
Zimmerpflanzen umtopfen
Zur optimalen Pflege deiner Zimmerpflanzen gehört auch regelmäßiges Umtopfen. Auf diese Weise haben die Wurzeln deiner Pflanzen stets genug Platz, sich in frischer Erde auszubreiten und damit deine Pflanze Raum zum Wachsen. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie das geht und worauf du achten solltest.
Der richtige Zeitpunkt zum Umtopfen
Damit sich deine Zimmerpflanzen wohl fühlen, solltest du sie nicht nur regelmäßig gießen, entstauben und düngen, sondern auch regelmäßig umtopfen. Den richtigen Zeitpunkt erkennst du meist daran, wenn der Topf komplett durchwurzelt oder erkennbar zu klein ist. Das ist in der Regel vor der Hauptwachstumszeit, damit Schnitte und gegebenenfalls geschnittene oder beschädigte Wurzeln schnell wieder verheilen können. Es gibt allerdings auch Pflanzen wie zum Beispiel die Zamioculcas, die im Topf immer voll durchwurzelt ist und deshalb nicht gleich umgetopft werden muss. Andere Indikatoren dafür, dass das Umtopfen nötig ist, können Wurzeln sein, die aus den sogenannten Abzugslöchern im Boden deines Innentopfes drängen, sowie weiße, von Kalk verkrustete Erde.
Tipp: Von Kalk verkrustete Erde deutet außerdem darauf hin, dass dein Gießwasser zu kalkhaltig ist – gieße deine Pflanze künftig besser mit kalkfreiem Wasser wie zum Beispiel Regenwasser, das du zuvor auf Zimmertemperatur erwärmt hast.
Generell müssen junge Pflanzen häufiger umgetopft werden als ältere, da diese langsamer wachsen. Doch auch ältere Pflanzen freuen sich alle 3-4 Jahre über einen neuen Topf – und vor allem über frische, nährstoffreiche, strukturstabile und durchlässige Erde. Insgesamt kommt es auf die jeweilige Pflanze an – als Bonsai gezogene Pflanzen sollten beispielsweise eher nicht umgetopft, sondern stattdessen durch einen Schnitt in Form gehalten werden. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist im Frühling, kurz bevor neue Blätter treiben und Blütentriebe sprießen.
Diese Pflanzen solltest du nicht umtopfen
Manche Pflanzen mögen es gar nicht, wenn sie umgetopft werden. Dazu gehören manche wurzelempfindlichen Orchideen und Palmen. Sie topft man nach Möglichkeit gar nicht in einen neuen, größeren Topf um oder nur, wenn es wirklich nötig ist. Allerdings benötigen auch sie nach Bedarf frische Erde oder Pflanzensubstrat. Außerdem sollten Wurzeln, die nicht mehr frisch sind, eventuell herausgeschnitten werden. Auch schlecht wachsende und schwächelnde Pflanzen solltest du nicht umtopfen, da der Vorgang ein harter Eingriff für Pflanzen ist. Sorge lieber dafür, dass die Pflanze wieder vital wird und topfe sie erst dann um.
So topfst du deine Pflanzen um
4 Schritte
1Wurzeln überprüfen

Auf einen Blick
Pflanze aus dem Topf nehmen
Prüfen, wieviel Platz die Wurzeln haben
Entscheiden, ob die Pflanze umgetopft werden sollte
Größeren Topf auswählen
2Pflanze herausnehmen



Auf einen Blick
Pflanze aus dem alten Topf herausnehmen
Wurzelballen mit den Fingerspitzen lockern
Lockere Erde abschütteln
3Pflanze einsetzen

Auf einen Blick
Drainageschicht anlegen
Frische Erde einfüllen
Pflanze einsetzen
Zwischenräume mit Erde füllen
Erde leicht andrücken
4Angießen

Auf einen Blick
Topf rütteln, um Hohlräume zu beseitigen
Erde gut angießen
Nährstoffversorgung sicherstellen
Das benötigst du für dein Projekt
Neuer, größerer Innentopf
Größerer Übertopf
Frische Erde
Tonscherben
Blähton-Granulat oder Kieselsteine
Trennvlies








