Parkett abschleifen und versiegeln in 6 Schritten

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Dielen und Parkettböden verlieren über die Jahre ihren Glanz. Der Boden wird stumpf, Staub und Schmutz verfärbt das Holz und Kratzer und Dellen erzählen von vergangenen Zeiten. Geschickte Heimwerker können ihr Parkett selbst abschleifen und so wieder auf Vordermann bringen.

Mehrschichtparkett hat eine Laufschicht von 2,5 mm bis 6 mm. Beim Abschleifen werden etwa 0,5 mm des Materials abgetragen, sodass der Boden je nach Dicke dieser Deckschicht mehrmals abgeschliffen werden kann. An Massivholzböden haben gleich mehrere Generationen von Bewohnern ihre Freude, denn massive Dielen können noch öfter einer Rundumerneuerung unterzogen werden. Nach dem Abschleifen wird der Boden mit einer Schutzschicht aus Lack, Öl oder Wachs versiegelt und geschützt. Die Schleifmaschine zum Parkett schleifen können Sie bei OBI mieten.

Grundsätzliches zur Bedienung der Parkettschleifmaschine:
Lassen Sie die Walze der Schleifmaschine erst auf den Boden herab, wenn sie die volle Drehzahl erreicht hat, sonst können Rillen im Boden entstehen. Die Maschine sollte aus der Vorwärtsbewegung sachte herab gelassen werden. Am Ende eines Schleifganges bzw. einer Bahn heben Sie die Maschine behutsam an.

Achten Sie auf eine ruhige und gleichmäßige Führung der Schleifmaschine. Bleiben Sie nicht stehen, solange die Schleifwalze in Betrieb ist. Vermeiden Sie Richtungsänderungen, solange die Maschine läuft, da sonst Vertiefungen im Parkett entstehen, die nicht mehr behoben werden können. Unebenheiten werden im rechten Winkel zur eigentlichen Schleifrichtung abgeschliffen, anschließend schleifen Sie noch einmal in der alten Richtung nach.

Für Rand- und Eckenschleifmaschinen gibt es verschiedene Aufsätze, mit denen Sie schwer zugängliche Stellen, z. B. unter Heizkörpern, leicht erreichen können.

Beim Abschleifen von Holzböden kommt es zu enormer Staubentwicklung. Lüften Sie und tragen Sie bei der Arbeit eine Atemmaske gegen den Feinstaub. Achtung: Der Schleifstaub ist leicht entzündlich und sollte deshalb nur außerhalb des Hauses in einem Metallbehälter gelagert werden.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Einkaufsliste
3 - Werkzeugliste
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Schritt 1 - Schaffen Sie eine freie Arbeitsfläche vor dem Abschleifen

Bevor Sie mit dem Schleifen beginnen, muss der Raum leer geräumt werden. Gegenstände, die nicht aus dem Raum geschafft werden können, sollten Sie mit Malerfolie und Klebeband abkleben. Vergessen Sie nicht, Vorhänge oder Gardinen abzuhängen. Auch die Sockelleisten müssen entfernt werden. Das geht am einfachsten mit einem Hammer und einem kleinen Meißel. Untersuchen Sie den Bodenbelag gründlich, Nägel müssen entfernt werden, da sich der Schleifstaub durch Funkenflug leicht entzünden kann. Bevor es los geht wird der Boden noch einmal gründlich gereinigt.

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Schritt 2 - Der Grobschliff des Parketts

Der erste Schleifgang dient dazu, alte Lack-, Wachs- oder Ölreste sowie Verschmutzungen zu entfernen. Für den Grobschliff verwenden Sie Schleifpapier mit Körnung 24 und 36. Desto geringer die Körnung ist, desto gröber wird der Schliff. Der Grobschliff sollte diagonal zur Maserung des Holzes erfolgen. Nachdem der erste Schleifgang erfolgt ist, wird der Boden erneut gründlich mit dem Staubsauger gereinigt.

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Schritt 3 - Der Zwischenschliff

Nun geht es an den Zwischenschliff: Hierzu verwenden Sie ein Schleifpapier mit 60er Körnung. Beim Zwischenschliff muss besonders auf die Verlegerichtung des Parketts geachtet werden, um die Schleifspuren des vorangegangenen Grobschliffs und andere Unebenheiten zu entfernen.

  • Fischgrätparkett: in diagonalen Bahnen mit der Maserung des Holzes schleifen
  • Mosaikparkett/Würfelparkett: diagonal zum Verlauf der Fasern schleifen
  • Stabparkett: Schleifen im Winkel von 7 bis 15 Grad, Feinschliff entlang der Maserung

Je nach Zustand und Abnutzung des Bodens muss in mehreren Durchgängen geschliffen werden. Für das Abschleifen der Ränder und Ecken im Raum verwenden Sie eine spezielle Rand- und Eckenschleifmaschine mit Schleifpapier mit 40er Körnung. Die noch unberührten Stellen werden damit ohne zusätzlichen Druck in kreisenden Bewegungen abgeschliffen. Risse im Parkett können Sie mit Parkettspachtel ausbessern, den Sie mit Schleifstaub anrühren. Anschließend erneut gründlich staubsaugen.

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Schritt 4 - Feinschliff des Parketts

Es folgt der letzte Schleifgang mit einer 100er bis 120er Körnung. Der Feinschliff wird parallel oder quer zum Lichteinfall durchgeführt. Auch in den Ecken und Randbereichen wird jetzt mit 100er Körnung geschliffen. Erst durch den Feinschliff erhält der Boden wieder eine ganz glatte Oberfläche.

Im Anschluss erneut den Boden reinigen.

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Schritt 5 - Boden neu versiegeln

Nach dem Schleifen muss die Oberfläche des Holzes neu versiegelt werden. Dazu eignen sich Öle, Lacke und Wachse.

  • Öl und Wachs: Bei der Behandlung mit Öl haben Sie die Wahl zwischen aushärtenden und nicht aushärtenden Ölen. Das Öl in mindestens zwei Arbeitsgängen auftragen. Da durch das Öl keine Versiegelung des Bodens, sondern ein offenporiger Schutzfilm entsteht, muss bei der Verwendung von nicht aushärtenden Ölen zusätzlich eine Schutzschicht aus Wachs auftragen werden. Parkettwachs gibt es in flüssiger und in fester Form.
  • Lack: Die Versiegelung mit Lack ist etwas aufwändiger: Zuerst wird eine Grundierung aufgetragen, die die Poren des Holzes verschließt. Da die Grundierung die Holzfasern aufquellen lässt, muss mit Schmirgelpapier mit einer 120er Körnung nachgeschliffen werden, sobald sie getrocknet ist. Nach dem Abschleifen wird der Boden erneut gründlich gereinigt und anschließend der Siegellack aufgetragen. Beim Versiegeln mit Lack muss der Boden vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, da sich sonst Blasen bilden können.

Der Arbeitsaufwand beim Abschleifen und Versiegeln von Parkett richtet sich stark danach, wie stark der Boden bereits in Mitleidenschaft gezogen ist. Für eine Auffrischung von Böden mit normaler Beanspruchung genügen meist drei Schleifgänge und der Boden erstrahlt wie neu. Bei starker Verschmutzung oder Abnutzung müssen sie mit 5 bis 6 Schleifgängen rechnen. Doch der Aufwand lohnt sich: Sie werden ihren alten Boden nach der Rundumerneuerung und der Holzpflege nicht wieder erkennen.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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