Winterfester Gartenteich

So machen Sie Ihren Teich winterfest
Mit Anbruch der kalten Jahreszeit müssen Sie einige Dinge beachten, um Ihren Teich winterfest zu machen. Damit das empfindliche Ökosystem die Wintermonate gut übersteht und Sie im Frühjahr keine böse Überraschung erleben, sollten Sie schon im Herbst einige Maßnahmen ergreifen – vor allem, wenn Sie Tiere in Ihrem Teich halten, sind besondere Vorkehrungen notwendig.
1. Teichtechnik vor Frost schützen 2. Herbstlaub und Faulschlamm entfernen
3. Fische vor dem Winter aus dem Teich nehmen 4. Teichpflanzen vor dem Winter beschneiden
5. Eisfreihalter in den Teich setzen 6. Fazit:
Teichtechnik vor Frost schuetzen

1. Teichtechnik vor Frost schützen

Um Ihren Teich winterfest zu machen, sollten Sie bereits im Herbst mit den ersten Vorbereitungen starten. Spätestens, sobald die Wassertemperatur dauerhaft unter 10 Grad Celsius sinkt, sind einige Arbeiten erforderlich. Zunächst sollten Sie Ihre Teichpumpe vor dem ersten Frost schützen – wenn das Wasser in Ihrem Teich gefriert, kann es nämlich einen so starken Druck erzeugen, dass das Förderrad der Teichpumpe sich verbiegt und das Gerät somit unbrauchbar wird. Daher sollten Sie Ihre Teichpumpe im November abschalten, leerlaufen lassen und dann bis zum Frühjahr in einem frostfreien Raum lagern. Die Pumpen können Sie in Wasser aufbewahren, das mit Pflegemittel versetzt wurde. Damit verhindern Sie, dass die Dichtungen austrocknen, porös und hart werden. Im Fachhandel gibt es mittlerweile aber auch Teichpumpen, denen der Frost nichts anhaben kann. Bei Tauchpumpen genügt es, wenn Sie die Geräte in eine frostsichere Wassertiefe ab etwa 80 Zentimetern stellen. Filteranlagen sollten Sie hingegen trocken lagern. Ähnliches gilt für Wasserspiele und Fontänen im Teich, sofern diese nicht frostfest sind. Strahler und Unterwasserlampen sind ebenfalls vor Einbruch des Winters abzumontieren.

Herbstlaub und Faulschlamm entfernen

2. Herbstlaub und Faulschlamm entfernen

Um Ihren Teich winterfest zu machen, ist eine gründliche Reinigung im Herbst unerlässlich. So sollten Sie unbedingt auf dem Wasser schwimmendes Laub mit einem Kescher entfernen – sonst saugt sich das Laub mit Wasser voll, sinkt auf den Grund des Teiches und wird dort zu Faulschlamm. Dieser kann im Winter durch Fäulnisprozesse Schwefelwasserstoffgas und Methan freisetzen. In zugefrorenen Teichen können diese Gase nicht entweichen und lösen sich im Wasser auf. Fischen wird dadurch der Sauerstoff geraubt und sie ersticken! Faulschlamm bildet zudem einen idealen Nährboden für Algen. Das Abfischen des Laubs mit dem Kescher sollte mindestens alle zwei Tage stattfinden, ist jedoch etwas zeitaufwendig. Alternativ können Sie Ihren Gartenteich auch mit einem Laubschutznetz bedecken und so vor herabfallendem Laub schützen. Die optimale Maschenweite beträgt 20 Millimeter. Für einen winterfesten Teich sollten Sie zudem vor Anbruch der kalten Jahreszeit einen Großteil des Faulschlamms mit einem Schöpfeimer am Stiel oder einem elektrischen Teichschlammsauger entfernen. Über eine regelbare Ansaugdüse, die von zwei bis auf zehn Millimeter eingestellt werden kann, wird mit dem Gerät der Teichschlamm in einen Behälter gesaugt.

Der entfernte Faulschlamm muss nicht wegschmissen werden, da er ist sehr nährstoffhaltig ist. Sie können ihn entweder in dünnen Lagen auf den Kompost, oder direkt als Dünger auf dem Gartenbeet ausbringen.

