Winterharte Stauden

Winterharte Stauden als Ueberlebenskuenstler im Garten
Wenn Sie sich für Ihren Garten besonders robuste Gewächse wünschen, die viele Jahre lang leben und auch den winterlichen Frost überstehen, dann sollten Sie den Kauf von winterharten Stauden in Erwägung ziehen. Im Baumarkt gibt es eine Vielzahl von mehrjährigen Pflanzen in verschiedenen Größen, Formen und Blütenfarben. Der OBI-Ratgeber verrät Ihnen, welche winterharten Stauden welche Anforderungen stellen und wie Sie am besten mit den Pflanzen umgehen.
1. Stauden: Winterhart überstehen sie eisige Temperaturen 2. Der beste Standort für winterharte Stauden
3. Winterharte Stauden anpflanzen 4. Tipps zum Umgang mit winterharten Stauden
5. Stauden winterfest machen 6. Fazit
Stauden Winterhart überstehen sie eisige Temperaturen

1. Stauden: Winterhart überstehen sie eisige Temperaturen

Winterharte Stauden sind mehrjährig wachsende Pflanzen, die keine verholzenden Triebe ausbilden. Während des Winters ziehen diese Gewächse meistens ihre oberirdischen Pflanzenteile ein oder diese Teile sterben einfach ab – im Frühjahr treiben die Stauden dann von alleine wieder aus. Es gibt aber auch immergrüne Arten oder Sorten, die ihr Laub erst beim Neuaustrieb im Frühjahr abwerfen. Winterharte Stauden lohnen sich vor allem für Gartenbesitzer, die wenig Zeit für die Pflege und die Überwinterung des Gartens haben, da sie von Jahr zu Jahr üppiger wachsen und dabei recht pflegeleicht bleiben.

Der beste Standort für winterharte Stauden

2. Der beste Standort für winterharte Stauden

Auch bei winterharten Stauden müssen Sie natürlich den richtigen Standort beachten. So gibt es Pflanzen, die unbedingt sonnige Plätze benötigen. Dazu gehören beispielsweise der Rittersporn, das Schleierkraut, das Chinaschilf oder die Fetthenne. Stehen diese Pflanzen nicht in der Sonne, wachsen sie nur kümmerlich. Andere winterharte Stauden bevorzugen eher halbschattige oder schattige Standorte. Dazu zählen Akeleien, Christrosen, der Fingerhut oder Bergenien. Informieren Sie sich am besten schon beim Kauf Ihrer winterharten Stauden im OBI Markt nach dem besten Standort für die Pflanze. Viele Stauden sind jedoch recht anspruchslos und gedeihen sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten sehr gut. Winterharte Stauden sind dabei regelrechte Überlebenskünstler. Arten wie das Fingerkraut oder die Heidenelke gedeihen besonders gut auf trockenen und mageren Böden, während Katzenminze oder Sonnenhut sich gut an heiße Sommerstandorte angepasst haben. Niedrige winterharte Stauden wie Bartnelken und Bergenien können Sie als Einfassungen für Beete verwenden, höhere Stauden wie der Bärenklau dürfen auch zwischen Laubgehölzen stehen.

Winterharte Stauden anpflanzen

3. Winterharte Stauden anpflanzen

Stauden im Pflanztopf können vom Frühjahr bis in den Herbst gepflanzt werden. Sie sind zwar generell recht pflegeleicht, stellen an den Boden, in dem sie mehrere Jahre verbringen sollen, allerdings doch einige Ansprüche. Vor der Pflanzung sollten Sie den Boden mit einer Grabegabel etwa 25 Zentimeter tief umgraben und das Wurzelunkraut sorgfältig entfernen. Stark verdichtete oder verunkrautete Erde sollten Sie komplett austauschen. Beim Auflockern der Erde können Sie gleich Kompost oder Dünger untermischen. Lehmiger Boden neigt zu Staunässe und ist nicht gut für das Wachstum der Stauden, Sie sollten ihn daher mit Sand auflockern und so den Wasserabfluss erleichtern. Die trockenen Wurzelballen der Stauden sollten Sie vor dem Einpflanzen gründlich wässern. Die Pflanzen setzen Sie dann so in die Erde, dass die Oberfläche des Ballens mit der Erdoberfläche auf einer Höhe liegt. Die Stauden sollten aber nicht zu tief gesetzt werden, da dies den Wachstumsvorgang behindern kann. Achten Sie beim Pflanzen darauf, dass die Farben, der Zeitpunkt der Blüte und vor allem die Wuchshöhe miteinander harmonieren. So eignen sich Bodendecker-Stauden wie das Fingerkraut oder das Immergrün beispielsweise besonders im Übergang zu Rasenflächen oder unter Bäumen und Sträuchern. Wichtig ist beim Pflanzen der Stauden, dass Sie die Pflanzabstände der Arten beachten. Ideal ist ein geschlossener Bestand, bei dem sich die Blätter benachbarter Stauden leicht berühren. Ihre Stauden sollten Sie so setzen, dass sich der Bestand spätestens bis zum zweiten Jahr geschlossen hat.

