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Weihnachtsstern in einem goldenen Topf im Wohnzimmer.

Der Weihnachtsstern sorgt in der Adventszeit für kräftige Farben im festlich geschmückten Heim. Im Ratgeber erfährst du unter anderem, woher die Pflanze kommt, wie du deinen Weihnachtsstern pflegst und warum die schönen roten Blätter eben Blätter und keine Blüten sind.

Woher kommt der Weihnachtsstern?

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pucherrima), der auch unter den Namen Adventsstern, Christstern oder Poinsettie bekannt ist, gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae).

Ursprünglich stammt er aus Südamerika, wo er als immergrüner Strauch wächst. In unseren Breiten wird er meist einjährig im Haus gehalten, wo er rund um die Weihnachtszeit mit seinen weihnachtlich roten Blättern eine hübsche Dekoration abgibt.

Welche Sorten gibt es beim Weihnachtsstern?

Weihnachtssterne mit unterschiedlichen Blattfarben im Gewächshaus.

Den Weihnachtsstern bekommst du in vielen attraktiven Farben: Von Rot über Rosa bis zu Creme ist alles möglich.

Die beliebte rote Sorte des Weihnachtssterns ist nicht die einzige, mit der du dein Zuhause attraktiv gestalten kannst. Rosa, Pink, Orange, Creme – die Liste der verfügbaren Farben ist lang und wird immer länger.

Blaue, silberfarbene und goldene Hochblätter sind übrigens nicht natürlich: Um diesen Effekt zu erreichen, werden die Pflanzen mit Farbspray eingesprüht. Greifst du zu diesen Weihnachtssternen, berücksichtige, dass sich die Pflanzen wahrscheinlich nicht gut weiterentwickeln und du diese nach dem Fest entsorgen musst.

Wie sieht der Wuchs des Weihnachtssterns aus?

Ein groß gewachsener Weihnachtsstern mit zahlreichen roten Blättern.

In der freien Natur nimmt der Weihnachtsstern imposante Ausmaße an. Dort kann er bis zu 6 m hoch werden.

Schaust du dir die kleinen Weihnachtssterne an, die es hierzulande zu kaufen gibt, wirst du kaum glauben, dass der natürliche Wuchs viel beeindruckender ist: In Südamerika wird der Strauch bis zu 6 m hoch.

Bei uns bleiben Weihnachtssterne deshalb so klein, weil sie durch den begrenzten Platz in den kleinen Pflanztöpfen nicht genügend Raum für die Wurzeln finden. Außerdem werden den Pflanzen teilweise Hemmstoffe zugesetzt, die das Wachstum einschränken. So sind die Ministräucher bei uns im Topf meist nur maximal 50 cm hoch und 40 cm breit.

Welcher Standort ist der richtige für den Weihnachtsstern?

Ein roter Weihnachtsstern steht auf einem kleinen Tisch.

Der optimale Standort für den Weihnachtsstern ist hell, aber nicht zu warm: etwa 18 °C bis 20 °C sind ideal.

Der Weihnachtsstern ist im Hinblick auf seinen Standort nicht ganz anspruchslos: Die Pflanze mag es hell, aber ohne direkte Sonne, bei etwa 18 °C bis 20 °C und unbedingt ohne Zugluft. Wird es dem Gewächs zu kalt oder zu zugig, wirft die Pflanze die Blätter ab.

Grundsätzlich kannst du Weihnachtssterne also auch im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon halten, jedoch musst du die Topfpflanzen bei Temperaturen unter 10 °C ins Warme holen.

Im Herbst braucht der Weihnachtsstern die natürlichen Lichtverhältnisse, also ohne künstliche Beleuchtung am Abend. Dann regt die Dunkelheit die Einfärbung der Hochblätter an, sodass er an Weihnachten wieder festlich in Rot und Grün strahlt.

Wie oft muss ich den Weihnachtsstern gießen?

Der Weihnachtsstern kommt grundsätzlich mit weniger Wasser gut aus. Am besten bekommt ihm ein wöchentliches Tauchbad. Je nach Standort und Luftfeuchtigkeit kann dies auch alle zehn Tage genügen.

Staunässe solltest du beim Gießen unbedingt vermeiden. Bekommen Weihnachtssterne gelbe Blätter, ist das meist ein Hinweis darauf, dass man die Pflanzen zu viel gießt. Hängen die Blätter, ist es der Pflanze hingegen zu trocken.

Nach der Blütezeit, also etwa im März, brauchen Weihnachtssterne besonders wenig Wasser. Dann halten es die Pflanzen auch mal den ganzen Monat lang ohne Gießen aus. Sobald das Wachstum ab April wieder einsetzt, gießt du wieder regelmäßig, damit sich die Pflanzen bis Weihnachten schön entfalten können.

