Farben im Garten – Blumen gekonnt arrangieren

Ein Beet voll bunter Blumen.

Die Natur bietet Gärtnern eine bunte Farbpalette. Bei der Gestaltung Ihrer Beete können Sie Pflanzen nach Farben sortieren oder wild mixen. Welche Wirkung erzeugen die verschiedenen Töne? Was harmoniert miteinander, welche Farben beißen sich? Auf Basis der Farbenlehre erklären wir Ihnen, wie Sie Ihren Garten farblich optimal gestalten.

Neben der stimmigen Farbkombination ist natürlich auch die jeweilige Blühzeit der Pflanzen ein wichtiger Faktor für ein schönes Beet. Damit Sie sich zu jeder Jahreszeit an blühenden Gewächsen erfreuen können, pflanzen Sie am besten Blumen mit unterschiedlichen Blühzeiten in ein Beet. Zu diesem Thema finden Sie weitere Informationen im Ratgeber Blütenpracht von Frühjahr bis Herbst.

1. Form und Farbe – bunte Blumen in Szene setzen 2. Grundlagen der Farbenlehre
3. Kontraste im Blumenbeet mit Komplementärfarben 4. Der Farbdreiklang der Blumen
5. Ton in Ton im Blumenbeet 6. Mit Farben Stimmungen im Blumenbeet erzeugen
7. Materialliste 8. Werkzeugliste
Eine Heimgärtnerin pflanzt Blumen mit einer kleinen Schaufel in die Erde.

1. Form und Farbe – bunte Blumen in Szene setzen

Die Farbe ist eines der Hauptauswahlkriterien für eine Pflanze. Mischen Sie zu viele Farben, kann leicht ein unruhiges Bild entstehen. Das Gleiche gilt für eine große Anzahl von unterschiedlichen Blütenformen. Wenn Sie sich eine lebhafte Farbauswahl für Ihr Beet wünschen, setzen Sie am besten auf ähnlich geformte Blüten und nicht zu viele unterschiedliche Blumenarten.

Zusätzliche Ruhe bringen Sie mit einer symmetrischen Anordnung in Ihr Pflanzenbeet. Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Bei vielen auffälligen Blättern und Blüten reichen wenige unterschiedliche Farben völlig aus.

Viele Pflanzen im Beet lassen den Garten üppig und farbenfroh erscheinen. Geizen Sie daher nicht mit Pflanzen bei der Planung Ihres Beetes und setzen Sie immer kleine Gruppierungen einer Art zusammen ein.

Stiefmütterchen mit Blüten in den Farben lila und orange zwischen Grünpflanzen.

2. Grundlagen der Farbenlehre

Als warme Farben gelten in der Farbenlehre Gelb, Orange, Rot und Rosa. Mit kräftigen Orange- und Rottönen von Mohn oder Tulpen setzen Sie knallige Akzente. Die gelben Blüten der Narzissen oder der Nachtkerzen leuchten hell und fröhlich. Sie kommen am besten neben dunklen Pflanzen zur Geltung – lassen ihre Nachbarn aber noch dunkler als ohnehin schon erscheinen. Neben rot blühenden Pflanzen wirken andere Blüten hingegen etwas heller. Der optische Effekt von rosafarbenen beziehungsweise pinken Blütenblättern variiert je nach Ton von warm-fröhlich zu zart oder kühl-vornehm. Zu den berühmtesten Farbvertretern zählen hier unter anderem Rosen und Petunien.

Die blauen Blüten von Lithodora oder der Bauern-Hortensie gelten in der Farbenlehre als kühl und beruhigend. Mit dieser Farbe verleihen Sie Ihrem Garten einen eleganten Touch. Etwas wärmer wirken violette Pflanzen, darunter Flieder und Lavendel. Sie können ihre Strahlkraft häufig aber erst mit viel Licht entfalten. An schattigen Plätzen können Pflanzen mit lilafarbenen Blüten ein wenig matt ausschauen.

Grün ist als Hintergrundfarbe einer der bestimmenden Töne im Garten. Die Farbe wirkt beruhigend und funktioniert als Ausgleich zwischen den verschiedenen Blüten. Das neutrale Weiß von Clematis, Maiglöckchen und Co. können Sie gut in der Mitte von Beeten anlegen – es weitet optisch und ist, wenn Sie mehrere Pflanzen gruppieren, ein echter Hingucker. Alleine wirkt Weiß jedoch schnell etwas fade, es braucht immer einen Kontrast. Mit hellen Tönen wie beispielsweise sehr hellem Gelb sollten Sie Weiß lieber nicht kombinieren, da das Gesamtbild dann sehr blass erscheint.

