DOs & DONts

Manchmal ist es gar nicht so leicht zu erkennen, was bei der Gartenarbeit richtig ist und was falsch. Damit Sie auf Nummer sicher gehen können, stellen wir Ihnen jeden Monat passend zur Jahreszeit einige empfehlenswerte Tätigkeiten vor und sagen Ihnen, was Sie vermeiden sollten.

DOs

Staude
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Nützlinge fördern

Wenn Sie bunte Falter lieben und auch anderen nützlichen Insekten in Ihrem Garten Nahrungsquellen bieten möchten, sollten Sie möglichst Staudensorten mit ungefüllten Blüten pflanzen. Diese haben einen höheren Nektaranteil und die Staubgefäße und Fruchtknoten der Pflanzen sind für Insekten auch besser zugänglich als bei Sorten mit stark gefüllten Blüten. Wildstauden bieten sich ebenfalls an. Sie haben in der Regel von Natur aus nicht so viele Blütenblätter wie viele gezüchtete Sorten.

Unkraut bekämpfen
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Unkraut bekämpfen

Gegen Wildwuchs im Zier- oder Gemüsebeet kann man eigentlich nicht früh genug vorgehen. Schon wenn die ersten Triebe oder Sämlinge aus dem Boden spitzen, ist es Zeit, den Boden durchzuhacken und die Störenfriede zu entfernen. Andernfalls bilden sie eine unerwünschte Konkurrenz, die den Zier- und Nutzpflanzen Licht und Nahrung zum Wachsen nehmen. Einjährige Unkräuter haben meist kein ausgeprägtes Wurzelwerk. Diese lassen sich durch Jäten leicht herausrupfen. Hartnäckiger sind mehrjährige Unkräuter wie Giersch oder Löwenzahn, die Ausläufer oder tiefe Pfahlwurzeln bilden. Hier hilft dauerhaft nur das Ausstechen der gesamten Wurzel.

Brutzwiebeln
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Brutzwiebeln abtrennen

Einige Lauchsorten, aber beispielsweise auch einige Lilienarten bilden kleine Brutzwiebeln, die sich abtrennen lassen und für die Weitervermehrung eingepflanzt werden können. Beim Knoblauch beispielsweise bilden sich diese im Blütenboden oder bei der Feuerlilie in den Blattachseln. Auch die Zwiebel-Zahnwurz bildet kleine Brutzwiebeln. Dabei handelt es sich um Abkömmlinge, die das identische Erbgut der jeweiligen Pflanze tragen und deshalb auf diese Weise sehr leicht vegetativ vermehrt werden können. Stecken Sie die Brutzwiebeln (auch Bulbillen genannt) einfach zu zwei Dritteln ihrer Höhe in humose Blumen- oder Gartenerde, dann wächst daraus eine neue Pflanze heran.

Boden Mulchen
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Boden mulchen

Die beste Möglichkeit, einen nährstoffreichen und gleichbleibend feuchten Gartenboden zu erhalten, ist das Mulchen mit verschiedenen Materialien. Die Abdeckung der Bodenoberfläche bewirkt, dass das Bodenwasser nicht so schnell verdunstet und dass die Temperatur im Boden konstant bleibt, was wiederum das Bodenleben und damit die Humusbildung fördert. Außerdem wird auch Unkrautaufwuchs unterdrückt. Ideal ist eine Materialmischung aus Rasenschnitt, gehäckselten Staudenresten und zerkleinertem Laub. Für Zierbeete mit geringem Nährstoffbedarf auf sonnigen Standorten kommt eventuell auch eine Abdeckung mit Mineralmulch (beispielsweise Kies) infrage.

Regentonne
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Regentonne aufstellen

Ein Wasserreservoir, das das Regenwasser über das Fallrohr der Regenrinne auffängt, macht sich in jedem Fall bezahlt. Es ist als Gießwasser für Pflanzen nicht nur kostenlos, sondern auch besser geeignet als das oft sehr kalkreiche Leitungswasser – insbesondere für diesbezüglich empfindliche Gewächse wie die Rhododendren. Weiterer Vorteil: Das Wasser wärmt sich in der Tonne etwas auf, sodass die Pflanzen keinen Kälteschock beim Gießen bekommen. Wichtig ist, dass die Regentonne mit einem Deckel verschlossen wird, um Mücken keine Brutstätte zu bieten und Laub- und Polleneintrag zu verhindern.

