Rosen richtig pflanzen und pflegen

Blühende Rosen.

Die Voraussetzungen, um Rosen zu züchten, sind heute so gut wie noch nie. Es gibt eine schier unüberschaubare Fülle verschiedener Rosen – je nach Budget, Standort  und persönlichem Geschmack ist auch Ihre Lieblingsrose dabei.

Damit Ihre Freude so lang wie möglich andauert, gibt Ihnen OBI wichtige Informationen zum idealen Standort, der richtigen Pflege und Vermehrung von Rosen.

1. Worauf es beim Rosenpflanzen ankommt 2. Die schönsten Rosenbegleiter
3. Tipps für die Rosenpflege 4. Der richtige Rosenschnitt
5. Rosen richtig vermehren 6. Rosen aus Samen ziehen
7. Behandlung unterschiedlicher Rosenschädlinge 8. Blattläuse und andere Rosenschädlinge bekämpfen
9. Mehltau und andere Rosenkrankheiten
Blühende Rosen an einem Spalier.

1. Worauf es beim Rosenpflanzen ankommt

Rosen benötigen reichlich Sonne, gute Erde und viel Luft. Zu viel Hitze, zum Beispiel an einer Hausmauer, die die Sonnenwärme reflektiert, tut ihnen nicht gut. Wollen Sie Rosen in ein Beet setzen, in dem bereits Rosen waren, müssen Sie die Erde komplett austauschen. Dazu heben Sie das Erdreich zwei Spaten tief aus und ersetzen es durch neue Erde, am besten durch spezielle Rosenerde.

Zur Vorbereitung eines Rosenbeets muss der Boden spatentief umgegraben und mit Kompost gelockert werden. Warten Sie, bevor Sie das erste Mal Mineraldünger verwenden, Sie können jedoch ohne Bedenken organischen Dünger wie Horn- und Knochenmehl in den vorbereiteten Boden einarbeiten.

Pflanzen Sie Rosen nicht zu flach: Die Veredelungsstelle sollte 5 bis 15 cm unter der Erde liegen. Das gilt allerdings nicht für Hochstammrosen, die ja auf diese Weise einiges von ihrem „hohen“ Stamm verlieren würden. Treten Sie die Erde nach dem Einpflanzen gut fest. Dadurch ist sichergestellt, dass die Wurzeln auch wirklich von Erdreich umgeben sind und nicht in einem Hohlraum stecken. Anschließend ist es wichtig, gut zu wässern. Manchmal senkt sich das Erdreich einige Zeit nach dem Einpflanzen und die Veredelungsstelle tritt wieder an die Oberfläche. Füllen Sie in diesem Fall Erde auf und treten Sie sie fest. Anschließend wieder gut gießen.

Haben Sie die Rosen im Container gekauft, können Sie ganzjährig setzen. Allerdings sollten Sie diese Pflanzen besonders gut gießen. Sollen Rosen von einem Gartenstandort an einen anderen versetzt werden oder möchten Sie „barfüßige“ – also ohne Container oder ausreichenden Erdballen gekaufte Rosen – einpflanzen, wässern Sie sie am besten in einem Eimer über Nacht. Vor dem Einpflanzen ist es hilfreich, die Wurzeln zu beschneiden – das regt die Bildung von Faserwurzeln an.

Pflanzen Sie Rosen am besten im Herbst, etwa zwischen Mitte Oktober und Mitte November. Der Boden ist um diese Zeit noch so warm, dass sich die zarten, wichtigen Faserwurzeln entfalten können.

Blühende Rosen mit Lavendel.

2. Die schönsten Rosenbegleiter

Rosen kommen sowohl als solitäre Sträucher, als auch in eigenen Rosenbeeten gut zur Geltung. Durch ihre unterschiedlichen Wuchshöhen sind sie aber auch ideale Teamplayer in gemischten Beeten. Rankende wie auch Strauchrosen machen in hinteren Bereichen des Beets eine sehr gute Figur. Im Vordergrund bilden vor allem Zwerg- und Bodendeckerrosen reizvolle Übergänge zu Wegen, Rasen oder befestigten Sitzplätzen.

