Planen und Pflanzen von Hecken

Hecke planen und pflanzen
Eine Hecke dient nicht nur der Begrenzung Ihres Grundstücks, sondern auch als Wind- und Lärmschutz. Darüber hinaus gibt sie Ihrem Garten auch einen optischen Rahmen. Wenn Sie eine schöne und zugleich Platz sparende Hecke mit wenig Arbeitsaufwand in Ihrem Garten planen und pflanzen wollen, sind einige Geräte unverzichtbar.
1. Die perfekte Hecke planen 2. Der richtige Spaten und die richtige Schaufel
3. Die richtige Erde und der richtige Dünger 4. Die fertige Hecke als Meterware
5. Eine Besonderheit: Der Heckenbogen 6. Die richtige Gartenschere
Die perfekte Hecke planen

1. Die perfekte Hecke planen

Wenn Sie Ihre Hecke planen, sollten Sie sich zunächst Gedanken über die Funktion der gewünschten Hecke machen. Wollen Sie einen guten Sicht- und Windschutz durch große, immergrüne Hecken? Oder soll die Hecke eher einen formalen Rahmen für den Garten bilden und daher niedrig wachsen? Bedenken Sie, dass immergrüne Hecken wie Kirschlorbeer oder Lebensbaum einen sonnigen Standort brauchen und eine Wuchshöhe von bis zu fünf Metern erreichen können. Niedrig wachsende Hecken wie der Fingerstrauch hingegen gedeihen am besten im Halbschatten und werden nur circa 1,5 Meter hoch. Einen guten Überblick über die wichtigsten Heckenarten erhalten Sie hier hier. Beachten Sie beim Planen der Hecke unbedingt die spätere Wuchshöhe und -breite, damit es nicht zu Grenzstreitigkeiten mit dem Nachbarn kommt. Der Grenzabstand von Hecken ist in jedem Bundesland unterschiedlich geordnet, in Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern gibt es allerdings keine gesetzlichen Regeln. Darüber hinaus können Stadtverwaltungen und Gemeinden Sonderregelungen festlegen. Daher sollten Sie sich vor dem Planen und Pflanzen der Hecke unbedingt über die aktuell geltenden Vorschriften bei Ihrem zuständigen Verwaltungsamt informieren. Als Faustregel gilt: Bei Hecken mit maximal 2 Metern Höhe sollte vorsichtshalber ein Mindestabstand zur Grundstücksgrenze von 50 Zentimetern eingehalten werden. Bei größeren Hecken ist ein Abstand von mindestens einem Meter empfehlenswert. Gemessen wird der Grenzabstand von dort, wo der grenznächste Pflanzenstamm der Hecke aus der Erde tritt. Den Grenzabstand können Sie ganz einfach mit einem Maßband oder einem Maßstab ermitteln.

Der richtige Spaten und die richtige Schaufel

2. Der richtige Spaten und die richtige Schaufel

Nach der Planung der Hecke können Sie mit dem eigentlichen Pflanzen beginnen. Als Zeitpunkt empfiehlt sich der Herbst, da die Heckenpflanzen dann im folgenden Frühjahr bereits gut eingewurzelt sind. Graben Sie zunächst an der gewünschten Stelle eine Rinne von mindestens 60 Zentimetern Breite und einer Tiefe von mindestens 45 Zentimetern. Verwenden Sie einen Spaten für die Auflockerung des Bodens. Achten Sie beim Kauf des Spatens auf Ergonomie und Gewicht des Gerätes, um Ihren Rücken zu schonen und Arbeitsaufwand zu sparen. Als Faustregel gilt: Der Spaten sollte Ihnen bis zur Brust reichen. Männer sollten einen Spaten mit einem Gewicht von maximal 2,5 Kilogramm verwenden, für Frauen sind Spaten zwischen 1,3 und 1,6 Kilogramm geeignet. Je schwerer der Boden ist, desto kleiner sollte das Spatenblatt sein. Für steinarme Böden sollten Sie ein Spatenblatt mit rechteckiger oder leicht bogenförmiger Einstechkante wählen. Für steinhaltige Böden eignen sich dreieckige oder halbrunde und vorne zugespitzte Spatenblätter. Die Erde transportieren Sie am besten mit einer Schaufel ab. Bei Schaufeln wird zwischen drei Typen unterschieden: Die "Holsteiner Schaufel" besitzt eine gerade Vorderkante und eignet sich gut für das schnelle Abtragen von Erde. Die "Holländer Schaufel" hat eine bogenförmige und gekrümmte Vorderkante und kommt beim Anlegen von Wassergräben zum Einsatz. Die "Frankfurter Schaufel" hat ein spitz zulaufendes Blatt und eignet sich daher hervorragend, wenn Sie den Boden für Ihre Hecke aufgraben wollen. Empfehlenswert ist bei Schaufeln die Verwendung eines sogenannten D-Griffes, da durch den sicheren Griff mit weniger Arbeitsaufwand gegraben werden kann.

