Japanischer Garten – Gestaltungsideen

Ein japanisch angelegter Garten mit Teich.

Im japanischen Garten wird das kunstvolle Zusammenspiel von Grünpflanzen mit Wasser und Steinen perfektioniert. Das lässt sich sowohl auf großem als auch auf kleinem Raum verwirklichen. Der OBI Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie Ihren eigenen japanischen Garten anlegen und was bei der Pflege zu beachten ist. Lassen Sie sich von unseren Gestaltungsideen inspirieren.

1. Der japanische Garten 2. Diese Pflanzen gehören in den japanischen Garten
3. Kies als Symbol für Wasser 4. Wasser im japanischen Garten
5. Weitere Gestaltungselemente für den japanischen Garten 6. Sorgsame Pflege
7. Materialliste 8. Werkzeugliste
Wasser fließt aus einem Bambusrohr.

1. Der japanische Garten

Obwohl der japanische Garten durch seine schlichte Erscheinung besticht, gilt er als hohe Kunst der Gartengestaltung. Im Gegensatz zu anderen Gartenformen sind hier nicht nur Optik und Nutzen von Bedeutung. Häufig sind Zen-Gärten in ihrer Struktur von der japanischen Philosophie und Kultur beeinflusst.

Sie wünschen sich ein authentisches Refugium fernöstlicher Art? Dann ziehen Sie bei der Planung einen Fachmann zurate und informieren Sie sich eingehend über die verschiedenen Symbole und Interpretationen. Wenn Sie einfach eine kleine Ruhe-Oase im asiatischen Stil kreieren wollen, können Sie aber auch ohne größere Vorkenntnisse einen japanischen Garten anlegen.

Ein Vorteil dieser Gartenform ist der geringe Platzbedarf – Sie können selbst kleine Gärten oder einzelne Nischen auf Ihrem Grundstück in einen japanischen Garten verwandeln. Wenn Sie eine große Fläche gestalten wollen, können Sie aber ebenso auf asiatische Gestaltungsprinzipien zurückgreifen – und entsprechend größere Wasser- oder Wegelemente einplanen. Berücksichtigen Sie in Ihren Überlegungen außerdem, dass das Anlegen und Pflegen des japanischen Gartens vergleichsweise viel Zeit in Anspruch nimmt.

Sorgfältig gestutzte Bäume in einem japanischen Garten.

2. Diese Pflanzen gehören in den japanischen Garten

Das fernöstliche Idyll gestalten Sie vor allem mit grünen Pflanzen wie Kiefern, Koniferen und Buchsbäumen, dazu gesellen sich Farne oder Bambus. Letztere werden gerne verwendet, da es von ihnen winterharte Sorten gibt. Für einen Blickfang im Herbst sorgen Sie mit Ahornsträuchern oder -bäumen, deren Blätter sich dann bunt verfärben. Kleine Farbtupfer bilden kurz blühende Pflanzen wie Kirschbäume. Auch Rhododendren und Azaleen bringen im Frühjahr ein wenig Farbe in die Ruhe-Oase. Pfingstrosen und Schwertlilien lösen sie im Frühsommer ab. Achten Sie bei der Planung aber darauf, Blühpflanzen nur verhalten zu setzen, denn eine zu große Farbenpracht wirkt im japanischen Garten schnell überladen.

Durch Moose entstehen weitere Nuancen im Grün, wobei nicht alle typischen Bodendecker in Deutschland erhältlich sind. Alternativ können Sie auf das etwas verbreitetere Sternenmoos oder Andenpolster zurückgreifen. Legen Sie in Ihrem japanischen Garten einen Teich an, können Sie diesen mit Seerosen und anderen Teichpflanzen bestücken. Ein Bonsai vervollständigt das Bild.

Wellenmuster in einem Kiesweg.

3. Kies als Symbol für Wasser

In der Regel besteht ein japanischer Garten aus vier Elementen: Stein, Moos, Wasser und Bäume. Wasser als Symbol für Seen oder Ozeane ist besonders bei weiten Teichgärten ein zentraler Bestandteil, in größeren japanischen Gärten finden sich oft kleine Bachläufe oder Teiche. Sie können sich aber auch einen Trockengarten im Stil eines Betrachtungsgartens anlegen, in dem eine Kiesfläche das Wasser ersetzt. Bis zu 20 cm tief kann diese Kiesschicht sein, dabei sollten Sie Steine mit einer Größe von circa 8 mm verwenden. Bei kleineren Steinen verliert sich schnell der optische Effekt des asiatischen Kiesteichs.

