Woher kommt die Kentiapalme?
Die Kentiapalme (Howea forsteriana) ist eine von zwei Arten aus der Gattung Howea und gehört zur Familie der Palmengewächse (Arecaceae).
Ihre Heimat ist auf Lord Howe Island, einer Insel östlich von Australien. Die dortige Hauptstadt „Kentia“ hat der Pflanze ihren deutschen Namen gegeben. Hierzulande wird sie auch „Paradiespalme“ genannt.
Die Kentiapalme ist als Zimmerpflanze sehr beliebt und auch in Büros ist sie oft zu finden. An beiden Orten ist sie vor allem für Pflanzen-Anfänger geeignet, denn die Kentiapalme ist pflegeleicht.
Um die Jahrhundertwende war die Kentiapalme eine echte Modepflanze. An ihrer Beliebtheit hat sich seitdem nichts geändert.
Wie sieht die Kentiapalme aus?
Die Kentiapalme hat breite und weit überhängende Wedel. Sie ist eine breitwüchsige Fiederpalme. In der freien Natur wird sie bis zu 17 m hoch. Zimmerpflanzen erreichen allerdings meist nur eine Höhe von maximal 3 m. Die Kentiapalme wächst vergleichsweise langsam.
Die Blätter der Palme sind immergrün, wobei junge Triebe zunächst eine hellgrüne Färbung aufweisen. Du erkennst die Palme an ihren langen, dunkelgrünen, unpaarig gefiederten und quirlständigen Blättern. Die Fiederblättchen der Pflanze sind lanzettlich und gestielt. Die einzelnen Stämme sind schlank und glatt.
Vom Juni bis in den August hinein entwickelt die Kentiapalme hellgrüne, dreizählige Blüten, die in Rispen angeordnet sind. In der Natur entstehen daraus orangefarbene Beeren. Wächst die Pflanze im Topf, bildet sie jedoch nur selten Blüten.

In Zimmerhaltung bleibt die Kentiapalme kleiner als in der freien Natur. Sie wirkt sehr dekorativ.
Der richtige Standort und Boden
Stelle die Kentiapalme an einen hellen bis halbschattigen Standort, vermeide dabei jedoch direkte Sonneneinstrahlung. Idealerweise weist der Standort eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur zwischen 18 °C und 20 °C auf. Achte im Winter darauf, dass die Kentiapalme nicht kälter steht als bei 15 °C.
Tipp: Im Sommer kannst du die Palme an einen wind- und sonnengeschützten Standort im Freien stellen.
Die Kentiapalme bevorzugt eine saure Erde mit einem hohen Sandanteil. Mische dafür am besten Blumenerde mit Bausand oder spezieller Palmenerde.
Kentiapalme pflegen
Die Pflanze braucht nicht viel Wasser. Gieße deshalb nur dann, wenn die Erde abgetrocknet ist. Am besten verwendest du dazu Wasser aus der Regentonne oder entkalktes Wasser.
Besprühe die Blätter gelegentlich mit Wasser, um die Luftfeuchtigkeit hochzuhalten. Im Winter gießt du etwas weniger. Lasse aber auch dann den Wurzelballen nie ganz austrocknen.
Vom Frühjahr bis zum Sommer pflegst du die Kentiapalme idealerweise mit einem Volldünger.
Sobald der Topf vollständig durchwurzelt ist, topfst du die Kentiapalme um. Das ist ungefähr alle vier Jahre der Fall. Das Frühjahr ist die beste Zeit zum Umtopfen.
Staub auf den Blättern der Pflanze kommt häufig vor. Indem du die Palme im Sommer bei leichtem Regen nach draußen stellst, wirkst du dem Staub entgegen. In der restlichen Zeit des Jahres duschst du das Gewächs in der Badewanne mit lauwarmem Wasser ab.
Hinweis: Verzichte auf Mittel zur Blattreinigung, denn diese können die Wedel beschädigen.
Kentiapalme überwintern
Von November bis März ist die Ruhezeit der Kentiapalme. Gib ihr in dieser Zeit nur so viel Wasser, wie sie braucht, um nicht auszutrocknen, und achte auf eine Temperatur am Standort von mindestens 15 °C.
Vermehren der Kentiapalme
Möchtest du deine Kentiapalme vermehren, dann säst du die Pflanze im Frühjahr aus. Die Keimzeit beträgt ungefähr zwei bis zehn Monate. Die Samen verlieren allerdings schnell ihre Keimfähigkeit, weshalb bei dieser Art der Vermehrung auch etwas Glück gefragt ist.
Krankheiten und Schädlinge

Schildläuse sind leider recht üblich an der Kentiapalme. Untersuche deine Pflanze regelmäßig auf die Schädlinge.
Blattkrankheiten und Schädlinge zeigen sich häufig, wenn die Kentiapalme zu sonnig steht. Die Spinnweben der Spinnmilbe sind dann gut in den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu sehen. Vor allem, wenn du die Pflanze mit Wasser besprühst, werden die Gespinste sichtbar.
Schildläuse, Wollläuse und die Rote Spinne sind auch Schädlinge, die an der Kentiapalme auftreten können. Untersuche die Pflanze deshalb regelmäßig, um schnell entgegenwirken zu können.
Thripse kommen ebenfalls an der Kentiapalme vor. Erkrankte Pflanzen verlieren die Vitalität und wachsen nicht mehr gleichmäßig. Stark befallene Blätter sterben in der Regel ab.










