Mischkultur – Vielfalt mit Obst und Gemüse

Familie gärtnert gemeinsam.

Wer Obst und Gemüse im eigenen Garten anbaut, trennt die einzelnen Sorten häufig nach Beeten ab. Es ergibt aber durchaus Sinn, verschiedene Arten in ein Beet zusammen zu pflanzen: Machen Sie sich die Symbiose von Obst- und Gemüsegewächsen mit der sogenannten Mischkultur zunutze. Welche Sorten als Nachbarn prächtig harmonieren und welche Sie in jedem Fall besser getrennt kultivieren, lesen Sie in unserem Ratgeber.

1. Warum sich eine Mischkultur im Gemüsebeet lohnt 2. Planung und Sortenkombinationen für die Mischkultur
3. Symbiose von Obst- und Gemüsegewächsen – bewährte Mischkultur-Kombinationen 4. Mischkultur mit Kräuterpflanzen
Familie pflanzt Spinat an.

1. Warum sich eine Mischkultur im Gemüsebeet lohnt

Mischkultur bedeutet, verschiedene Obst- und Gemüsesorten im selben Abschnitt des Gartens zu pflanzen. Bestimmte Pflanzen gehen eine Symbiose ein, sie nutzen einander also gegenseitig. Der bunte Mix im Beet bringt zahlreiche Vorteile mit sich: In der Regel gedeihen die Pflanzen mit unterschiedlichen Nachbarn besser, als wenn Sie nur ihresgleichen in der Umgebung vorfinden – Stichwort Monokultur. Der Grund dafür sind die unterschiedlichen Bedürfnisse unterschiedlicher Gewächse. Teilen sich die richtigen Pflanzen ein Beet, ergänzen diese sich in ihrem Nährstoff- und Mineralienbedarf. Ein weiterer Nutzen der Mischkultur sind die Stoffe, die Pflanzen selbst an die Erde abgeben. Sie können den Nachbargewächsen im Beet unter Umständen nutzen, etwa indem sie Schädlinge fernhalten.

Wenn Sie nur wenig Platz zum Anbau haben, können Sie mit Mischkulturen den Platz im Beet optimal ausnutzen, denn hier werden die Pflanzen sehr dicht aneinander gesetzt. Weniger nackte Erde bedeutet in dem Fall auch, dass sich weniger Unkraut bilden kann und Wasser nicht so schnell verdunstet – lesen Sie im Ratgeber, wie Sie Unkraut entfernen. Besonders im Bio-Landbau wird diese schonende Art der Gemüsekultivierung gerne angewendet, aber auch für den Hausgarten bietet sich ein Beet in Mischkultur an.

Gärtnerin sät Samen.

2. Planung und Sortenkombinationen für die Mischkultur

Richtige Nachteile verbergen sich hinter der Mischkultur nicht. Dafür ist der Planungsaufwand etwas höher, als wenn Sie alle Gemüse- und Obstsorten getrennt voneinander anbauen. Nicht alle Pflanzen vertragen sich als Nachbarn: Vor der Aussaat müssen Sie also Nährstoffbedarf, Erntezeit und Standortbedürfnisse der jeweiligen Exemplare abgleichen und aufeinander abstimmen.

Damit Schädlinge zum Beispiel abgewehrt und nicht angelockt werden, sollten Sie zwischen Pflanzenarten, die zur gleichen Familie gehören, möglichst großen Abstand halten. Kohl und Radieschen sollten als Kreuzblütler nicht im gleichen Beet gedeihen, ebenso wenig wie die Doldenblütler Möhre und Sellerie oder die Schmetterlingsblütler Erbsen und Bohnen. Ansonsten steigt ihre Anfälligkeit für Krankheiten.