Wenn die Steine aufgeschüttet sind, harken Sie das typische Wellenmuster ein und unterstreichen so die Wasser-Symbolik. Bäume, Sträucher oder bemooste Steine können als Insel aus dem Kiesbett ragen.

Damit auch kein unliebsames Unkraut zwischen den Steinen hervorsprießt, können Sie die entsprechende Fläche des Kiesbetts mit einem Unkraut-Vlies auslegen.

Großzügig angelegter Teich in einem japanischen Garten.

4. Wasser im japanischen Garten

Vor allem große japanische Teichgärten warten mit Seen und dazugehörigen Brücken auf. Wenn Sie den Aufwand nicht scheuen und ausreichend Platz zur Verfügung haben, können Sie auch in Ihrem Zen-Garten ein Wasserelement einplanen. Ein kleiner Gartenteich, Bachlauf oder installierte Wasserbecken sind hier denkbar. Dabei ist das kühle Nass häufig von Hügeln umgeben und beinhaltet manchmal auch einen Wasserfall als Sinnbild für Erleuchtung.

Lassen Sie sich in unserer Ratgeber-Rubrik zum Thema Teiche inspirieren: „Wasser im Garten“.

Bonsaibaum auf Terrasse im Zen-Stil.

5. Weitere Gestaltungselemente für den japanischen Garten

Gehen Sie mit Gestaltungselementen wie Figuren sehr sparsam um. Zwar ist die Auswahl an Laternen, kleinen Pagoden und Mini-Buddhas groß – weniger ist hier aber mehr. Wählen Sie lieber nur einen Blickfang aus, den Sie dezent in die grüne Landschaft integrieren. Größere Steine wie Findlinge wirken unaufdringlicher als Figuren, aber auch hier sollten Sie den Garten nicht überfrachten. Sind die Steine zu groß, lassen sie sich teilweise eingraben.

Wenn Sie ausreichend Platz haben, können Sie eine Sitzecke in Ihrem japanischen Garten anlegen. Eine Bank aus Stein fügt sich natürlich ins Ambiente ein. Damit fremde Blicke nicht stören, ist ein Sichtschutz sinnvoll. Wände oder Rankgitter aus Bambusrohren wahren Ihre Privatsphäre ebenso wie das fernöstliche Flair.

Kies wird mit einer Harke bearbeitet.

6. Sorgsame Pflege

Das akkurate Erscheinungsbild eines japanischen Gartens ist nur durch regelmäßige Pflege zu erhalten. Entfernen Sie regelmäßig welke Blätter und abgestorbene Triebe oder Blüten, um das charakteristische Grün zu bewahren. Bringen Sie Hecken, Sträucher und Bäume zwei Mal im Jahr mit der Schere in Form und kontrollieren Sie das Wachstum der Moose, damit diese keine Steine überwuchern. Halten Sie das Kiesbett als zentralen Blickfang stets sauber und harken Sie das Wellenmuster regelmäßig nach. Dies ist aber nicht als unliebsame Pflicht zu begreifen: Das Harken des Kies gilt als entspannende Tätigkeit. Wenn Sie hier mit unterschiedlichen Rechen zu Werke gehen, können Sie eine große Vielfalt an Mustern schaffen.

Wenn Sie einen japanischen Garten anlegen möchten, informieren Sie sich am besten im Voraus ausführlich über Gestaltungsformen und Philosophie des fernöstlichen Grünidylls. Gerne beraten wir Sie auch in Ihrem OBI Markt. Sie müssen nicht zwangsläufig Ihren kompletten Garten neu gestalten: Einen Ort der Ruhe und Harmonie können Sie auch in die schon bestehende Landschaft integrieren und bei Bedarf schrittweise ausbauen. Planen Sie jedoch den vergleichsweise hohen Arbeitsaufwand durch regelmäßiges Harken und Beschneiden der Pflanzen mit ein.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

Nach oben