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Spinnmilben auf einer Pflanze.

Wenn deine Zimmerpflanzen anfangen zu welken oder weiße Gespinste aufweisen, kann das ein Zeichen für Schädlingsbefall sein. Wie du Schädlinge erkennst, sie bekämpfst und vermeidest, erfährst du hier im OBI Ratgeber.

Schädlinge bei Zimmerpflanzen

Weisen Pflanzen braune, gelbe oder schwarze Flecken auf, fangen an zu welken oder zu vertrocknen, kann das ein Hinweis auf Schädlinge sein. Diese treten nicht nur in Gärten auf, sondern auch an Zimmerpflanzen. Einige von ihnen wie die Thripse sitzen auf der Blattunterseite und sind somit nur schwer zu erkennen. Auch die Blattlaus, Wolllaus, Schildlaus und Spinnmilbe sind so klein, dass ein Erkennen schwer fällt. Oft sieht man das Schadensbild noch bevor ein Befall von Schädlingen ausgemacht werden kann.

Solltest du Flecken, Gespinste oder sogar die Schädlinge an Blättern und Wurzeln erkennen, isoliere die befallene Zimmerpflanze sofort. In der Tabelle haben wir für dich kurz zusammengefasst, welche Schädlinge Zimmerpflanzen befallen und wie das Schadensbild aussieht. Wie du die Schädlinge bekämpfst, erfährst du weiter unten im Detail.

Mehr Infos zur Bekämpfung von Schädlingen im Garten findest du auch in diesem Ratgeber.

Zimmerpflanzen-Schädlinge erkennen

Schädlinge
Blattläuse
Schadensbild
Honigtau, deformierte Blätter
Bekämpfung
Isolation, mit Wasser abspülen, Pflanzschutzstäbchen und Nützlinge
Befallene Pflanzen (Auswahl)
Rosen, Hibiskus, Gartenjasmin
Schädlinge
Schildläuse
Schadensbild
Honigtau, verwelkte Blätter
Bekämpfung
Abwischen mit feuchtem Tuch und Ölpräparate
Befallene Pflanzen (Auswahl)
Orchideen, Palmen, Oleander
Schädlinge
Wollläuse
Schadensbild
Honigtau, verwelkte Blätter
Bekämpfung
Isolation, kranke Teile abschneiden, kranke Pflanze mit einer Mischung aus Wasser, Kernseife und Spiritus besprühen
Befallene Pflanzen (Auswahl)
Orchideen, Gummibäume
Schädlinge
Weiße Fliegen
Schadensbild
Gelb bis schwarz gesprenkelte Blätter
Bekämpfung
Isolation, Gelbtafeln und Nützlinge
Befallene Pflanzen (Auswahl)
Gemüse- und Zierpflanzen
Schädlinge
Trauermücken
Schadensbild
Vertrocknetes Erscheinungsbild
Bekämpfung
Isolation und Gelbtafeln
Befallene Pflanzen (Auswahl)
Orchideen, Farne
Schädlinge
Thripse
Schadensbild
Gelb gesprenkelte Blätter
Bekämpfung
Isolation, Nützlinge, Pflanzen abduschen und mit Wasser besprühen
Befallene Pflanzen (Auswahl)
Orchideen, Keulenlilie, Alpenveilchen
Schädlinge
Spinnmilben
Schadensbild
Saugschäden, Blätter rollen sich ein und sterben
Bekämpfung
Pflanzen abduschen, an einen kühlen Ort stellen und einer Mischung aus Wasser, Kernseife und Spiritus besprühen
Befallene Pflanzen (Auswahl)
Orchideen, Keulenlilien
SchädlingeSchadensbildBekämpfungBefallene Pflanzen (Auswahl)
Blattläuse
Honigtau, deformierte Blätter
Isolation, mit Wasser abspülen, Pflanzschutzstäbchen und Nützlinge
Rosen, Hibiskus, Gartenjasmin
Schildläuse
Honigtau, verwelkte Blätter
Abwischen mit feuchtem Tuch und Ölpräparate
Orchideen, Palmen, Oleander
Wollläuse
Honigtau, verwelkte Blätter
Isolation, kranke Teile abschneiden, kranke Pflanze mit einer Mischung aus Wasser, Kernseife und Spiritus besprühen
Orchideen, Gummibäume
Weiße Fliegen
Gelb bis schwarz gesprenkelte Blätter
Isolation, Gelbtafeln und Nützlinge
Gemüse- und Zierpflanzen
Trauermücken
Vertrocknetes Erscheinungsbild
Isolation und Gelbtafeln
Orchideen, Farne
Thripse
Gelb gesprenkelte Blätter
Isolation, Nützlinge, Pflanzen abduschen und mit Wasser besprühen
Orchideen, Keulenlilie, Alpenveilchen
Spinnmilben
Saugschäden, Blätter rollen sich ein und sterben
Pflanzen abduschen, an einen kühlen Ort stellen und einer Mischung aus Wasser, Kernseife und Spiritus besprühen
Orchideen, Keulenlilien

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Blatt-, Schild- und Wollläuse

Blattläuse sind die am häufigsten anzutreffenden Schädlinge. Sie sind nur wenige Millimeter groß und entweder grün, rotbraun oder schwarzbraun. Blattläuse sitzen auf Blättern, saugen den Pflanzensaft aus den Pflanzen und hinterlassen Honigtau, der andere Tiere wie Ameisen anlockt. Mithilfe eines Gartenschlauchs kannst du die Tiere von den Blättern entfernen. Sitzen die Schädlinge auf Trieben, schneidest du diese mit einem scharfen Messer ab. Alternativ haben sich auch Pflanzenschutzstäbchen bei Zimmerpflanzen bewährt.

