Überblick Fensterarten

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Fenster versorgen Innenräume mit Licht und Luft und sind damit fester Bestandteil eines jeden Bauwerks. Die Wahl des richtigen Fensters hängt von mehreren baulichen Faktoren ab. Dieser Basisratgeber bietet einen Überblick über die unterschiedlichen Fensterarten unter vier verschiedenen Aspekten: Einsatzort und Öffnungsmechanismen, Rahmenmaterial, Verglasung sowie Sicherheit.

1. Unterschiedliche Fensterarten 2. Unterschiedliche Rahmenmaterialien der Fenster
3. Fensterverglasung 4. Sicherheit
Gaubenfenster in einem Dachgeschoss

1. Unterschiedliche Fensterarten

Eine Fensterart für jede Wohnsituation und jeden Geschmack? Die gibt es nicht. Zuallererst wird unterschieden in Bezug auf den Einsatzort. Handelt es sich um ein Dachfenster oder eines im Keller, liegt das Fenster im Parterre oder in einem der oberen Geschosse? Je nachdem wird Ihre Wahl auf einen anderen Fenstertypus fallen.

Im Dachgeschoss kommen zwei verschiedene Fensterarten zum Einsatz. Stehende Dachfenster, wie Gaubenfenster, und liegende Fenster, die der Form des Hausdaches folgen. Gaubenfenster vergrößern nicht nur den Raum, sie haben auch den Vorteil, dass sich einfache Wandfenster mit einem Dreh-Kipp-Mechanismus einsetzen lassen. Ist allerdings bisher keine Gaube vorhanden, ist das ein kostspieliges Unterfangen. Günstiger ist dann der Einbau eines liegenden Fensters, das auch Dachflächen-Fenster genannt wird. Diese Fenster lassen sich entlang einer horizontalen Achse aufschwingen, daher auch der Name Schwingfenster oder Klapp-Schwing-Fenster. Ein Teil des Fensters ragt dann also nach außen, die andere Hälfte nach innen. Das spart Platz und sorgt für einen guten Luftaustausch. Beachten Sie, dass bei Dachflächen-Fenstern der Wärmeschutz eine wichtige Rolle spielt, da sich Räume durch den Lichteinfall leichter aufheizen können.

Im Erdgeschoss und den oberen Geschossen gibt es für jeden Geschmack einen Fenstertypus: Bodentiefe Fenster und Panoramascheiben lassen viel Licht hinein, Sprossenfenster, Lamellenfenster und Kastenfenster verleihen dem Gebäude einen besonderen Charakter. In der Regel handelt es sich bei all diesen Fenstertypen um Dreh-Kipp-Fenster, die sowohl komplett geöffnet – nach links oder rechts – als auch gekippt werden können. Aber es gibt auch Alternativen: Das Schiebefenster oder Schiebeelemente sind die Fensterkandidaten der Wahl, wenn Platz gespart werden soll. Über ein Schienensystem wird dieser Fenstertypus zur Seite geschoben. Eine Variante des Schiebefensters ist das Faltfenster, bei dem einzelne Elemente ineinander geklappt werden. Beide geben dem Gebäude eine moderne Note. Im Keller bieten sich einfache Fenster mit einer Klick-Dreh-Funktion an. So können auch Kellerräume einfach gelüftet werden.

Fensterrahmen aus Aluminium in einem Dach mit roten Dachziegeln

2. Unterschiedliche Rahmenmaterialien der Fenster

Beim Rahmen können Sie zwischen drei Materialien entscheiden: Es gibt Fensterrahmen aus Kunststoff, aus Holz und aus Aluminium. Kunststofffenster sind pflegeleicht und langlebig und deshalb ein Bestseller. Außerdem verfügen sie über gute Eigenschaften bei der Wärmedämmung – abhängig von der Verglasung und Anzahl der Kammern im Profil. Fensterrahmen aus Holz benötigen mehr Pflege, dafür haben sie gute wärmedämmende Eigenschaften und können zur Regulation der Luftfeuchtigkeit in den Räumen beitragen. Das Aluminiumfenster überzeugt mit seiner modernen Optik und mit seiner hohen Widerstandsfähigkeit, allerdings sind die wärmedämmenden Eigenschaften des Aluminiums weniger gut als beispielsweise bei Holz. Ganz gleich für welches Material Sie sich entscheiden, um eine Armierung kommen Sie in der Regel – die Fenstergröße ist dabei der entscheidende Faktor – nicht herum. Dabei handelt es sich um eine Verstärkung des Rahmens mit Stahl oder Aluminium. Die Armierung wird mit dem Rahmen verschraubt und ist von außen nicht sichtbar, verleiht dem Fensterrahmen aber Stabilität – und damit mehr Sicherheit.

Fenster mit Zweifachverglasung im Profil

3. Fensterverglasung

Nachdem Sie sich für eine Fensterart und einen Rahmen entschieden haben, stellt sich nun die Frage nach der Verglasung: Bei älteren Gebäuden wurden die Fenster in der Regel einfach verglast. Das ist zwar kostengünstig und lässt auch viel Licht in die Räume. Allerdings sind diese Fenster schlecht isoliert. Das gesparte Geld fließt also in die nächste Heizkostenabrechnung. Eine Sanierung oder ein Neubau mit Einfachglas ist heute ohnehin nicht mehr zulässig. Deshalb handelt es sich bei modernen Gebäuden um Fenster mit Mehrfachverglasung.

Eine Zweifachverglasung besteht aus zwei miteinander verbundenen Scheiben mit einem Zwischenraum, bei der Dreifachverglasung ist es eine Scheibe mehr. Dadurch ist die Dreifachverglasung der Zweifachverglasung in Sachen Energieeffizienz überlegen und meist ist sie auch nur wenig teurer. Allerdings ergibt eine Dreifachverglasung nur dann Sinn, wenn auch der Rest des Gebäudes über eine gute Isolierung verfügt. Hier hilft ein Energiefachmann bei der Entscheidung. Eine einfache Rechnung zeigt, ab wann die Anschaffung des teureren Dreifachfensters auch finanziell sinnvoll ist.

Einbrecher versucht geschlossenes Fenster mit einer Brechstange zu öffnen

4. Sicherheit

Sicherheit spielt auch bei Fenstern eine große Rolle. Dabei ist nicht nur die Art der Verglasung entscheidend – mit Sicherheitsglas oder durch das Anbringen einer Sicherheitsfolie wird Einbrechern die Arbeit erschwert – sondern auch der Rahmen.

Ist ein Fenster komplett verschlossen, muss der Fensterrahmen Eindringligen längere Zeit standhalten können. Entweder Sie tauschen alte Fenster gegen neue, abschließbare Fenster mit Stahlarmierung aus. Oder Sie rüsten nach. Bestehende Fenster werden mithilfe eines Stangenschlosses, abschließbaren Fenstergriffen, einem Fensterschloss, aber auch durch eine Gitterrostsicherung im Kellerschacht sicher. Dabei beschränken sich die Sicherheitsvorkehrungen nicht nur auf die klassischen Dreh-Kipp-Fenster. Auch Dachfenster, Schiebe- und Schwingfenster können nachgerüstet werden. Die Polizei und OBI Mitarbeiter in Ihrem OBI Markt beraten bei der Wahl der richtigen Sicherung für Ihre Fensterart.

Jede Fensterart bietet Vor- und Nachteile – am Ende entscheidet nicht allein die Energieeffizienz eines Fensters oder die Einfachheit des Lüftens, sondern auch der persönliche Geschmack.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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