Mit Bio-Dünger biologisch düngen

Zwei Hände voll Bio-Dünger.

Wer auf Nachhaltigkeit setzt, möchte meist auch keine Chemie in seinem Garten. Bei vielen Hobbygärtnern liegt Bio im Trend – vor allem, wenn sie Verzehrpflanzen selbst anbauen. Wer auf gesunde, bewusste Ernährung setzt und sich die Mühe macht, sein eigenes Obst und Gemüse anzubauen, möchte es meist nicht mit chemischen Zusätzen belasten. Hier bieten Bio-Dünger eine gute Alternative. Diese Dünger bestehen aus organischen Inhaltsstoffen und versorgen Ihre Pflanze chemiefrei mit den benötigten Nährstoffen. Was den Preis betrifft, unterscheiden sich Bio-Dünger kaum von herkömmlichen Düngern. Bei der Wirkungsweise gibt es allerdings Unterschiede. Unser Ratgeber erklärt Ihnen, welche.

1. Warum brauchen Pflanzen Dünger? 2. Bio-Dünger und mineralische Dünger: Die Unterschiede
3. Gängige Arten von Bio-Düngern 4. Materialliste
Hände mit Bio-Dünger.

1. Warum brauchen Pflanzen Dünger?

Wasser, Luft und Licht allein reichen nicht immer aus, um Ihre Pflanzen rundum zu versorgen. Für ein kräftiges Wachstum benötigen Pflanzen verschiedene Nährstoffe und Spurenelemente, die Sie durch Dünger bereitstellen. Bei Obst und Gemüse erhöhen Sie zudem den Ertrag durch richtiges Düngen spürbar. Dünger macht Pflanzen widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Witterungseinflüsse. Die Grundnährstoffe sind Stickstoff (N), Phosphor (P), Kalium (K), Magnesium (Mg), Calcium (Ca) und Schwefel (S).

Die alte Weisheit „viel hilft viel“ gilt beim Düngen allerdings nicht. Zu viele Nährstoffe schaden der Pflanze genauso wie eine Unterversorgung. Einen Nährstoffmangel erkennen Sie an folgenden Anzeichen:

  • gelbe Blätter (Stickstoffmangel, bei jungen Blättern möglicherweise auch Eisenmangel)
  • braune Blattränder (Kaliummangel)
  • schlechte Entwicklung von Blüten oder Früchten (Phosphormangel)
  • grüne, hervortretende Blattadern (Eisenmangel)

Düngen Sie möglichst bei leichter Bewölkung und feuchtem Boden. Bei direkter Sonneneinstrahlung auf den aufgebrachten Dünger können Wurzeln und Blätter möglicherweise verbrennen. Empfehlenswert ist es, den Dünger auf den pH-Wert des Bodens abzustimmen. Für die meisten Pflanzen ist ein pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 ideal. Der pH-Wert lässt sich schnell mit einem pH-Wert-Test ermitteln. Mehr zum Thema Düngen, können Sie in unserem Ratgeber „Richtig düngen in 6 Schritten“ erfahren.

Ein Packung Bio-Gemüsedünger von OBI.

2. Bio-Dünger und mineralische Dünger: Die Unterschiede

Wenn Sie auf Nachhaltigkeit setzen, müssen Sie im Garten keine Ausnahme machen. Es gibt gute Alternativen zu künstlichen mineralischen Düngern. Organische Dünger bestehen ausschließlich aus pflanzlichen oder auch tierischen Inhaltsstoffen. Solche Bio-Dünger wirken im Allgemeinen ähnlich gut wie herkömmliche Dünger – es dauert allerdings länger, bis sie ihre Wirkung entfalten. Ein Bio-Dünger gibt Nährstoffe nämlich erst ab, wenn er durch Mikroorganismen zersetzt wurde. Aber: Bio-Dünger verbessert, praktisch nebenbei, die Bodenstruktur.

Wenn Sie einen akuten Nährstoffmangel schnell beheben wollen, eignet sich ein mineralischer Dünger aufgrund seiner unmittelbaren Wirkung besser. Diese Dünger wirken auf Basis von nährstoffhaltigen Salzen. Bei Kontakt mit Wasser werden die Nährstoffe ausgeschwemmt und können direkt von der Pflanze aufgenommen werden. Mineralische Dünger sind auch mit einer speziellen Ummantelung erhältlich, sodass die Nährstoffe nicht sofort abgegeben werden. Dies macht eine langfristige Düngung besser steuerbar. Bio-Dünger wirkt nicht sofort und daher muss öfter gedüngt werden.

Komposthaufen mit Grabegabel.

3. Gängige Arten von Bio-Düngern

Vor allem beim Düngen von Obst- und Gemüsepflanzen sowie Kräutern ist Bio-Dünger beliebt. Wenn Sie selbst anbauen, um sich gesund zu ernähren, möchten Sie schließlich keine Chemie im Körper – obwohl mineralische Dünger auch für Verzehrpflanzen unbedenklich sind. Die natürlichste Form von Bio-Dünger ist neben Kompost vor allem Pferde- oder Rinderdung. Wer weder Platz für einen Komposthaufen hat, noch Mist von einem Bauern beziehen kann, findet Pferde- oder Rinderdung in der Form praktischer Pellets auch im OBI Markt vor Ort. Als organische Alternative zu chemischen Stickstoffdüngern bieten sich Hornmehl oder -späne an, die aus Huf- oder Hornmaterial von Tieren gewonnen werden. Auch Volldünger, die sogenannten NPK-Dünger, sind in organischer Form erhältlich. Diese Bio-Volldünger enthalten neben Hornmaterial u. a. Rübenschnitzel, Fermentationsrückstände sowie Knochen- und Federmehl.

Stärken Sie mit Bio-Dünger die Abwehrkräfte Ihrer Pflanzen oder Ihres Rasens und schützen Sie sie dabei effektiv auch gegen Schädlinge und Witterungseinflüsse.

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