Umgekehrt können Rosen auch von anderen Pflanzen profitieren. Strauchrosen beispielsweise verkahlen nach einigen Jahren im unteren Bereich. Diese kahlen Stellen können Sie durch eine geschickte Bepflanzung im Vordergrund kaschieren. Dafür sind alle Stauden, Gräser und Sommerblumen geeignet, die die entsprechende Wuchshöhe erreichen.

Storchenschnabel, Rosmarin und Salbei blühen blau, was farblich gut zu fast allen Rosen passt und können in Wuchsbreite und Wuchshöhe so gehalten werden, dass sie eine ideale Unterpflanzung für verkahlte Rosen abgeben, ohne ihnen Luft, Feuchtigkeit oder Licht zu entziehen.

Rittersporn ist vor allem deshalb als Rosenpartner geeignet, weil er zur gleichen Zeit wie Rosen blüht und wie sie kalkhaltige Böden liebt. Kletter- und Strauchrosen werden gerne mit Klematis kombiniert. Das Geäst der Rosen gibt den Zweigen der Klematis Halt, die rankende Klematis wiederum schenkt zusätzliche Farbvielfalt und verdeckt eventuelle Kahlstellen. Bei Zwergrosen haben sich vor allem Kombinationen mit Karpatenglöckchen und Zwerggräsern bewährt.

Edelrosen kommen in eigenen, sonnigen Rosenbeeten sehr gut zur Geltung, können aber ebenso mit in der Wuchshöhe passenden Stauden im Mischbeet kombiniert werden. Besonders raffiniert wirkt die Kombination von Edelrosen und Gräsern, wie beispielsweise Lampenputzergras.

Lassen Sie sich vom OBI Beetplaner inspirieren.

Mit Jute abgedeckte Rose im Winter.

3. Tipps für die Rosenpflege

Schneiden Sie abgeblühte Triebe und auch wilde Triebe, die aus dem Boden kommen, während der Blütezeit regelmäßig weg. Letztere erkennen Sie daran, dass sie besonders dornig sind und unterhalb der Veredelungsstelle ansetzen.

Junge Pflanzen müssen öfter und reichlicher gegossen werden als alte. Achten Sie darauf, möglichst nicht die Blüte zu besprengen, um Pilzkrankheiten zu vermeiden. Gießen Sie am besten von unten und achten Sie auch auf die Stärke des Wasserstrahls. Ein allzu harter Strahl verdichtet den Boden, schwemmt Erde weg und legt dadurch die zarten Rosenwurzeln frei. Bei der Menge des Wassers gilt es zu bedenken, dass Rosen Staunässe gar nicht mögen. Sorgen Sie notfalls mit einer Drainage für gut durchlässigen Boden.

Im Herbst schneiden Sie Bodendecker und Zwergrosen bis zum Boden herunter. Häufen Sie rund um die Veredelungsstelle Erde an, damit Frost und Wintertrockenheit keine Schäden anrichten können. Zusätzlich können Sie rund um die Rosen gut ausgereiften Kompost schichten. Hochstammrosen benötigen einen Kronenschutz gegen Frost. In manchen Fällen genügt ein fester Papiersack, der auch den Winterstürmen trotzen kann und unterhalb der Krone zugebunden wird. Alternativ können Sie die Krone auch zum Boden biegen und mit Erde bedecken, um die Frostgefahr für die kälteempfindlichen Kronentriebe zu verringern.

Gärtnerin schneidet Rosenstrauch mit einer Gartenschere.

4. Der richtige Rosenschnitt

Um das Wachstum kräftiger Triebe zu fördern, einen möglichst buschigen Wuchs zu erreichen und Krankheiten durch das Entfernen abgestorbener Äste vorzubeugen, ist es wichtig, Rosen regelmäßig zu schneiden. Die richtige Zeit dafür ist das Frühjahr. Da die Wuchskraft von Art zu Art variiert, gestaltet sich der Rosenschnitt je nach Rosenart unterschiedlich. Als Grundregel gilt: Schwachwüchsige Rosen können Sie stärker beschneiden als starkwüchsige. Das fördert ihr Wachstum und regt sie zum Ausbilden neuer Triebe an.

