Kräuter

Frische Kräuter im Garten
Frische Kräuter dürfen in keiner guten Küche fehlen: Ob zum Salat, für Soßen oder im Quark, die grünen Geschmackswunder peppen jedes Essen auf. Angebaut im eigenen Garten, punkten die Pflanzen außerdem durch eine frische Duftnote und sind auch noch hübsch anzuschauen. Dabei ist die Auswahl an Kräutern groß – doch welche sind die beliebtesten? Und wie pflanzen Sie Schnittlauch, Petersilie und Co. im Kräuterbeet an?
1. Lavendel – Grüße aus der Provence 2. Bärlauch – Gemüse als Kraut
3. Thymian – farbenfroh und aromatisch 4. Salbei – eines der beliebtesten Kräuter gegen Erkältungen
5. Rosmarin – vom Mittelmeer ins deutsche Beet 6. Oregano – frischt die Pizza auf
7. Basilikum – nicht nur auf Tomate-Mozzarella lecker 8. Petersilie – darf bei den beliebtesten Kräutern nicht fehlen
9. Dill – lecker und nützlich 10. Schnittlauch – hält dem Winter stand
Lavendel

1. Lavendel – Grüße aus der Provence

Lavendel gehört zu den beliebtesten Kräutern. Zurecht: Seine kräftige Farbe und sein intensiver Duft wecken Erinnerungen an den letzten Urlaub in Frankreich. Zudem können Sie die lilafarbenen Blüten wunderbar zum Würzen von Fleischgerichten nutzen oder mit ihnen im Kleiderschrank Motten abwehren. Der Anbau von Lavendel ist dabei denkbar einfach: Die Staudenpflanze benötigt lediglich einen sonnigen und windgeschützten Platz, an der ihr keine Staunässe droht. An den Boden stellt Lavendel hingegen wenig Ansprüche, von Vorteil ist allerdings, wenn die Erde leicht kalkhaltig ist. Wichtig ist, dass Sie Ihren Lavendel nach der Blüte im Herbst deutlich zurückschneiden. So gewährleisten Sie, dass er auch im nächsten Jahr wieder kräftig ausschlägt.

Lavendel gibt es in vielen verschiedenen Sorten. Wollen Sie die Pflanze draußen überwintern, sollten Sie in Ihrem Garten Landalula angustifolia, den sogenannten "Echten Lavendel", anpflanzen. Andere beliebte Sorten, wie Kanarischer Lavendel oder Schopflavendel, können Sie im Blumenkübel drinnen überwintern lassen. Helle, kühle Räume sind hierfür optimal.

Bärlauch für Ihren Garten

2. Bärlauch – Gemüse als Kraut

Eigentlich ist Bärlauch eine Gemüsepflanze, doch wird er in der Küche zumeist wie andere Kräuter verwendet. Das als "wilder Knoblauch" bekannte Gewächs wird wegen seines würzig-scharfen Geschmacks und seiner heilenden Kräfte geschätzt: Bärlauch enthält viel Vitamin C und wirkt ungekocht antibakteriell. In Ihrem Garten können Sie Bärlauch entweder als Zwiebel oder als Samen einpflanzen. Wer sich für die eigene Aussaat entscheidet, muss ein wenig Geduld mitbringen: Als sogenannte Kaltkeimer kommen die Samen im Januar oder Februar in die Erde und brauchen dann ein bis zwei Jahre, bis sie ausschlagen. Schneller wächst Bärlauch, wenn Sie ihn als Zwiebel oder sogar schon als fertige Pflanze ins Beet setzen. Im Gegensatz zu den meisten beliebten Kräutern mag es diese Pflanze gerne halbschattig bis schattig. Bei der Standortwahl sollten Sie außerdem darauf achten, dass der Boden möglichst humusreich ist und viel Kalk enthält, gegebenenfalls helfen Sie mit Dünger etwas nach. Da Bärlauch ein stark wucherndes Gewächs ist, benötigt er zudem viel Platz. Soll sich die Pflanze in Ihrem Garten nicht unkontrolliert ausbreiten, sollten Sie beim Anbau ein Wurzelschutzvlies mit einsetzen.

