Überblick Parkettarten

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Parkett zählt zu den gehobenen Bodenbelägen. Allerdings gibt es diesen schicken Boden in unterschiedlichen Qualitäten und Preisklassen. Vor dem Kauf sollten Sie sich deshalb über die verschiedenen Angebote von Parkett mit seiner jeweiligen Materialbeschaffenheit informieren. Eine Rolle spielt dabei natürlich, wie schnell und einfach Sie das Parkett verlegen wollen, die Oberflächenbehandlung und das Design. Um einerseits nicht zu viel Geld auszugeben, andererseits aber auch nicht am falschen Ende zu sparen, sollten Sie ein paar Tipps beachten.

1. Teurer ist nicht immer besser – Einschichtparkett und Mehrschichtparkett 2. Schnell verlegt – Klickparkett
3. Für Räume, in denen viel los ist – lackierte Oberflächen 4. Ein Hauch von Luxus – gewachste und geölte Oberflächen
5. Nicht nur Geschmackssache – Dielen oder Stäbchen 6. Im Trend – Korkparkett
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1. Teurer ist nicht immer besser – Einschichtparkett und Mehrschichtparkett

Parkett besteht immer aus Holz. Bei der Materialzusammensetzung gibt es aber zwei Varianten. Beim Einschichtparkett, oft auch Massivparkett genannt, sind die Dielen aus Vollholz. Gängig ist inzwischen jedoch Mehrschichtparkett aus Sperrholz oder Holzwerkstoffen, das an der Oberfläche mit Vollholz beschichtet wird. Die Vorteile: Die Dielen sind stabiler und beim Parkett verlegen einfacher zu handhaben. Während Einschichtparkett mit dem Untergrund verklebt wird, kann man Mehrschichtparkett schwimmend verlegen. Außerdem ist Mehrschichtparkett meistens bereits versiegelt, sodass Sie das Parkett nicht mehr lackieren müssen. Mehrschichtparkett wird daher auch als Fertigparkett bezeichnet. Ein weiterer Pluspunkt für Mehrschichtparkett ist der günstige Preis.

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2. Schnell verlegt – Klickparkett

Wer beim Parkett verlegen besonders komfortabel arbeiten möchte, ist mit Klickparkett gut beraten. Der Grund: Beim Verlegen von Klickparkett kann auf Leim verzichtet werden. Die einzelnen Dielen werden mit Nut und Feder entweder schräg oder waagrecht einfach ineinander gesteckt. Deshalb ist dieses Heimwerkerprojekt auch für den Laien ohne jegliche Vorkenntnisse mit gängigem Parkettverlegewerkzeug problemlos umsetzbar. Manche Arten von Klickparkett können Sie sogar ohne Hammer und Schlagholz verlegen. Allerdings müssen dafür die Randstücke der Dielen zugeschnitten werden. Klickparkett ist ebenso robust wie Parkett, das verklebt wird und in zahlreichen Designs erhältlich ist.

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3. Für Räume, in denen viel los ist – lackierte Oberflächen

Unterschiede gibt es beim Parkett auch bei der Oberflächenbehandlung. Am widerstandsfähigsten ist Parkett, wenn es mit Lack versiegelt wurde. Der Lack schützt die Holzschicht vor Kratzern und vor dem Eindringen von Wasser, das zum Aufquellen des Bodens führen kann. Besonders zu empfehlen ist versiegeltes Parkett deshalb für stark beanspruchte Räume, in denen z. B. schwere Möbel platziert oder häufig hohe Schuhe getragen werden. Sollte der Boden trotz der robusten Verarbeitung einmal beschädigt werden, ist auch bei versiegeltem Parkett ein Abschleifen möglich. Jedoch muss dann der Lack entfernt und erneut aufgetragen werden. Praktisch ist versiegeltes Parkett auch, was die Pflege angeht. Meistens genügt es, den Boden mit einem nebelfeuchten Lappen zu wischen und gelegentlich spezielle Pflegemittel aufzutragen.

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4. Ein Hauch von Luxus – gewachste und geölte Oberflächen

Als weitere Varianten der Oberflächenbehandlung gibt es gewachstes Parkett und geöltes Parkett. Hier wird das Holz an der Oberfläche naturbelassen und ein spezielles Wachs oder Öl aufgetragen. Die Holzeigenschaften von Parkett kommen so vermehrt zur Geltung und der Boden wirkt besonders edel. Zu den Vorzügen von gewachstem Parkett und geöltem Parkett zählen außerdem, dass Beschädigungen leichter stellenweise ausgebessert werden können. So können z. B. Kratzer durch Polieren beseitigt werden. Auch das Abschleifen des Bodens ist einfacher als bei versiegeltem Parkett. Allerdings ist gewachstes und geöltes Parkett etwas anfälliger für Schmutz und Schäden als lackiertes Parkett und zudem meist etwas aufwändiger in der Pflege.

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5. Nicht nur Geschmackssache – Dielen oder Stäbchen

Eine große Vielfalt bietet Parkett beim Design. Erhältlich ist Parkett nicht nur in verschiedenen Holzarten wie etwa Eiche, Buche oder Ahorn, sondern auch in unterschiedlichen Mustern. Gängig sind z. B. Dielen, bei denen das Parkett die Form breiter Bretter hat, oder Stäbchen, bei denen die Musterung kleinteiliger ist. Als Verlegemuster besonders beliebt ist der sogenannte Schiffsboden, bei dem die einzelnen Holzteile parallel versetzt angeordnet werden wie bei Schiffsplanken. Welches Muster für welchen Raum am besten geeignet ist, hängt jedoch nicht nur von Ihrem persönlichen Geschmack, sondern auch von der Raumbeschaffenheit ab. So erzeugen z. B. Dielen die Wirkung von Weite. Stäbchen dagegen lassen Flächen eher kleiner erscheinen. Passend zu jeder Holzart und jedem Muster gibt es natürlich auch die entsprechenden Fußleisten.

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6. Im Trend – Korkparkett

Parkett ist nicht nur in Holzoptik erhältlich. Besonders Kork speichert Wärme. Daher sind Korkböden bei allen beliebt, die in der Wohnung gern barfuß laufen. Außerdem hat Kork eine schalldämmende Wirkung. Korkparkett gibt es als leicht zu verlegendes Klickparkett in allen Farben. Bei der Oberflächenbehandlung können Sie sich wie bei anderen Parkettarten zwischen versiegelten und geölten Böden entscheiden. Auch was den geringen Pflegeaufwand angeht, unterscheidet sich Kork nicht von anderen Parkettböden.

Parkett ist also nicht gleich Parkett. Für welches Parkett Sie sich entscheiden, hängt am Ende von vielen persönlichen Faktoren ab. Gern berät Sie ein Mitarbeiter im OBI Markt bei Ihrer Wahl.

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