Rasentypen im Überblick

Mit Rasentypen zu saftigem Grün

Eine schöne Rasenfläche ist ein wichtiger Teil eines jeden Gartens. Ihr Fachhandel bietet Ihnen neben verschiedenen Rasentypen auch unterschiedliche Möglichkeiten, das saftige Grün anzulegen. Ob ein selbst gesäter Rasen oder praktischer Rollrasen – alle Produkte gibt es in verschiedenen Sorten, welche Ihnen individuelle Vorteile bieten. Beachten Sie aber bei der Auswahl der Rasensorte, dass Sport und Spiel-, Schatten- und Zierrasen unterschiedliche Ansprüche an ihren Standort stellen. Vor dem Anlegen Ihres Rasens sollten Sie auch an wichtige Werkzeuge und Düngemittel  denken, damit die Rasenfläche von Beginn an Ihre Anforderungen erfüllt und langfristig gut wachsen kann.

1. Selbst gesäter Rasen 2. Der schnelle Rollrasen
3. Mit Schaufel und Spaten geht es ans Werk 4. Mit Gartenwalze und Streuwagen den Boden optimieren
5. Rasen säen, Rollen oder Verlegen 6. Der Rasenmäher bringt das Gras in Form
7. Ein Vertikutierer unterdrückt Moos und Unkraut
Rasen selber säen

1. Selbst gesäter Rasen

Ein selbst gesäter Rasen ist die natürlichste Form und ein flexibler Klassiker der Gartengestaltung. Wie sie dabei vorgehen sollten, sehen Sie in unserem Erklärvideo „Rasen anlegen“. Wenn Sie diesen Rasentyp zur Begrünung Ihres Grundstücks verwenden möchten, stehen dazu verschiedene Saatgut-Sorten zur Auswahl. Spiel- oder Gebrauchsrasen ist die richtige Wahl, wenn Sie sich einen Rasen wünschen, der pflegeleicht und strapazierfähig ist und auch eine Runde Fußball und ähnliche Belastungen aushält. Sie können aus verschiedenen Sorten an Spiel- oder Strapazierrasen auswählen – ein Mitarbeiter in Ihrem OBI Markt informiert Sie gern zu diesem Thema.

In Ihrem OBI Markt finden Sie verschiedene weitere Saatgut-Mischungen für viele Anforderungsprofile wie z. B. Sport- oder Schattenrasen. Neusaaten nehmen Sie am besten im Frühjahr oder Spätsommer vor. Der selbst gesäte Rasen ist die preisgünstigste Art, den Garten zu begrünen. Bis der Rasen optimal aussieht und schön dicht wächst, kann allerdings gut ein Jahr vergehen. Um die Wartezeit bis zum perfekten Rasen zu verkürzen, können Sie Nachsaaten durchführen und Zusatzprodukte wie Startdünger, einen Wurzelaktivator oder entsprechende Kombinationspräparate verwenden.

Rollrasen verlegen

2. Der schnelle Rollrasen

Das Anlegen einer Rasenfläche mithilfe von Rollrasen geht besonders schnell und einfach: Nachdem der Rollrasen verlegt worden und nach etwa zwei Wochen angewachsen ist, unterscheidet er sich optisch nicht mehr von einem selbst gesäten Rasen. Auf diese Weise können Sie nur wenige Wochen nach der Rollrasen-Bestellung bereits das makellos dichte und satte Grün im Garten bewundern, welches ein herkömmlich gewachsener Rasen erst nach über einem Jahr aufweisen kann.

Auch Rollrasen gibt es in verschiedenen Sorten, welche jeweils unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Strapazierfähigkeit und Aussehen erfüllen. Ein robuster Gebrauchs- oder Spielrasen ist dabei nicht so feinblättrig wie ein Zierrasen. Je nachdem, ob Sie Ihre Rollrasenfläche für sportliche Aktivitäten nutzen möchten, jährlich ein Planschbecken oder Zelt darauf aufbauen oder der Rasen vorrangig der Zierde dient, suchen Sie sich einfach den entsprechenden Rollrasen-Typ aus und vereinbaren einen für Sie passenden Liefertermin.