Thymian für Ihren Garten

3. Thymian – farbenfroh und aromatisch

Ein Fest für die Sinne ist Ihnen mit dieser beliebten Kräuterart garantiert: Thymian betört durch seinen würzigen Geschmack und punktet mit seinen rosafarbenen bis violettblauen Blüten. In der Küche kommt das Mittelmeer-Kraut bei Fisch- und Fleischgerichten zum Einsatz, aber auch als Tee soll die Pflanze wohltuend für die Gesundheit sein. Beim Anbau von Thymian ist vor allem reichlich Sonne wichtig: Je mehr Licht die Pflanze erhält, desto mehr Aromen kann sie entwickeln. Im Frühjahr säen Sie diese Kräuterart am besten auf der Fensterbank oder im Gewächshaus aus. Im Mai dürfen die kleinen Pflänzlein dann ins Freiland ziehen. Sie können das duftende Kraut auf nährstoffarmen Boden anpflanzen – im Steingarten gedeiht es besonders gut. Weiteres Plus: Trotz seiner sonnigen Herkunft übersteht Thymian auch deutsche Winter. Dazu müssen Sie die Pflanze lediglich mit Tannenzweigen und Stroh bedecken. Nach dem letzten Frost - spätestens im Mai - können Sie den Thymian etwas zurückschneiden. Wie auch bei anderen Kräutern haben Sie bei Thymian die Wahl zwischen verschiedenen Sorten. Häufig wird der "Echte Thymian", Thymus Vulgaris, angepflanzt. Sie können sich aber auch für kriechende Arten oder verschiedene Blütenfarben entscheiden. Geschmacklich finden auch Orangen-Thymian oder Zitronen-Thymian großen Anklang.

Salbei für Ihren Garten

4. Salbei – eines der beliebtesten Kräuter gegen Erkältungen

Salbei hilft nicht nur gegen Halsschmerzen und Erkältungen, das Heilkraut wird wegen seines Geschmacks auch gerne beim Kochen verwendet. Wenn Sie einen sonnigen Standort mit relativ trockenem, kalkhaltigen Boden finden, können Sie die Pflanze ohne Weiteres auch in Ihrem Garten anbauen. Der April eignet sich am besten, um Salbei auszusäen. Wer lieber schon fertige Pflanzen ins Beet setzen möchte, muss sich bis Mitte Mai gedulden. Da Salbei ähnlich wie Minze oder Melisse stark wuchert, sollten Sie die Exemplare nicht zu dicht aneinander setzen. Ein Abstand von circa 50 Zentimetern lässt den Pflanzen genügend Raum zur Entfaltung. Auf Dünger kann Salbei zum größten Teil verzichten. Wollen Sie der Pflanze etwas Gutes tun, denken Sie im Herbst an einen ordentlichen Beschnitt. Mit Beginn der Blüte ist die beste Zeit, um die Blätter zu ernten: Dann ist das Aroma besonders stark. Um möglichst lange etwas von Ihrem Salbei zu haben, können Sie die Blüten entfernen, bevor diese Samen bilden. So wachsen neue Blüten und das Aroma in den Blättern bleibt erhalten. Im Beet können die Kräuter mit ein wenig Schutz, etwa durch Reisig oder Tannenzweige, überwintern. Haben Sie die Pflanze im Topf angepflanzt, sollten Sie die Blumenkübel lieber mit nach drinnen nehmen oder mit einem Vlies ummanteln.

Rosmarin für Ihren Garten

5. Rosmarin – vom Mittelmeer ins deutsche Beet

Rosmarin liebt es wie Thymian oder Lavendel sehr sonnig und trocken. Am besten gedeihen die beliebten Kräuter daher an einer windgeschützten Südwand Ihres Hauses. Da die Pflanze nicht hundertprozentig winterhart ist, wird sie meist im Topf angepflanzt, sodass sie im Oktober ins Haus geholt werden kann. Wie auch bei anderen beliebten Kräutern haben Sie die Wahl, ob Sie die Pflanze mit den nadelartigen Blättern als Samen oder Steckling aufziehen wollen. Entscheiden Sie sich für die Aussaat, können Sie damit im März oder April beginnen. Um die Keimlinge vor Frost zu schützen, ist es aber ratsam, die Saat im Gewächshaus oder auf der Fensterbank hochzuziehen. Als mediterranes Gewächs fühlt sich Rosmarin in trockener, lockerer Erde am wohlsten und benötigt wenig Wasser. Dafür kann eine Drainage im Boden das Wachstum fördern. Einen Rückschnitt benötigt diese Kräuterpflanze nicht.

Oregano für Ihren Garten

6. Oregano – frischt die Pizza auf

Für Liebhaber selbstgemachter Pizza ist Oregano im Garten ideal. Das mediterrane Würzkraut fühlt sich an stark sonnigen Plätzen wohl und darf ab Mai ins Freiland ziehen. Staunässe sollten Sie auch bei diesem Kraut vermeiden. Ansonsten erfreut Oregano Gärtner mit seinem pflegeleichten Naturell. Ein wenig Beschnitt nach der Blüte und etwas Kompost genügen, damit der "Wilde Majoran" wächst und gedeiht. Selbst der Winter setzt dem Gewächs kaum zu – wer auf Nummer sicher gehen will, bedeckt die Pflanze zum Schutz dennoch mit Zweigen oder Stroh.