DONts

Unkraut bekämpfen
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Unkraut nicht auf den Kompost

Wer keinen Bumerangeffekt erleben möchte, entsorgt gejätetes Unkraut besser nicht auf dem Kompost. Denn dort können blühende Unkräuter noch ausreifen und Samen bilden. Dabei möchten Sie denen ja eigentlich keine Chance mehr in Ihrem Garten geben! Geben Sie Unkräuter deshalb immer in die Biotonne.

Baumscheibe
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Baumscheiben frisch gepflanzter Bäume nicht bepflanzen

Frisch gepflanzte Bäume brauchen Zeit, um an ihrem neuen Standort gut anzuwachsen. Dazu gehört auch, dass die Wurzeln in den ersten Monaten gleichmäßig mit Wasser versorgt werden. Sie sollten den jungen Baum also regelmäßig gießen, insbesondere während trockener Sommermonate. Der Wurzelbereich – die kreisrunde Fläche um den Stamm, auch Baumscheibe genannt – sollte dabei von jedem Bewuchs freigehalten werden. Denn alles, was dort sonst noch wächst, ob Rasen oder Blumen, benötigt ebenfalls Wasser und ist für die Baumwurzeln daher ein unerwünschter Konkurrent. Wenn der Baum nach ca. ein bis zwei Jahren gut eingewachsen ist, spielen flach wurzelnde Pflanzen im direkten Wurzelbereich keine Rolle mehr. Aber so lange sollte die Baumscheibe frei bleiben.

Baum anbinden
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Baum nicht zu fest an Pflock anbinden

Unterschätzen Sie bei jungen Bäumen nicht das Dickenwachstum des Stammes. Die Gefahr, den Baum nach dem Pflanzen zu fest an den Stützpfosten zu binden, ist groß. Schon nach einem Jahr kann die Schlaufe des Kokosstricks zu eng geworden sein und sich dann in die Rinde einschneiden. Wickeln Sie den Kokosstrick daher nicht mehrmals um den Stamm, sondern in Form einer liegenden Acht einmal um den Stamm und einmal um den Pfosten. Dort knoten sie ihn dann fest. So bleibt dem Stamm für das Dickenwachstum ausreichend Spielraum.

Himbeeren mulchen
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Nicht unter Himbeeren hacken

Das Wurzelwerk mancher Beerensträucher wie Himbeeren wächst nicht in die Tiefe, sondern breitet sich nahe an der Oberfläche aus. Beim Unkrautjäten und Lüften des Bodens mit einem Grubber besteht dann die Gefahr, dass die Wurzeln verletzt werden und absterben. Hacken Sie den Boden in diesem Bereich nicht, sondern breiten sie dort eine Mulchschicht aus. Sie verhindert den Unkrautaufwuchs und sorgt dafür, dass die Erde in diesem Bereich feucht und locker bleibt. Dann ist das Hacken ohnehin nicht mehr nötig.

Sommerzwiebeln
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Sommerzwiebeln nicht zu tief pflanzen

Zwiebelblumen und Knollengewächse haben eine Komfortzone: die Bodentiefe, in der sie vorzugsweise wurzeln und austreiben. Setzt man sie zu tief ein, kann es sein, dass der Spross die rettende Oberfläche – und damit das Tageslicht – nicht erreicht und unter der Erde verkümmert. Richten Sie sich daher beim Pflanzen nach der Faustregel: Die meisten Zwiebelsorten oder Knollen werden etwa zwei- bis dreimal so tief in die Erde gelegt, wie sie hoch sind. Eine Ausnahme bildet beispielsweise die Madonnenlilie, die nur flach eingesetzt wird. Achten Sie immer darauf, dass die Triebspitzen nach oben zeigen!

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