Paneele verlegen in 4 Schritten

Heimwerker vor mit Paneelen vertäfelter Wand.

Wand- und Deckenvertäfelungen mit Paneelen haben viele praktische Vorzüge und schaffen eine warme, wohnliche Atmosphäre. Hinter Ihrer Wand- und Deckenverkleidung können Sie ganz nebenbei einiges verschwinden lassen. Unansehnliche Kabel oder Leitungen werden unsichtbar. Das Gleiche gilt für schadhafte Stellen im Putz. Deshalb ist eine Decken- und Wandverkleidung mit Paneelen auch als Renovierungsmaßnahme eine Option.

Weitere Vorteile: Die Verkleidung mit Paneelen hat eine schalldämmende Wirkung und eignet sich daher besonders für hellhörige Räume. Unter den Paneelen kann auch wärmeisolierendes Material angebracht werden, sodass die Verkleidung zur besseren Dämmung beiträgt. Das spart Heizkosten und damit bares Geld, vor allem, wenn Paneele zum Absenken der Decke genutzt werden. Tipps zur Montage von Paneelen finden Sie hier.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Unterkonstruktion für Paneele anbringen

Schritt 1 - Unterkonstruktion für Paneele anbringen

Zur Befestigung Ihrer Wand- oder Deckenverkleidung errichten Sie zuerst eine Unterkonstruktion aus Konstruktionslatten. Diese werden senkrecht mit Dübeln an die Wand geschraubt. Der Abstand der Konstruktionslatten zueinander richtet sich nach dem zu verlegenden Paneel, in der Regel 40 cm. Soll hinter den Wand- oder Deckenpaneelen gedämmt werden, ist eine Konterlattung nötig, d. h. die Konstruktionslatten werden sowohl senkrecht als auch waagerecht an die Wand geschraubt, sodass die Form eines Gitters entsteht. Die untere Lattenkonstruktion wird parallel zu den Paneelen und die Konterlattung senkrecht darüber verschraubt. Konstruktionslatten sind auch im Bereich über und unter den Steckdosen nötig.

Zeichnen Sie die Bohrlöcher an den Wänden und den Konstruktionslatten an, setzen Sie Bohrlöcher in der Stärke der von Ihnen verwendeten Dübel und beginnen Sie, die Konstruktion zu befestigen. Kontrollieren Sie die Lage der Konstruktionslatten mit einer Wasserwaage und justieren Sie wenn nötig nach.

Heimwerker befestigt Dämmmaterial mit Hammer und Nägeln für die Dämmung der Verschalung.

Schritt 2 - Dämmmaterial einfügen

Möchten Sie Dämmmaterial hinter Ihrer Wandvertäfelung anbringen, sollten Sie dieses zwischen der Lattenkonstruktion an der Wand befestigen. Anschließend wird eine PE-Folie aufgebracht und dicht um die Lattung an der Wand ringsum verklebt. Darüber wird die Konterlattung montiert, sodass hinter den Paneelen noch genug Spielraum für die Luftzirkulation bleibt. Als Dämmmaterial eignen sich alle gängigen mineralischen und organischen Dämmstoffe, die resistent gegen Fäulnis sind. Die Dämmschicht sollte jedoch mindestens 40 mm dick sein. Die gleiche Stärke muss natürlich für die Konstruktionslatten gewählt werden, zwischen denen die Dämmstoffe befestigt werden.

Dämmmaterial hinter den Paneelen dient übrigens nicht nur der Wärmedämmung, sondern auch dem Schallschutz. Das Anbringen einer Wandverkleidung ist deshalb auch in besonders hellhörigen Räumen zu empfehlen. Anzuraten ist eine Dämmschicht ebenso bei Altbauten, bei denen die Außenfassade aus Denkmalschutzgründen nicht gedämmt werden darf.

Heimwerker setzt Paneele mithilfe von Befestigungsklammern in die Unterkonstruktion ein.

Schritt 3 - Paneele einsetzen

Vor dem Einsetzen der Paneele sollte das Material eine Nacht lang im Raum gelagert werden, um sich zu akklimatisieren. Um dem Holz genug Platz zum Arbeiten zu geben, werden die Paneele nicht auf die Unterkonstruktion genagelt, sondern mit Befestigungsklammern montiert, die jeweils an der Nut angebracht werden. Nageln Sie die erste Befestigungsklammer so an die Unterkonstruktion, dass Sie das Paneel mit rund 2 cm Abstand zum Wandabschluss anbringen können. Dieser Abstand ist an allen Kanten als Dehnungsfuge einzuhalten. Das erste Paneel wird so angebracht, dass die Feder zum Wandanschluss zeigt. Die folgenden Paneele werden jeweils mit der Feder in die Nut des zuletzt montierten Paneels eingesetzt und auf Seite der Nut mit einer Klammer befestigt. 

Messen Sie die Flächen Ihrer Wandvertäfelung aus und wählen Sie Paneele in einer Breite, die es Ihnen ermöglicht, die gesamte Fläche abzudecken, ohne beim Endstück zu viel Verschnitt zu haben.

Mit einer Lochsäge werden Öffnungen für Steckdosen und Lichtschalter in die Paneele gesägt.

Schritt 4 - Löcher für Steckdosen und Lichtschalter aussägen

Befinden sich auf der Fläche, auf der Sie Ihre Wandverkleidung anbringen, Steckdosen oder Lichtschalter, müssen entsprechende Öffnungen in die Paneele eingeschnitten werden. Verwenden Sie hierfür eine Lochsäge und zeichnen Sie die Ausschnitte vor dem Verlegen ein. Die Steckdosen und Lichtschalter müssen in diesem Fall so angebracht werden, dass Sie sich auf einer Ebene mit den Paneelen befinden. Da Steckdosen und Schalter durch das Verkleiden nun nicht mehr unmittelbar bündig mit der Wand abschließen, ist der Einsatz von geeigneten Hohlwanddosen notwendig. Dazu montieren Sie die gleichen Dosen wie bei Stellwandkonstruktionen. Bedenken Sie dabei, dass grundsätzlich nur Elektrofachkräfte an der Hausinstallation arbeiten sollten.

Tipp: Ihr OBI Markt vor Ort empfiehlt Ihnen gern einen fachkundigen Elektriker.

Nun müssen Sie nur noch Abschlussleisten anbringen, mit denen die Dehnungsfugen an den Kanten verdeckt werden. Ihr Heimwerkerprojekt „Paneele verlegen“ ist damit erfolgreich abgeschlossen.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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