Rollrasen kann in der Regel innerhalb von sieben Werktagen geliefert werden. Da er innerhalb von 24 Stunden ab Lieferung verlegt werden sollte, bereiten Sie den Untergrund am besten rechtzeitig vor. Bei der Berechnung, wie viele m2.Rollrasen Sie benötigen, bietet es sich an, stets rund 2 m mehr pro Bahn einzuplanen, da sich die Rasenrollen witterungsbedingt etwas zusammenziehen können.

Boden bearbeiten

3. Mit Schaufel und Spaten geht es ans Werk

Die ersten Schritte beim Anlegen einer Rasenfläche sind für alle verschiedenen Rasentypen identisch. Das richtige Werkzeug sorgt dafür, dass Ihnen die Arbeit einfacher von der Hand geht. Jeder Rasentyp benötigt einen feinkörnigen, leicht sandigen Untergrund, um optimal wachsen zu können.

Ein schwerer, dichter Boden sollte daher rund einen Spatenstich tief gelockert werden und 2 m3 Quarz- oder Flusssand pro 100 m2 beigemischt bekommen. Sehr sandiger Boden wird mit 8 bis 10 l Rindenhumus pro m2 angereichert.

Zuvor müssen etwaige Rasenreste von einem Vorbewuchs mit einer Schaufel abgetragen werden. Achten Sie darauf, dass die Schaufel zu Ihrer Körpergröße passt – so vermeiden Sie ein frühes Ermüden und schonen Ihren Rücken. Für das Umgraben und Auflockern der Fläche eignet sich ein Kultivator. Oder Sie greifen zu Spaten und Harke. Nachdem der erste Schritt durchgeführt ist, sollte der Boden im besten Fall zwei Wochen ruhen. Um die im Boden eventuell noch vorhandenen Unkräuter zu bekämpfen, sollten Sie den bearbeiteten Boden mit einem Unkrautvertreiber behandeln. Diesen Arbeitsschritt führen Sie am besten nach der Ruhephase direkt vor der Ansaat des eigentlichen Rasens durch.

Gleichmäßig Rasen säen

4. Mit Gartenwalze und Streuwagen den Boden optimieren

Mit einem im Handel erhältlichen Schnelltest prüfen Sie anschließend den Kalkgehalt des Bodens, denn kein Rasentyp mag zu saure Erde. Bei einem pH-Wert unter 5,5 sollten Sie den Boden daher mit ca. 5 kg Garten-Rasenkalk auf 100 m2 verbessern.
Rollrasen und auch gesäter Rasen wachsen am besten, wenn in den Boden bereits vor dem Anlegen Rasendünger eingearbeitet wird. Das Düngen und Kalken geht mit einem praktischen Streuwagen besonders leicht von der Hand. Mit dem Einebnen des Untergrundes schließen Sie dann die Vorbereitung des Bodens ab. Damit die Fläche schön gleichmäßig wird, eignet sich ein Trittbrett für die Arbeit sehr gut. Bei etwas größeren Arealen sollten Sie aber auf eine Gartenwalze zurückgreifen.

Rollrasen in Bahnen verlegen

5. Rasen säen, Rollen oder Verlegen

Je nachdem, für welchen Rasentyp Sie sich entschieden haben, benötigen Sie für das Anlegen unterschiedliche Werkzeuge. Rollrasen wird einfach auf dem vorbereiteten Boden ausgelegt und möglichst nahtlos eingepasst. Ein selbst gesäter Rasen lässt sich am einfachsten mit einem Streuwagen anlegen, wie Sie ihn bereits für das Kalken und Düngen verwendet haben.

