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Wohnung renovieren – Tipps zur Neugestaltung

Zuletzt aktualisiert: 06.09.20194 Minuten
Ein Wohnzimmer mit Holzfußboden, großen Fenstern und weiß gestrichenen Wänden.

Die Renovierung von Wohn- und Schlafräumen ist auch für Heimwerker mit geringen Kenntnissen machbar. Lesen Sie, wie Sie ein Budget festlegen, Boden und Wandfarbe aussuchen und Ihren Plan Schritt für Schritt in die Tat umsetzen.

Was muss man bei der Wohnungsrenovierung beachten?

Legen Sie zunächst fest, in welchem Umfang Sie Ihre Wohnung renovieren möchten. Machen Sie sich einen ausführlichen Plan von Zielen und Kosten.

  • Welche Räume möchten Sie renovieren?
  • Welche Arbeiten sollen erledigt werden?
  • Wie viel Geld möchten Sie ausgeben?

Egal, ob Sie nur ein einzelnes Zimmer oder mehrere Räume verschönern, legen Sie zu Beginn der Arbeiten ein Budget fest. Planen Sie außerdem genügend Zeit für die Umsetzung Ihrer Projekte ein.

Die Wohnungsrenovierung richtig planen

Überlegen Sie, wenn Sie eine Komplettrenovierung Ihrer Wohnung planen, wie Sie am besten vorgehen. So gehen Sie sicher, dass Sie angefangene Projekte zu Ende bringen und den Überblick behalten.

Wer sich die komplette Umsetzung oder einzelne Schritte nicht zutraut, sollte sich professionelle Unterstützung suchen.

Tipp: Machen Sie Fotos, um während der anstrengenden Renovierungsarbeiten Ihre Fortschritte festzuhalten. So können Sie am Ende anhand der Vorher-/Nachher-Fotos nachvollziehen, was Sie geschafft haben.

Eine Leiter steht in einer Wohnung, die gerade renoviert wird.

Den passenden Bodenbelag wählen und verlegen

Die Auswahl des Bodenbelages richtet sich nach der Nutzungsart des Zimmers.

Teppich ist geräuscharm und warm. Besonders im Schlaf- oder Kinderzimmer ist Teppichboden daher eine gute Option. Teppich ist in verschiedenen Materialien und Optiken erhältlich.

Laminat, Vinyl und PVC sind pflegeleicht, strapazierfähig und einfach zu verlegen. Da es diese Bodenbeläge in verschiedenen Designs gibt, passen sie sich Ihrem Einrichtungsstil optimal an. So können Sie sich beispielsweise zwischen einer Holz- oder einer Fliesenoptik entscheiden.

Achten Sie darauf, die richtige Menge des jeweiligen Belages anzuschaffen. Stellen Sie sicher, dass sie die Fläche des Raumes korrekt ausgemessen haben. Planen Sie auch Verschnitt ein, sodass Sie, sollte Ihnen ein Fehler passieren, vorbereitet sind.

Bevor Sie mit dem Verlegen beginnen, entfernen Sie zunächst den alten Bodenbelag. Danach reinigen Sie den Untergrund sorgfältig. Beachten Sie außerdem die Zeit, die der jeweilige Bodenbelag zum Akklimatisieren benötigt.

Teppich verlegen

Achten Sie darauf, dass Sie den Teppich einige Stunden entrollt im Raum liegen lassen. So kann er sich faltenlos ausbreiten. Dann können Sie den Teppich grob zuschneiden, anschließend mit dem Boden verkleben und die Ecken zuschneiden.

Ein grauer Teppich wird vom Heimwerker mit einem Cuttermesser zugeschnitten.

Laminat verlegen

Vor dem Verlegen sollte sich das Laminat 48 Stunden unausgepackt in dem Raum akklimatisieren, in dem es später verlegt wird. Es sollte eine Mindesttemperatur von 18 °C und eine maximale Luftfeuchtigkeit von 70% herrschen.

Wenn der Untergrund vorbereitet ist, verlegen Sie zunächst eine Dampfsperre und Trittschalldämmung. Platzieren Sie nun die Laminatdielen, die letzte in der Reihe muss in der Regel zugeschnitten werden. Bedenken Sie Hindernisse wie Heizungsrohre und klicken Sie das Laminat ein. 

