Torffreie Erden – nachhaltig gärtnern

Schaufel und Tontopf stecken in einem Erdhaufen.

Viele Blumenerden enthalten eine große Menge an Torf. Bei Gärtnern sind die Eigenschaften von torfangereicherter Erde besonders wegen der guten Pflanzenverträglichkeit und Wasserspeicherung beliebt. Es gibt jedoch negative Aspekte bei der Verwendung von Torf.

Die Gewinnung von Torf steht in direktem Zusammenhang mit dem Rückgang von Moor-Landschaften, die wichtige Bestandteile unseres Ökosystems sind. Um den Fortbestand der Moore zu sichern, sind torfreduzierte und auch gänzlich torffreie Erden gute Alternativen.

Im OBI Sortiment finden Sie eine Auswahl umweltfreundlicher Erden, die nicht nur ein bloßer Ersatz für reguläre Blumenerden sind, sondern das Gedeihen Ihrer Pflanzen fördern.

1. Was ist Torf? 2. Torffreie und torfreduzierte Erden
3. Komposterde als natürlicher Torfersatzstoff 4. Gärtnern mit Kokos- und Holzfasern
5. Rindenhumus als Torfersatzstoff in der Erde 6. Materialliste
7. Werkzeugliste
Moorlandschaft mit Torf.

1. Was ist Torf?

Torf entsteht als sogenanntes organisches Sediment aus abgestorbenen Pflanzenrückständen wie Moosen und Gräsern, die im sauerstoffarmen seichten Gewässer nur schwer abgebaut werden können. Der Torfbestand wächst sehr langsam. Innerhalb eines Jahres bildet sich lediglich eine Schicht von 1 mm.

In handelsüblichen Erden kann der Torfanteil bis zu 90% betragen. Im Hinblick auf den Erhalt der Moore ist es jedoch sinnvoll, nach nachhaltigen Alternativen zu suchen. Dabei ist aber zwischen Pflanzen zu unterscheiden, die Torf unbedingt benötigen und denjenigen, die auch Alternativen gut vertragen. Denn manche Pflanzen gedeihen tatsächlich nur auf torfhaltigen Böden.

Der Grund, dass viele Erden immer noch einen hohen Anteil an Torf enthalten, ist zum einen, dass die Rohstoffe für torffreie Erden teurer sind. Zum anderen kann Torf Wasser sehr gut speichern. Da sich wenige Nährstoffe in Torf befinden, ist er außerdem nahezu frei von Samen und Krankheitserregern.

Zwei Hände umfassen Erde in Bodennähe zwischen Pflanzen.

2. Torffreie und torfreduzierte Erden

Durch Ersatzstoffe wie Kompost, Holz- oder Kokosfasern können torffreie oder torfreduzierte Erden genauso gute Eigenschaften aufweisen wie torfhaltige Produkte. Sie haben sogar den Vorteil, dass sie den Boden nicht übersäuern, denn der pH-Wert von Torf liegt etwa bei 2,8 bis 3,2.

Da viele dieser umweltfreundlicheren Mischungen jedoch eine geringere Wasserhaltekraft besitzen als Torf, müssen Sie häufiger gießen. Darüber hinaus sind die Nährstoffe in torfhaltigen Erden stabiler als in Torfersatzprodukten. Denn in diesen werden die Nährstoffe schneller zersetzt.

Ökologisch gärtnern

Wenn Sie in Ihrem Garten auf Nachhaltigkeit achten möchten, finden Sie in Ihrem OBI Markt viele torffreie und torfreduzierte Erden.

Selbstverständlich erhalten Sie hier aber auch torfhaltige Erden für Ihre Pflanzen, die einen höheren Torfanteil in der Erde benötigen. Die Spezialerden von OBI werden basierend auf der aktuellen Forschung an die für die Pflanzen jeweils optimalen Zusammensetzungen angepasst.

Komposthaufen mit zwei Händen, die Erde umfassen.

3. Komposterde als natürlicher Torfersatzstoff

Die naheliegende Alternative für Torf ist Komposterde. Als natürliches organisches Abfallprodukt ist die Erde nährstoffreich und fördert die Bodenstruktur.

Eigener Kompost – was ist zu beachten?

Wenn Sie den Kompost nicht aus dem eigenen Garten gewinnen, muss er die Vorgaben der Bundesgütegemeinschaft Kompost erfüllen.

  • Der Kompost muss völlig verrottet sein 
  • Er darf keine Fremdstoffe enthalten 
  • Salz- und Nährstoffgehalt sind kategorisch vorgegeben
  • Der pH-Wert liegt bei 7 bis 8,5

Deutliche Qualitätsunterschiede sind bei einem Naturprodukt wie Kompost jedoch immer möglich. Beispielsweise besteht bei der Verwendung von Kompost immer die Gefahr, dass eigentlich unerwünschte Samen enthalten sind.

Ein Haufen Holzstücke und –fasern.

4. Gärtnern mit Kokos- und Holzfasern

Anstelle torfhaltiger Erden eignen sich Mischungen aus Kokos- und Holzfasern.

Nachteile der Verwendung von Kokosfasern:
Kokosfasern entstehen als Abfallprodukt bei der Kokosgewinnung.

  • Kein heimisches Produkt (lange Transportwege, die die Umwelt belasten)
  • Große Energiemenge muss aufgewendet werden, da die Kokosfasern oft sehr salzhaltig sind, was unsere heimischen Pflanzen nicht vertragen. 
  • Aus diesen Gründen bietet OBI nur wenige Erden mit Kokosfaseranteil an.

Vorteile von Holzfasern:
Holzfasern sind in ihren Charakteristika Torf am ähnlichsten und zudem nachhaltig.

  • Transportwege sind kurz, der Rohstoff regional verfügbar
  • Der pH-Wert liegt auch bei Holzfasern höher als bei Torf, nämlich bei 3,6 bis 6. 
  • Holzfasern sorgen für eine gute Durchwurzelung und Luftaustausch im Boden

Nachteile von Holzfasern:

Holzfaserhaltige Erde muss jedoch häufiger gegossen werden, da Holz Wasser nicht so gut speichern kann wie Torf.

Ein Haufen Rindenhumus auf dem Boden.

5. Rindenhumus als Torfersatzstoff in der Erde

Ein weiterer natürlicher Ersatzstoff für Torf in Gartenerden ist Rindenhumus. Er wird aus zerkleinerter fermentierter Nadelholzrinde gewonnen, die in den meisten Fällen mit Stickstoff angereichert ist.

Vorteile Rindenhumus:

  • Sehr nährstoffarm, kann bis zu 50% Wasser speichern 
  • Fördert wirksam das Wurzelwachstum Ihrer Pflanzen
  • Trägt zur Stabilisierung des pH-Wertes bei (beträgt 5,5 bis 6,5)
  • Vorteil im Vergleich zu Rindenmulch: Fördert Wachstum von krautigen Pflanzen

Kauftipp:

  • Achten Sie beim Kauf von Rindenhumus darauf, dass der Sack nicht nach Rinde riecht. 
  • Qualitativ hochwertige Erde verbreitet einen Duft, der an Waldboden erinnert. OBI stellt grundsätzlich eine hohe Qualität aller Produkte sicher.

Der Fachverkäufer in Ihrem OBI Markt erklärt Ihnen gerne, welche Ersatzerde für Ihre Pflanzen infrage kommt.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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