Tipps zum Umgang mit winterharten Stauden

4. Tipps zum Umgang mit winterharten Stauden

Wenn Sie bei Ihren winterharten Stauden Mulch verwenden, sparen Sie sich einen Großteil der Bewässerung, da die Feuchtigkeit länger im Boden gehalten wird. Auch Dünger brauchen Stauden kaum, etwas Kompost reicht meistens vollkommen aus. Damit das Beet in der kalten Jahreszeit nicht ganz kahl aussieht, müssen Sie immergrüne winterharte Stauden wie die Golderdbeere, die Schleifenblume oder Bergenien beim Herbstputz nicht unbedingt zurückschneiden – es sei denn, die Pflanzen wuchern zu stark oder beginnen zu faulen. Dies ist oftmals bei Stauden-Arten wie Aster, Frauenmantel, Taglilie oder Storchschnabel der Fall. Auch in diesem Fall sollten Sie die Pflanzen mit einer Heckenschere nicht zu stark über dem Boden kürzen - als Faustregel gilt, dass zwei Handbreit über dem Boden stehen bleiben. So liegen die Knospen an der Basis der Stängel nicht völlig bloß. Vor allem Gräser wie Chinaschilf oder Rutenhirse sollten Sie am besten gar nicht beschneiden – diese Pflanzen entfalten erst im Herbst und Winter ihre volle Pracht und sind ungeschnitten zudem besser vor Frost und Kälte geschützt.

Wenn Ihre winterharten Stauden zu welken beginnen, müssen Sie die braunen Blätter nicht unbedingt entfernen. Die abgestorbenen Pflanzenteile bilden im Winter auf Ihrem Gartenbeet eine ideale natürliche Schutzdecke gegen die Kälte.

Stauden winterfest machen

5. Stauden winterfest machen

Die meisten Stauden brauchen keinen besonderen Winterschutz, da sich ihre überirdischen Pflanzenteile in der kalten Jahreszeit zurückziehen oder absterben. Einige winterharte Stauden wie das Pampasgras vertragen allerdings Feuchtigkeit nicht so gut – eine bewährte Methode ist es, diese Pflanzen zusammenzubinden. Bündeln Sie einfach die Blätter und drehen Sie die Spitze ein – das Ganze fixieren Sie dann mit einem Bindfaden. Der Regen rinnt so außen an der Pflanze entlang und im Inneren entsteht keine Fäulnis. Um die Wurzeln des Pampasgrases schichten Sie als Schutz am besten zusätzlich Laub auf – um Staunässe zu verhindern, sollte der Boden dafür aber gut aufgelockert sein. Etwas empfindlichere Pflanzen wie die Fuchsie oder der Provence-Lavendel sind in unseren Breiten nicht wirklich winterhart und sollten in der kalten Jahreszeit mit einer Schicht aus Tannenreisig oder Fichtenzweigen geschützt werden. Trotz der Kälte brauchen Ihre Stauden auch im Winter etwas Wasser – die Menge ist aber wesentlich geringer als in den wärmeren Monaten. Stauden, die unter Wassermangel leiden, sind leicht an den eingerollten Blättern zu erkennen. Gießen Sie Ihre Stauden am besten vor dem ersten Frost.

6. Fazit

Winterharte Stauden eignen sich hervorragend, wenn Sie nur wenig Zeit für die Pflege Ihres Gartens aufwenden möchten und pflegeleichte Pflanzen suchen. Die Stauden sind, die richtige Standort-Wahl vorausgesetzt, regelrechte Überlebenskünstler und wachsen mehrere Jahre lang ohne große Zuwendung in Ihrem Garten – und sind dabei auch noch dekorativ.

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