Klicklaminat wird von einem Heimwerker verlegt.

Vinyl verlegen

Lassen Sie die Vinyl-Dielen 48 Stunden im Raum akklimatisieren. Da Vinyl aus Kunststoff besteht, lässt es sich mit einem Cuttermesser zuschneiden. Beginnen Sie mit dem Verlegen in einer Ecke des Raumes und legen Sie die erste Reihe komplett aus. Alle weiteren Reihen werden dann im Versatz verlegt. Achten Sie auch hier darauf, Aussparungen für Rohre oder ähnliche Hindernisse vorzunehmen und bringen Sie wenn nötig Übergangsprofile an. 

Eine Vinyl-Diele wird vom Heimwerker zugeschnitten.

PVC verlegen

Legen Sie das Material faltenfrei aus und lassen es 24 Stunden im Raum akklimatisieren. Schneiden Sie den überstehenden Belag mit einem Teppichlineal und einem Teppichmesser zu. 

Sie können PVC schwimmend, also ohne Befestigung am Boden verlegen. In größeren Räumen sollten Sie es allerdings mit PVC-Kleber fixieren. Rollen Sie es fest und beachten Sie dabei die angegebene Trocknungszeit

Eine PVC-Diele wird vom Heimwerker mit Klebeband fixiert.

Sockelleisten anbringen

Nach dem Verlegen Ihres ausgewählten Bodenbelags können Sie sich dem Anbringen der Sockelleisten widmen. Dabei können Sie zwischen verschiedenen Materialien wählen. Es gibt auch Modelle mit eingebauter Kabelführung, hinter denen Sie Ihre Kabel platzieren können.

Messen Sie den Raum aus und schneiden Sie die Sockelleisten auf die richtige Länge zu. Sie können Sockelleisten entweder annageln oder ankleben.

Eine Sockelleiste aus Holz ist an einer weißen Wand angebracht.

Wände neu gestalten

Je nachdem, ob die Wände Ihrer Wohnung beschädigt sind oder Sie diese lediglich mit einem neuen Anstrich verschönern möchten, gibt es einige Dinge zu beachten.

Wände verputzen

Bevor Sie mit dem Verputzen der Wand beginnen können, überprüfen Sie, ob diese gut gereinigt ist. Löcher können Sie mit Spachtelmasse auffüllen. Decken Sie den umliegenden Boden gut ab. Setzen Sie Putzprofile an der Wand ein. Nässen Sie die Wand gründlich mit Wasser vor und tragen Sie Grundierung auf. Rühren Sie den Putz an und tragen Sie zwei Schichten auf. Glätten Sie anschließend mit der Glättekelle. Reinigen Sie Ihre Werkzeuge nach dem Verputzen gründlich.

Eine Wand wird vom Heimwerker mit einer Glättekelle verputzt.

Raufaser tapezieren

Messen Sie als erstes die Höhe und Breite des Raumes, der tapeziert werden soll. Lösen Sie dann die alte Tapete von der Wand. Kleistern Sie nun die neuen Tapetenbahnen ein und bringen Sie diese nach und nach an die Wand.

Ein Schreibtisch steht an einer mit Raufaser tapezierten, weißen Wand.

Wände streichen

Kleben Sie die zu streichende Fläche gründlich ab und decken Sie den Boden ab. Tragen Sie die Grundierung auf. Streichen Sie dann als erstes die Ecken und Ränder mit dem Pinsel, bevor großflächig die Decken und Wände gestrichen werden.

Eine Wand wird vom Heimwerker mit einem Farbroller in weißer Farbe gestrichen.

Die passende Wandfarbe auswählen

Beachten Sie bei der Auswahl der passenden Wandfarbe die Farbpsychologie. Gelb zum Beispiel wirkt belebend, während ein kühler Blauton beruhigend erscheint. 

Verzichten Sie in kleinen Räumen auf dunkle Farben, da diese Licht absorbieren und dadurch den Raum optisch verkleinern.

Ein graues Sofa steht vor einer Wand, die in gelber Farbe gestrichen ist.

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