Wasser sparen

Mann gießt Garten mit dem Gartenschlauch.

Wasser sparen ist gut für die Umwelt und für den Geldbeutel. Deshalb sollten Sie Wasser nie unnötig laufen lassen, sondern den Wasserhahn immer abdrehen, wenn Sie gerade kein Wasser brauchen – etwa beim Zähneputzen oder Duschen. Zusätzlich sparen Sie Energie, wenn Sie weniger warmes Wasser verwenden. Seit 1991 hat sich in Deutschland der Wasserverbrauch in Privathaushalten und Kleingewerbe laut Umwelt-Bundesamt von 144 l auf 121 l pro Person und Tag reduziert. Das mit Abstand meiste Wasser fließt bei Körperpflege und Hygiene. Neben dem aktiven Abdrehen des Wasserhahns helfen eine große Auswahl neuer Produkte und Geräte dabei, Wasser zu sparen.

1. Wasser – eine wertvolle Ressource 2. Wasserhahn: Strahlregler, Wasserspar-Kartuschen, Sensorarmaturen
3. Dusche: Wassersparanschluss, Durchflussbegrenzer, Wasserspareinsätze, Thermostate 4. WC, Bidets, Urinale: Start/Stopp-Spülung, 2-Mengen-Spülung, Spülstromregulierung
Ein Glas wird mit Leitungswasser aus dem Wasserhahn gefüllt.

1. Wasser – eine wertvolle Ressource

Gut zwei Drittel unserer Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt: Es scheint, als wäre ausreichend Wasser vorhanden. Warum also Wasser sparen? Von diesen zwei Dritteln sind nur 3,5 % Trinkwasser. Und Trinkwasser ist ein Lebensmittel, dessen Qualitätsansprüche besonders hoch sind.

Die Trinkwasserqualität in Deutschland ist in der Regel hervorragend, meist kann das Wasser aus der Leitung sogar für die Zubereitung von Babynahrung genutzt werden. Um diese Qualität zu erhalten, spielt das Abwasser eine besondere Rolle: Es gibt Stoffe, die in Kläranlagen nicht oder nur schwer abgebaut werden können. Diese können über Umwege ins Grundwasser gelangen, wodurch die Aufbereitung aufwendiger und kostspieliger wird. Wenn Sie also Ihr Auto in der Waschanlage waschen statt vor der eigenen Haustür und Lacke, Farben, Arzneimittel-Reste u. ä. nicht über den Abguss oder die Toilette entsorgen, tragen Sie mittelbar zu einer Verbesserung der Wasserqualität in Deutschland bei.

Bei der Gewinnung von Trinkwasser und der Wassererwärmung werden weitere Ressourcen wie Baustoffe, Metalle oder Energie beansprucht, die durch nachhaltigen Konsum ebenso geschont werden können, wie der eigene Geldbeutel. Von dem hochwertigen Lebensmittel Trinkwasser trinken oder nutzen wir zur Zubereitung von Lebensmitteln jedoch nur einen geringen Bruchteil: Das meiste Wasser in Privathaushalten fließt im Bad. OBI gibt Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie an unterschiedlichen Stellen im Bad Wasser und Energie einsparen können.

Ein tropfender Wasserhahn

2. Wasserhahn: Strahlregler, Wasserspar-Kartuschen, Sensorarmaturen

Der Wasserhahn im Bad bietet ein enormes Einsparpotenzial. Zunächst gilt es, alte Gewohnheiten zu modifizieren: Stellen Sie während des Zähneputzens oder beim Rasieren das Wasser ab und waschen Sie sich die Hände lieber mit kaltem Wasser – das ist ohnehin besser für die Haut.

Es kommt auch immer wieder vor, dass der Wasserhahn tropft. Hier ist es wichtig, dass Sie den tropfenden Wasserhahn so schnell wie möglich reparieren lassen. Denn auf Dauer tropft auf diese Weise eine überflüssige Menge Trinkwasser in den Abguss.

