Teich anlegen

Teich anlegen_Die Materialien und Geraete brauchen Sie
Die meisten Geräte, die Sie benötigen, wenn Sie einen Teich anlegen möchten, gehören zur Standardausstattung eines Gartenbesitzers. Spezialwerkzeuge braucht es nicht, dafür aber das Material zur Auskleidung der Grube: entweder in Form einer Teichfolie oder eines Teichbeckens. Bevor es losgehen kann, sollten Sie sich genügend Zeit zur Standortwahl und zur Planung des Gartenteichs nehmen.
1. Grube für den Gartenteich ausmessen: So klappt's 2. Der aufwendigste Schritt: Der Aushub
3. Teich flexibel anlegen mit Folie 4. Die bequeme Variante: Teich anlegen mit einem Teichbecken
5. Diese Materialien benötigen Sie zum Teichanlegen
Grube für den Gartenteich ausmessen_So klappt's

1. Grube für den Gartenteich ausmessen: So klappt's

Für einen Gartenteich ist ein ebenes Gelände ideal. Leichte Neigungen lassen sich jedoch ausgleichen oder direkt für einen Bachlauf nutzen. Letzterer kann schon mit einem Gefälle von einem Prozent angelegt werden. Um Höhenunterschiede zu messen, verwenden Sie am besten eine Wasserwaage. Ansonsten tut es auch ein Zollstock. Nachdem Sie sich für einen geeigneten Standort entschieden haben, an dem Sie Ihren Teich anlegen möchten, sollten Sie das Gelände abstecken – am besten direkt in drei Bereichen: einem 10 Zentimeter tiefen Sumpfbereich, einer 30 Zentimeter tiefen Sumpfzone und einer Tiefwasserzone. Diese sollte eine Mindesttiefe von 60 Zentimetern aufweisen. Zum Abteilen benötigen Sie ein Maßband, einen Hammer und Holzpflöcke. Mithilfe einer Richtschnur, einer Messlatte oder eines Gartenschlauchs können Sie nun die Größe und Form des Gartenteichs markieren. Lassen Sie dabei etwas Platz zu angrenzenden Gartenarealen – das Ausmessen und Abstecken ist niemals zu hundert Prozent präzise. Wenn Sie das Teichbecken in die Grube einlassen oder die Folie auslegen, kann es sein, dass Sie noch etwas nachbessern müssen. Um möglichst wenig Folgearbeit zu haben, sollten Sie regelmäßig die Einhaltung der Maße prüfen.

Der aufwendigste Schritt_Der Aushub

2. Der aufwendigste Schritt: Der Aushub

Nun geht es an die Arbeit: Der Aushub gilt als aufwendigste und kraftraubendste Angelegenheit beim Teichanlegen. Gruben für kleine Teiche können Sie mit einem Spaten und einer Schaufel ausheben. Mithilfe einer Spitzhacke lässt sich der Boden etwas auflockern – insbesondere dort, wo viele Steine enthalten sind. Zum Abtransport der Erde benötigen Sie eine Schubkarre – und viel Muskelkraft. Möchten Sie einen großen Teich anlegen, zum Beispiel einen Schwimmteich, ist ein Bagger empfehlenswert. Diesen können Sie wie viele andere nützliche Geräte bei OBI mieten.

Die Menge des Aushubs ist nicht zu unterschätzen. Planen Sie rechtzeitig, was mit der Erde passieren soll. Einen Teil davon können Sie beispielsweise zum Einschlämmen, zur Befestigung des Teichrandes und für die Uferzone verwenden. Für die Befestigung von Teichpflanzen eignet sich die frische Erde jedoch nicht: Sie enthält zu viele Nährstoffe, welche das Algenwachstum im Wasser begünstigen. Nutzen Sie daher spezielle Teicherde, die besonders nährstoffarm ist.

Teich flexibel anlegen mit Folie

3. Teich flexibel anlegen mit Folie

Wer einen Teich anlegen will, hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Folien. Eine sehr günstige und flexible Variante ist Teichfolie aus PVC. Die Preise für den Quadratmeter Teichfolie können je nach Dicke variieren. Hierbei gibt es Folien zwischen 0,5 und 2 Millimetern. Sie können die Folie passend zu Ihren Vorstellungen bezüglich der Form des Gartenteichs entweder selbst zusammenschweißen oder sich dafür Hilfe holen. Für eine geschweißte Maßanfertigung müssen Sie mit einem Aufpreis rechnen.

Wie viel Teichfolie Sie benötigen, um einen Teich anzulegen, können Sie entweder online anhand von einem Teichplaner kalkulieren, oder Sie berechnen die Größe mit dieser Formel:

  • Folienlänge = Teichlänge + 2x Teichtiefe + 60 cm Rand
  • Folienbreite = Teichbreite + 2x Teichtiefe + 60 cm Rand

Kalkulieren Sie nicht zu knapp: Etwa 60 Zentimeter Randzugabe sind nötig, um die Folie später am Teichrand zu fixieren. Bei milden Temperaturen ab 15 Grad lässt sich die Teichfolie am einfachsten glattziehen.

Die bequeme Variante_Teich anlegen mit einem Teichbecken

4. Die bequeme Variante: Teich anlegen mit einem Teichbecken

Eine praktische Alternative zur Teichfolie ist ein Teichbecken. Das ist zwar oft etwas teurer als die Folie, dafür ist es noch robuster und einfacher einzubauen. Die einzelnen Teichzonen sind bereits in das Becken eingearbeitet – das vereinfacht den Einsatz einer Pumpe und die Bepflanzung. Ein Teichbecken besteht entweder aus Polyethylen (PE) oder glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Beides ist sehr abrieb- und stoßfest, bedarf aber einer regelmäßigen Reinigung. Der Algenwuchs tritt nämlich in kleinen Teichbecken meist stärker als in großen Folienteichen auf.

5. Diese Materialien benötigen Sie zum Teichanlegen

Unabhängig davon, ob Sie mit einer Teichfolie oder einem Teichbecken einen Teich anlegen möchten, benötigen Sie folgende Materialien: ein Schutzvlies, Sand, Kieselsteine, Teicherde und gegebenenfalls Pflanzkörbe. Das Gartenteichvlies besteht aus langlebigem Kunststoff, ist extrem widerstandsfähig und schützt vor Beschädigungen durch spitze Steine oder Wurzeln. Trotz Vlies sollten Sie möglichst alle spitzen Gegenstände vom Grund der Grube entfernen.

Die OBI GmbH & Co. Deutschland KG schließt bei nicht sach- und fachgerechter Montage entsprechend der Anleitung sowie bei Fehlgebrauch des Artikels jede Haftung aus. Ihre gesetzlichen Ansprüche werden hierdurch nicht eingeschränkt. Achten Sie bei der Umsetzung auf die Einhaltung der persönlichen Sicherheit, tragen Sie, wenn notwendig, entsprechende Schutzausrüstung. Elektrotechnische Arbeiten dürfen ausschließlich von Elektrofachkräften (DIN VDE 1000-10) ausgeführt werden. Bei dem Aufbau der Artikel müssen die Arbeiten nach BGV A3 durchgeführt werden. Führen Sie diese Arbeiten nicht aus, wenn Sie mit den entsprechenden Regeln nicht vertraut sind. Wir sind um größte Genauigkeit in allen Details bemüht.

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