Rindenmulch im Garten

Gartengestaltung mit Rindenmulch
Rindenmulch ist in vielen Gärten, Parks und anderen Grünanlagen zu finden, wo er verschiedene Zwecke erfüllt: So soll der Rindenmulch im Garten das Wachstum von Unkraut unterdrücken und empfindliche Pflanzen schützen. Zudem kann er dazu verwendet werden, das Erdreich mit Nährstoffen anzureichern. Darüber hinaus hat das Rindenmaterial optisch einen wirkungsvollen Effekt und wird in Beeten, auf Wegen und Flächen als Dekoration verwendet. Für die verschiedenen Anwendungsbereiche des Mulchs bietet Ihnen OBI mit Rindenmulch, Rosenmulch, Pinienrinde und Holzhäckseln unterschiedliche Sorten zur Auswahl. Finden Sie mit diesem Kaufberater das richtige Produkt für Ihr Vorhaben.
1. Was ist eigentlich Rindenmulch? 2. Holzhäcksel: Vielfach eine günstige Alternative
3. Auswahl des richtigen Rindenmulchs 4. Achten Sie auf Qualität
5. Mulchen wie die Profis 6. Mulchfolie für ein noch besseres Ergebnis
7. Auswahl der Mulchfolie
Was ist eigentlich Rindenmulch

1. Was ist eigentlich Rindenmulch?

Beim Rindenmulch handelt es sich um Baumrinde, die abgeschält und zerkleinert worden ist. Ein gutes Produkt erkennen Sie an einem niedrigen Holzanteil und einer groben Struktur. Zu kleine Rindenspäne zersetzen sich nämlich zu schnell und erfüllen ihren Zweck im Beet nur kurz. Möchten Sie den Mulch allein zu Dekorationszwecken nutzen, spielt dieser Faktor allerdings keine Rolle. Für solche Fälle sind reine Holzhäcksel ausreichend, die zudem deutlich günstiger sind als das hochwertige Rindenmaterial. Für einen besonderen Effekt im Beet gibt es die dekorativen Holzhäcksel in unterschiedlichen umweltverträglichen Farben. In der Praxis wird das Ausbringen von verrottetem organischem Pflanzenmaterial als Mulchen bezeichnet. Die Mulchschicht wird dabei auf dem Boden gleichmäßig verteilt. Damit diese Gartenarbeit besonders leicht von der Hand geht, bieten sich ein paar Hilfsmittel an, die ohnehin in keinem Garten fehlen sollten: Neben einer Schubkarre für den komfortablen Transport des Rindenmulchs, leisten eine Schaufel zum Aufbringen sowie eine Harke zum gleichmäßigen Verteilen des Materials gute Dienste. Bei der Gartenarbeit sollten Sie außerdem zum Schutz vor Verletzungen, Schmutz und Witterung passende Gartenhandschuhe tragen. So gerüstet können Sie daran gehen, den Rindenmulch im Garten zu verteilen.

Die Alternative: Holzhäcksel

2. Holzhäcksel: Vielfach eine günstige Alternative

Der erste Schritt, bevor Sie Ihre Kaufentscheidung treffen können, liegt darin, festzulegen, wofür Sie den Rindenmulch im Garten verwenden möchten und ob Sie den gewünschten Effekt vielleicht auch mit Holzhäckseln erreichen können. Rindenmulch enthält nützliche Gerbstoffe, die zumindest in dieser Konzentration in einfachen Holzhäckseln nicht vorkommen. Diese Gerbstoffe haben eine keimhemmende Wirkung und bieten dadurch einen natürlichen Schutz vor Unkraut. Neben der unkrauthemmenden Wirkung sorgt die Mulchschicht auch dafür, dass der Boden Feuchtigkeit besser halten kann. Denn Hitze und Sonneneinstrahlung werden z. T. von der aufgebrachten Schicht abgefangen. Diesen Effekt können Sie allerdings auch mit Holzhäckseln erreichen. Ebenso die Vermeidung von Erosion der oberen Erdschicht durch Wind und die Frostisolierung empfindlicher Pflanzen und deren Wurzeln.

Wenn es darum geht, Ihre Beete und auch Wege besonders gepflegt aussehen zu lassen und ein gemütliches Ambiente zu schaffen, bieten sich Holzhäcksel an. Diese gibt es nicht nur in verschiedenen Holzarten, sondern auch eingefärbt in verschiedenen dekorativen Farben. Haben Sie Ihre Entscheidung getroffen, welches Mulchmaterial Sie nutzen möchten, gilt es beim Kauf noch einige weitere Details zu beachten.

Strukturgröße des Rindenmulchs beachten

3. Auswahl des richtigen Rindenmulchs

Damit der Rindenmulch möglichst lange seinen Zweck erfüllen kann, sollten die einzelnen Späne relativ grob sein. Ist der Mulch zu fein, wird die Rinde nämlich zu schnell zu Humus zersetzt und bietet nur kurzfristig Schutz. Daher sollte die Strukturgröße des Rindenmaterials mindestens 16 bis 25 mm betragen. So behält es seine Form und entfaltet länger seine unkrauthemmende und isolierende Wirkung.

Als Mercedes unter den Mulcharten gilt Pinienrinde. Sie zersetzt sich sehr langsam und liefert dem Boden besonders viele Nährstoffe. Sie ist insbesondere für anspruchsvolle Pflanzen wie Rosen gut geeignet. Für Rosen ist allerdings auch speziell auf ihre Bedürfnisse abgestimmter Rosenmulch erhältlich. Dieser besteht aus Nadelholzrinden und ist daher günstiger als die hochwertige reine Pinienrinde. Pinienrinde ist in unterschiedlichen Körnungen und Farben erhältlich und bietet daher verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten. Dank seines angenehmen Geruchs kann Pinienmulch auch im Innenbereich, beispielsweise in Pflanzkästen, Terrarien oder für Messestände, eingesetzt werden.

