Rasen richtig pflegen

Perfektes Grün vor jeder Haustür

Mit der richtigen Pflege bleibt Ihr Rasen lange saftig grün und attraktiv. Das Gute dabei: Rasen ist deutlich genügsamer als viele Zierpflanzen. Ein gepflegter Rasen möchte regelmäßig bewässert und gemäht werden. Besonders prächtig entwickelt sich Rasen, wenn Sie ihn außerdem von Zeit zu Zeit düngen, lüften und vertikutieren. Mit den folgenden Tipps wird Ihnen die optimale Rasenpflege ganz einfach von der Hand gehen.

1. Rasenkalender – Wann welche Aufgaben anstehen 2. Rasen bewässern: Die richtige Menge ist entscheidend
3. Planung spart Arbeit – auch bei der Bewässerung 4. Rasen düngen für den ausgewogenen Nährstoffgehalt
5. Die richtige Methode fürs Düngen wählen 6. Rasen mähen: Auf den Zeitpunkt kommt es an
7. Vertikutieren fördert Wachstum 8. Rasen pflegen bis zu den Wurzeln
9. Materialliste 10. Werkzeugliste

1. Rasenkalender – Wann welche Aufgaben anstehen

JanFebMarAprMayJunJulAugSepOctNovDec
Planung Bevor die Gartensaison beginnt, sollten Sie die anstehenden Aufgaben am Rasen planen.
Neuen Rasen anlegen Rasen wird im Frühjahr oder im Herbst angelegt. Weitere Informationen: Erklär-Video Rasen anlegen und Ratgeber Rasen anlegen. Besonders einfach geht das Verlegen von Rollrasen
Mähen Ob groß oder klein – für jede Fläche und für jeden Anspruch gibt es den idealen Rasenmäher.
Vertikutieren Vertikutieren verbessert den Wasser- und Lufthaushalt Ihres Rasens. Lesen Sie unsere Tipps zum Vertikutieren.
Unkraut entfernen Unkraut können Sie die gesamte warme Saison über entfernen. Lesen Sie dazu die Ratgeber Unkraut und Unkraut und Moos entfernen.
Düngen Den Rasen zu düngen gehört zu den wichtigsten Arbeiten bei der Rasenpflege.
Kalken Kalken Sie Ihren Rasen bei zu saurem Boden. Im OBI Sortiment gibt es speziellen Gartenkalk
Fehlstellen ausbessern Frühjahr und Herbst sind die richtigen Zeitpunkte, um Fehlstellen in Ihrem Rasen auszubessern. Schauen Sie sich unser Erklärvideo Rasen pflegen an.
Besanden Durch Besanden können Sie Unebenheiten ausgleichen und die Bodentextur verbessern.
Winterfest machen Mit ein paar Handgriffen machen Sie Ihren Rasen winterfest und somit fit für die nächste Saison.
Orangefarbene Gießkanne mit weißem Hintergrund.

2. Rasen bewässern: Die richtige Menge ist entscheidend

Rasen zu pflegen, bedeutet zunächst, dass Sie seinem Grundbedürfnis nachkommen und ihn ausreichend bewässern. Nur Mut, dabei können Sie wenig falsch machen. Gehen Sie beim Bewässern nicht zu zaghaft vor. Zu geringe Wassermengen verdunsten nämlich schnell und dringen nicht bis zum Wurzelende vor. Infolgedessen können Gräser oberflächennahe Wurzeln ausbilden und werden so noch anfälliger fürs Austrocknen. Mit dieser Faustregel sind Sie auf der sicheren Seite: Tonige und lehmige Böden einmal wöchentlich mit ca. 15 bis 20 l Wasser pro m² wässern. Lockere Sandböden bewässern Sie alle drei bis vier Tage mit etwa 10 bis 15 l pro m².

Ob Ihr Rasen genug Feuchtigkeit aufgenommen hat, können Sie ganz einfach überprüfen. Eine sehr genaue Methode ist es, eine Grassode mit einem Spaten auszustechen und danach mit einem Metermaßstab zu messen, wie tief das Wasser in die Erde eingedrungen ist. 15 cm sind ein guter Richtwert. Anschließend setzen Sie die Sode zurück und treten sie wieder fest. Bequemer ist die Kontrolle der Wassermenge, wenn Sie einen Regenmesser in den Bereich des Gartensprengers stellen, an dem Sie die ausgebrachte Wassermenge einfach ablesen können.

