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Wohnung renovieren – Tipps zur Neugestaltung

Zuletzt aktualisiert: 06.12.20215 MinutenVon: OBI Redaktion
Ein Wohnzimmer mit Holzfußboden, großen Fenstern und weiß gestrichenen Wänden.

Die Renovierung von Wohn- und Schlafräumen ist auch für Heimwerker mit geringen Kenntnissen machbar. Lese hier, wie du ein Budget festlegst, Boden und Wandfarbe aussuchst und deinen Plan von der Renovierung Schritt für Schritt in die Tat umsetzt.

Was muss man bei der Wohnungsrenovierung beachten?

Egal, ob du nur ein einzelnes Zimmer, mehrere Räume, die ganze Wohnung oder ein Haus verschönerst: Lege zunächst fest, in welchem Umfang du renovieren möchtest. Mache dir einen ausführlichen Plan von Zielen und Kosten. Lege ein Budget für die gesamte Renovierung fest. Plane außerdem genügend Zeit für die Umsetzung deiner Projekte ein. Beachte, dass Trocknungszeiten beim Tapezieren und Streichen sowie Wartezeiten für Materialanlieferungen auf dich zu kommen werden.

  • Welche Räume möchtest du renovieren?
  • Welche Arbeiten sollen erledigt werden?
  • Wie viel Geld möchtest du ausgeben?
  • Was darfst du renovieren?
  • Wer muss vorm Renovieren in Kenntnis gesetzt werden?

Bist du Mieter einer Wohnung, kläre mit deinem Vermieter und der Verwaltung des Hauses welche Arbeiten du als Mieter machen darfst und welche nicht. Generell wird ein eigenständiges Renovieren durch den Mieter geduldet, wenn es zur Aufwertung der Wohnung beiträgt. Manch ein Vermieter beteiligt sich auch teilweise an den anfallenden Kosten, in der Regel musst du als Mieter jedoch selbst für das Renovieren aufkommen.

Hinweis: Handelt es sich bei dem Grund der Renovierung um notwendige Reparaturen oder eine Instandsetzung der Wohnung, prüfe deinen Mietvertrag auf Beteiligungsansprüche durch den Vermieter. Je nach Schaden, Mietvertrag und lokalem Mietgesetz kann der Vermieter in der Pflicht stehen, für die Reparaturen aufzukommen.

Tipp: Führst du lärmstarke Renovierungen durch, warn die anderen Bewohner im Haus mit einer kleinen Notiz im Briefkasten vor. So bleibt auch nach dem Renovieren deiner Wohnung der Haussegen erhalten.

 

Die Wohnungsrenovierung richtig planen

Überlege, wenn du eine Komplettrenovierung deiner Wohnung planst, wie du am besten vorgehst. So gehst du sicher, dass du angefangene Projekte zu Ende bringst und den Überblick behältst.

Tipp: Mache Fotos, um während der anstrengenden Renovierungsarbeiten deine Fortschritte festzuhalten. So kannst du am Ende anhand der Vorher-/Nachher-Fotos nachvollziehen, was du in der Wohnung geschafft hast.

Eine Leiter steht in einer Wohnung, die gerade renoviert wird.

Den passenden Bodenbelag wählen und verlegen

Die Auswahl des Bodenbelages richtet sich nach der Nutzungsart des Zimmers.

Teppich ist geräuscharm und warm. Besonders im Schlaf- oder Kinderzimmer ist Teppichboden daher eine gute Option. Teppich ist in verschiedenen Materialien und Optiken erhältlich.

Laminat, Vinyl und PVC sind pflegeleicht, strapazierfähig und einfach zu verlegen. Da es diese Bodenbeläge in verschiedenen Designs gibt, passen sie sich deinem Einrichtungsstil optimal an. So kannst du dich beispielsweise zwischen einer Holz- oder einer Fliesenoptik entscheiden.

Achte darauf, die richtige Menge des jeweiligen Belages anzuschaffen. Stelle sicher, dass du die Fläche des Raumes korrekt ausgemessen hast. Plane auch Verschnitt ein, sodass du, sollte dir ein Fehler passieren, vorbereitet bist.

Bevor du mit dem Verlegen beginnst, entferne zunächst den alten Bodenbelag. Danach reinigst du den Untergrund sorgfältig. Beachte außerdem die Zeit, die der jeweilige Bodenbelag zum Akklimatisieren benötigt.

Teppich verlegen

Achte darauf, dass du den Teppich einige Stunden ausgerollt im Raum liegen lässt. So kann er sich faltenlos ausbreiten. Dann kannst du den Teppich grob zuschneiden, anschließend mit dem Boden verkleben und die Ecken zuschneiden.

