Polygonalplatten aus Naturstein verlegen in 5 Schritten

Heimwerker verlegt Polygonalplatten aus Naturstein.

Gartenwege und Terrassen sind wichtige Elemente bei der Gartengestaltung. Wer sich eine Terrasse oder einen Gartenweg im natürlichen und rustikalen Look wünscht, greift zu Polygonalplatten. Die Besonderheit dieser Platten aus Naturstein ist ihre unregelmäßige Form. Das Verlegen von Polygonalplatten ist für versierte Heimwerker gut zu bewältigen, dennoch sind einige Punkte zu beachten, damit die Freude am Weg oder der Terrasse von langer Dauer ist. Wie so oft spielt auch beim Verlegen von Polygonalplatten die Vorbereitung des Untergrunds eine wesentliche Rolle. Dringt Wasser unter die verlegten Platten und gefriert dann möglicherweise, verwandelt sich die Fläche im Naturlook schnell in eine unansehnliche Stolperfalle. Damit das nicht passiert, sollten Wege und Terrassen ein fachmännisch erstelltes Fundament haben – entweder in der aufwändigeren Variante mit einer Betonplatte oder der schnelleren Variante, die mit einem Kiesbett auskommt. Eine ausreichend starke und optimal verdichtete Tragschicht ist entscheidend für die Dauerhaftigkeit des Belages. Diese kann aus einer 10 cm dicken armierten Betonschicht und Dichtungsschlämme oder einer 15 bis 20 cm dicken Schotterschicht bestehen.

Wenn Sie das Fundament gegossen haben, können Sie die Polygonalplatten verlegen. Wie das geht erklärt Ihnen OBI in 5 Schritten.

1 - Schritt-für-Schritt 2 - Materialliste
3 - Werkzeugliste
Heimwerker verdichtet Untergrund mit einer Rüttelmaschine.

Schritt 1 - Platten vorbereiten und Fundament anlegen

Die Fläche aus Natursteinen braucht einen witterungsbeständigen Unterbau.

Dafür müssen Sie einen Aushub bis auf Frosttiefe machen – über die Frosttiefe in Ihrem Wohngebiet informiert das Bauamt. Der Aushub wird mit Kies aufgefüllt und mit einer Rüttelmaschine verdichtet. Zusätzlich können Sie noch Sand auf den Unterbau einbringen. Achten Sie auf ein Gefälle, das vom Wohnhaus wegführt. Damit Regenwasser vom Gebäude weg fließt, sollte das Gefälle bei 1,5 bis 2% liegen.

Sortieren Sie die Natursteine nach Größe und Farbvariationen. Quarzit- und Porphyr-Polygonalplatten mit sauberem Wasser reinigen, damit keine Schutzrückstände oder Staub die Mörtelverbindung zur Platte behindern. Bei Basalt-Polygonalplatten zur Haftverbesserung die Plattenrückseiten mit einem Krallenbrett aufrauen, mit Wasser reinigen und anschließend eine Kontaktschlämme aufbringen. So lassen sich die Gehwegplatten im Anschluss besser verlegen. Für den Abschluss an Terrasse oder Haus benötigen Sie flachkantige Steine – gegebenenfalls müssen Sie einzelne Steine dafür mit einer Diamantsäge oder einem Winkelschleifer in Form bringen.

Heimwerker verlegt Randsteine. Er benutzt dazu eine Maurerkelle und einen Gummihammer.

Schritt 2 - Randsteine verlegen

Falls Ihre Terrasse oder der Gartenweg eine optische Begrenzung durch Randsteine erhalten soll, werden diese als erste verlegt. Die Randsteine werden in ein Fundament aus erdfeuchtem Magerbeton gesetzt und mit einem Gummihammer eingeklopft. Mit einer gespannten Richtschnur können Sie sicherstellen, dass die Steine in einer Linie und Höhe verlaufen. In Magerbeton werden auch die abschließenden Steine mit den geraden Kanten verlegt, sodass sie sich nicht verschieben können.

Heimwerker überprüft mit einer Wasserwaage die Ausrichtung von verlegten Polygonalplatten.

Schritt 3 - Polygonalplatten verlegen

Vom Abschluss weg werden nun die weiteren Steine verlegt. Tragen Sie dafür eine etwa 5 cm dicke Schicht aus Bettungsmörtel auf das verdichtete Kiesbett auf und ziehen Sie den Mörtel glatt. Tragen Sie aber immer nur so viel auf, wie Sie für das Verlegen von zwei bis drei Steinen benötigen. Nun können Sie die sortierten Steine nach Belieben in den erdfeuchten Mörtel drücken – achten Sie darauf eine Fugenbreite von 3 bis 5 cm einzuhalten, um die für Polygonalplatten typische Optik zu erzielen. Neben den größeren Platten sollten auch die kleineren Plattenstücke zum Auffüllen von Lücken verwendet werden. Diese werden mit einem Gummihammer vollflächig im Mörtelbett festgeklopft, Hohlräume unter den Platten sollten vermieden werden. Bei größeren Platten empfiehlt sich die Verwendung eines Schutzbretts zwecks Vermeidung von Rissen und Spaltungen. In jedem Fall sollten Sie die Ausrichtung der Steine jedoch fortlaufend mit einer Wasserwaage überprüfen. Haben Sie sich für ein Fundament aus Beton entschlossen, wird der Beton mit Gefälle auf das verdichtete Kiesbett gegossen. Nach der Aushärtezeit wird wie beschrieben mit dem Auftragen von Bettungsmörtel fortgefahren.

Heimwerker verfugt mit Zement die Zwischenräume von Natursteinplatten.

Schritt 4 - Natursteinplatten verfugen

Das Verfugen der Natursteinfläche gelingt mit Trasszement, der entweder mit der Kelle in die Fugen eingebracht oder aber flüssig eingegossen wird. Achten Sie darauf, die Gehwegplatten oder Terrassenplatten nicht zu verschmutzen, da eine Reinigung problematisch sein kann. Geht doch etwas daneben, sollte die Masse unmittelbar mit einem feuchten Lappen abgewischt werden.

Heimwerker reinigt Polygonalplatten mit einem Schwamm und Wasser.

Schritt 5 - Polygonalplatten reinigen

Der leichte Grauschleier, den das Verfugen auf den Natursteinen hinterlässt, kann im ersten Schritt durch die Reinigung mit klarem Wasser entfernt werden. Darauf folgt eine Behandlung mit einem Zementschleierentferner. Dieser muss jedoch zum verlegten Stein passen, sonst kann die Oberfläche angegriffen werden. Säurehaltige Lösungen schaden beispielsweise Kalksteinen und sollten nicht in Kontakt mit den Fugen kommen. Lassen Sie das Mittel nach Gebrauchsanweisung auf den Steinen einwirken und entfernen Sie den Zementschleierentferner gründlich mit sauberem Wasser und einer Bürste.

In 5 einfachen Schritten gelangen versierte Heimwerker so zu einer Natursteinfläche, die der Witterung trotzt und durch ihre unregelmäßige Optik jedem Garten einen besonderen Charme verleiht.

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