Schildläuse sind etwas kleiner als Blattläuse und dadurch schwer zu erkennen. Durch ihr Schild auf dem Rücken werden sie oft mit Rinde oder Erde verwechselt. Das Schild dient zur Bildung von Larven und zum Schutz. Genau wie Blattläuse ernähren sie sich von Pflanzensaft und bilden ein zuckerhaltiges Sekret – den Honigtau. Wische Schildläuse bei schwachem Befall mit einem feuchten Tuch ab. Bei stärkerem Befall helfen spezielle Ölpräparate.

Wollläuse – oder auch Schmierläuse genannt – sind eine Unterart der Schildläuse und sitzen ebenfalls an den Blättern von Pflanzen. Genau wie Schild- und Blattläuse sondern sie Honigtau ab. Zusätzlich geben sie eine wachsartige Substanz ab, welche die Tiere umhüllt. Die Wollläuse selbst sind oft schwer zu erkennen, dafür sind weiße Gespinste an der Pflanze auszumachen. Diese sind oft zuerst an den Innenwänden des Blumentopfes sichtbar. Isoliere befallene Pflanzen und schneide kranke Teile ab. Mit einer Mischung aus Wasser, Kernseife und Spiritus besprühst du dann die kranke Pflanze. Häufig betroffen von Wollläusen sind Orchideen oder Gummibäume.

Weiße Fliegen und Trauermücken

Obwohl der Name es vermuten lässt, sind Weiße Fliegen keine Fliegen, sondern gehören viel mehr zu den Läusen. Sie sitzen in großer Anzahl an der Blattunterseite und fliegen hoch, wenn man sich ihnen nähert. Genau wie die anderen Läusearten entziehen sie den Pflanzen ihren Saft, produzieren Honigtau und schwächen die befallene Pflanze. Die Weiße Fliege ist besonders häufig bei warmen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit bei Gemüse- aber auch einigen Zierpflanzen zu finden. Charakteristisch für den Befall sind gelb bis schwarz gesprenkelte Blätter. Zur Bekämpfung isolierst du die Pflanze und stellst Gelbtafeln auf. Auch kühlere Orte reduzieren die Gefahr von Weißen Fliegen.

Trauermücken sind schwarze fliegende Insekten, die oft mit Fruchtfliegen verwechselt werden. Treten die fliegenden Tiere aber nach der Anschaffung oder dem Umtopfen einer Pflanze auf, handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Trauermücke. Schädlich sind aber nicht die Fliegen, sondern ihre Larven, die sich an den Wurzeln der Pflanze zu schaffen machen. Die Pflanzen sehen dann durch die Schäden der Larven vertrocknet aus. Zur Bekämpfung eignen sich Gelbtafeln.

Trauermücke sitzt auf Blatt einer Pflanze.

Thripse und Spinnmilben

Treten weiße Gespinste unter den Blättern auf, kann ein Spinnmilben-Befall vorliegen. Die Milben sind bis zu einem Millimeter groß und fühlen sich in trockenen Räumen wohl. Ein weiteres Anzeichen für Spinnmilben sind gelb gesprenkelte Blätter. Da sie Trockenheit lieben, sprühe mit einer Sprühflasche die Blätter zur Bekämpfung mit Wasser an oder dusche die Pflanzen ab.

Genau so schwierig zu erkennen wie Spinnmilben sind auch Thripse. Diese Schädlinge werden etwas größer und durchbohren die Blattoberfläche von unten. Sie sind schwarz und oft auf Orchideen oder Keulenlilien zu finden. Da sie ebenfalls trockene Räume bevorzugen, gehe für die Bekämpfung genauso vor wie bei Spinnmilben und stelle die befallenen Pflanzen an einen kühlen Ort.

Nützlinge gegen Schädlinge einsetzen

Gegen Schädlinge, die deine Zimmerpflanzen angreifen, kannst du auch auf natürliche Weise mithilfe von Fressfeinden vorgehen. Die Florfliege zum Beispiel eignet sich als Nützling ideal bei der Bekämpfung von Blattläusen, da sie die Schädlinge frisst. Setze dafür wenige Larven mit Abstand auf die befallene Pflanze und warte, bis die Tiere geschlüpft sind. Die Florfliegen saugen die Innereien der Schädlinge aus und hinterlassen nur noch die Hülle der Blattläuse. Andere Nützlinge sind zum Beispiel Raubmilben, die du gegen Spinnmilben und Thripse einsetzt.

Schädlingsbefall vorbeugen

Jemand gießt Pflanzen mit einer Gießkanne.

Um Schädlinge wie Blatt- und Wollläuse an deinen Pflanzen zu vermeiden und den Befall vorzubeugen, gehe als erstes sicher, dass sich auf neuen Pflanzen keine Tiere befinden, die deinen Zimmerpflanzen schaden. Auch das Substrat solltest du vor der Verwendung prüfen. Stelle neue Pflanzen am besten für ein paar Tage isoliert in einen anderen Raum, um die Gefahr des Überspringens von Schädlingen zu minimieren.

Zudem solltest du auf das richtige Raumklima achten. Ist es zu warm, treten Weiße Fliegen auf, ist die Luft zu trocken, können Thripse und Spinnmilben auftreten. Es ist wichtig, dass du auf die Bedürfnisse der Pflanzen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit eingehst und sie regelmäßig, aber nicht übermäßig gießt. Zudem ist die richtige Dosierung von Düngemitteln entscheidend. Die beste Maßnahme, um Schädlingen vorzubeugen, ist aber immer noch die richtige Pflege der Pflanzen und regelmäßige Kontrolle der Erde, Blumentöpfe, Blätter und Stängel.

Mehr Infos zur richtigen Pflege von Zimmerpflanzen findest du in diesem Ratgeber.

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