Welches Substrat braucht der Weihnachtsstern?

Nach dem Umtopfen gönnst du deinem Weihnachtsstern ein gutes Substrat: Kakteenerde eignet sich sehr gut, da sie überschüssige Feuchtigkeit durchlässt und die Wurzeln vor Staunässe schützt.

Tipp: Damit dein Weihnachtsstern gut gedeiht, düngst du ihn am besten von Frühling bis Herbst einmal wöchentlich. Im Winter genügt eine zweiwöchentliche Düngung.

Welche Blüten hat der Weihnachtsstern?

Die Blüten eines roten Weihnachtssterns.

Die gelb-grünen Blüten des Weihnachtssterns sind recht klein und liegen in der Mitte der roten Blätter.

Die Blüten des Weihnachtssterns sind nicht die roten Blätter, sondern die gelb-grünen Wuchsformen in der Mitte. Sie ziehen draußen Insekten an, die die Blüten dann bestäuben.

Wie sehen die Blätter des Weihnachtssterns aus?

Ein rosafarbener Weihnachtsstern steht zwischen weihnachtlicher Dekoration.

Ist dir Rot zu kräftig, kannst du einen Weihnachtsstern mit rosafarbenen Hochblättern wählen.

Die Blätter sind das charakteristische Erkennungsmerkmal des Weihnachtssterns, denn die Hochblätter, man nennt sie auch Brakteen, sind häufig leuchtend rot. Diese markanten Blätter werden oft irrtümlich als Blüte der Pflanze bezeichnet, sie sind aber tatsächlich eine besondere Blattform der Pflanze.

Die Farbe der spitz zulaufenden, eiförmigen Hochblätter ist in der Natur immer rot. Einige Zuchtsorten der Weihnachtssterne sorgen inzwischen jedoch auch mit gelben, roséfarbenen oder auch cremeweißen Blättern für mehr Farbe im weihnachtlichen Heim.

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Ist der Weihnachtsstern giftig?

Ja, da der Weihnachtsstern zu den Wolfsmilcharten gehört, ist sein Milchsaft hautreizend. Haustiere wie Katzen, Vögel, Hamster oder auch Hasen können nach dem Verzehr also Vergiftungserscheinungen erleiden. Der Weihnachtsstern sollte daher so platziert werden, dass er für die Vierbeiner unerreichbar ist.

Und auch du solltest dich vor seinem Gift schützen: Topfst du den Weihnachtsstern um oder schneidest du seine Blätter, trägst du vorsichtshalber Arbeitshandschuhe.

Weihnachtsstern schneiden: Wie gehe ich vor?

Hat der Weihnachtsstern seine roten Hochblätter abgeworfen, schneidest du ihn großzügig zurück. Topfe ihn anschließend um und gönne ihm frisches Substrat. So hast du im nächsten Winter wieder Freude an ihm.

Wie wird ein Weihnachtsstern umgetopft?

Der Zeitpunkt zum Umtopfen des Weihnachtssterns ist der Frühling oder Sommer. Achte darauf, dass der neue Topf nicht wesentlich größer ist als der alte, sonst nutzt der Weihnachtsstern den neuen Raum für die Wurzeln und wird größer als es dir lieb ist. Er entwickelt dann auch weniger Hochblätter und Blüten, sodass die farbenfrohe Erscheinung zur Weihnachtszeit eher ausbleibt. Wählst du eher kleine Pflanztöpfe, ist die Chance groß, dass die Pflanze im Winter wieder strahlend rote Hochblättern ausbildet.

Weihnachtsstern vermehren: So geht’s

Weihnachtssterne lassen sich recht problemlos vermehren. Wenn du deine Pflanze nach der Blüte stutzt, gewinnst du automatisch Setzlinge. Achte darauf, dass diese mindestens 8 cm bis 10 cm lang sind, und tauche sie direkt nach dem Abschneiden in Wasser. So stoppst du den Austritt des Milchsafts.

Pflanze die Setzlinge anschließend in Anzuchterde, die du mit grobem Sand vermischst. Halte die Setzlinge warm (22 °C oder mehr), sonst entwickeln sie keine Wurzeln.

Welche Krankheiten können Weihnachtssterne bekommen?

Steht der Weihnachtsstern zu nass, kann er leicht Wurzelfäule oder auch Grauschimmel entwickeln. Stellst du diese Erkrankungen bei deinem Weihnachtsstern fest, entferne die kranken Blätter sofort.

Treibt der Weihnachtsstern gerade aus, kann es vorkommen, dass er von Blattläusen befallen wird. Umgibt die Pflanze wiederum eine zu geringe Luftfeuchtigkeit, machen sich häufiger Schild- oder Wollläuse auf dem Weihnachtsstern breit. Achte deshalb darauf, dass du den Standort für deinen Adventsstern richtig wählst.

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