Überblick über Waschbecken

Kind wäscht an einem Waschbecken seine Hände

Kein Badezimmer ohne Waschbecken! Das Waschbecken ist eines der am stärksten beanspruchten Einbauten im Badezimmer. Deshalb sollten Sie sich vor dem Kauf gut informieren und am besten beraten lassen.

Bei der Wahl des richtigen Waschbeckens gibt es vieles zu beachten: Welche Waschbeckenart passt am besten zu Ihrem Badezimmer und der Einrichtung – soll es an der Wand angebracht werden oder muss es unterbaufähig sein? Welches Material ist für Ihre Anforderungen das geeignetste – welches ist besonders resistent gegen Kratzer und lang haltbar? Letztendlich beeinflusst die Wahl des Waschbeckens auch die zur Auswahl stehenden Armaturen, denn nicht jede Armatur kann mit jedem Waschbecken verwendet werden.

Dieser Ratgeber liefert Ihnen einen umfassenden Überblick und hilft Ihnen, die richtige Wahl zu treffen.

1. Waschbecken 2. Waschbecken aus unterschiedlichen Materialien
3. Überlauf 4. Waschbeckenarmaturen
5. Materialliste 6. Werkzeugliste
Rundes Aufsatzwaschbecken auf grauem Stein vor Wand mit Mosaikfliesen

1. Waschbecken

Je nach Raumangebot, Budget und individuellen Vorlieben können Sie aus einer Reihe von Waschbeckenarten auswählen. Eine Möglichkeit ist der Aufsatzwaschtisch, der wie eine Waschschüssel auf eine darunterliegende Platte aufgesetzt und nicht an der Wand befestigt wird. Je nach Ausführung kann das sehr modern aussehen oder aber ganz traditionell. So oder so steht das Aufsatzwaschbecken stärker im Fokus als ein Einbauwaschtisch. Dieser besteht aus einer Waschschüssel, die in eine Platte eingelassen wird. Er tritt damit nicht so stark in den Vordergrund und verleiht dem Badezimmer ein eher elegantes Äußeres.

Das Unterbauwaschbecken wird nicht eingelassen, sondern wird unter der Möbeloberfläche montiert und kann dadurch extra viel Ablagefläche schaffen. Möbelwaschtische sind oft wahre Hingucker. Diese Waschbeckenart wird mit einem Waschtischunterschrank an der Wand montiert. Der gestalterischen Freiheit sind dabei kaum Grenzen gesetzt und Siphon und Anschlüsse verschwinden hinter dem Möbelstück.

Ein Klassiker ist der Waschtisch, der direkt an der Wand befestigt wird und je nach Bauart ein wenig leichter daherkommt und für kleine Räume besonders gut geeignet ist. Für die Gästetoilette bietet sich das Handwaschbecken besonders an. Es ist kleiner als das reguläre Waschbecken, kann aber, wie der Waschtisch, ebenfalls mit einem Unterbau bzw. Unterschrank ausgestattet werden.

Handwaschbecken mit grauem Unterschrank

2. Waschbecken aus unterschiedlichen Materialien

Auch beim Material können Sie aus einer Vielzahl von Angeboten auswählen. Wer es ganz traditionell mag, setzt auf Keramik. Sanitärkeramik wartet mit einer glänzenden und sehr hygienischen Oberfläche auf. Glas steht Keramik in Sachen Stabilität in nichts nach und hält auch säurehaltigen Chemikalien stand. Zudem lassen sich Waschbecken aus Glas in zahlreichen Farben herstellen – beispielsweise angepasst an die Badfließen. Mineralguss ist ein weiterer Klassiker im Badezimmer. Aus dem Werkstoff lassen sich spannend geformte Waschbecken herstellen, die ähnliche Eigenschaften besitzen, wie die aus Keramik. Allerdings ist Keramik noch etwas widerstandfähiger, wenn es um Chemikalien, wie beispielsweise in Haarfärbeprodukten oder Reinigungsmitteln, geht. Weit verbreitet sind Waschbecken aus acrylgebundenen Mineralwerkstoffen. Sie sind die erste Wahl, wenn das Becken eine besondere Form und Farbe erhalten soll. Sanitäracryl ist zudem äußert widerstandsfähig gegen Stöße und Sprünge, nicht schimmelanfällig und besitzt ein geringes Gewicht. Acryl ist weniger widerstandsfähig gegen hohe Temperaturen und Kratzer. Im Vergleich schwerer sind Waschtische aus Naturstein, beispielsweise Marmor oder Granit. Allerdings sind sie besondere Hingucker, die gerade als Aufsatzwaschbecken beliebt sind.

