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Blühende Echte Amaryllis (Amaryllis belladonna)

Die Echte Amaryllis, auch als Belladonnalilie bekannt, ist eine beliebte blühende Zimmerpflanze. Aufgrund äußerlicher Ähnlichkeiten wird sie häufig mit dem Ritterstern verwechselt. Erfahre, wie du die Amaryllis richtig pflegst.

Herkunft der Echten Amaryllis

Die Echte Amaryllis (Amaryllis belladonna) ist auch als Belladonnalilie bekannt und stammt aus Südafrika. Der Ritterstern (Hippeastrum) aus Südamerika sieht der Echten Amaryllis zum Verwechseln ähnlich, weshalb man ihn botanisch zunächst auch der Gattung Amaryllis zugeordnet hat. Inzwischen hat sich für Rittersterne eine eigene Gattung etabliert. Der Begriff „Amaryllis“ ist dennoch für beide Zwiebelpflanzen weiterhin geläufig.

Ein Unterschied wird deutlich, wenn man die Pflanzen am Blütenschaft anschneidet: Während Hippeastrum-Arten innen hohl sind, enthält die Belladonnalilie Markgewebe.

Zahlreiche Züchtungen der Belladonnalilie, wie die Amaryllis belladonna „Johannesburg“ in Zartrosa oder die Amaryllis belladonna „Kimberley“ mit zweifarbigen Blüten, haben eine große Vielfalt hervorgebracht. Charakteristisch für die Pflanzen ist der süßliche Duft, den die prächtigen Blüten verströmen.

Der Name der Pflanze geht wohl auf eine Schäferin aus den zehn Hirtengedichten von Vergil zurück, die Amaryllis hieß. Im Griechischen bedeutet „amaryssein“ außerdem so viel wie „funkeln lassen“.

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Blütezeit und Wuchs

An der Spitze des 50 cm bis 70 cm langen, rötlichen Schafts bilden sich die Blüten der Belladonnalilie. Sechs bis zwölf 8 cm bis 12 cm große Blüten stehen doldenartig zusammen. Im Unterschied zu den Hippeastrum-Arten bildet die Echte Amaryllis keine Nebenkrone aus.

Im frühen Herbst öffnen sich die hell- bis dunkelrosafarbenen Trompetenblüten hierzulande. Sie sprießen aus der blattlosen Zwiebel. Auf der Südhalbkugel, in ihrer Heimat Südafrika, blüht die Pflanze von Februar bis März. Sie ist deshalb auch als „March-Lily“ bekannt.

Nach der Blüte bilden sich die Laubblätter. Diese sterben im April oder Mai des nächsten Jahres ab. Anschließend beginnt die Ruhephase für die Blumenzwiebel. Diese dauert bis zur nächsten Blüte an.

Hinweis: Sämtliche Teile der Belladonnalilie sind giftig. Das meiste Gift befindet sich in der Zwiebel. Bereits 2 g des Giftstoffes wirken tödlich. In Südafrika wurde der Pflanzensaft deshalb einst für Pfeilgift verwendet.

 Blüten an einer Belladonnalilie

Die Belladonnalilie bildet ihre Blüten am Ende eines langen Schafts aus.

Der richtige Standort

Hierzulande bekommst du die Belladonnalilie ab dem Spätsommer im Blumengeschäft als Schnittblume, aber nur selten als Topfpflanze. Der Grund ist, dass sie vergleichsweise schwierig zu kultivieren ist. Im Topf bildet die Amaryllis als Zimmerpflanze über mehrere Jahre oft nur Blätter, aber keine Blüten aus. Wir empfehlen daher ein größeres Pflanzgefäß wie einen Blumenkasten und im Sommer einen Standort im Freien.

Stelle die Echte Amaryllis an einen sonnigen, warmen, geschützten Ort im Garten oder auf dem Balkon. Zum Überwintern bietet sich ein Wintergarten oder ein heller, kühler Ort im Haus an, zum Beispiel die Fensterbank im Schlafzimmer.

Tipp: Milde Temperaturen verhindern, dass die Pflanze während der Blütezeit vorschnell verblüht.

Setze die Zwiebel in humose, sandige Erde. Die Pflanztiefe beträgt rund 25 cm. Lasse die Echte Amaryllis für 5 bis 6 Jahre im selben Pflanzgefäß stehen, bevor du sie in neue Erde setzt. Dünge sie von Zeit zu Zeit. Die ersten Blüten zeigen sich in der Regel ab August.

Alternativ pflanzt du die Zwiebeln in großzügige Töpfe oder Kübel. Setze sie flach in die Erde und bedecke sie nur zur Hälfte mit Erde. Stelle das Gefäß zunächst an einen dunklen, kühlen Ort mit Temperaturen von 16 °C bis 18 °C und halte das Substrat nur mäßig feucht. Wenn sich der Blütenschaft zeigt, platzierst du die Pflanze an einem helleren Ort und gießt häufiger.

Als Substrat eignet sich eine Mischung aus Blumenerde und Tongranulat oder Sand.

Belladonnalilie im Garten

Hierzulande kultivierst du die Echte Amaryllis am besten in großzügigen Pflanzgefäßen.

Die richtige Pflege

Die richtige Pflege richtet sich nach den Wachstumsphasen der Pflanze: Wachstumszeit im Sommer, Blütezeit im Herbst und Ruhezeit im Winter. Halte die Pflanze im Frühling und Sommer möglichst trocken. So bilden sich die Blüten besser.

Öffnen sich die ersten Knospen, düngst du die Blume zum ersten Mal. Während der Blütezeit gießt du regelmäßig, und zwar so viel, bis das Substrat kein Wasser mehr aufnimmt. Im Winter benötigt die Belladonnalilie weniger Wasser.

Tipp: Um Staunässe zu vermeiden, bietet es sich an, die Amaryllis von unten über einen Untersetzer zu gießen.

Der ideale Standort während der kalten Monate ist hell und hat eine Temperatur zwischen 5 °C und 10 °C.

Echte Amaryllis vermehren

Die Echte Amaryllis lässt sich am besten mittels Brutzwiebeln vermehren. Ziehst du sie aus den Samen, blüht sie erst nach 3 bis 5 Jahren.

Krankheiten und Schädlinge

Durch Staunässe kann es zu Wurzelfäule an den Zwiebeln kommen. Entferne abgestorbene Pflanzenteile und setze die gesunden Knollen in neue Erde.

Ähnlich wie der Ritterstern ist auch die Echte Amaryllis anfällig für die Pilzerkrankung Roter Brenner. Du erkennst einen Befall daran, dass sich rotbraune Flecken an Blättern, Blüten und Stielen bilden. Entdeckst du die Krankheit frühzeitig, lässt sie sich noch aufhalten. Dafür tauchst du die Zwiebel in eine Kupferlösung und lässt sie dort für rund eine Stunde ziehen.

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