Sprenger vereinfachen die Bewässerung

3. Planung spart Arbeit – auch bei der Bewässerung

Den Rasen pflegen Sie mit dem geringsten Aufwand, wenn Sie vorausschauend handeln. Das heißt unter anderem, dass Sie den Rasen bewässern sollten, noch bevor die ersten Schäden durch Trockenheit zu erkennen sind. Der sogenannte Tritttest verrät Ihnen, wann die Halme durstig sind: Richten sie sich nicht mehr von alleine auf, nachdem Sie sie heruntergetreten haben, ist es an der Zeit, den Rasen zu sprengen. Am sinnvollsten ist dies in den späten Abend- oder frühen Morgenstunden, denn auf dem ausgekühlten Boden verdunstet das Wasser nicht so schnell und das Gras hat ausreichend Zeit, es aufzunehmen. Möchten Sie diese Stunden lieber gemütlich auf dem Sofa oder im Bett verbringen, statt im Halbdunkel Ihren Rasen zu pflegen, können Sie Ihren Sprenger auch mit einer Zeitschaltuhr aktivieren.

Schubkarre und Düngerwagen auf einem grünen Rasen.

4. Rasen düngen für den ausgewogenen Nährstoffgehalt

Naturbelassene Böden bieten dem Gras selten eine perfekte Nährstoffzusammensetzung. Aus diesem Grund gehört auch ein guter Dünger auf Ihre Einkaufsliste, wenn Sie Ihren Rasen pflegen möchten.

Der Rasendünger sollte insbesondere Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) enthalten. Spurenelemente wie Magnesium und Eisen reichern den Boden zusätzlich an und verleihen dem Gras ein sattes Grün. Dank Kombinationsprodukten können Sie auf Wunsch gleichzeitig gegen Moos und Unkraut vorgehen, wenn Sie Ihren Rasen düngen. Der Zusatz von Eisensulfat etwa hilft gegen Moos. Ist Ihre Grünfläche allerdings weitgehend frei von Moos und Unkraut, ist ein Mehrstoffdünger mit den grundlegenden Inhaltsstoffen – ein sogenannter NPK-Dünger – vollkommen ausreichend. Nach dem Düngen sollten Sie Ihren Rasen intensiv wässern, damit der Dünger schnell in den Boden gespült wird.

Einen gesunden Rasen brauchen Sie lediglich zweimal im Jahr mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen. Weist das Gras allerdings Mangelerscheinungen auf, beispielsweise in Form von Rotspitzigkeit, sollten Sie dreimal düngen.

Heimwerker benutzt einen Düngewagen, um seinen Rasen zu düngen.

5. Die richtige Methode fürs Düngen wählen

Über das Jahr hat Ihre Grünfläche unterschiedliche saisonale Ansprüche, auch beim Düngen. In Phasen langer Trockenheit und Hitze etwa sollten Sie Ihren Rasen regelmäßig ausgiebig wässern und das Düngen zeitweilig einstellen, um das Grün nicht zu schädigen.

Wählen Sie unterschiedliche Produkte für verschiedene Jahreszeiten. Im Frühjahr, der Hauptwachstumsphase, sollten Sie Ihren Rasen mit einem überwiegend stickstoffhaltigen Dünger versorgen. Im Sommer, wenn das Wachstum nachlässt, ist mehr Widerstandskraft gefragt. Das Verhältnis zwischen Stickstoff und Kalium sollte jetzt ausgewogen sein. Düngen Sie aber nicht bei großer Hitze, damit der Rasen nicht verbrennt. Im Herbst macht ein überwiegend kaliumhaltiger Dünger das Gras robust für den Winter.

Auch beim Düngen erleichtern Ihnen praktische Hilfsmittel die Arbeit. Das manuelle Streuen bietet sich bei kleinen Grünflächen an, kann aber unpräzise sein. Ein Düngewagen unterstützt Sie beim gleichmäßigen Aufbringen, kann allerdings den sogenannten Bahneneffekt zur Folge haben. Diesen können Sie vermeiden, indem Sie kreuzweise düngen. Achten Sie dabei allerdings auf die Dosierung, da Sie viele Stellen mehrfach überfahren. Noch gleichmäßiger lässt sich Dünger mit einem Schleuderstreuer aufbringen. Dessen Einsatz erfordert etwas Übung und ist ab einer Fläche von etwa 100 m² sinnvoll. Alternativ können Sie mit Ihrem Streuwagen auch kreuzweise düngen, um keine Stelle auszulassen.

Heimwerker mäht Rasen mit Benzinrasenmäher.

6. Rasen mähen: Auf den Zeitpunkt kommt es an

Wenn Sie Ihren Rasen pflegen, wächst und gedeiht er so gut, dass ein regelmäßiges Mähen unerlässlich ist. Die Saison für Ihren Rasenmäher beginnt im Frühjahr, wenn das Gras eine Höhe von etwa 8 cm erreicht hat. Einen Zierrasen können Sie auf bis zu 2 cm herunterschneiden, die Höhe von Nutzrasen liegt zwischen 3,5 und 5 cm. Gehen Sie dabei besser in mehreren Schritten vor, denn schneiden Sie in einem Mähvorgang zu viel ab, kann das Wachstum ins Stocken geraten. Ihren Rasen pflegen Sie beim Mähen daher am besten, wenn Sie die Halme um nicht mehr als ein Drittel zurückschneiden. So erhalten Sie das saftige Grün.