 

Basilikum Buschbohne Endivie Erbse Erdbeere Kohlsorten Kopfsalat Lauch Mangold Tomate

Basilikum

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Buschbohne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Endivie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erbse

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erdbeere

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kohlsorten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kopfsalat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lauch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mangold

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Radieschen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sellerie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tomate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gute Nachbarn

 

Neutral

 

Ungünstige Nachbarn

Doch keine Sorge – eine Mischkultur ist nicht so kompliziert, wie es vielleicht klingen mag. In der Mischkulturtabelle sehen Sie auf einem Blick, welche Sorten gut miteinander harmonieren und welche sie besser nicht ins gleiche Beet setzen.

So können Sie relativ einfach einen Plan für das ganze Gartenjahr erstellen. Im OBI Ratgeber „Anzucht von Gemüse“ finden Sie weitere Informationen dazu, welche Sorten besonders gut harmonieren oder lesen Sie doch mal nach, wie Sie Ihre Ernte durch Berücksichtigung der Fruchtfolge noch verbessern können.

Gärtner erntet.

3. Symbiose von Obst- und Gemüsegewächsen – bewährte Mischkultur-Kombinationen

Anhand einiger Beispiele werden das Prinzip sowie der Nutzen der Mischkultur besonders deutlich. Es hat sich beispielsweise bewährt, Möhren und Zwiebeln nebeneinanderzusetzen, da sie so gegenseitige Schädlinge wie die Zwiebel- und Möhrenfliege fernhalten. Sellerie und Kohl schützen sich gegenseitig vor Sellerierost und den Raupen des Kohlweißlings. Wenn Sie Tomaten oder Sellerie neben Ihre Buschbohnen pflanzen, beugen Sie einem Befall durch Blattläuse vor. Radieschen und Rettich werden häufig vom sogenannten Erdfloh heimgesucht. Auch hier kommt die Hilfe aber direkt aus der Natur: Salat als Beetnachbar bietet in diesem Fall Schutz. Und wer seine leckeren Erdbeeren nicht mit Wühlmäusen oder Schnecken teilen will, setzt einfach Zwiebelgewächse, wie z. B. Knoblauch, zwischen die Fruchtpflanzen.

Bei der Mischkultur steht aber nicht nur die Abwehr von Schädlingen, sondern auch die optimale Nutzung der Anbaufläche im Mittelpunkt. Schlanke Gemüse wie die Endivie werden so zum Beispiel mit breit wachsenden Sorten wie Grünkohl kombiniert. Auch der Platz unter der Erde wird sinnvoll ausgenutzt, indem ein Tiefwurzler wie Mangold Radieschen oder Kerbel als Beetnachbarn erhält.

Blühender Schnittlauch im grünen Garten, davor ein Holz-Schild, auf dem Schnittlauch geschrieben steht.

4. Mischkultur mit Kräuterpflanzen

Nicht nur die Symbiose von Obst und Gemüse funktioniert, auch Kräuterpflanzen erfüllen zwischen anderen Sorten im Beet einen guten Zweck. Schnittlauch beispielsweise verhindert mit seinen ätherischen Ölen, dass Grauschimmel Erdbeerpflanzen zusetzt. Basilikum schützt Gurken vor frühem Mehltau und sichert die Befruchtung, indem es Bienen anlockt. Pflanzen Sie Majoran neben Ihre Möhren, hält er die lästigen Möhrenfliegen fern. Auch im Blumenbeet können Kräuter als Schutzschild fungieren. Salbei oder Lavendel helfen Rosen beim Gedeihen, indem sie Blattläuse abwehren. Bauen Sie in Ihrem Garten Johannisbeeren an, können Sie diese gut mit Wermutkraut kombinieren und so vor Säulenrost schützen.

Kräuter können ihre schützende Wirkung optimal entfalten, wenn sie nah neben ihrem Beetpartner wachsen. Achten Sie darauf, keine großen Lücken in den Mischkulturen zu lassen.

Machen Sie sich die unterschiedlichen Nährstoff-, Mineralien- und Platzbedürfnisse unterschiedlicher Pflanzen zunutze und nehmen Sie sich bei der Beetplanung etwas Zeit, um Gemüse- und Obstpflanzen optimal zu kombinieren. So erübrigt sich die Gefahr von Schädlingsbefall oftmals von selbst und Ihre Ernte wird noch üppiger.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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