Dämmstoff-Berater

Dämmstoff-Berater

Dämmstoffe für die Innendämmung stehen in großer Vielfalt zur Verfügung – als flexible Matten, Platten, Schüttmaterial oder Flocken. Sie bestehen aus mineralischem, synthetischem oder pflanzlichem Material. Ihre Vorzüge spielen sie je nach Konsistenz und spezifischen Eigenschaften in unterschiedlichen Einbausituationen aus, so bieten sich flexible Matten (aus Glas- oder Steinwolle, Holzfasern oder Hanf) besonders für die Zwischensparrendämmung an. Schüttgut (aus Vulkangestein, Blähton, Holzfasern) gleicht bei der Geschossdämmung Unebenheiten aus und Flocken (aus Zellulose) füllen schwer zugängliche Hohlräume.

Tipp: 
Beachten Sie bei der Planung Ihres Dämmvorhabens unbedingt die geltenden gesetzlichen Bestimmungen der Energieeinsparverordnung (EnEV). Zur Ermittlung der erforderlichen Dicke und Wärmeleitgruppe des Materials sollten Sie einen unabhängigen Energieberater hinzuziehen – besonders wenn es um staatliche Förderung geht.

1. Sparrendämmung 2. Geschossdecken-Dämmung
3. Zwischensparrendämmung 4. Untersparrendämmung
5. Aufsparrendämmung 6. Innendämmung des Giebels
7. Kellerdecke dämmen 8. Kellerwände von außen dämmen
9. Innendämmung von Außenwänden
Sparrendämmung

1. Sparrendämmung

Bei der Innendämmung des Dachs verhindert eine Dämmschicht (z.B. Glas- oder Steinwolle) den Heizwärmeverlust, die Dampfbremsfolie hält Luft und Feuchtigkeit zurück und eine Beplankung (z.B. aus Holz- oder Gipskartonplatten) bildet den Wandabschluss nach innen

Es ist sinnvoll, bei der Wahl der Dämmprodukte (Dämmstoff, Folie, Klebebänder etc.) innerhalb eines Systems zu bleiben, da die Produkte dann ideal aufeinander abgestimmt sind.

Geschossdecken-Dämmung

2. Geschossdecken-Dämmung

Man unterscheidet zwischen einer begehbaren und nicht begehbaren Geschossdecken-Dämmung. Erstere besteht aus trittfestem Dämmmaterial (z. B. Trockenestrichelementen) bzw. hat eine begehbare Abdeckung (z.B. OSB- oder MDF-Platten). Für Holzbalkendecken eignet sich auch eine Schüttdämmung.

Vor einer solchen Sanierungsmaßnahme lohnt es sich, Infos über die unterschiedlichen Förderungsmöglichkeiten einzuholen, z.B. über das Programm "Energieeffizient Sanieren" der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Sparrendämmung im Detail

Zwischensparrendämmung

3. Zwischensparrendämmung

Die Dämmstoffdicke richtet sich nach der Wärmeleitfähigkeit des Materials und den angestrebten Werten, die Voraussetzung für eine Förderung sind. Die zwischen die Sparren geklemmte Dämmung (z.B. Mineralwolle) muss ohne Fugen dicht am Sparren anliegen, damit eine lückenlose Dämmschicht entsteht. Die Zwischensparrendämmung ist eine einfache Baumaßnahme mit großer Einsparwirkung, bei der die Dachpfannen unangetastet bleiben.

Schema Zwischensparrendämmung Schema Zwischensparrendämmung
Untersparrendämmung

4. Untersparrendämmung

Die Untersparrendämmung wird mittels einer horizontal verlaufenden Unterkonstruktion auf den Sparren angebracht. Da sie als alleinige Dämmschicht unzureichend ist, wird sie in der Regel zusätzlich zur Zwischensparrendämmung vor die luftdicht verklebte Dampfbremsfolie gesetzt. Die zusätzliche Dämmung vor der Dampfbremse vermeidet Wärmebrücken und schafft zugleich eine
Installationsebene.

Schema Untersparrendämmung Schema Untersparrendämmung
Aufsparrendämmung

5. Aufsparrendämmung

Bei einer kompletten Dachsanierung ist eine (vom Dachdecker auszuführende) Aufsparrendämmung sinnvoll. Dabei kann unterschiedliches Material zum Einsatz kommen (Hartschaumplatten, Glas- oder Steinwolle, Hartfaserplatten). Diese Dämmart ist eine sehr wirkungsvolle Maßnahme und besonders für die nachträgliche Dämmung bereits ausgebauter Dachgeschosse geeignet.

Innendämmung des Giebels

6. Innendämmung des Giebels

Wenn keine Außendämmung der Giebelwände gewünscht oder möglich ist (z. B. bei denkmalgeschützten Häusern oder Fachwerkhäusern), ist eine Dämmung von innen machbar. Dafür kommen verschiedene Dämmstoffe infrage, die häufig keine Dampfbremse benötigen (Calciumsilikatplatten, Verbundplatten mit Dämmstoffschicht, Holzfaserplatten). So lassen sich Heiz- und Energiekosten auch hinter historischen Fassaden sparen.

Keller dämmen

Kellerdecke dämmen

7. Kellerdecke dämmen

Damit unbeheizte Keller nicht die Wärme aus dem Erdgeschoss abziehen und bei den Bewohnern für kalte Füße sorgen, gehört zum Rundum-Wärmeschutz auch die Dämmung der Kellerdecke. Dafür eignen sich Dämmplatten aus PUR, EPS oder Mineralwolle. Diese wenig aufwändige Dämmmaßnahme spart Energie und erhöht den Wohlfühlfaktor.

Schema Kellerdecke dämmen Schema Kellerdecke dämmen
Kellerwände von außen dämmen

8. Kellerwände von außen dämmen

Wenn Außenwände mit Kontakt zum Erdreich von außen gedämmt werden, spricht man von einer Perimeterdämmung. Sie ist bei Neubauten leichter zu realisieren als bei Bestandsgebäuden, da hier meist aufwändige Erdarbeiten nötig sind. Geeignetes Dämmmaterial muss druck- und wasserbeständig sein. Das ist bei Platten aus XPSHartschaum oder Schaumglas der Fall. Zuvor ist eine Bitumendickschicht aufzutragen.

Schema Kellerwände von außen dämmen Schema Kellerwände von außen dämmen
Innendämmung von Außenwänden

9. Innendämmung von Außenwänden

Wenn keine Außendämmung gewünscht oder möglich ist (z. B. bei Eigentumswohnungen), gibt es Wege, die Fassade von innen zu dämmen. Dafür kommen Dämmstoffe wie Calciumsilikat- oder Holzfaserplatten infrage. 

Um Wärmebrücken oder Feuchte- bzw. Schimmelschäden zu vermeiden ist, gerade bei älteren Häusern, eine Beurteilung der Bausubstanz bzw. Wandbeschaffenheit ausschlaggebend. Wir raten dabei unbedingt einen Fachmann heran zu ziehen.

Schema Innendämmung von Außenwänden Schema Innendämmung von Außenwänden

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