Bei allen Rosen ist darauf zu achten, dass kranke Triebe bis ins gesunde Holz geschnitten werden. Ist auch das Holz erkrankt, schneiden Sie bis auf zwei Augen zurück. Das Ansetzen des Schnitts ist bei allen Rosenarten gleich: Man schneidet stets 3 mm über einem Auge. Der Schnitt soll schräg nach hinten abfallen, um das Wasser ablaufen zu lassen und Pilzkrankheiten an der Schnittstelle vorzubeugen.

Schneiden Sie Rosensträucher und Kletterrosen jedoch nicht zu stark zurück. Sie treiben zwar wieder aus, werden aber oft „besig“ und es dauert lange, bis sie wieder blühen. Wichtig ist auch, regelmäßig Wildtriebe zu entfernen. Sie entziehen der Pflanze Kraft, entwickeln jedoch keine Blüten. Die Triebe der Rosen sollten außerdem nicht aneinander reiben. Kreuzende Triebe können Sie entweder beschneiden oder – bei Kletterrosen – auseinander binden.

Ausführliche Tipps zum Beschneiden von Rosen finden Sie in unserem Ratgeber „Rosen schneiden in 4 Schritten“.

Die Kombination von Rosen mit andere Pflanzen ist auch der Gesundheit Ihrer Rosen zuträglich: Lavendel und Kapuzinerkresse beispielsweise halten Blattläuse von Rosen fern. Margeriten und Chrysanthemen wirken Schädlingen entgegen.

Blühende Strauchrosen in einem Garten

5. Rosen richtig vermehren

Rosen selbst zu vermehren, erfordert keine besonderen Kenntnisse und bereitet viel Freude. Wenn Sie beispielsweise eine alte Sorte vermehren möchten, kommen vor allem Stecklingsvermehrung und Veredelung in Frage. Die Vermehrung über Samen ist dabei eher für fortgeschrittene Rosenzüchter geeignet.

Stecklingsvermehrung
Die Stecklingsvermehrung bietet sich vor allem bei Strauch- und Kletterrosen an: Dazu schneiden Sie ca. 20 cm lange Stecklinge von nicht blühenden, einjährigen, gut ausgereiften Seitentrieben ab. Die beste Zeit dafür ist im Spätsommer und Frühherbst. Die unteren Blätter werden entfernt, die Schnittstelle tauchen Sie in ein Bewurzelungsmittel. Anschließend kommen die Stecklinge an eine schattige Stelle im Garten in gut vorbereitete, sandige Erde. Dann heißt es: Angießen, ein Jahr lang beobachten und abwarten! Einige der Steckhölzer werden wurzeln und können im darauf folgenden Herbst an ihren neuen Standort gesetzt werden. Auf diese Weise der ungeschlechtlichen Vermehrung züchten Sie Rosen, die mit der Mutterpflanze identisch sind.

Veredelung
Um Rosen durch Veredelung zu vermehren, eignet sich am besten die Okulation auf einem jungen verholzten Okulanten. Die beste Zeit für die Okulation von Rosen ist Juli bis August, während die Pflanze voll im Saft steht.

Erfahren Sie mehr zum Thema Veredelung: Richtig veredeln.

Verblühte Rosen als Quelle von Samen.

6. Rosen aus Samen ziehen

Wenn Sie sich die Aussaat zutrauen, ernten Sie zunächst die reifen Hagebutten abgeblühter Rosen. Die aus den Hagebutten herausgeschälten Samen lassen Sie gut trocknen und säen sie dann in Töpfen aus, die Sie über den Winter im Freien lassen. Die Samen benötigen Kälte, um zu keimen. Nach zwei Jahren können die gekeimten Pflanzen an ihren endgültigen Standort gesetzt werden. Durch die Samenvermehrung sind viele Kreuzungen und Spielarten der Natur möglich. Umso größer ist dann die Überraschung bei der ersten Blüte der selbst gezogenen Pflanzen!

Regelmäßiges Düngen beugt Krankheitsbefall vor.

