Terrassenplatten aus Beton und Naturstein

Angebaute Terrasse an Einfamilienhaus.

Sie möchten in Ihrem Garten eine Terrasse anlegen? Dann haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Bodenbelägen. Neben Holz sind vor allem Naturstein- oder Betonplatten besonders beliebt. Beide Materialien haben ihre ganz eigenen Vorzüge.

OBI erklärt Ihnen in diesem Ratgeber, welcher Terrassenbelag sich für welchen Zweck am besten eignet.

Wie Sie eine Holz-Terrasse selbst bauen, erklärt Ihnen hingegen unser Ratgeber „Terrasse anlegen in 6 Schritten“.

1. Was Sie bei der Wahl der Terrassenplatte bedenken sollten 2. Eigenschaften von Natursteinplatten
3. Eigenschaften von Betonplatten 4. Besonderheiten beim Verlegen von Terrassenplatten
5. Materialliste 6. Werkzeugliste
Graue Terrassenplatten aus Stein.

1. Was Sie bei der Wahl der Terrassenplatte bedenken sollten

Klären Sie vor dem Kauf, welchen Einflüssen die Terrassenplatten ausgesetzt sein werden: Wie und unter welchen Umständen wird die Fläche genutzt? Ist eine rutsch- und trittsichere Oberfläche erforderlich, da Sie diese auch bei Nässe nutzen wollen? Soll die Fläche besonders unempfindlich gegen Schmutz sein? Muss sie befahrbar sein? Muss das Material streusalzresistent sein? Achten Sie bei der Auswahl auf die jeweiligen Produkteigenschaften, Oberflächen und auf die Frostsicherheit: Einige Natursteine eignen sich für den Außenbereich nicht sehr gut, da sie nicht frostsicher und zudem sehr glatt und relativ weich sind, was mit einer höheren Bruchgefahr einhergeht. Vermeiden Sie polierte und zu glatte Oberflächen – diese werden bei Nässe extrem rutschig.

Die Standardgrößen für Terrassenplatten sind 40 x 40 cm, 50 x 50 cm, 40 x 60 cm sowie 30 x 60 cm. Je größer die Platten, desto weniger Fugen gibt es und umso ebener ist die Fläche. Abhängig von der Verlegeart kann die Verarbeitung allerdings auch anspruchsvoller sein. Beläge können miteinander kombiniert werden, z. B. Stein und Holz. Auch eine Kombination aus Platten und Pflaster ist möglich. Bedenken Sie aber, dass eine zu wilde Kombination unterschiedlicher Beläge und Materialien optisch unruhig wirken kann.

Terrassenplatten aus Naturstein.

2. Eigenschaften von Natursteinplatten

Naturstein-Terrassenplatten wirken sehr edel und natürlich: Jeder Stein ist ein Unikat – auch im Hinblick auf die Farbgebung und Farbschattierungen. Insbesondere im Vergleich zu Beton weisen die Platten eine hohe Farbechtheit auf.
Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig – vom antiken Erscheinungsbild bis zum mediterranen Flair haben Sie die freie Auswahl. Des Weiteren ist es durch verschiedene Verlegemuster möglich, den Terrassen-Bodenbelag individuell anzulegen.

Natursteinplatten sind robust, frostsicher und langlebig. Indem Sie die Platten regelmäßig mit einem Oberflächenschutz behandeln, sorgen Sie für eine maximale Lebensdauer. Für die normale Reinigung genügt meist klares Wasser, stärkere Verschmutzungen lassen sich in der Regel ebenfalls ohne Probleme entfernen: Eine Bürste oder ein pH-neutrales Reinigungsmittel genügen üblicherweise.

Die nicht nur optisch hochwertigen Natursteinplatten sind teurer als Platten aus Beton, aufgrund ihrer meist unregelmäßigen Kanten und variierenden Höhen sind sie aber auch nicht ganz so einfach zu verlegen.

Terrassenplatten aus Beton in Anthrazit-Optik.

3. Eigenschaften von Betonplatten

Betonplatten stellen eine preisgünstige Alternative zu Naturstein dar. Das Material ist robust, belastbar, langlebig und frostsicher. Verschiedene Betonplattenvarianten stehen zur Auswahl – teils bereits mit werkseitiger Imprägnierung oder Versiegelung, teils ohne Oberflächenschutz.

Bei Platten ohne diesen Schutz empfiehlt es sich, die Oberfläche der Betonplatten nachträglich mit einer Imprägnierung oder Versiegelung zu versehen. Bei regelmäßiger Auffrischung werden die Platten weniger anfällig für Umwelteinflüsse oder Fleckenbildung. Darüber hinaus verringert ein intakter Oberflächenschutz Moos- oder Schmutzanhaftungen: Dies erleichtert die Reinigung erheblich. Für die normale Pflege verwenden Sie am besten einen handelsüblichen, pH-neutralen Reiniger. Die Verlegung von Betonplatten ist, gerade im Vergleich zu Naturstein, besonders einfach.

Bei Betonplatten können Sie aus einer Vielzahl an Formen und Farben wählen – die Zeiten des grauen Waschbetons sind vorbei. Wie auch bei Natursteinplatten haben Sie durch verschiedene Verlegemuster vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten.

Bei regelmäßiger Reinigung und Pflege behalten Flächen auch langfristig ihr ursprüngliches Aussehen. Betonplatten bieten eine große Auswahl an Körnungen, Farben und Oberflächenstrukturen – von glatt geschliffen bis hin zur Holz- oder Natursteinoptik.

Verlegung von Polygonalplatten.

4. Besonderheiten beim Verlegen von Terrassenplatten

Insbesondere Betonplatten lassen sich mithilfe von Fugenkreuzen sehr gleichmäßig verlegen. Mischen Sie sowohl bei Naturstein als auch bei Betonplatten nach Möglichkeit Platten aus unterschiedlichen Gebinden: So erreichen Sie ein gleichmäßigeres Flächenbild und können Farbabweichungen verschiedener Chargen ausgleichen.

Bei Naturstein ist die Art der Verlegung abhängig von der Dicke der Platten: Bei 2 cm Stärke erfolgt die Verlegung im Mörtelbett, ab 3 cm im Splitt- oder Mörtelbett. Polygonalplatten werden im Drainage-Mörtelbett verlegt.

Platten aus Beton werden wahlweise auf einem Splittbett oder bei vorhandenen Betonflächen auch auf sogenannten Stelz- oder Plattenlagern aus Kunststoff verlegt. Verzichten Sie am besten auf eine Verlegung im Mörtelbett, um das langfristige Risiko von Frostschäden zu vermeiden. Die lose Verlegung ermöglicht eine gute Flächendrainage und verhindert Staunässe. Zudem ist ein Anheben bzw. der Austausch einzelner Platten auch dauerhaft möglich. Eine detaillierte Anleitung finden Sie im Ratgeber „Terrassenplatten verlegen in 5 Schritten“.

Wenn Sie sich für eine Terrasse aus Stein entschieden haben, haben Sie die Wahl zwischen Beton und Naturstein. Denken Sie also vor dem Bau Ihrer Terrasse über Ihr Budget nach und darüber, welchen Anforderungen Ihre Terrasse standhalten muss. Wir beraten Sie gern – in Ihrem OBI Markt.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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