Pflege und Reinigung benötigen.

Hobbyraum mit diversen Nähutensilien hat einen Laminatboden in Holzoptik.

Klassische und ausgefallene Dekors

Die Musterungen von Laminat entsprechen oft den klassischen Mustern von Parkett – wie Stäbchen-, Dielen- oder Schiffsboden.

Fündig wird aber ebenfalls, wer kein klassisches Design sucht. Immer verbreiteter sind zum Beispiel Schriftzüge innerhalb der Holzoptik, Aufdrucke wie Zeitungen oder Laminatdielen im Used Look, die dem Boden einen nostalgischen Look verleihen. Einige Hersteller bieten sogar eine gänzlich individuelle Gestaltung – so machen Sie aus Ihrem Laminat ein echtes Unikat.

Im Raum stehen Tisch und Stuhl auf Laminatboden mit Muster.

Laminat in Fliesen- und Steinoptik

Früher galt Laminat vor allem als preisgünstige Alternative zum Parkett, also zum Holzboden. Inzwischen gibt es Laminat auch in der Optik anderer Bodenbeläge. So stehen Ihnen Dekore in Fliesen- oder Steinoptik zur Auswahl. Diese eignen sich ideal für alle Bereiche wie Küche oder Bad, in denen Sie zuvor Fliesen oder ähnliche Bodenbeläge verlegt hätten.

Laminat oder Fliesen?

Für Laminat als Alternative zu echten Steinfliesen spricht der günstige Preis, die leichte Verlegung sowie das ebenfalls einfache Entfernen des Belags im Falle eines Umzugs. Ein weiterer Vorteil: Das Material der Laminatböden ist wärmer als Steinböden und liefert gegebenenfalls mehr Trittschalldämmung. Ein Nachteil gegenüber Fliesen ist die Nicht-Eignung für Feuchträume wie Bad und Küche. 

In schwarz-weißer Küche ist Laminat in Steinoptik verlegt.

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