7. Behandlung unterschiedlicher Rosenschädlinge

Rosen sind ziemlich widerstandsfähige und ausdauernde Pflanzen. Mit leichtem Schädlings- und Pilzbefall werden sie recht gut fertig. Je besser die Lebensbedingungen für die Pflanze, desto robuster ist sie. Deshalb lohnt es sich, durch die richtige Pflege Krankheiten vorzubeugen. Regelmäßiger, korrekt durchgeführter Schnitt, richtiges Gießen und Düngen (vor allem mit organischem Dünger) hilft Rosen, Abwehrkräfte zu entwickeln. Regelmäßiges Abschneiden von kranken Blättern ist ebenso wichtig.

Gärtner spritzt Rose gegen Läuse.

8. Blattläuse und andere Rosenschädlinge bekämpfen

Blattläuse bekämpfen Sie am besten mit Brennnesselbrühe, die zu Frühlingsbeginn bereits als vorbeugende Maßnahme eingesetzt werden kann. Rote Spinne erkennt man daran, dass sich die Oberseite der Blätter bräunlich verfärbt und kleine, rötliche Milben an der Blattunterseite sitzen. Spritzen Sie mit Rainfarnbrühe, Schachtelhalm- oder Wermutsud.

Käfer, Wanzen, Tapeziererbienen, Rosenblattwespen und Rosenwickler fressen oft kreisrunde oder halbkreisförmige Löcher in die Blätter. Hier hilft nur regelmäßiges Abknipsen der befallenen Blätter und Absammeln der Schädlinge. Einige von ihnen, wie der Dickmaulrüssler, sind nachtaktiv und müssen mit der Taschenlampe gesucht werden. Tagsüber kann man den dunkelbraunen, fingernagelgroßen Käfer unter Steinen und Holzstücken finden.

Tapeziererbienen haben ihre Nester in morschem Holz oder am Boden. Mit Gift richtet man gegen sie nicht viel aus. Es hilft nur Zerstörung oder Umsetzen der Nester. Gegen Rosenwickler und Rosenblattwespen hilft es, regelmäßig mit Pyrethrumpräparaten zu spritzen.

Weitere Tipps lesen Sie in unserem Ratgeber „Blattläuse bekämpfen und Pflanzen schützen“.

Schwarze Flecken zeigen Mehltaubefall an.

9. Mehltau und andere Rosenkrankheiten

Sternrußtau ist eine Pilzkrankheit, die sehr oft auf den Ausscheidungen von Schildläusen entsteht. Man erkennt die Krankheit daran, dass die Blätter schwarze Flecken bekommen und gelb werden. Im Spätstadium fallen die Blätter ab. Besprühen Sie die Pflanzen rechtzeitig und regelmäßig mit Schachtelhalmbrühe, um diese Rosenkrankheit zu verhindern.

Einige Rosensorten sind für Krankheiten wie beispielsweise Mehltau anfälliger als andere. Vor allem in sehr feuchten Gärten ist es daher sinnvoll, weniger empfindliche Rosensorten zu pflanzen.
Mehltau tritt übrigens in feuchten Sommern stärker auf als in trockenen. Deshalb kann im folgenden Jahr alles schon wieder anders sein.

Mehltau befällt nicht nur Rosen, manchmal sind im Herbst ganze Gärten weißlich-grau. Dagegen hilft regelmäßiges Besprühen mit Schachtelhalmbrühe oder „Einschwefeln“. Es gibt aber auch biologische Spritzmittel, die Sie regelmäßig im Abstand von einigen Wochen einsetzen. Wenn regelmäßig starker Mehltau auftritt, können Sie mit biologischen Präparaten den Befall eindämmen oder sogar verhindern. Oft sind Gießfehler schuld an starkem Mehltaubefall.

Rosenrost erkennt man daran, dass die Blattunterseiten „rostig“ wirken. Schneiden Sie die befallenen Triebe ab und verbrennen Sie sie.

Rosen zählen zu den beliebtesten und edelsten Gewächsen. Mit ein wenig Geschick und ein paar Tipps beugen Sie Krankheiten vor und züchten sogar Ihre eigenen Sorten. Wählen Sie aus der Vielzahl unterschiedlicher Sorten solche aus, die den Gegebenheiten Ihres Gartens entsprechen Eine große Auswahl an Pflanzen, Rosenerde sowie fachkundige Beratung finden Sie in Ihrem OBI Markt.

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