Während der Saison, die mit dem ersten Frost endet, sollten Sie Ihren Rasen durchschnittlich einmal wöchentlich mähen. In dieser Zeit wächst das Gras – bei gutem Saatgut und empfohlener Düngung – etwa 2,7 cm. Während starker Hitzeperioden tun Sie Ihrem Rasen einen Gefallen, wenn Sie ihm etwas längere Pausen gönnen, denn hier kann längeres Gras dem Boden Schatten spenden und das Austrocknen verlangsamen. Auch im Schatten sollten Sie längere Halme von bis zu 7 cm stehen lassen, um ihnen eine bessere Chance zu geben, das benötigte Licht aufzunehmen.

Schließlich ist es für die Rasenpflege wichtig, dass Sie ausschließlich trockenen Rasen mähen. Ist das Gras feucht, verklumpt es leicht und kann nicht einheitlich geschnitten werden.

Vertikutierer mit sichtbaren Vertikutiermessern.

7. Vertikutieren fördert Wachstum

Moos und Rasenfilz können Ihrem Rasen das Leben schwer machen. Dagegen gibt es jedoch ein wirksames Mittel: das Vertikutieren. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung des Rasens angekurbelt und Ihr Rasen erwacht zu neuem Leben. Wenn Sie allerdings Ausläufer treibendes, kriechendes Unkraut wie z. B. Hahnenfuß im Garten haben, sollten Sie nicht vertikutieren. Dies würde nämlich dessen Vermehrung beschleunigen.

Die Investition in einen Vertikutierer ist für Rasenbesitzer sinnvoll. Sie sind wie Rasenmäher mit Benzin- und Elektroantrieb erhältlich. Die Schnitthöhe ist in der Regel verstellbar und sollte so eingestellt werden, dass die Messer 2 bis 3 mm in den Boden eindringen. So erhalten Sie optimale Ergebnisse und die Graswurzeln werden nicht beschädigt.

Damit das Vertikutieren besonders leicht von der Hand geht, sollten Sie Ihren Rasen zuvor auf 3 bis 4 cm Höhe stutzen. Den positiven Effekt können Sie verstärken, wenn Sie vor dem Vertikutieren einen Moos- oder Unkrautvertreiber verwenden. Weist Ihre Grünfläche kahle Stellen auf, ist nach dem Vertikutieren der ideale Zeitpunkt für eine Nachsaat. Insbesondere Kombinationsprodukte zur Rasenreparatur, die neben Saatgut auch schon den passenden Dünger enthalten, lassen Lücken schnell verschwinden. Auch Dünger kann der Boden nach dem Vertikutieren sehr gut aufnehmen. Ideal ist ein- bis zweimaliges Vertikutieren pro Jahr. Wenn Ihre Grünfläche in einem guten Allgemeinzustand ist, haben Sie zwischen März und September die freie Wahl bzgl. des Zeitpunkts. Muss sie sich nach dem Vertikutieren noch ein wenig regenerieren, sollten Sie zwischen Mitte April und Mitte Juni zur Tat schreiten.

Vertikutierer auf grünem Rasen.

8. Rasen pflegen bis zu den Wurzeln

Zur vollständigen Rasenpflege gehört auch das Lüften bzw. Aerifizieren. Hierbei werden maschinell fingerdicke und mehrere Zentimeter lange Löcher in den Boden gestanzt und anschließend mit Sand verfüllt. Was auf Sportplätzen gang und gäbe ist, setzt sich auch im privaten Bereich allmählich durch, da es mittlerweile die entsprechenden Lüfter für den Hausgebrauch gibt. Wenn Sie Ihren Rasen pflegen und ihn dabei aerifizieren, verhelfen Sie den Graswurzeln zu mehr Luft und regen so das Wachstum der Pflänzchen an. Weiterhin kann Regenwasser besser abfließen, sodass Sie Staunässe verhindern.

Grundsätzlich können Sie während der ganzen Gartensaison Ihren Rasen lüften – ist der Boden besonders verdichtet, auch zwei- oder dreimal. Das Aerifizieren von Hand mit Hilfe einer Grabegabel oder eines Metallrechens ist ebenfalls möglich, aber anstrengend. Daher empfiehlt es sich lediglich für kleine Flächen bis 3 m², die sehr stark verdichtet sind. Dies können Sie an der Staunässe, welche sich dort bildet, erkennen.

Mit einigen Handgriffen bleibt ihr Rasen gesund und satt grün. Fragen Sie einen Experten im OBI Markt, falls Sie spezielle Tipps für Ihren Rasen benötigen.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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