Kleine Bäume im Garten: Arten und Pflege

Junger Hausbaum auf Wiese.

Viele Gärtner wünschen sich einen richtigen Baum im Garten, doch nicht selten fehlt dafür einfach der Platz. Kleine Bäume, sogenannte Hausbäume, für Ihren Garten wachsen besonders niedrig und kompakt. Welche Arten es gibt, wie Sie einen kleinen Baum am besten einpflanzen und welche Pflege zu besten Wuchsergebnissen führt, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Die Gewächse eignen sich für nahezu jeden Garten, egal, wie klein oder groß.

1. Die beliebtesten Hausbäume für Ihren Garten 2. Kronenformen kleiner Bäume
3. Der beste Standort für kleine Bäume 4. Solitärbaum oder Baumgruppen
5. Einpflanzen von Bäumen 6. Hausbäume richtig pflegen
7. Kleine Bäume in Pflanzgefäßen 8. Materialliste
9. Werkzeugliste
Blühender Pflaumenbaum.

1. Die beliebtesten Hausbäume für Ihren Garten

In privaten Gärten sind eine Gruppe bekannter Hausbaumarten besonders häufig zu finden. Diese sind Kugelahorn (Acer platanoides „Globosum“), Kugel-Robinie (Robinia pseudoacacia „Umbraculifera“), Rotdorn (Crataegus laevigata „Pauls Scarlet“), Blutpflaume (Prunus cerasifera „Nigra“) und der Apfeldorn (Crataegus x lavallei „Carrierei“). All diese Bäume bilden eine kugelförmige Krone aus. Beachten Sie aber, dass ältere Bäume durchaus Kronen mit einem Durchmesser von rund 5 m ausbilden können und besonders für kleine Gärten daher schon fast zu groß sind. Dafür eignen sich exotischere und weniger verbreitete Bäume wie die Felsenbirne (Amelanchier arborea „Robin Hill“), die Kugelsteppenkirsche (Prunus fruticosa „Globosa“) oder die Kugelsumpfeiche (Quercus palustris „Green Dwarf“). Die Kronen dieser Bäumchen werden nur rund 3 m breit.

Sie wollen einen Baum selbst veredeln? Lesen dazu unseren Ratgeber „Richtig veredeln“.    

Kugelakazie.

2. Kronenformen kleiner Bäume

Neben den besonders beliebten Bäumen, die eine kugelförmige Krone ausbilden, gibt es eine ganze Reihe weiterer Arten mit unterschiedlichen Wuchsformen. Für romantische oder verträumte Gärten bieten sich zum Beispiel Bäume mit überhängenden Kronen an. Da die hängenden Triebe dieser Bäume Unterbepflanzungen das Licht nehmen, eignen sich Kätzchenweide (Salix caprea „Pendula“) oder Rote Hängebuche (Fagus sylvatica „Purple Fountain“) besonders als alleinstehende Solitärbäume zum Beispiel an Grundstücksgrenzen. Den geringsten Platzbedarf haben die sogenannten Hochstämmchen wie die Harlekin-Weide (Salix integra „Hakuru Niskishi“) oder das Mandelbäumchen (Prunus triloba). Sie bilden einen langen Stamm aus und entfalten ihre kleinen formschönen Kronen darüber.

Garten mit Hausbäumen.

3. Der beste Standort für kleine Bäume

Welcher Baum sich für Ihren Garten eignet, hängt von den Ansprüchen der einzelnen Pflanzen ab. Besonders die Licht- und Bodenverhältnisse spielen dabei eine Rolle. So sollten Sie einen Baum, der viel Licht benötigt, nicht an einen schattigen Ort pflanzen. Bodenverhältnisse lassen sich durch Veränderungen des Erdreichs mit Sand, Kies, Mulch oder spezieller Erde nur kurzzeitig ändern. Ein Baum stellt allerdings eine langfristige Anschaffung dar und sollte daher so gewählt werden, dass die Standortansprüche auf natürliche Weise erfüllt werden. So sparen Sie sich unnötige Pflegemaßnahmen. Welche Ansprüche ein Baum hat, erfahren Sie in Ihrem OBI Markt.

Beachten Sie beim Pflanzen von Bäumen in der Nähe von Grundstücksgrenzen die gesetzlichen Grundlagen. Diese variieren von Bundesland zu Bundesland.

Bunter Garten mit einzelnem Hausbaum.

4. Solitärbaum oder Baumgruppen

Mit Hausbäumen für Ihren Garten können Sie aus ganz verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten wählen. Die kleinen Bäume können nicht nur als Solitärbäume einen besonderen Akzent im Garten setzen, sondern auch in interessanten Kombinationen und Gruppen angepflanzt werden. Gartenwege können wie eine Allee von zwei gegenüberliegenden Baumreihen eingefasst werden. Mit einer einzelnen Baumreihe aus Hausbäumen derselben Art können Sie auch Ihre Grundstücksgrenze betonen oder eine Raumtrennung in Ihrem Garten vollziehen.

