Terrassenplatten verlegen in 5 Schritten

Terrassenplatten verlegen

Auf der neuen Terrasse fehlen nur noch die Platten? Dann haben Sie zunächst die Qual der Wahl. Terrassenplatten gibt es in verschiedenen Materialausprägungen und Farben. Achten Sie vor allem darauf, dass die Platten frostsicher und für den Außenbereich geeignet sind. Worauf Sie beim Verlegen im Detail achten müssen, das sehen Sie in der Schritt-für-Schritt-Anleitung.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Einkaufsliste
3 - Werkzeugliste
Vorbereitung

Schritt 1 - Vorbereitung

Die von Ihnen ausgesuchten Platten werden Ihnen auf Paletten vor die Haustür gestellt. Überprüfen Sie Größe, Farbe, Anzahl und eventuellen Bruch der Platten gleich bei Lieferung. Sind die Platten erst mal gelegt, können Sie keine Reklamationsansprüche mehr geltend machen.

Unterbau

Schritt 2 - Unterbau

Die Terrassenplatten brauchen einen tragfähigen und frostsicheren Untergrund. Der besteht aus einer sehr belastbaren Kiesschicht. Der grobkörnige Kies (0/16er-Körnung) macht das Ganze wintersicher, weil sich das gefrierende Wasser in den vielen kleinen Hohlräumen ausreichend ausdehnen kann, ohne die Platten anzuheben.

Über der 20 bis 30 cm dicken Kiesschicht ziehen Sie noch ein 10 cm dickes Sandbett auf. Im Sand lassen sich die Platten sehr leicht und exakt ausrichten. Er verteilt die Last gleichmäßig nach unten. Beide Schichten, Kies und Sand, müssen nach dem Verteilen mit einem Rüttler verdichtet werden.

Die Sandschicht braucht zudem ein 2-prozentiges Gefälle vom Haus weg, damit das Oberflächenwasser ablaufen kann. Abgezogen wird der Sand mit eingelegten Schienen und einem Richtscheit.

Verlegung

Schritt 3 - Verlegung

Beginnen Sie mit der Verlegung der Platten an der Hauswand, damit Sie später dort keine Platten zuschneiden müssen. Sobald die Fläche groß genug ist, arbeiten Sie immer von den bereits verlegten Platten aus weiter. Legen Sie sich dabei eine Schaltafel unter, damit nicht einzelne Platten durch die Bewegungen verrückt werden.

Die Platten werden leicht mit dem Gummihammer ins Sandbett eingeschlagen. Für den Transport der Platten und deren genaue Positionierung hat sich ein Plattenheber bewährt.

Fugen

Schritt 4 - Fugen

Je nach Plattenart können Sie sie eng aneinander legen oder eine 3 bis 5 mm breite Fuge einarbeiten. Für die Gleichmäßigkeit der Fugen sorgen sogenannte Fugenkreuze, die Sie mit jeder Platte an deren Ecken setzen. Zu festen Bauteilen wie die Hauswand, Treppen, Mauern und Ähnlichem müssen Sie eine sogenannte Dehnungsfuge einhalten, die bei etwa 15 bis 20 mm liegen sollte. Diese Dehnungsfuge bietet den Platz für das temperaturbedingte Ausdehnen der Platten, ohne dass es auf der Terrassenfläche zu Aufwölbungen kommt.

Alle Fugen füllen Sie nach Abschluss der Verlegearbeiten entweder mit Quarzsand (feine Optik), Splitt (hält Ameisen fern) oder mit sogenanntem Pflasterfugenmörtel auf, der ein Durchwachsen von Pflanzen dauerhaft verhindert. Die genannten Materialien kehren Sie mit einem großen Besen ein, allerdings ohne Zugabe von Wasser.

Reinigung und Pflege

Schritt 5 - Reinigung und Pflege

Grundsätzlich gilt, dass grobe Verunreinigungen auf den Terrassenplatten so schnell wie möglich und zunächst nur mechanisch – sprich mit einem Besen und trocken – beseitigt werden sollten. Bei hartnäckigeren Flecken helfen etwas Schmierseife oder auf den jeweiligen Steintyp der Platten abgestimmte Reinigungsmittel.

Einkaufsliste

  • Terrassenplatten
  • Kies
  • Splitt
  • Evtl. Fugenkreuze
  • Randbefestigungen
  • Fertigmörtel für Rückenstütze
  • Quarzsand oder Pflasterfugenmörtel

Werkzeugliste

  • Gummi- oder Kunststoffhammer
  • Rüttelplatte oder Stampfer
  • Brettstück und Abziehlatte
  • Schnur
  • Wasserwaage
  • Zollstock
  • Schaufel und Harke
  • Plattenheber

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