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Monstera in Terrakotta-Topf in einem Wohnzimmer

Die Monstera gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen und Deko-Grafiken schlechthin. Hier erfährst du alles, was du über die Pflege der Monstera wissen musst.

Woher kommt die Monstera?

Ursprünglich wächst die Monstera in tropischen Urwäldern, genauer in Mittel- und Südamerika. Dort schlingt sie sich wie eine Liane an Baumstämmen hinauf in die Kronen der höchsten Bäume. Hierzulande ist sie auch unter dem Namen Fensterblatt bekannt und als Zimmerpflanze besonders beliebt.

Bei uns am weitesten verbreitet ist die Art Monstera deliciosa. Beliebt ist die Monstera nicht zuletzt auch aufgrund ihrer geringen Ansprüche an ihre Pflege.

Ihre unverwechselbare Blattform findet sich häufig auf Tapeten und Kleidungsstücken. Auch für Deko-Artikel werden die auffälligen Blätter des Fensterblatts gern genutzt.

So sieht die Monstera aus

In der Gattung Monstera finden sich etwa 20 bis 50 Arten. Sie unterscheiden sich durch ihren Wuchs und ihre Blätter. Einige haben tief gespaltenes Laub. Bei anderen Arten sind die Blätter dagegen kaum durchlöchert.

Die fleischigen, sehr langen Triebe der Monstera sind nicht standfest. In ihrer Heimat hat das Fensterblatt eine besondere Strategie entwickelt: Stoßen ihre Luftwurzeln während der Kletterpartie etwa auf Humusablagerungen in Astgabeln oder Erde, verhalten sie sich wie normale Wurzeln. Sie nehmen Wasser uns Nährstoffe auf. So nutzt die Monstera selbst kleinste Nährstoffquellen.

Im Zimmer verankert sich das Fensterblatt mit seinen Blattstielen an den Ästen anderer Zimmerpflanzen sowie an Möbeln, Türstöcken oder dem Fensterrahmen. Die Pflanze wird bis zu 3 m hoch. Spezielle Rankhilfen verbessern die Standfestigkeit der Pflanzen, vor allem, wenn sie möglichst frei stehen soll.

Einige Arten der Monstera entwickeln bis zu 50 cm große, schildförmige Blätter. Diese sind am Anfang hellgrün, herzförmig und ganzrandig. Werden sie älter, färben sie sich glänzend dunkelgrün. Außerdem entstehen dann die unverwechselbaren fensterartigen Durchbrüche in den Blattflächen.

Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, weshalb die Pflanze ihr eigenartiges Laub entwickelt. Möglicherweise kann sie durch die geschlitzten und dadurch größeren Blätter an schattigen Standorten mehr Licht aufnehmen.

Monstera gehören zur großen Pflanzenfamilie der Aronstabgewächse („Araceae“). Ältere Exemplare entwickeln manchmal den für diese Gewächse typischen von einem großen weißen Hüllblatt umgebenen Blütenkolben. Aus diesem entstehen nach der Blüte violette Beeren.

Der richtige Standort für die Monstera

Die Monstera braucht an ihrem Standort viel Platz. Außerdem steht sie am besten warm und hell, aber nicht in der vollen Sonne. Nährstoffreiches Substrat ist wichtig für das Fensterblatt.

Monsteras gedeihen zwar auch an halbschattigen und schattigen Standorten, ihre Blätter bilden sich allerdings nicht so schön aus. Bekommen sie hingegen Licht von mehreren Seiten, entwickeln sie besonders eindrucksvoll. Ideal ist es, wenn die Monstera an ihrem Standort Morgen- oder Abendsonne abbekommt. Hast du einen entsprechenden Platz, kannst du das Fensterblatt im Sommer auch draußen in den Halbschatten stellen.

Die Monstera wächst fleißig. Aufgrund ihres nicht sehr stabilen Wuchses lohnt es sich oft, sie direkt nach dem Kauf in einen großen Kübel zu pflanzen, um ihr mehr Stabilität zu verleihen.

Besonders wohl fühlen sich Pflanzen, wenn die Zimmertemperatur im Frühling und Sommer etwa 21 °C beträgt. Im Winter darf es mit 16 °C bis 18 °C etwas kühler sein.

