Alles über Stauden

Stauden im Garten

Stauden unterscheiden sich von anderen Gewächsen – wie Bäumen oder Sträuchern – durch ihre krautigen Triebe. Außerdem sind Stauden mehrjährige, ausdauernde Pflanzen, die Ihren Garten das ganze Jahr über zu einem Blumen- und Blütenparadies machen. Damit sich Stauden optimal entwickeln und Sie lange Freude an ihnen haben, lohnt es sich, ein paar Grundlagen zu kennen und zu beachten.

Dieser Ratgeber zeigt Ihnen, welche Staude zu welcher Jahreszeit blüht und wie Sie den richtigen Standort nach den jeweiligen Bedürfnissen der Pflanze aussuchen.

1. Stauden für jede Jahreszeit 2. Der passende Standort für jede Staude
3. Die Sonnenanbeter unter den Stauden 4. Stauden für halbschattige Beete
5. Schattenstauden 6. Stauden am Gartenteich
7. Die richtige Pflege Ihrer Stauden 8. Materialliste
9. Werkzeugliste
Stauden bringen Leben in den Garten

1. Stauden für jede Jahreszeit

Stauden bestechen durch ihre Vielfalt und ihre Lebendigkeit. Sie verändern sich im Laufe des Jahres enorm: im Frühling der zarte Austrieb, im Sommer saftige Triebe und Blüten, im Herbst attraktive Samenstände und im Winter Raureif und Schnee auf trockenen Stängeln. So entstehen immer wieder neue, reizvolle Bilder im Garten.

Im Frühling gehören Stauden wie Primeln oder Maiglöckchen zu den ersten Blühern im Garten. Doch die Hauptblütezeit der Stauden liegt im Sommer: Dann fügen sich Prachtstauden wie Mädchenauge, Steppensalbei oder die Indianernessel zu einem bunten Blütenmeer.

Im Herbst haben filigrane Gräser und Astern ihren Höhepunkt und im Winter sind die Samenstände attraktiv. Manche Stauden – wie etwa das Lungenkraut oder Immergrün – haben auch im Winter grüne Blätter. Die meisten Stauden ziehen sich in der kalten Jahreszeit aber unter die Erde zurück und treiben im Frühling dann neu aus dem Wurzelstock mit frischen Trieben aus.

Stauden sind dauerhaft

2. Der passende Standort für jede Staude

Der Standort bestimmt die Staude, nicht umgekehrt: Nur wenn der Standort zur Pflanze passt, fühlt sie sich wohl, wächst und blüht. Für jeden Boden (trocken, feucht oder nass) gibt es eine große Auswahl passender Stauden. Und grundsätzlich gilt: Je besser Sie den Standort auf die Staude abstimmen, desto weniger Pflege ist nötig.

Achten Sie auch auf die Sonnenscheindauer: Bekommt der Platz mehr als 6 Stunden Sonne am Tag, und das auch noch in der Mittagszeit, ist er ideal für Sonnenanbeter. Bei 3 bis 5 Stunden spricht man von einem halbschattigen Standort und wenn an weniger als 3 Stunden pro Tag die Sonne auf den Boden gelangt, von einem schattigen Standort.

Bunt bepflanztes Staudenbeet in voller Blüte.

3. Die Sonnenanbeter unter den Stauden

Sonnenanbeter sind Stauden, die viel Licht brauchen, also einen vollsonnigen Platz im Beet. Nur so wachsen und blühen sie optimal. Sie haben aber durchaus noch andere, unterschiedliche Standortansprüche. Während einige Pflanzen trockenen, sandigen oder steinigen Boden bevorzugen, gedeihen andere Stauden besser in feuchter, nährstoffreicher Erde.

So haben manche Sonnenanbeter, wie die Fetthenne, dicke Blätter, in denen sie Wasser speichern. Andere sonnenliebende Pflanzen erkennen Sie an den silbrigen, harten oder behaarten Blättern. Und dann gibt es noch jene, die die Blüten in der Sonne, aber feuchte Wurzeln brauchen, um gut zu wachsen, z. B. der Sonnenhut.

Immergrüne Stauden und Gräser in einem halbschattigen Beet.

4. Stauden für halbschattige Beete

Viele Stauden gedeihen besonders gut im Halbschatten, z. B. am Rand von Hecken und Sträuchern, wo die Sonne auf den Boden gelangt, aber nur ein paar Stunden am Tag. Ist der Bereich nach Süden ausgerichtet, ist der Boden trockener und der Standort wärmer. Auf der Nordseite wird es feuchter und kühler. Stauden, die feuchten Boden bevorzugen, fühlen sich auch in Beeten vor Mauern besonders wohl: Dort gibt es keine Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe durch Bäume.

Blätter eines Farns.

5. Schattenstauden

Schattenstauden brauchen keine Sonne. Sie sind also die idealen Kandidaten, um im Schatten von Häusern, in Innenhöfen oder unter Bäumen zu wachsen – vorausgesetzt, der Boden ist feucht genug. Aber auch für problematische Stellen wie trockenen Schatten unter Eiben- und Thujahecken gibt es Überlebenskünstler: Immergrün, Aronstab und Herzblatt-Aster gehören dazu.

Stauden am Gartenteich

6. Stauden am Gartenteich

Am und im Teich sind Sumpfstauden und Wasserpflanzen zu Hause. Der Übergang vom Teichrand in die Sumpfzone ist fließend und lässt sich nicht eindeutig abgrenzen. Für die Sumpfzone gibt es Sumpf-Dotterblume, Sumpf-Schwertlilien und Schwanenblume. Binsen, Seggen und Rohrkolben sind Gräser, die sich hier wohlfühlen. Im tiefen Wasser gedeihen freischwimmende Wasserpflanzen wie Tausendblatt oder Hornblatt und die im Teichgrund wurzelnden Seerosen, deren Blätter und Blüten auf der Wasseroberfläche schwimmen.

Grünes Beet mit Büschen, Sträuchern und Gräsern.

7. Die richtige Pflege Ihrer Stauden

Stauden sind generell genügsame Pflanzen: So beschränkt sich die Pflege im Staudenbeet auf das Auszupfen oder -schneiden von Abgeblühtem und gelegentliches Unkrautjäten. Dennoch sollten Sie beispielsweise Ihre hohen Prachtstauden mit Stäben oder einem Staudenring vor dem Umkippen schützen. Bei länger anhaltender Trockenheit im Sommer ist Gießen ratsam. Lassen Sie die Stängel Ihrer Stauden im Herbst ruhig stehen: Sie sind im Winter ein dekorativer Anblick und es reicht aus, wenn Sie sie erst im Februar, kurz bevor die neue Gartensaison los geht, abschneiden.

Stauden sind unkomplizierte Pflanzen – einmal am passenden Ort eingesetzt, kehren sie verlässlich wieder und beanspruchen kaum Pflege.

Materialliste

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

Nach oben