Unterschiedliche Zimmertürenstile im Überblick

Braune Tür in roter Wand in einem Dachgeschoss

Zimmertüren haben nicht nur einen funktionalen Aspekt: Die Art der Tür trägt auch entscheidend zur Wohnatmosphäre bei und sollte zum Gesamtkonzept der Einrichtung passen. Während Landhaustüren etwa in rustikal eingerichteten Häusern ein gemütliches Ambiente schaffen, wirken sie in urban gestalteten Wohnungen meist deplatziert.

In manchen Fällen sind aufgrund der räumlichen Gegebenheiten aber auch nur Lösungen mit Spezialtüren, z. B. Falt- oder Schiebtüren, realisierbar. Lesen Sie in diesem OBI Ratgeber, welche Möglichkeiten Sie beim Türenkauf haben.

1. Glatte Türen 2. Rahmen- oder Füllungstüren
3. Türen für besondere Einsatzbereiche 4. Allgemeines
Weiße, glatte Tür in einer grünen Wand in einem Wohnzimmer

1. Glatte Türen

Glatte Türen gelten als Standardlösung und lassen sich universell einsetzen. Sie bestehen aus einem leichten Holzrahmen, der auf beiden Seiten mit einer glatten Platte verkleidet ist. Im Inneren der Tür befindet sich ein Kern, der je nach Qualität der Innentür aus unterschiedlichen Materialien besteht. Der Kern ist entscheidend für die Stabilität der Tür.

Die günstigste und leichteste Lösung ist eine Wabenkern-Einlage, die meist aus Karton besteht. Vorteil dieser Füllung ist neben dem Preis, dass die Tür sehr leicht ist. Robuster ist eine Füllung aus Röhrenspan, da hier statt Karton Röhrenspanplatten zum Einsatz kommen. Neben größerer Stabilität bieten glatte Türen mit Röhrenspaneinlage auch eine bessere Schalldämmung.

Die hochwertigste aber auch schwerste Lösung sind Zimmertüren mit Vollspankern. Hier besteht der Kern vollständig aus Span. Sie sind dadurch so stabil, dass Sie problemlos Lichtausschnitte setzen können. Die Gefahr des Verziehens ist bei Türen mit Vollspankern sehr gering. Zudem werden gute Schalldämmwerte erreicht.

Landhaustüren in einer rustikal eingerichteten Küche

2. Rahmen- oder Füllungstüren

Die auch als Füllungstür bekannte Rahmentür besteht aus einem umlaufenden Rahmen, meist aus Holz gefertigt, in den mehrere Teilstücke, die sog. Füllungen, eingepasst sind. Diese Füllungen können aus Holz- oder Holzwerkstoffen bestehen, aber auch aus Glas. Bekanntester Vertreter der Füllungstüren ist die Landhaustür, die insbesondere in Kombination mit rustikaler Einrichtung gemütlich wirkt. Rahmentüren eignen sich besonders gut, wenn große Glasflächen in Türen integriert werden sollen.

Auch bei Rahmentüren existieren Qualitätsunterschiede: Bei günstigen Varianten wird das Schnittholz nicht verleimt, sondern im Ganzen verarbeitet. Dadurch ist das Risiko von Rissen oder Verziehen größer als bei der stabverleimten Rahmentür. Den höchsten Standard bei Stabilität und Schallschutz bieten schichtverleimte Rahmentüren. Sowohl Rahmen als auch Füllung bestehen hier aus schichtweise verleimtem Holz.

Schiebetür aus teiltransparentem Glas in roter Wand

3. Türen für besondere Einsatzbereiche

Glastüren sind in transparenter sowie voll- und teilsatinierter Ausführung erhältlich. Sie eignen sich insbesondere für Windfänge, da sie auch geschlossenen den Blick auf den Eingangsbereich ermöglichen.

Fehlt der Platz zum Öffnen einer herkömmlichen Tür, sind Schiebetüren eine gute Option. Wenn kein Beschlag für eine Schiebetür angebracht werden kann, sind Falttüren eine alternative Lösung. Beide Türarten bieten allerdings kaum Schallschutz.

Für bestimmte Einsatzbereiche sind auch im Innenbereich Stahltüren sinnvoll und z. T. sogar vorgeschrieben. Für den Übergang zu Kellern und nicht ausgebauten Dachböden empfehlen sich ZK-Türen. Diese Stahltüren sind auch bei großen Temperaturunterschieden zu beiden Seiten der Tür formstabil. Bei Durchgängen von Heizungsräumen oder Garagen zu Wohnräumen sind in manchen Bundesländen Brandschutztüren, sog. FH-Türen vorgeschrieben.

Nicht jede Drückergarnitur passt zu jeder Tür

4. Allgemeines

Die Höhe von Zimmertüren ist genormt, allerdings gibt es unterschiedliche Breiten bei Türblättern. Die Standardhöhen betragen 198,5 cm oder 211 cm, gebräuchliche Breiten sind 61 cm, 73,5 cm, 86 cm und 98,5 cm. Wenn Sie ein Türblatt austauschen möchten, sollten Sie vor dem Türenkauf nachmessen.

Falls Sie eine Tür samt Zarge einbauen, sollten Sie die Öffnungsrichtung möglichst so wählen, dass die Tür komplett geöffnet werden kann – also parallel zur Wand steht und so nicht im Weg ist. Nahezu alle Türen sind wahlweise mit Anschlag auf der rechten oder der linken Seite erhältlich. Beachten Sie bei der Auswahl der Zarge die Stärke der Wand, in die sie eingesetzt werden soll.

Türen werden in der Regel ohne Beschläge geliefert. Das bietet Ihnen zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten.

Überlegen Sie vor dem Kauf, welche Innentür zu Ihrem Stil passt und ob sich jeder Tür in der gewünschten Ausführung für Ihr Zuhause eignet. Schauen Sie sich im OBI Markt in Ihrer Nähe um.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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