Teichsicherung

Teichsicherung

Ein Gartenteich ist nicht nur eine Quelle der Entspannung, er kann vor allem für Kinder auch eine unterschätzte Gefahrenquelle sein. Besonders gefährdet sind dabei Kleinkinder, die noch nicht schwimmen gelernt haben. Genauso wie auf Erwachsene wirkt ein Gartenteich auf Kinder stets faszinierend und anziehend, sie können aber die Wassertiefe oftmals nicht richtig einschätzen.

Selbst gewissenhafte Eltern können ihre Augen nicht immer überall haben – wenn Sie darüber nachdenken, einen Teich in Ihrem Garten anzulegen, sollten Sie daher auf eine entsprechende Teichsicherung achten. Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Teich zu sichern. Wertvolle Tipps dafür erhalten Sie hier.

1. Sicherheitsrisiken schon bei der Gartenteich-Planung reduzieren 2. Teichsicherung mit einem Zaun
3. Teichsicherung mit einem Netz 4. Warnmelder zur Teichsicherung
5. Fazit
Sicherheitsrisiken schon bei der Gartenteich-Planung reduzieren

1. Sicherheitsrisiken schon bei der Gartenteich-Planung reduzieren

Schon bei der Planung Ihres Gartengewässers können Sie viel zur späteren Teichsicherung beitragen. Ein Gartenteich mit einem flach abfallenden Ufer ist beispielsweise für Kinder wesentlich ungefährlicher als ein Teich mit einem Steilufer. Denn wenn das Ufer des Gartenteiches sofort steil abfällt, hat ein hineingefallenes Kind oftmals nicht die Möglichkeit, sich aus eigener Kraft herauszuziehen. Verwenden Sie beim Anlegen des Ufers für eine gute Teichsicherung raue Natursteine – bei Rändern aus Holz oder glatten Pflastersteinen ist die Rutschgefahr vor allem bei Nässe zu groß.

In der Tiefwasserzone des Gartenteiches können Sie große Steine auslegen, die das Gewässer flacher gestalten. Die Wege um den Gartenteich sollten Sie nicht direkt neben dem Gewässer anlegen, sodass Kinder sie sicher benutzen können. Zudem sollten Sie den Gartenteich nicht unbedingt direkt vor dem Haus anlegen, da dort jedes Nachbarkind schnellen Zugang zum Wasser hat. Natürlich sollten Sie das Gewässer generell an einer gut einsehbaren Stelle

Teichsicherung mit einem Zaun

2. Teichsicherung mit einem Zaun

Die naheliegendste Variante der Teichsicherung ist vermutlich ein Zaun. Obwohl eine solche Umrandung für viele Gartenbesitzer aus optischen Gründen zunächst sicherlich nicht besonders verlockend klingt, kann ein Zaun mithilfe von Schilf oder Binsen gut in das Gesamtkonzept Gartenteich integriert werden. Bei der Teichsicherung mit einem Zaun sollten Sie unbedingt auf eine Höhe von mindestens einem Meter achten. Besonders einfach klappt die Teichsicherung mit einem Steckzaun aus Metall, Kunststoff oder Holz. Dieser Zaun kann sehr leicht umgesetzt und erweitert werden, zudem benötigt er kein Fundament. Sicherer ist jedoch ein stabiler Zaun, der im oberen Bereich zum Wasser hin im Winkel von 45 Grad abgeknickt ist. Dieser Winkel erschwert Kindern das Übersteigen des Zaunes.

Als Alternative zu einem Zaun eignet sich für die Teichsicherung auch eine dicht gepflanzte und somit undurchdringliche Hecke. Dafür bieten sich Buchsbäume oder Rosen an. Idealerweise planen Sie eine solche Hecke bereits beim Anlegen des Gartenteiches mit ein, sodass diese schnell die erforderliche Höhe erreicht. Wenn Sie keine eigenen Kinder haben und Ihren Gartenteich bei Besuch nur kurzfristig sichern wollen, können Sie anstelle eines Zauns oder einer Hecke auch eine mobile Umzäunung beispielsweise aus Segeltuchplane errichten. Die Plane wird mit einfachen Lochösen versehen und dann mit Eisenstangen im Boden versenkt.

Teichsicherung mit einem Netz

3. Teichsicherung mit einem Netz

Alternativ zu den genannten Möglichkeiten können Sie zur Teichsicherung auch ein reißfestes Netz verwenden, ähnlich denen zur Sicherung eines Swimmingpools. Die Netze sind günstig in der Anschaffung und stören weder die Tiere im Teich noch die Pflanzen – Teichpflanzen wachsen einfach durch die Maschen hindurch. Das Netz wird mit langen Haken, beispielsweise Zeltheringen, im Boden verankert.

Achten Sie unbedingt darauf, dass die Abstände zwischen Netz und Boden nicht zu groß werden, damit Kinder nicht einfach darunter hindurchkriechen können. Verwenden Sie Netze eher als zusätzliche Teichsicherung – dauerhafte Zäune sind das bessere Mittel, denn die Schutznetze haben sich nach Angaben der DLRG in der Praxis teilweise nicht bewährt.

Warnmelder zur Teichsicherung

4. Warnmelder zur Teichsicherung

Relativ neu ist die Möglichkeit der Teichsicherung mit sogenannten automatischen Warnmeldern. Die Warnmelder sehen aus wie kleine Plastikinseln und geben einen lauten Alarmton ab, sobald sie eine größere Bewegung im Wasser bemerken. Beim Einsatz eines solchen Gerätes müssen Sie unbedingt darauf achten, dass dieses stabil auf der Wasseroberfläche liegt. Gerade diese Stabilität entscheidet maßgeblich über die Zuverlässigkeit des Gerätes. So soll einerseits ein Fehlalarm durch zum Beispiel Wind vermieden werden, andererseits muss der Alarm aber auch zuverlässig ausgelöst werden, wenn die zuvor eingestellte Toleranzgröße überschritten wird.

Als Besitzer eines Gartenteiches sollten Sie sich jedoch nie allein auf dieses System verlassen, da das Warnsignal leicht überhört werden kann. Warnmelder sollten Sie daher stets nur als zusätzliche Variante der Teichsicherung ansehen.

5. Fazit

Ein Teich im eigenen oder im Nachbargarten kann eine Gefahr für kleine Kinder darstellten. Auch wenn Sie nur einen sehr flachen Teich im Garten haben, sollten Sie daher grundsätzlich immer auf die richtige Teichsicherung achten – ob mit einem Zaun, einem Netz oder einem Gitter unter der Wasseroberfläche. Egal, für welche Form der Teichsicherung Sie sich aber entscheiden, kleine Kinder sollten nie unbeaufsichtigt an einem Gewässer spielen. Außerdem sollten Sie Ihre Kinder immer über die Gefahren des Gartenteiches aufklären.

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