Mit einer Baumgruppe aus drei oder mehr Hausbäumen können Sie dagegen ganz andere gestalterische Elemente schaffen. Ob als kleines, Schatten spendendes Wäldchen gepflanzt oder locker über eine Rasenfläche verteilt: Bäume haben immer etwas Beruhigendes und setzen sich erhaben von kleineren Pflanzen wie Blumen, Sträuchern oder Heckenpflanzungen ab.

Gärtner pflanzt kleinen Baum ein.

5. Einpflanzen von Bäumen

Wenn Sie die richtigen Hausbäume für Ihren Garten gefunden und ausgewählt haben, geht es ans Einpflanzen des Baumes. Achten Sie darauf, die jungen Bäume in ein ausreichend großes Pflanzloch zu setzen, in dem der gesamte Wurzelballen Platz findet. Bevor Sie den Baum setzen, lockern Sie den Wurzelballen vorsichtig mit einer kleinen Hacke oder einer Gartenschaufel auf. Auch der Boden im Pflanzloch wird mit einer Grabgabel oder einem Spaten gelockert, damit die Wurzeln sich gut entwickeln können und sich keine Staunässe bilden kann. Entfernen Sie kranke oder abgestorbene Wurzeln mit einer Gartenschere. Je gesünder der Wurzelballen in die Erde kommt, desto geringer ist das Risiko von Wurzelfäule. Diese kann einen Baum so stark schädigen, dass er am Wachstum gehindert wird.

Düngen Sie den Baum direkt nach der Pflanzung, um die Nährstoffversorgung zu sichern und geben Sie ihm mit einem Pfahl und etwas Naturfaden den nötigen Halt. Damit der junge Baum nicht zu schnell austrocknet und die empfindlichen Wurzeln vor Frost geschützt sind, tragen Sie zuletzt noch eine Schicht Rindenmulch auf den Pflanzbereich auf.

Nachdem Sie den Baum eingepflanzt haben, gießen Sie ihn am besten kräftig. Auf diese Weise können die Wurzeln einen guten Kontakt zur Erde herstellen. Gleichzeitig werden Lufteinschlüsse, die Wurzelkrankheiten begünstigen, vermieden.

Kleiner Junge gießt einen jungen, kleinen Baum.

6. Hausbäume richtig pflegen

Ein Vorteil von Hausbäumen ist, dass Sie großen Einfluss auf die Wuchsform nehmen können. Viele Kronen von Bäumen lassen sich in runde oder quadratische Formen bringen. Wenn Sie die klassische Baumform mit Stamm und ausgebildeter Krone nicht mögen, können Sie kleine Bäume auch als Großsträucher wachsen lassen. Die Entscheidung über die Wuchsform treffen Sie mit einem regelmäßigen Formschnitt, den Sie im späten Herbst oder frühen Frühjahr mit einer Baumschere und einer Astsäge durchführen. Schneiden Sie dabei alle Triebe ab, die nicht in der gewünschten Form wachsen. So gestalten Sie die kleinen Bäume genau nach Ihren Vorstellungen und sorgen gleichzeitig dafür, dass sie kräftigere Triebe ausbilden und gesund wachsen.

Zusätzlich können Sie die Krone leicht auslichten, damit sie gut belüftet ist und die Blätter aller verbliebenen Triebe genug Sonne bekommen. Düngen Sie Ihren Baum regelmäßig, um seine Nährstoffversorgung zu sichern. Beim Düngen von Bäumen gilt allerdings die Regel „weniger ist mehr“, da die Pflanzen sonst zu schnell und unkontrolliert wuchern können. Ein- bis zweimal düngen im Jahr reicht daher völlig aus – Frühjahr und Herbst sind dafür die besten Zeiträume.

Gärtner trägt Hausbaum in Pflanztopf.

7. Kleine Bäume in Pflanzgefäßen

Kleine Hausbäume können Sie auch in ausreichend großen Pflanztöpfen wachsen lassen. Berücksichtigen Sie dabei aber immer, dass die Pflanze zwar langsam, aber stetig wächst und das Gefäß ihrem Platzbedarf langfristig nicht nachkommen kann. Spätestens nach einigen Jahren muss der Baum dann in den Garten gepflanzt werden.

Bedenken Sie also auch beim Kauf eines kleinen Baumes, den Sie in ein Pflanzgefäß setzen möchten, welchen Platz er später in Ihrem Garten bekommen soll und ob die Boden- und Lichtverhältnisse dort seine Ansprüche erfüllen.

Passende Hausbäume für Ihren Garten können Sie in Ihrem OBI Markt finden und mit ihnen tolle Akzente in Ihrem Garten setzen. Selbst in kleinen Gärten findet sich für kleine Bäume fast immer ein geeigneter Platz. Wenn Sie auf die individuellen Standortansprüche der einzelnen Baumsorten achten und diese entsprechend beim Pflanzen berücksichtigen, werden Sie Ihren Bäumen viele Jahre beim Wachsen zusehen können und viel Freude an ihnen haben.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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