Achten Sie beim Mulchkauf auf Frische, damit der Zersetzungsprozess nicht schon beim Kauf zu weit fortgeschritten ist. Jungen, frischen Mulch erkennen Sie an einem angenehmen Duft nach Wald. Je erdiger der Geruch, umso älter ist das Naturmaterial. Holzhäcksel zersetzen sich langsamer als Baumrinde. Hier können Sie nach optischen Gesichtspunkten kaufen, Dekore sind beispielsweise in Ahorn, Mahagoni und Pinie erhältlich.

Rindenmulch gleichmäßig verteilen

4. Achten Sie auf Qualität

Der Rindenmulch wird in den meisten Fällen fertig verpackt in Säcken angeboten und besteht zumeist aus der Rinde von heimischen Hölzern wie Kiefer, Fichte und Tanne. Gesetzliche Vorschriften für Rindenmulch gibt es nicht, daher bestehen Unterschiede bei der Zusammensetzung. Je nach Hersteller enthält der Mulch unterschiedlich viel Rinde, Holz oder Grünanteile. Produkte mit geringerem Rindenanteil enthalten entsprechend weniger Gerbstoffe und unterdrücken das Unkraut weniger effektiv. Wenn Sie Ihre Anpflanzung nur vor Frost oder zeitweilig vor dem Austrocknen schützen möchten, leisten aber auch diese Produkte und Holzhäcksel zuverlässig ihren Dienst.

Mulchen wie die Profis

5. Mulchen wie die Profis

Vor dem Mulchen sollten Sie vorhandenes Unkraut entfernen, da dies durch den Mulch nicht zerstört wird. Mit Unkrautstecher, Handschaufel und Gartenkralle ist diese Arbeit schnell erledigt. Beim ersten Aufbringen von Rindenmulch auf Beeten sollten Sie zusätzlich einen stickstoffhaltigen Dünger verwenden. Ideal sind organische Stickstoffdünger wie Hornspäne. Die Zersetzung des Rindenmulchs entzieht dem Boden nämlich Stickstoff. Stickstoffmangel kann dazu führen, dass Pflanzen schlechter wachsen. Um dieser Unterversorgung vorzubeugen, sollte der Dünger noch vor der Mulchschicht aufgebracht werden. Bei wiederholtem Mulchauftrag ist der Dünger nicht mehr dringend erforderlich. Das zersetzte Rindenmaterial enthält den Stoff zur Genüge und der einmal in Gang gesetzte Stickstoffkreislauf erhält sich selbst.

Die Dicke der Mulchschicht ist abhängig vom Verwendungszweck. Wenn Sie Mulch zur Unkrautunterdrückung verwenden, sollte die Schichtdicke mindestens 5 bis 8 cm betragen. Unter Bodendeckern reichen bereits 3 bis 5 cm. Zur Gestaltung von Wegen und Plätzen sollte die Mulchschicht 10 cm hoch sein. Dies ergibt einen Mulchbedarf von 50 bis 80 l pro m² bei der Verwendung im Beet. Zur Wegebefestigung liegt der Wert etwas höher.

Verwendung einer Mulchfolie ratsam

6. Mulchfolie für ein noch besseres Ergebnis

Besonders hartnäckiges Unkraut wie Girsch oder Queckgras lässt sich allein durch die Gerbstoffe aus dem Rindenmulch nicht dauerhaft unterdrücken. Damit die Anpflanzungen zuverlässig geschützt werden, bietet sich eine Kombination aus Mulchen und der Verwendung einer Mulchfolie an. So kann das Unkraut nachhaltiger aus dem Beet vertrieben werden. Mit der Mulchfolie decken Sie dabei das zuvor von Unkraut befreite Beet ab. Die anschließend aufgebrachte Folie stellt sicher, dass etwaige Wurzelrückstände der Unkräuter absterben. Um den maximalen Effekt zu erzielen, ist es ratsam, die Mulchfolie rund zwei Jahre anzuwenden. Da eine nackte Folie im Beet jedoch nicht besonders hübsch aussieht, können Sie auf der Folie Rindenmulch oder Holzhäcksel verteilen. Sie beschweren und verstecken die Folie, sodass diese fast unsichtbar an Ort und Stelle bleibt. Für die Pflanzen schneiden Sie passende Löcher in die Mulchfolie. Die Gerbstoffe im Rindenmulch sorgen wiederum dafür, dass es das Unkraut besonders schwer hat, durch die Pflanzlöcher zu wachsen. Wenn Sie neue Gewächse pflanzen möchten, können Sie einfach den Rindenmulch oder die Holzhäcksel stellenweise entfernen und ein ausreichend großes Loch in die Folie schneiden.

Auswahl der Mulchfolie

7. Auswahl der Mulchfolie

Der Handel bietet Ihnen verschiedene Arten von Folien, die Sie als Mulchfolie verwenden können. Neben Folien aus pappartigem Material gibt es auch klassische Kunststofffolien in verschiedenen Stärken. Besonders wichtig ist die Wasserdurchlässigkeit der Mulchfolie: Nur sie kann verhindern, dass der im Garten aufgebrachte Rindenmulch weggespült wird oder dass das Gewicht des sich stauenden Wassers den Boden verdichtet und dem Pflanzenwachstum schadet.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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