Praktische Tipps zum Garten anlegen

Steinweg in einem Garten, der zu einer Bank führt.

Egal ob Sie einen neuen Garten anlegen oder Ihren Garten umgestalten wollen: Nehmen Sie sich Zeit, um eventuell einen Plan zu zeichnen und um sich in Ruhe zu erkundigen, was in Ihrem Garten blühen und gedeihen wird. Dies hängt stark von den regionalen Voraussetzungen ab. Dabei sollten folgende Fragen geklärt werden: Welchen Boden weist Ihr Garten auf? Wie verhalten sich Licht- und Witterungsverhältnisse? Wird ein Windschutz benötigt? Wie wollen Sie Ihren Garten nutzen und welche Bedürfnisse soll er abdecken?

Der OBI Ratgeber verrät Tipps zu unterschiedlichen Gartentypen, -ausrichtungen und klimatischen Voraussetzungen, damit Sie bei der Planung Ihres individuellen Wunschgartens auch praktische Aspekte berücksichtigen können.

Tipp:
Ein guter Boden ist die wichtigste Voraussetzung für einen gut gedeihenden Garten. Schieben Sie noch vor Baubeginn Ihres Hauses die obersten 30 cm des Bodens zur Seite und heben Sie sie für den späteren Garten auf.

1. Kleine Gärten optimal gestalten 2. Ideen für lange und schmale Gärten
3. Hanglagen gärtnerisch erschließen 4. Klimatische Bedingungen geschickt nutzen
5. Mit gärtnerischen Tricks das Klima selbst bestimmen 6. Windschutz
Holzterrasse in einer Gartenecke mit Tisch und zwei Stühlen sowie Bachlauf.

1. Kleine Gärten optimal gestalten

Je geschickter Sie einen kleinen Garten in einzelne Bereiche aufteilen, desto interessanter und größer wirkt er. Um Ihren kleinen Garten optimal zu gestalten, gilt es, einige Grundregeln zu beachten:

Teilen Sie die Fläche Ihres Gartens in mindestens zwei oder drei deutlich voneinander getrennte Zonen ein, je nachdem, was Ihnen am wichtigsten ist – z. B.

  • Sitzplatz, Gemüsebeet, Ziergarten oder
  • Sitzplatz, Ziergarten, Kinderspielecke oder auch
  • Sitzplatz, Teich und Beete.

Pflanzen Sie kleinwüchsige Gewächse wie Goldregen, Blutpflaume und Felsenbirnen anstelle von großen Bäumen. Vermeiden Sie ausladende Gehölze und wuchernde Stauden, sowie Bambus und Waldgeißbart, Goldnessel und Essigbaum, die im kleinen Garten viel Arbeit machen, weil sie dauernd, auch im Wurzelbereich, zurückgedrängt werden müssen.

Blütenhecken können im kleinen Garten nur dann zur vollen Wirkung kommen, wenn man Arten wählt, die sich sehr stark zurückschneiden lassen. Dann können sie auch als relativ schmale Begrenzung zu den Nachbarn eingesetzt werden, z. B. Forsythien, Spirea und Berberitzen.

Besonders wichtig bei der Bepflanzung im kleinen Garten sind die richtigen Proportionen. Achten Sie darauf, dass die Größenverhältnisse denen in der Natur entsprechen: So passen zu kleinen Bäumen etwa kleine Sträucher.

Holzplankenweg in einem schmalen, langen Garten, der durch Beete führt.

2. Ideen für lange und schmale Gärten

Ein einfacher Tipp für lange, schmale Gärten ist die Einteilung in verschiedene Zonen mithilfe quer stehender Elemente, z. B. Pergolen. Noch besser sind einzeln stehende, schöne Sträucher oder Bäume. Besonders effektvoll sind Höhenunterschiede: Auch bei Flächen, die von Natur aus eben sind, kann man durch Stufen, Hochbeete oder erhöhte Sitzplätze Höhenunterschiede einbauen.

Auch den Wegen kommt eine wichtige Rolle zu: Ein schnurgerader Pfad würde den Eindruck eines lang gezogenen Grundstücks nur verstärken. Wege, die sich jedoch hinter Bäumen, Sträuchern und sonstigen Gartenteilern „verlieren“ und dann das Grundstück wieder queren, bringen Spannung in den Garten und lassen ihn interessant wirken.

Es empfiehlt sich außerdem, die Seitenbegrenzungen zu kaschieren, vor allem wenn es sich um hohe Mauern handelt. Ideal dafür sind Bepflanzungen mit dichtem, aber einheitlichem Blattwerk, zum Beispiel Efeu. Zusätzlich können geschwungene, in den Rasen hineinragende Beete die Strenge der Seitenbegrenzungen mildern.

Hang, der mit Blumen, Sträuchern und Bäumen bepflanzt wurde.

3. Hanglagen gärtnerisch erschließen

Geschickt angelegte Hanggärten bieten zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Der Schlüssel zur gärtnerischen Hangerschließung ist jedoch die Treppe, die zum Haus und zum Sitzplatz führt. Als Material für diese Treppe kommen Beton, Erdaufschüttungen, Holz, z. B. Rundhölzer und Natursteine infrage. Wichtig ist in jedem Fall ein genau geplantes und gut ausgeführtes Fundament.