Immer populärer werden Waschbecken aus eher ungewöhnlichen Materialien wie Beton, Holz oder Stahl. Bei Stahl ist zwischen Mineralstahl – einem faserverstärktem Verbundwerkstoff – und glasiertem Stahl zu unterscheiden. Beide haben eine porenfreie Oberfläche und sind robust und hygienisch, ersterer ist jedoch leichter. Waschbecken aus Holz werden mit einer Hygieneversiegelung geschützt und auch Waschbecken aus Beton werden geschliffen, fein poliert und schließlich versiegelt. So lässt sich der Naturstoff Beton angenehm anfassen und auch einfach pflegen.

Ein Waschtisch mit Überlaufschutz

3. Überlauf

Die meisten Waschbecken besitzen einen Überlauf – auch wenn der heute gar nicht mehr unbedingt nötig und bei vielen Menschen als Schmutzfänger verpönt ist. Verfügt das Waschbecken über keinen Überlauf, wird entweder ein nicht verschließbares Ventil eingesetzt – dann kann jedoch kein Wasser im Becken gestaut werden – oder aber das Waschbecken wird mit einem versteckten Ab- und Überlaufsystem ausgestattet. Dann kann Wasser bis zu einer gewissen Höhe im Becken gestaut werden, bevor die Überflusstechnik das Becken leert.

Einhebelmischarmatur auf einem weißen Waschtisch vor einer roten Wand

4. Waschbeckenarmaturen

Jedes Waschbecken braucht die passenden Armaturen. Sie werden allerdings nicht nur auf Ihren Geschmack abgestimmt, sondern auch auf die Bauart des Waschbeckens. Das Hahnloch, die Öffnung durch die die Armatur geführt wird, gibt vor, welche Art Armatur installiert werden kann. Eine Einloch-Armatur benötigt ein Hahnloch, eine Dreiloch-Armatur zwei weitere für die Einstellknöpfe von Warm- und Kaltwasser. Bei einem Waschbecken ganz ohne Hahnloch werden die Armaturen an der Wand angebracht – oder wie bei einem Aufsatzwaschtisch an der Konsolenplatte. Hahnlöcher lassen sich aber auch nachträglich in das Wunschbecken einbringen. Bei der Wandmontage stellt sich die Frage nach der Installation auf oder unter Putz. Bei der ersten Methode wird die Mischbatterie vor der Wand verbaut, bei der Unterputz-Methode wird die Mischbatterie unter Putz in die Vorwand eingebaut.

Die gängigste Mischbatterie ist mittlerweile wohl die Einhebelarmatur. Mit ihr lassen sich mit einem Handgriff Durchflussmenge und Temperatur regulieren und sie verleiht dem Becken ein modernes Aussehen. Klassischer wirken Mischbatterien mit zwei Griffen, wobei es auch diese Variante in moderner Optik gibt. Eine Besonderheit der Einhebelarmaturen ist die Ausstattung mit einem Thermostat. Dieses gewährleistet eine konstante Temperatur und Durchflussstärke und sorgt so für einen ökonomischen Energie- und Wasserverbrauch. Zudem kann eine eingebaute Heißwassersperre, die bei 38°C arretiert ist, vor dem Verbrühen schützen.

Bei der Auswahl des Waschtischs spielt die Funktionalität die Hauptrolle. Wenn der Waschtisch zu groß für den Raum ist, sich kein Wasser stauen lässt oder das Material zu empfindlich ist, werden Sie keine Freude damit haben. Bei diesen Aspekten berät Sie Ihr OBI Fachmann gern. Mit den passenden Informationen gerüstet, fällt es dann auch leicht, ein Waschbecken zu finden, das Ihren persönlichen Geschmack trifft.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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