Fische vor dem Winter aus dem Teich nehmen

3. Fische vor dem Winter aus dem Teich nehmen

Um Ihren Teich winterfest zu machen, müssen Sie sich natürlich auch um die Bewohner des Gewässers kümmern. Fische können in einem Gartenteich mit einer Tiefe von mindestens 80 Zentimetern überwintern. Mit Anbruch des Winters ziehen sich die Tiere in die tiefen Zonen des Teiches zurück und fallen ab einer Wassertemperatur von 8 Grad Celsius in eine Art Winterstarre. Ihre Fische verbrauchen dann nur wenig Sauerstoff und nehmen auch keine Nahrung mehr auf. Sie müssen allerdings dafür sorgen, dass der Teich eisfrei bleibt. Bei flacheren Teichen sollten Sie die Tiere hingegen sicherheitshalber aus dem Teich nehmen. Stecken Sie die Teichfische aber nicht einfach ins Wohnzimmeraquarium, sondern richten Sie ein spezielles Winterquartier in einem möglichst kühlen und ruhigen Raum ein. Abhängig von der Art des Fisches sollte die Wassertemperatur zwischen 4 und 7 Grad Celsius liegen, bei Kois sind sogar Temperaturen von über 15 Grad Celsius ratsam.

Teichpflanzen vor dem Winter beschneiden

4. Teichpflanzen vor dem Winter beschneiden

Ihre Pflanzen am Teich sollten Sie ebenfalls winterfest machen: Die vergilbten Blätter von Seerosen und anderen Schwimmpflanzen sollten Sie mit einer speziellen Teichschere möglichst weit unten abschneiden. Die abgeschnittenen Blätter entfernen Sie mit einem Kescher oder einem Greifwerkzeug. Die meisten Seerosen können im Teich überwintern, sofern dieser tiefer als 80 Zentimeter ist. Bei dichten Seerosenbeständen sollten Sie bereits Ende Oktober alle abgestorbenen Schwimmblätter entfernen, bevor diese auf den Teichgrund sinken und dort zu Faulschlamm werden. Frostgefährdete Pflanzen wie Wasserhyazinthen oder tropische Seerosen müssen Sie aus dem Gartenteich holen und in einem Spießbottich an einem hellen und frostfreien Platz im Keller überwintern lassen. Die Pflanzen lassen sich einfacher aus dem Gartenteich holen, wenn Sie in einem Pflanzkorb gepflanzt wurden.

Ihre Unterwasserpflanzen können Sie vorsichtig mit einem normalen Rechen auslichten – entfernen Sie aber nicht alle Pflanzen, da diese Sauerstoff für die Fische im winterlichen Teich liefern! Uferpflanzen wie Schilf oder Röhricht sollten Sie im Herbst ebenfalls etwas ausdünnen, aber nicht vollständig entfernen. Nur sehr stark wuchernde Uferpflanzen können Sie auf Stängel mit einer Länge von 15 Zentimetern über der Wasseroberfläche zurückschneiden. Die Uferpflanzen sorgen nämlich auch im Winter bei geschlossener Eisdecke für den Gasaustausch im Gartenteich. Sie fungieren quasi als Strohhalme.

Eisfreihalter in den Teich setzen

5. Eisfreihalter in den Teich setzen

Vor Beginn der ersten Frostperiode sollten Sie bereits Ihren Eisfreihalter in den Gartenteich setzen. Diese Geräte verhindern das Zufrieren des gesamten Teiches und das Ersticken der Fische durch Sauerstoffmangel oder zu hohe Faulgaskonzentration im Wasser. Einfache Eisfreihalter bestehen aus einem Styropor-Ring mit Abdeckhaube; es gibt im Fachhandel aber auch aufwendigere Varianten mit Senkkammern und Pumpsystem. Tipps, wie Sie Ihren Gartenteich im Winter eisfrei halten, finden Sie hier [Link: Basiswissen_Gartenteich eisfrei halten]. Ein wichtiger Hinweis zum Schluss: Ein oberflächlich vereister Gartenteich ist im Winter auch eine Gefahr für Kinder, die das Gewässer unterschätzen und schnell einbrechen können. Denken Sie daher auch im Winter an die richtige Teichsicherung Teichsicherung.

6. Fazit:

In Ihrem Garten dürfen Sie bei den Vorbereitungen auf die kalte Jahreszeit auf keinen Fall vergessen, Ihren Teich ebenfalls winterfest zu machen. Entnehmen Sie technische Geräte aus dem Gartenteich, fischen Sie herabfallendes Laub ab und denken Sie auch an Ihre Fische und Pflanzen – dann haben Sie auch im nächsten Frühjahr wieder genauso viel Freude an Ihrem Gartenteich wie im Jahr zuvor.

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