Monstera richtig pflegen

Ein Frau besprüht die Blätter der Monstera mit Wasser.

Versorge die Monstera regelmäßig mit kleinen Mengen Wasser. Zusätzlich kannst du sie mit Regenwasser oder destilliertem Wasser einsprühen.

Monstera solltest du regelmäßig gießen. Gib ihr häufiger, dafür jedoch kleinere Mengen Wasser. Denn mit Trockenheit kommt die Monstera besser klar als mit zu viel Wasser. Auf gar keinen Fall sollte sich Staunässe bilden.

Das beste Gießwasser für Monstera ist Regenwasser. Falls das nicht möglich ist, solltest du das Wasser vor dem Gießen zunächst etwas stehen lassen. Außerdem mag es die Monstera, wenn du sie immer wieder mal mit zimmerwarmem Regenwasser oder destilliertem Wasser einsprühst. Zwischen November und März gießt du die Monstera eher sparsamer.

Tipp: Bist du längere Zeit nicht zu Hause, kannst du einige der Luftwurzeln in ein mit Wasser gefülltes Glas hängen. So bekommt die Pflanze genug Flüssigkeit.

Zwischen April und August düngst du die Monstera alle zwei Wochen mit flüssigem Grünpflanzendünger. Verwende dazu nur die Hälfte der angegebenen Dosis.

Wenn du die Monstera nicht von Anfang an in einen ausreichend großen Kübel gepflanzt hast, empfehlen wir dir, jüngere Pflanze jedes Jahr umzutopfen, denn sie wachsen schnell. Älteren Pflanzen reicht es, wenn du im Frühling die obersten 3 cm Erde in ihrem Topf durch frisches Substrat ersetzt.

Beim Fensterblatt ist Staubwischen angesagt. Das ist vor allem am Ende des Winters wichtig, wenn die Pflanze eine lange Zeit in trockener und staubhaltiger Heizungsluft verbracht hat.

Schneide bei der Pflege auf keinen Fall die Luftwurzeln der Monstera ab, weil du sie nicht dekorativ findest. Auch andere Verletzungen gilt es zu vermeiden. Störende Luftwurzeln leitest du einfach in die Erde im Topf um. Dort wurzeln sie schnell ein.

Die fleischigen Stängel und Triebe der Monstera kannst du dagegen problemlos zurückschneiden, sollte dir die Pflanze zu groß werden. Nach einiger Zeit treibt sie aus der letzten Blattachsel an dem abgeschnittenen Stängel neu aus.

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Monstera vermehren

Die Monstera kannst du im Sommer durch Ableger vermehren. In einem Wassergefäß treiben Kopf- und Stammstecklinge bei 25 °C zuverlässig eigene Wurzeln aus. Die Stecklinge schneidest du so ab, dass sie bereits möglichst viele Luftwurzeln haben.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, das Fensterblatt durch Abmoosen zu vermehren. Dazu schneidest du eine Luftwurzel ab und hüllst den zugehörigen Trieb in eine Mischung aus feuchtem Moos und Blumenerde. Den Trieb und das Erde-Moos-Gemisch wickelst du fest in Frischhaltefolie ein. So trocknet es nicht aus.

Sobald sich unter der Folie die ersten feinen Wurzeln zeigen, kannst du den Trieb abschneiden und in einen Topf pflanzen.

Monstera-Stecklinge stehen zur Bewurzelung in Wasser

Das Vermehren klappt bei der Monstera gut mit Ablegern. Stelle den Ableger in ein Wassergefäß, bis er Wurzeln bildet.

Monstera und Krankheiten

Das Fensterblatt ist nicht nur einfach zu pflegen, die Pflanze ist zudem sehr robust. Krankheiten hat sie nur sehr selten. Ab und zu befallen sie Schildläuse und Spinnmilben. Bei geringem Befall kannst du diese einfach abwaschen, bei stärkerem helfen spezielle Pflanzenschutzmittel.

Wenn ihre Blattränder braun werden, ist dies keine Krankheit, sondern ein Pflegefehler. Dann hast du sie zu kühl und zu nass gehalten. Auch gelbe Blätter zeigen an, dass der Wurzelballen zu nass ist.

Wenn sich die Blätter der Monstera nicht teilen, steht sie an einem zu dunklen Standort oder leidet unter Nährstoffmangel.

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