Nach dem Säen sollten sie das Saatgut anwalzen oder leicht unterharken. So werden die einzelnen Samen nicht übermäßig verweht oder von Wasser weggespült. Anschließend ist das gesamte Areal dauerhaft feucht zu halten, damit die Samen sich gut entwickeln können. Dazu können Sie es entweder mit einem Gartenschlauch selbst bewässern oder Sie nutzen ein komfortables Bewässerungssystem. Auch frisch verlegter Rollrasen benötigt in der ersten Woche täglich Wasser zum guten Anwachsen. Neu gesäter Rasen wird nach ein paar Wochen anfangen zu sprießen und kann dann nochmals gedüngt werden. Ein kalkhaltiger Dünger unterbindet die Bildung von Moos im Rasen.

Mähen bringt den Rasen in Form

6. Der Rasenmäher bringt das Gras in Form

Ist der Rasen so lang geworden, dass sich die Halme auf die Seite legen, kann das erste Mal gemäht werden. Ein passender Rasenmäher sollte zu Ihrer Gartengröße und Ihren persönlichen Vorlieben passen. Unser Rasenmäher-Finder hilft Ihnen bei der Entscheidung für ein Modell.
Rasenmäher mit Elektromotor sind besonders leise und aufgrund ihres geringen Gewichts leicht in der Handhabung. Wenn Sie ein Stromkabel als störend empfinden, können Sie auf Modelle zurückgreifen, die über einen Akku verfügen. Achten Sie bei der Akku-Laufzeit, darauf, dass Sie Ihren Garten in einem Zug mähen können. Maximale Unabhängigkeit bietet Ihnen ein Rasenmäher mit Benzinmotor. Er lässt sich schnell wieder auftanken, ist durch seinen Verbrennungsmotor allerdings deutlich lauter und schwerer als ein Elektro-Mäher. Es gibt für jeden Zweck den richtigen Rasenmäher.Ein neu gesäter Rasen wird mit der Zeit und durch regelmäßiges Mähen immer dichter und schöner. Rollrasen sieht dagegen bereits kurz nach dem Verlegen perfekt aus und wächst innerhalb von nur rund zwei Wochen an. Dann ist die Fläche voll belastbar.

Unkräuter verhindern

7. Ein Vertikutierer unterdrückt Moos und Unkraut

Sobald Rollrasen nach ein paar Wochen gut angewachsen ist und der gesäte Rasen einen dichten Wuchs aufweist, können Sie Ihre Rasenfläche vertikutieren, um sie zu belüften und das Wachstum von Moos und Unkraut frühzeitig einzudämmen.
Ähnlich wie beim Rasenmäher gibt es Vertikutierer als Elektro-und als Benzin-Variante. Wählen Sie das für Sie passende Modell anhand der wichtigsten Kriterien aus: Benzinmotoren ermöglichen es Ihnen, selbst große Flächen in einem Arbeitsgang zu vertikutieren. Ein leerer Tank lässt sich schnell nachfüllen und keinerlei Kabel behindern die Arbeit.
Ein Elektro-Vertikutierer ist dagegen deutlich leiser, aber aufgrund des Stromkabels in seiner Reichweite begrenzt. Elektronische Modelle mit einem Akku haben diesen Nachteil nicht. Allerdings reicht die Akku-Laufzeit nicht bei jedem Modell gleich lang und das Nachladen dauert seine Zeit. Ein Wechselakku kann helfen, ist aber mit Mehrkosten verbunden.
Wenn Sie Ihren gewählten Rasentyp richtig anlegen und später weiterhin regelmäßig düngen, kalken, mähen und vertikutieren, werden Sie lange Freude an ihm haben. Ob Rollrasen oder gesäter Rasen – nach ein paar Jahren lässt sich kaum mehr ein Unterschied entdecken. Nur Sie wissen, welches Geheimnis hinter dem satten, dichten Grün in Ihrem Garten steckt.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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