
Bergpalme – Eigenschaften im Überblick
Dieser Ratgeber zeigt dir, was du bei der Pflege der Bergpalme beachten solltest. Erfahre hier, welchen Boden die Zimmerpflanze benötigt, welche Sorten es gibt und wann du sie zuschneiden solltest.
Woher kommt die Bergpalme?
Die Mexikanische Bergpalme (Chamaedorea elegans) wird auch Zierliche Bergpalme genannt. Sie wächst in Mittelamerika von Mexiko bis Guatemala in den Bergregionen. Dort besiedelt die Bergpalme schattige Plätze und kommt oft als Unterwuchs von größeren Pflanzen vor.
In unseren Breiten ist sie als Zimmerpflanze verbreitet, die pflegeleicht ist und sich daher auch für Pflanzeneinsteiger eignet.
So sieht die Bergpalme aus
Charakteristisch für die Bergpalme ist ihr schlanker Stamm mit dem endgegenständigen Blattschopf, der aus grünen, gefiederten Blätterwedeln besteht. Die lanzettlichen bis linealen Fiedern sind bis zu 15 cm lang und 3 cm breit. Jeder Wedel hat bis zu 40 Fiedern und wird bis zu 60 cm lang.
In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet wird die Bergpalme bis zu 3 m hoch und 2 m breit. Hierzulande erreicht sie diese Größe in Zimmerkultur selten.
Als eine der wenigen Palmen blüht die Bergpalme schon als jüngere Pflanze. Von Frühling bis Herbst trägt sie kleine, unscheinbare Blüten in 15 cm bis 30 cm langen, einfachen oder verzweigten Rispen. Die Blüten der getrenntgeschlechtlichen Bergpalme sind entweder männlich oder weiblich, wobei nur die weiblichen Blüten duften. Zur Befruchtung sind also zwei Bergpalmen mit dem jeweils anderen Geschlecht nötig.
Aus den weiblichen Blüten entstehen 6 mm bis 15 mm kleine, runde, schwarze Früchte.

Der richtige Standort und Boden
Idealerweise steht eine Bergpalme hell bis halbschattig, aber ohne direkte Sonneneinstrahlung. Sie braucht zudem einen mäßig warmen Standort, etwa 20 °C sind ideal. Im Sommer kannst du die Bergpalme auch auf den Balkon oder die Terrasse in den Schatten stellen.
Hinweis: Während der Wintermonate benötigen Bergpalmen mit 12 °C bis 15 °C einen kühlen Ort. Ist das Winterquartier zu warm, bleibt die folgende Blüte aus.
Wähle ein durchlässiges und leicht alkalisches Substrat. Die Pflanze kommt aber auch mit leicht saurer Erde zurecht. Sowohl Palmenerde als auch Kräutererde sind hierfür passend. Möchtest du herkömmliche Blumenerde verwenden, mische sie im Verhältnis 1:1 mit Sand.
Bergpalmen pflegen
Die Bergpalme bevorzugt ein frisch-feuchtes Substrat. Achte darauf, dass die Erde nicht austrocknet und gieße die Pflanze vor allem im Sommer regelmäßig.
Eine gute Idee ist ein sommerliches Tauchbad. Dabei tunkst du einmal wöchentlich den Topf bis über die Kante für einige Minuten in Wasser, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Anschließend lässt du den Wurzelballen gut abtropfen. Erst dann stellst du ihn wieder in seinen Übertopf oder auf den Untersetzer. Vermeide dauerhafte Staunässe und halte das Substrat im Winter lediglich leicht feucht.
Tipp: Um den Staub von den Wedeln zu entfernen, kannst du die Pflanze vorsichtig abwaschen. Ein regelmäßiger Sprühstoß mit kalkfreiem Wasser pflegt die Bergpalme bei trockener Zimmerluft gut.
Im ersten Lebensjahr der Pflanze verwendest du keinen Dünger, damit die Wurzeln besser wachsen. Auch nach dem ersten Umtopfen wartest du noch ein Jahr, denn die Pflanze bedient sich aus den Nährstoffen des Substrats.