Basilikum für Ihren Garten

7. Basilikum – nicht nur auf Tomate-Mozzarella lecker

Basilikum hat einen mediterranen Ursprung, ist inzwischen aber auch bei den Deutschen sehr beliebt. Der Klassiker zu Tomate-Mozzarella ist als Pflanze relativ empfindlich und wird deswegen häufig nur auf der Fensterbank gezogen. Dabei sind die Sommermonate optimal, um das Königskraut auch im eigenen Garten anzubauen. Mit der Aussaat können Sie auf der heimischen Fensterbank sogar schon im April beginnen. Zwar wächst Basilikum auch im Beet, im Topf haben Sie aber vermutlich länger etwas von den aromatischen Blättern, da Schnecken sie hier nicht so leicht anknabbern können. Fallen die Temperaturen unter zehn Grad, können Sie den Topf außerdem einfach ins Haus holen. Auf die gleiche Weise schützen Sie ihn ebenso leicht vor zu viel Regen. Als Standort bevorzugt Basilikum einen warmen und hellen Platz, an dem ihm aber keine direkte Mittagssonne drohen darf. Im Gegensatz zu vielen anderen beliebten Kräutern braucht diese Pflanze einen nährstoffreichen Boden: Statt der nährstoffarmen Kräutererde sollten Sie hier besser klassische Blumenerde verwenden. Zudem ist es sinnvoll, die Pflanze im Freiland alle sechs Wochen und im Topf sogar einmal pro Woche zu Düngen. Zurückgeschnitten wird Basilikum in der Regel nicht, bei der Ernte sollten Sie die Blätter aber mit einem Messer oder einer Schere entfernen, statt sie bloß abzurupfen. Wenn Sie Tomatenpflanzen haben, lohnt es sich, das Basilikum daneben oder dazwischen anzubauen, denn die grünen Blätter schützen vor Mehltau und dem Tomatenholzwurm.

Petersilie

8. Petersilie – darf bei den beliebtesten Kräutern nicht fehlen

Petersilie ist in der deutschen Küche kaum wegzudenken und gedeiht auch in den heimischen Gärten sehr gut. Am einfachsten ziehen Sie die Samen auf der Fensterbank und setzen die Jungpflanzen schließlich schon im März ins Freiland. Als Standort bevorzugen die beliebten Kräuter einen halbschattigen Platz, an dem sich keine Staunässe bilden kann. Da die Pflanzen aber sehr langsam wachsen, sollten Sie relativ viele Keimlinge setzen, um eine ausreichende Ernte sicherzustellen. Im Winter braucht Petersilie einen Schutz vor Frost – entweder durch eine Schutzschicht aus Zweigen und Stroh oder ein wärmeres Quartier in den eigenen vier Wänden.

Dill für Ihren Garten

9. Dill – lecker und nützlich

Das sogenannte Gurkenkraut macht sich dank seines Geschmacks und seiner anspruchslosen Natur bei Köchen und Gärtnern gleichermaßen beliebt. Dill kann nahezu überall gedeihen, braucht aber relativ viel Wasser. Am besten säen Sie die Kräuter zwischen Salat, Möhren, Radieschen oder Zwiebeln aus, denn hier hält Dill mögliche Schädlinge fern. Von März bis August können Sie die Samen in die Erde setzen. Als einjährige Pflanze muss Dill jedes Jahr neu ausgesät werden. Die Samen der Pflanze können Sie jedoch ernten, dunkel und trocken aufbewahren und im nächsten Jahr wieder verwenden.

Schnittlauch für Ihren Garten

10. Schnittlauch – hält dem Winter stand

Schnittlauch gehört zu den Klassikern in Küche und Beet, denn er ist leicht zu pflegen und einfach mit der Schere zu ernten. Die Pflanze mit den grünen Halmen fühlt sich ebenso im Topf auf der Fensterbank wie auch im Gartenbeet wohl. Wenn Sie Schnittlauch draußen aussäen, ist er allerdings langlebiger, da er mehr Platz und Luft bekommt. Von März bis Juni können Sie die Samen in die Erde geben. Als mehrjährige Pflanze überlebt das Schnittlauch sogar den Winter und schlägt im Frühjahr wieder kräftig aus. Das Zwiebelgewächs punktet auch optisch mit seinen prächtigen violetten und blauen Blüten. Haben Sie es aber auf den würzigen Geschmack der Kräuterpflanze abgesehen, sollten Sie die Farbenpracht zugunsten des Aromas entfernen.

11. Fazit

Nahezu alle beliebten Kräuter können in den Sommermonaten gut im heimischen Garten gedeihen. Die Auswahl ist groß und je nach Herkunft variieren die Bedürfnisse der Pflanzen. Mediterrane Gewächse wie Rosmarin, Lavendel oder Thymian brauchen viel Sonne und wenig Nährstoffe im Boden. Petersilie und Bärlauch hingegen werden schon mit wenig Sonne oder gar im Schatten glücklich. Die Produktinformationen bei OBI geben über den konkreten Bedarf Aufschluss – sollten Sie dennoch unsicher sein, können Sie dort Mitarbeiter um Rat fragen.

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