Entlang der Stützmauern und Treppen empfiehlt sich eine Bepflanzung mit immergrünen Gehölzen, z. B. Zwergkoniferen. Sie sorgen dafür, dass man auch im Winter einen schönen Blick in den Garten hat.

Ist das Gefälle des Hanggartens nicht sehr steil, bietet es sich an, Pflanzen mit starken Faserwurzeln zu setzen: Diese befestigen mit ihrem Wurzelgewebe die Humusschicht des Bodens – am besten, man pflanzt sie quer zum Hang. Damit erreichen Sie, dass das Wasser nicht zu schnell abrinnt und besser im Boden verteilt wird. Geeignete Pflanzen sind Weide, Erle, Hartriegel und Forsythie.

Baum in einer Gartenecke umgeben von einer Steinmauer im mediterranen Stil.

4. Klimatische Bedingungen geschickt nutzen

Neben der Lage des Grundstücks sind Witterungseinflüsse ein ganz entscheidender Faktor für die Gartengestaltung. Dabei spielt das so genannte Kleinklima eine wichtige Rolle, denn das Klima im Garten hängt nicht nur von der jeweiligen Region, sondern auch von den örtlichen Gegebenheiten ab.

Hohe Mauern rund um einen Garten beispielsweise speichern sowohl Wärme als auch Kälte und geben diese über längere Zeit langsam wieder ab. Auch Hecken beeinflussen das Kleinklima, das von Garten zu Garten, von Terrasse zu Terrasse unterschiedlich sein kann.

So erwärmt sich der Boden in einem Gartenhof mit sonnenbeschienenen Gartenmauern und windgeschützten Terrassen schneller und dauerhafter als im Freiland. Deshalb blühen dort bereits die ersten Frühlingsblumen, wenn in freiliegenden Gärten noch Schneereste vorhanden sind.

Innenhöfe können im Frühjahr ein wärmeres Klima haben und sind windgeschützt. Dafür gibt es hier aber oft relativ viel Schatten. Terrassen wiederum können manchmal sehr heiß und trocken werden.

Pflanzen, die in Hausnähe bzw. an der Hauswand in Töpfen gepflanzt wurden.

5. Mit gärtnerischen Tricks das Klima selbst bestimmen

Mit einer Reihe gärtnerischer Tricks lässt sich der Einfluss solcher örtlicher Klimafaktoren abmildern. Wenn z. B. Hausmauern eine Terrasse stark aufheizen und dadurch die Wasserverdunstung so hoch wird, dass die dort gesetzten Pflanzen nicht recht gedeihen wollen, hilft eine Begrünung der Mauer mit Kletterpflanzen, um das Kleinklima zu verbessern. Auch die kleinsten Bäume und Sträucher speichern in ihrem Blattwerk reichlich Wasser, das sie langsam an die Umgebung abgeben und so die Luftfeuchtigkeit erhöhen.

Die Lichtverhältnisse spielen ebenfalls eine große Rolle, sowohl bei der Pflanzenauswahl, als auch bei der Planung von Terrasse und Sitzplatz. Wo die Sonne bereits am Morgen scheint, wird auch der ideale Ort zum Frühstücken sein. Zur Zeit der starken Mittagssonne wollen Sie vielleicht lieber im Schatten sitzen und eine Terrasse, die erst am späten Nachmittag oder gegen Abend etwas Sonne abbekommt, eignet sich besonders gut für einen Nachmittagskaffee, Cocktailpartys oder Grillabende.

Garten mit einer Hecke und Kies vor einem Haus.

6. Windschutz

Was eignet sich als Windschutz und aus welcher Richtung kommt der Wind am häufigsten? Diese Fragen beantworten Ihnen Ihre Nachbarn oder länger bestehende Gartenanlagen in der Umgebung. In alten, gut angelegten Gärten wurden die Hecken als Schutz immer gegen die Hauptwindrichtung gepflanzt. Sie teilen und verteilen die Luftbewegung und verhindern damit, dass der Wind mit ungebremster Wucht über die Gartenlandschaft fegt.

Auch ein an der richtigen Stelle platzierter, frei stehender Baum oder Strauch eignet sich hervorragend als Windschutz. Wenn Sie einen bestehenden Garten umgestalten, lohnt es sich daher, gut zu überlegen, welche Sträucher und Bäume von einem bereits bepflanzten Grundstück entfernt werden und welche man stehen lässt.

Die Windrichtung lässt sich auch bei der Bepflanzung der kleinsten Terrassen berücksichtigen. Kennen Sie die Windrichtung, wissen Sie beispielsweise, wo Sie die etwas höher wachsenden, unempfindlichen Koniferen setzen sollten oder wo der heikle Ahorn am besten geschützt ist.

Detailgenaue, umsichtige Planung ist der Grundstein jedes sinnvoll angelegten Gartens. Bedenken Sie die gewünschten Funktionen Ihres Traumgartens, seine räumliche Kapazität und auch seine klimatischen Bedingungen, bevor Sie mit der praktischen Umsetzung beginnen. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und lassen Sie sich gern in Ihrem OBI Markt beraten.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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