In den kommenden Jahren düngst du zwischen März und September alle 2 bis 3 Wochen sparsam mit einem Grünpflanzen- oder Palmendünger. Alternativ verwendest du Düngestäbchen als Langzeitdünger.
Im Frühjahr topfst du Bergpalmen um, wenn der Topf komplett durchwurzelt ist. Der Rhythmus ist abhängig vom Alter der Pflanze: Junge Pflanzen topfst du alle zwei Jahre um, bei älteren Pflanzen wartest du fünf Jahre. Bei sehr großen Exemplaren tauschst du nur die obere Erdschicht aus. Schieben sich die Wurzeln aus dem Topf oder über den Rand, solltest du die Palme jedoch sofort umtopfen.

Halte die Erde der Bergpalme dauerhaft feucht. Im Sommer tut der Pflanze ein Tauchbad gut.
Bergpalme schneiden
Bergpalmen musst du nicht regelmäßig schneiden. Eingetrocknete Blätter entfernst du mit einer scharfen Gartenschere nahe am Stamm. Wenn die Bergpalme dünne Blattspitzen aufweist, kannst du diese mit einer Haushaltsschere zuschneiden.
Sortentipps
Die Sorte „Bella“ ist die am häufigsten anzutreffende Bergpalme. Ihre Flieder sind leicht überhängend und mittelgrün.
Die „Kaskade-Bergpalme“ (Chamaedorea atrovirens) wächst robust und kompakt. Sie erreicht eine Größe von circa 1,5 m und ist nicht sonnenempfindlich.
Der Stamm der „Fluss-Bergpalme“ (Chamaedorea cataractarum) ist grün-weiß gefleckt, während die Blätter dieser Sorte dicht und dunkelgrün sind.
Als einzige Sorte hat die „Xaté-Palme“ (Chamaedorea ernesti-augustii) ungefiederte, zweiteilige Blätter. Diese werden bis zu 60 cm lang und 30 cm breit.
Bis zu 3 m groß wird die „Bambus-Palme“ (Chamaedorea microspadix), die außerdem durch ihren geringelten Stamm auffällt.
Bergpalme vermehren
Bergpalmen vermehrst du über Samen oder Schösslinge. Da die Bergpalme zweihäusig ist, benötigst du eine männliche und eine weibliche Pflanze.
Für ein bestmögliches Ergebnis bestäubst du die weiblichen Blüten mit einem feinen Pinsel. Das machst du am besten mehrmals täglich mit allen Blüten. Den Erfolg erkennst du an der Fruchtbildung. Die zuverlässigere und hochwertigere Methode ist jedoch die Vermehrung mit importiertem Saatgut.
Die Samen legst du zunächst in lauwarmes Wasser, um die harte Schale aufzuweichen. 1 bis 2 Tage später setzt du sie in Torfquelltöpfe. Diese stellst du am besten in ein kleines Gewächshaus mit geschlossener Haube. Das Gewächshaus sollte hell und warm ohne direkte Sonneneinstrahlung stehen.
Zeigen sich die ersten Keimlinge, lüftest du das Gewächshaus regelmäßig. Bei einer entsprechenden Größe topfst du die Jungpalmen inklusive Torftopf zu dritt in ein größeres Pflanzgefäß. So erhöhst du die Wahrscheinlichkeit, dass du männliche und weibliche Pflanzen zusammensetzt.
Die Sorte Chamaedorea elegans vermehrt sich selbst durch Schösslinge. Diese trennst du mit einem Messer ab und pflanzt sie in Töpfe mit Anzuchterde. Auch hier empfiehlt sich zunächst eine Folie für die höhere Luftfeuchte, bis die Schösslinge anfangen auszutreiben.
Krankheiten und Schädlinge
Steht die Bergpalme beim Überwintern zu trocken, kommt es häufig zu einem Befall mit Schildläusen und Spinnmilben. Gießt du sie zu häufig, treten häufig Trauermücken auf.