Im OBI Sortiment finden Sie Produkte, die Sie am Waschtisch beim Wasser sparen unterstützen: Neue Strahlregler mischen dem Wasserfluss Luft bei und reduzieren so die Wassermenge. Bitte beachten Sie, dass diese Strahlregler bei Niederdruckarmaturen nicht verbaut werden dürfen. Wasserspar-Kartuschen kommen bei Einhebelmischern zum Einsatz: Hier bewirkt ein Widerstand im Hebelweg, dass man den Hebel, etwa beim Händewaschen, nicht automatisch bis zum Anschlag öffnet. Bei der Sensorarmatur schließlich müssen Sie nie mehr einen Wasserhahn aufdrehen: Elektronisch gesteuert über einen Sensor fließt das Wasser nur dann, wenn es wirklich benötigt wird.

Duscharmatur

3. Dusche: Wassersparanschluss, Durchflussbegrenzer, Wasserspareinsätze, Thermostate

Duschen statt Baden lautet hier die Devise. Während Sie bei einem Vollbad 150 bis 200 l Wasser verbrauchen, sind es unter der Dusche nur 60 bis 80 l. Unter der Dusche gilt dann das Gleiche wie beim Händewaschen: Auch hier sollte beim Einseifen das Wasser abgestellt werden.

Ein Wassersparanschluss, der den Wasserfluss stoppt, die Temperatur erhält und nach dem Einseifen manuell wieder geöffnet wird, kann sinnvoll sein. Wasserspareinsätze oder Durchflussbegrenzer schränken wie beim Wasserhahn durch Luftbeimengung die Durchflussmenge ein. Außerdem sparen Sie mit Thermostaten wertvolle Energie: Hier wird die Wasser-Höchsttemperatur oder auch eine Durchschnittstemperatur individuell von Ihnen festgelegt. Sie müssen also nie wieder das Wasser laufen lassen, bis sie eine angenehme Temperatur erreicht haben – und der Schreckmoment, wenn das Wasser mal wieder zu heiß aus der Leitung kommt, bleibt auch aus.

Toilettenspülung

4. WC, Bidets, Urinale: Start/Stopp-Spülung, 2-Mengen-Spülung, Spülstromregulierung

Bei einem alten WC-Spülkasten strudelten mindestens 9 l das Rohr hinab: so viel, wie ein Kind in einem Entwicklungsland am Tag zum Trinken, Waschen und zur Lebensmittel-Zubereitung braucht. Rüsten Sie deshalb Ihren alten Spülkästen mit einem Spülstopp nach oder Sie ersetzen ihn durch einen modernen Spülkasten, der im Schnitt wenigstens 3 l weniger verbraucht.

Der bewährten Start/Stopp-Spülung, die man manuell während des Spülvorgangs betätigen muss, steht die 2-Mengen-Spülung gegenüber: Während die große Taste 6 l das Rohr hinabschickt, reicht die kleine Taste meist aus und verbraucht nur 3 l.

Der Einbau eines Urinals kann ebenfalls eine wassersparende Alternative sein. Bei Spülarmaturen, die ohne Spülkasten auskommen und das Spülwasser direkt aus der Versorgerleitung ziehen, empfiehlt sich eine Spülstrom-Regulierung, bei der die Spülmenge eingestellt werden kann. Für das Bidet gilt das gleiche wie für Wasserhahn und Dusche: Durchflussbegrenzer, die dem Wasser Luft beimengen, sind sehr sinnvoll – ebenso wie Wassersparkartuschen.

Planen Sie einen Hausbau oder eine umfassende Sanierung, sollten Sie von vornherein auf Nachhaltigkeit achten: So können Sie den WC-Spülkasten-Zulauf etwa an die Regentonne anschließen oder intelligente Brauchwasserpumpen einsetzen.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

Nach oben