3. Kontraste im Blumenbeet mit Komplementärfarben

Gegensätze ziehen sich an: Blüten mit Komplementärfarben, also Tönen, die sich auf dem Farbkreis gegenüber liegen (siehe Bild), bilden einen schönen Kontrast im Beet. Die Kombination von Rot und Grün ist ein beliebtes Beispiel, denn nicht nur rote Rosen oder Primeln kommen neben dem saftigen Grün ihrer Blätter sehr schön zur Geltung. Orangefarbene Tulpen erscheinen vor einem Meer blauer Blüten besonders farbintensiv. Auch dunkles Rosa und gelbe Blüten harmonieren optimal, wie sich beispielsweise in Blumenbeeten mit Tulpen und Narzissen beobachten lässt. Eine weitere Variante ist die Kombination einer Farbe mit einem oder beiden Farbnachbarn ihrer Komplementärfarbe. Rote Blüten werden dann statt mit Grün mit türkisfarbenen und gelbgrünen Farben zusammengepflanzt.

4. Der Farbdreiklang der Blumen

Wie der Name verrät, werden beim Farbdreiklang der Farbenlehre drei Farben miteinander kombiniert. Dabei verwenden Sie in der Regel Töne, die auf dem Farbkreis gleich weit voneinander entfernt sind. Das Blattgrün bleibt dabei außen vor. Ein typischer Farbdreiklang ist beispielsweise eine Kombination aus Gelb, Rot und Blau. Diese können Sie sowohl mit einer Pflanzenart, wie gelben, roten und rosa Tulpen oder Primeln oder mit anderen verschiedenen Blühern kreieren. Weiß gilt als neutral, da es jenseits des Farbkreises liegt – Sie können es also sowohl mit zwei weiteren Tönen als Dreiklang als auch mit drei Farben kombinieren, wie etwa gelbe, blaue und weiße Krokusse.

5. Ton in Ton im Blumenbeet

Wenn Sie sich Farbe im Garten wünschen, zu große Experimenten jedoch scheuen, können Sie Ihr Beet auch Ton in Ton gestalten. Hierzu wählen Sie einfach eine Farbe aus und pflanzen dann Blumen mit diversen Nuancen dieses Blütentons ein. Achten Sie aber darauf, dass es tatsächlich Kontraste oder deutlich erkennbare Helligkeitsstufen gibt, sonst kann Ihr liebevoll errichtetes Arrangement schnell langweilig aussehen. Je nachdem, für welchen Grundton Sie sich entscheiden, kann das Ton-in-Ton-Beet lebendig oder beruhigend wirken: Rot blühende Pflanzen haben einen frischen und aktivierenden Charakter, blaue Töne wirken in Kombination sehr harmonisch.

Eine Blumenwiese voll mit rosafarbenen und weißen Blumen.

6. Mit Farben Stimmungen im Blumenbeet erzeugen

Wahrscheinlich schwebt Ihnen bei der Gestaltung ihres Grundstücks ein ganz besonderer Stil vor. Neben der Pflanzenart bestimmen auch die Farben den Charakter des Gartens maßgeblich mit. Wollen Sie beispielsweise eine romantische Stimmung in Anlehnung an ein englisches Cottage mit Landhausgarten erzeugen, sollten Sie laut Farbenlehre bei den Blumen auf Rosa, Violett, Weiß und Hellblau setzen. Die zarten Töne wirken verträumt und sanft. Wie Sie genau vorgehen, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum Thema Landhausgarten

Wollen Sie eine verspielte und fröhliche Stimmung erzeugen, können Sie leuchtende Farben wie Rot, Gelb und Pink einsetzen. Gönnen Sie dem Auge aber auch hier ein paar Ruhepunkte, indem Sie weiße Blüten und etwas Grün durch Blattpflanzen integrieren.

Die Wirkung einzelner und kombinierter Farben spielt auch bei der Gestaltung Ihrer Blumenbeete eine Rolle: Die Farbenlehre hilft Ihnen bei der Auswahl und Kombination der richtigen Pflanzen für Ihren Garten. Lassen Sie sich inspirieren!

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