Ein grauer Teppich wird vom Heimwerker mit einem Cuttermesser zugeschnitten.

Laminat verlegen

Vor dem Verlegen sollte sich das Laminat 48 Stunden unausgepackt in dem Raum akklimatisieren, in dem es später verlegt wird. Es sollte eine Mindesttemperatur von 18 °C und eine maximale Luftfeuchtigkeit von 70 % in der Wohnung herrschen.

Wenn der Untergrund vorbereitet ist, verlegest du zunächst eine Dampfsperre und Trittschalldämmung. Platziere nun die Laminatdielen, die letzte in der Reihe muss in der Regel zugeschnitten werden. Bedenke Hindernisse wie Heizungsrohre und klicke das Laminat ein. 

Klicklaminat wird von einem Heimwerker verlegt.

Vinyl verlegen

Lass die Vinyl-Dielen 48 Stunden im Raum akklimatisieren. Da Vinyl aus Kunststoff besteht, lässt es sich mit einem Cuttermesser zuschneiden. Beginn mit dem Verlegen in einer Ecke des Raumes und lege die erste Reihe komplett aus. Alle weiteren Reihen werden dann im Versatz verlegt.

Achte auch hier darauf, Aussparungen für Rohre oder ähnliche Hindernisse vorzunehmen, und bringe, wenn nötig Übergangsprofile an. 

Eine Vinyl-Diele wird vom Heimwerker zugeschnitten.

PVC verlegen

Lege das Material faltenfrei aus und lass es 24 Stunden im Raum akklimatisieren. Schneide den überstehenden Belag mit einem Teppichlineal und einem Teppichmesser zu. 

Du kannst PVC schwimmend, also ohne Befestigung am Boden verlegen. In größeren Räumen solltest du es allerdings mit PVC-Kleber fixieren. Rolle es fest und beachte dabei die angegebene Trocknungszeit

Eine PVC-Diele wird vom Heimwerker mit Klebeband fixiert.

Sockelleisten anbringen

Nach dem Verlegen deines ausgewählten Bodenbelags kannst du dich dem Anbringen der Sockelleisten widmen. Dabei kannst du zwischen verschiedenen Materialien wählen. Es gibt auch Modelle mit eingebauter Kabelführung, hinter denen du deine Kabel platzieren kannst.

Messe den Raum aus und schneide die Sockelleisten auf die richtige Länge zu. Du kannst Sockelleisten entweder annageln oder ankleben.

Eine Sockelleiste aus Holz ist an einer weißen Wand angebracht.

Wände neu gestalten

Je nachdem, ob die Wände deiner Wohnung beschädigt sind oder du diese lediglich mit einem neuen Anstrich verschönern möchtest, gibt es einige Dinge zu beachten.

Wände verputzen

Bevor du mit dem Verputzen der Wand beginnen kannst, überprüfe, ob diese gut gereinigt ist. Löcher kannst du mit Spachtelmasse auffüllen. Decke den umliegenden Boden gut ab. Setze Putzprofile an der Wand ein. Nässe die Wand gründlich mit Wasser vor und trage Grundierung auf. Rühre den Putz an und trage zwei Schichten auf. Glätte anschließend mit der Glättekelle. Reinige deine Werkzeuge nach dem Verputzen gründlich.

Eine Wand wird vom Heimwerker mit einer Glättekelle verputzt.

Raufaser tapezieren

Messe als Erstes die Höhe und Breite des Raumes, der tapeziert werden soll. Löse dann die alte Tapete von der Wand. Kleistere nun die neuen Tapetenbahnen ein und bringe diese nach und nach an die Wand.

Ein Schreibtisch steht an einer mit Raufaser tapezierten, weißen Wand.

Wände streichen

Klebe die zu streichende Fläche gründlich ab und decke den Boden ab. Trage die Grundierung auf. Streiche dann als erstes die Ecken und Ränder mit dem Pinsel, bevor großflächig die Decken und Wände gestrichen werden.

Eine Wand wird vom Heimwerker mit einem Farbroller in weißer Farbe gestrichen.

Die passende Wandfarbe auswählen

Beachte bei der Auswahl der passenden Wandfarbe die Farbpsychologie. Gelb zum Beispiel wirkt belebend, während ein kühler Blauton beruhigend erscheint. 

Verzichte beim Renovieren von kleinen Räumen auf dunkle Farben, da diese Licht absorbieren und dadurch den Raum optisch verkleinern.

Ein graues Sofa steht vor einer Wand, die in gelber Farbe gestrichen ist.

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