
Pilea pflegen
Die Pilea, auch Ufopflanze, Glückstaler oder Chinesischer Geldbaum genannt, wird als Zimmerpflanze immer beliebter. Damit du lange etwas von ihr hast, musst du sie richtig pflegen. Wir verraten dir alles Wissenswerte zur Pflege der Pilea.
Pilea pflegen – Wissenswertes zur Pflanze
Kreisrunde Blätter und leicht zu pflegen. So lässt sich die Pilea peperomioides zusammenfassen. Die Zimmerpflanze erobert seit einiger Zeit die Wohnungen. Dabei stammt sie eigentlich aus den chinesischen Provinzen Sichuan und Yunnan und gehört zur Familie der Nesselgewächse.
Die vielen Namen der Pilea

Die Pilea wird auch Ufopflanze genannt. Diesen Namen hat die Pilea durch ihre besondere Blattform bekommen.
Die Pilea wird auch Ufopflanze genannt. Diese Bezeichnung hat sie ihrem Aussehen zu verdanken: Ihre Blätter erinnern an „Fliegende Untertassen“. Weitere Namen für die Pilea peperomioides sind Bauchnabelpflanze, Chinesischer Geldbaum, Elefantenohr und Glückstaler.
Das Gewächs ist auch als Kanonierblume bekannt. Dies liegt an der Blütenstaubwolke, die die Pilea zum Ende der Blütezeit hin absondert. In der freien Natur würde der Wind die Pollen dann weitertragen. Diese Anpassung beziehungsweise Verbreitungsmethode, bei der eine Samenpflanze ihre Pollen mithilfe des Windes verteilt, als Anemogamie oder Windblütigkeit bezeichnet.
Pilea sorgt für gutes Raumklima
Mit der richtigen Pflege wächst die Pilea auf eine Größe zwischen 30 cm und 40 cm heran. Die Pflanze verschönert aber nicht nur deine Wohnung, sondern sorgt aufgrund der großen Blätter auch für ein besseres Raumklima.
Die Ufopflanze blüht im Haus oder in der Wohnung nur in seltenen Fällen. Du kannst die Chance auf Blüten erhöhen, indem du sie im Winter an einen kalten Ort stellst. Beeindruckend ist die Blüte der Pilea allerdings nicht und geht bei den großen Blättern eher unter.
Der richtige Standort für die Pilea

Die Pilea braucht einen hellen Standort. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt sie allerdings nicht.
Die Pilea solltest du an einen hellen Ort in deiner Wohnung stellen. Die Zimmerpflanze braucht sehr viel Licht. Direkte Sonnenstrahlung kann jedoch zu Blattverbrennungen führen. Ist es für die Pflanze stattdessen zu dunkel, verblassen die Blätter und fallen ab. Daher solltest du den Standort mit Bedacht wählen.
Auch die Wurzeln können anfangen zu faulen, wenn die Pilea nicht genügend Licht bekommt. Dies liegt daran, dass die Pflanze bei Lichtmangel das Wasser nach dem Gießen nicht gut aufnimmt.
Die Pilea gedeiht zwar auch bei einer üblichen Zimmertemperatur, bevorzugt jedoch etwas kühlere Temperaturen von 15 °C bis 18 °C.
Die optimale Erde für die Pilea
Für deine Pilea kannst du Zimmerpflanzenerde verwenden. Sie sollte humusreich und durchlässig sein. Du schützt die Wurzeln vor Staunässe, indem du Sand unter die Erde mischst. Dadurch fließt das Wasser besser ab.
Pilea pflegen: So gießt du sie richtig
Beim Gießen musst du vorsichtig sein. Die Erde darf nicht zu nass, aber auch nicht zu trocken sein. Gieße deine Pilea immer dann, wenn die oberste Schicht der Erde leicht angetrocknet ist. Darunter sollte sie aber noch feucht sein. Am besten ist es, wenn die Wurzeln nie komplett ohne Wasser sind. Ansonsten kannst du bei der Pflege der Zimmerpflanze aber nicht viel falsch machen.
Gieße die Pilea auch im Winter. Verwende dabei aber weniger Wasser. Je kälter der Raum ist, desto weniger Wasser braucht sie. Das Gießwasser sollte immer Zimmertemperatur haben. Gieße direkt die Erde und nicht die Blätter.
Braucht die Pilea Dünger?
Von März bis September solltest du deine Pilea düngen. In dieser Zeit wächst sie und braucht Nährstoffe. Dafür mischst du das Gießwasser alle zwei Wochen mit flüssigem Grünpflanzendünger. Alternativ verwendest du einen Langzeitdünger. Diesen gibt es unter anderem als Düngestäbchen. Im Winter reicht es, wenn du das Gewächs alle vier bis fünf Wochen düngst.
Pilea umtopfen

Im Frühjahr ist der richtige Zeitpunkt, um die Pilea umzutopfen. Junge Pflanzen solltest du einmal im Jahr in ein größeres Pflanzgefäß setzen.
Im Frühjahr topfst du die Pilea um. Vor allem junge Pflanzen solltest du jedes Jahr in einen größeren Topf umsetzen, da sie recht schnell wachsen. Ältere Gewächse pflanzt du alle drei bis vier Jahre in einen neuen Topf um. Die Wurzeln der Ufopflanze sind sehr empfindlich. Sei daher besonders vorsichtig beim Umtopfen.
Musst du die Pilea schneiden?
Die Pilea benötigt keinen Schnitt. Zu lange Triebe kannst du jedoch im Frühjahr kürzen. Wenn du möchtest, dass die Pflanze etwas kompakter und dichter wächst, schneidest du deine Pilea als junge Pflanze hin und wieder. Es ist aber nicht notwendig.
Welche Schädlinge befallen die Pilea?
Die Pilea ist eine sehr robuste Zimmerpflanze. Allerdings können Trauermücken auftreten. Diese kommen meist durch qualitativ minderwertige Erde ins Haus. Sobald du die kleinen schwarzen Fliegen entdeckst, lässt du die Erde etwas austrocknen. Der Schädling verschwindet dann wieder. Dafür verliert die Pilea allerdings einige Blätter.
Du kannst auch Gelbstecker oder Gelbtafeln verwenden. An diesen bleiben die Schädlinge kleben. Wenn du schnell reagierst, verhinderst du, dass die Trauermücken die Wurzeln der Ufopflanze angreifen oder andere Zimmerpflanzen befallen.
Pilea vermehren

Willst du die Pilea vermehren, schneide einige Stecklinge ab. Stecke sie dann in feuchte Erde.
Du kannst deine Pilea nicht nur leicht pflegen, sondern auch vermehren. Dies funktioniert das ganze Jahr über. Dafür schneidest du Stecklinge ab. Sie sollten rund 4 cm lang sein und mindestens fünf Blätter haben.
Stelle die Stecklinge deiner Pilea in ein Glas Wasser. Dort bilden sich Wurzeln. Alternativ kannst du sie auch in kleinen Töpfen mit feuchter Erde stecken. Hier dauert die Wurzelbildung zwar etwas länger, dafür sind die Wurzeln dann aber stärker.