Die richtige Erde und der richtige Dünger

3. Die richtige Erde und der richtige Dünger

Die entlang einer Pflanzleine gegrabene Rinne wird mit dem ausgehobenen Boden – durchmischt mit Pflanzerde und Dünger – wieder gefüllt. Bei einem Pflanzenabstand von über 30 Zentimetern reicht anstelle eines Pflanzgrabens auch ein separates Loch für jede einzelne Heckenpflanze. Vor dem Einsetzen der Heckenpflanzen sollten Sie die Ballen getopfter Pflanzen in einen Eimer mit Wasser tauchen, bis diese völlig durchtränkt sind und keine Blasen mehr aufsteigen. Falls sich neben Ihrer Hecke ein Blumenbeet oder Rasen befindet, sollten Sie zudem über eine Abtrennung der Wurzeln der Heckenpflanzen nachdenken. Dafür können Sie ganz einfach ein Stück Teichfolie eingraben, um den Wurzeln Einhalt zu gebieten.

Die fertige Hecke als Meterware

4. Die fertige Hecke als Meterware

Für ganz eilige Gartenbesitzer, die sofort eine Hecke ihr Eigentum nennen wollen, gibt es sogenannte „Fertighecken“ am laufenden Meter. Innerhalb von ein bis zwei Tagen lässt sich mit diesen „Instant-Lösungen“ eine blickdichte Hecke pflanzen. Die Arbeit können Sie entweder selbst übernehmen oder einem Gartenbauer überlassen. Der Hersteller liefert die bereits fertige Hecke in einzelnen Elementen an, die aus einem verzinkten Rankgitter bestehen, um das die Heckenpflanze gewachsen ist. Die einzelnen Elemente sind so leicht, dass sie ohne maschinelle Hilfe eingepflanzt werden können. Als Heckenpflanzen sind verschiedene Efeu-Sorten und Kriechspindel erhältlich, ebenso wie Hainbuchen- und Buchen-Hecken. Die Variante der Fertighecke ist allerdings deutlich teurer, als selbst eine Hecke zu ziehen.

Eine Besonderheit_Der Heckenbogen

5. Eine Besonderheit: Der Heckenbogen

Ihre Hecke muss nicht unbedingt nur eine schnurgerade Grenze sein – Sie können mithilfe eines Heckenbogens auch einen originellen Eingang in Ihr Gartenreich schaffen. Für den Bogen müssen Sie während der Vegetationsruhe im Herbst oder Winter eine oder mehrere Pflanzen aus der Hecke entfernen, der Durchgang wird anschließend stark zurückgeschnitten. Den Heckenbogen können Sie ganz einfach selber bauen, indem Sie eine Metallstange in Form biegen. Im Handel sind zudem Rankhilfen in unterschiedlichen Formen verfügbar. Den Bogen oder die Rankhilfe befestigen Sie zur Stabilität an beiden Seiten des geplanten Durchgangs mit einer Schnur an den angrenzenden Heckenpflanzen. In den nächsten Jahren ziehen Sie dann auf jeder Seite des Heckenbogens ein bis zwei kräftige Triebe hoch – die Spitzen müssen mit einer Gartenschere immer wieder gestutzt werden. Sobald sich die Triebe in der Mitte des Durchgangs treffen, können Sie die Ausgangsform des Heckenbogens entfernen.

Die richtige Gartenschere

6. Die richtige Gartenschere

Ist die Hecke erst einmal gepflanzt, sollten Sie die unverzweigten Triebe direkt um etwa die Hälfte stutzen, damit die neue Hecke dicht wächst und in der neuen Saison kräftiger austreibt. Wählen Sie für das Stutzen am besten eine mechanische Gartenschere, damit Sie genauer schneiden können. Akku-Heckenscheren, Elektroheckenscheren oder Benzinheckenscheren sollten Sie erst später zur Pflege der ausgewachsenen Hecke verwenden. Für schwer zugängliche Bereiche der neuen Hecke nehmen Sie wieder die handlicheren mechanischen Gartenscheren mit einer Schnittlänge von etwa 25 Zentimetern. Wichtig sind bei Gartenscheren vor allem eine solide Mechanik sowie ein sauberer Schnitt, um auch dünne Hölzer akkurat schneiden zu können. Manuelle Heckenscheren mit Schnittlängen von bis zu 40 Zentimetern sollten Sie hingegen für die mittleren bis großen Flächen verwenden. Bei sehr großen Hecken sollten Sie auf Gartenscheren mit Bypass-Technik setzen, bei denen sich zwei Scheren beim Schneiden aneinander vorbei bewegen. Ebenfalls im Handel erhältlich sind Gartenscheren mit Ambosstechnik. Diese Scheren besitzen nur eine Schneide, die auf eine etwas breitere Ambossfläche trifft. Amboss-Scheren sind insgesamt robuster als Bypass-Scheren und ermöglichen eine bessere Kraftübertragung. Allerdings wird mit der Amboss-Schere der Zweig leichter gequetscht und der Schnitt ist weniger präzise. Insgesamt eignen sich Amboss-Scheren daher eher für den Schnitt am toten Holz.

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