Haustür einbauen in 7 Schritten

Heimwerker vor neu eingebauter Haustür.

Die Wahl der Haustür ist eine wichtige Entscheidung, denn sie trägt viel zum ersten Eindruck des Gebäudes bei. Von modern bis ganz klassisch gibt es unzählige Designs, Farben und Materialien. Wollen Sie eine Stahl-, Aluminium- oder Holztür? Mit oder ohne Glasanteil? Moderne Haustüren punkten mit Wärme-, Diebstahl- und Schallschutz. Informieren Sie sich über verschiedene Haustürenarten und lesen Sie in dieser Anleitung, wie Ihnen der fachgerechte Einbau in nur 7 Schritten gelingt. Erfahren Sie zudem, wie Sie Ihre alte Haustür ausbauen und welche Werkzeuge und Materialien Sie für die Montage Ihrer neuen Tür benötigen.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Heimwerker misst Maueröffnung und Laibung für neue Haustür mit dem Zollstock aus – Heimwerkerin notiert das Wandöffnungsmaß.

Schritt 1 - Maße für die neue Haustür bestimmen

Um auch sicher die passende Haustür zu finden, messen Sie zunächst die Laibung – also das Innenmaß der Türöffnung – an mehreren Stellen in Höhe und Breite mit einem Zollstock aus und notieren sich die Werte. Falls die Laibung ein Mauerfalz hat, messen Sie am besten auch von außen, damit Sie eine Tür mit passender Rahmenbreite bestellen. Diese Werte helfen auch dem Fachmann in Ihrem OBI Markt, Sie beim Kauf der passenden Haustür zu beraten.

Notieren Sie ebenfalls, ob Ihre alte Haustür links oder rechts angeschlagen ist. Die neue Tür sollte genauso angeschlagen sein, damit Schloss und Schlossblech auf der richtigen Seite sind, dies erleichtert den Einbau.

Heimwerker entfernt Putz rund um die alte Haustür, um für den Ausbau die Maueranker freizulegen.

Schritt 2 - Alte Haustür ausbauen – Maueranker freilegen

Wenn Sie sich für eine neue Haustür entschieden und nicht etwa einen Neubau haben, müssen Sie zunächst die alte Haustür ausbauen. Hängen Sie dazu das alte Türblatt aus und entfernen Sie eventuelle Glasteile, damit diese nicht zerbrechen.

Sägen Sie dann mit einer Säbelsäge den Rahmen an mehreren Stellen an. Nun schlagen Sie den Putz mithilfe von Meißel und einem Gummihammer oder Fäustel an der Innenseite des Türrahmens ab. So legen Sie die Maueranker frei, die Sie dann mit einem Winkelschleifer abtrennen.

Anschließend entfernen Sie den alten Rahmen – gehen Sie dabei besonders vorsichtig vor, um nicht mehr Putz zu beschädigen. Tragen Sie Schutzkleidung, Arbeitshandschuhe und eine Schutzbrille!

Heimwerker passt neue Zarge der Haustür ein – Heimwerkerin kontrolliert korrekte Ausrichtung mit einer Wasserwaage.

Schritt 3 - Einpassen der neuen Türzarge

Nehmen Sie das Türblatt vor dem Einbau aus dem neuen Rahmen – am besten zu zweit. Dann umkleben Sie die neue Türzarge mit dem beiliegenden Dichtband oder mit einer Dampf-Diffusionsfolie.

Nun passen Sie die Zarge ein – entweder direkt unter den Falz oder mittig in die Laibung. Überprüfen Sie die Ausrichtung an allen Seiten mit einer Wasserwaage und bedenken Sie dabei, dass das Türblatt später frei etwa 1 cm über dem Boden schwingen muss. Moderne Haustüren verfügen aber in der Regel über eine ausreichend hohe Schwelle.

Fixieren Sie dann den Rahmen, indem Sie Holzkeile zwischen Türöffnung und Zarge schieben. Achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen Mauer und Zarge idealerweise 1 bis 1,5 cm beträgt; zwischen Türblatt und Fußboden sollte ca. 1 cm Platz sein, damit die Tür frei schwingen kann und sich keine Steine darunter verkeilen können, die den Boden beschädigen würden.

Heimwerker füllt Beton-Estrich unter die Schwelle der neuen Haustür.

Schritt 4 - Unterfütterung der Türschwelle der Haustür

Damit sich die Türschwelle bei Belastung nicht verbiegt, unterfüttern Sie sie vollständig – beispielsweise mit Beton-Estrich. Entfernen Sie überschüssigen Estrich, bevor er antrocknet. Achten Sie auf die Herstellerangaben für die Trocknungszeit. Lassen Sie den Estrich vollständig durchtrocknen, bevor Sie mit dem nächsten Arbeitsschritt fortfahren.

Heimwerker verschraubt mit Akkubohrer Türzarge der neuen Haustür.

Schritt 5 - Türzarge verschrauben

Falls Ihre Zarge nicht schon Löcher hat, bohren Sie nun, beginnend auf der Bandseite, je 4 Löcher in regelmäßigen Abständen in den Rahmen. Das erste Loch bohren Sie etwa 10 cm unter der oberen Ecke; unten sollten ebenfalls 10 cm Abstand zur Ecke sein. Bohren Sie mittig, um die Isolierung im Rahmen nicht zu beschädigen, und verschrauben Sie ihn anschließend.

Dafür werden oft selbstschneidende 7,5-mm-Montageschrauben verwendet, beachten Sie den Durchmesser der Bohrlöcher und den benötigten Schrauben jedoch die Angaben des Herstellers.

Hängen Sie nun erstmals das Türblatt ein, um den Sitz und das Schloss zu überprüfen – am besten zu zweit. Bei Problemen können Sie die Position der Zarge durch Veränderung der Keilstellung noch korrigieren. Dann nehmen Sie das Türblatt wieder heraus, verschrauben die Zarge auch auf der Schloss-Seite und entnehmen die Holzkeile.

Heimwerker schäumt Fuge zwischen Laibung und Zarge der neuen Haustür mit Dämmschaum nach dem Verputzen der Laibung aus.

Schritt 6 - Laibung der Haustür verputzen und Laibungsfuge ausschäumen

Zum Verputzen der Türlaibung verwenden Sie Reparaturmörtel und warten, bis dieser vollständig abgebunden hat. Schäumen Sie den Spalt zwischen Zarge und Laibung anschließend mit Dämm- und Montageschaum aus. Ist dieser ausgehärtet, schneiden Sie überstehendes Material mit einem Cuttermesser ab und verkleiden den Rand. Hier haben Sie die Wahl zwischen Acryl aus der Kartusche oder auch Abdeckleisten.

Heimwerker bringt Beschläge an die neue Haustür mit Akkubohrer an.

Schritt 7 - Tür einhängen und Beschläge anbringen

Zu guter Letzt hängen Sie das Türblatt endgültig ein – wieder am besten mit einem Helfer – und schrauben noch Türgriff, Klinke und die Abdeckrosetten an.

Der Einbau Ihrer Haustür ist, vor allem wenn Sie einen Helfer haben, in 7 Schritten schnell erledigt. Wenn Sie sich Gedanken zur Einbruchssicherheit Ihres Hauses und insbesondere Ihrer Haustür machen, lesen Sie hier, mit welchen Maßnahmen Sie Ihre neue Tür ausstatten können, um sie noch sicherer zu machen.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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