Top 10 TIPPS Die wichtigsten Tipps
und Tricks für den Monat
August

Ernte Korb Kohlsorten
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Gemüse und Obst ernten und lagern

Im Nutzgarten gibt es nun viel zu tun – er wird zu einem richtigen Garten Eden mit Naschobst, zartem Gemüse, Kräuterblüten und -samen. Alles auf einmal lässt sich gar nicht so schnell verzehren, deshalb können Sie den Überschuss verschenken oder, wenn sich die Früchte dafür eignen, konservieren. Das gilt auch weiterhin für das Beerenobst, während schon die ersten Sommeräpfel pflückreif sind. Sie sind meist nur sehr kurz lagerfähig und sollten schnell zu Most oder Kompott verarbeitet werden. Für Tomaten ist gerade die Hauptreifezeit. Nutzen Sie die Möglichkeit, nur voll ausgereifte Früchte zu ernten – das Aroma ist unvergleichlich. Ende des Monats kappen Sie den Haupttrieb, damit die ganze Kraft in noch grüne Fruchtansätze wandert. Bei Paprika werden je nach Reifegrad und Vorliebe grüne, gelbe oder rote Früchte geerntet. Gurken und Zucchini wachsen am laufenden Meter – pflücken Sie sie „on demand“ und lassen Sie sie nicht zu groß werden, Zucchini maximal 20 Zentimeter – dann sind sie besonders zart. Von Bohnen und Erbsen ernten Sie Schoten für Beilagen, Suppen und Eintöpfe oder warten bis zur Samenreife.

Himbeere Zaun
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Beerensträucher auslichten

Unmittelbar nach der Ernte ist die beste Zeit, die Beerensträucher auszulichten. Abgetragene Ruten werden dabei ebenso bis auf den Boden zurückgeschnitten wie überalterte Triebe. Sehr lange Brombeertriebe können Sie einkürzen. Sie treiben in Blattachseln wieder aus. Beim Auslichten bleiben circa fünf bis zehn junge Triebe für das kommende Jahr stehen. Bei Himbeeren sind dies die neuen diesjährigen Triebe, denn diese blühen im kommenden Jahr. Die Ruten der Herbsthimbeeren werden nach der Spätsommerernte alle komplett bis zum Boden abgeschnitten. Sie treiben im nächsten Frühjahr neu aus und fruchten an den neuen Trieben.

Gemähte Rasenfläche
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Rasen nach dem Urlaub in Etappen mähen

Wenn Sie gerade aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt sind, ist der Rasen in der Zwischenzeit vermutlich ganz schön gewachsen. Dann ist es besser, wenn Sie ihn nicht gleich auf die gewohnte Länge kürzen, sondern die Schnitthöhe erstmal etwas höher einstellen. Am besten so, dass nur circa ein Drittel der Halmlänge entfernt wird. Sonst reißen Sie eventuell Gräser mit der Wurzel heraus und schaffen Kahlstellen, auf denen dann leichter Unkräuter siedeln. Besser ist es, innerhalb einer Woche zwei- oder dreimal zu mähen und dabei die Schnitthöhe allmählich wieder dem normalen Maß anzupassen.

Blumenzwiebel Lilie
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Frühjahrs-Zwiebelblumen pflanzen

Ende August können Sie bereits erste Blumenzwiebeln für den Frühling pflanzen. Madonnenlilie oder Kaiserkrone kommen bereits jetzt in die Erde. Auch Herbstzeitlose oder kleine Blumenzwiebeln wie Märzenbecher und Schneeglöckchen sind früh dran mit der Pflanzung. Je früher diese Blumenzwiebeln gepflanzt werden, desto sicherer wurzeln sie noch vor dem Winter ein. Insbesondere gilt dies für Zwiebelblumen, die empfindlich gegen Frost sind. Diesen schadet ein früher Wintereinbruch nicht, wenn sie bereits gut am Standort etabliert sind.

Schalotten Zwiebeln
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Wintergemüse aussäen und pflanzen

Im Spätsommer werden im Gemüsebeet winterharte Sorten gepflanzt, die Sie im Spätherbst ernten oder sogar den ganzen Winter über im Freien kultivieren können. Dazu gehören späte Spinatsorten, Feldsalat, Chinakohl, Winterrettich oder Winterzwiebeln. Auch Asia-Salate, Winterendivie, Wirsing, Mairüben, Radieschen, Kresse oder Sellerie können noch ausgesät werden. Damit Kohlgewächse nicht von Gemüsefliegen befallen werden, spannen Sie ein Gemüseschutznetz darüber.

Erdbeeren pflanzen
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Erdbeeren pflanzen

Pflanzen Sie Ableger oder Jungpflanzen von Erdbeeren Anfang August an einem sonnigen Platz. Erdbeeren bevorzugen lockeren Boden, der leicht sauer ist. Lassen Sie innerhalb der Reihe zwischen den einzelnen Pflanzen etwa 30 Zentimeter Platz. Die Basis oder das „Herz“ der Erdbeerpflanze sollte knapp über dem Boden liegen und nicht von Erde bedeckt sein. So stellen Sie sicher, dass die junge Pflanze gut anwächst. Ein wenig Stroh als Mulch rund um die Pflanze verhindert zum einen Unkrautwuchs und erschwert auch Schnecken den Zugang.

Topfpflanzen auf der Terrasse
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Kübelpflanzen vermehren

Im Spätsommer lassen sich Kübelpflanzen sehr gut vegetativ über Stecklinge, Kindel oder durch Teilung vermehren – je nach Wuchsart. Der Vorteil dabei: Sie sparen nicht nur Geld, sondern gewinnen auf diese Weise Tochterpflanzen ihrer Lieblingssorten. Für Kopfstecklinge verwenden Sie circa zehn Zentimeter lange, nicht blühende und frisch mit einer sauberen Gartenschere abgetrennte, nicht verholzte Triebspitzen der Pflanzen. Entfernen Sie die unteren Blätter und stecken Sie den unteren Teil in einen kleinen Pflanztopf mit Anzuchterde. Befeuchten Sie diese, stülpen Sie eine durchsichtige Plastiktüte über den Topfrand und stellen Sie den Topf circa sechs Wochen an einen hellen, warmen Platz. Oleander, Engelstrompete, Feige oder Lorbeer eignen sich sehr gut für diese Methode. Nach der Blüte ist es beispielsweise bei Oleander ohnehin günstig, abgeblühte Triebe zurückzuschneiden und das Gewächs ein wenig auszulichten. Das anfallende Schnittgut können Sie dann gut für die Vermehrung nutzen. Bei Schmucklilien bietet sich eine Teilung der Rhizome an. Da der August ohnehin die beste Zeit ist, sie umzutopfen, können Sie die Gelegenheit dafür gut nutzen. Bei Agaven oder Aloe können Sie Kindel abnehmen und separat einpflanzen.

Mehltau an Rose
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Maßnahmen gegen Pilzbefall

In den Sommermonaten haben Pilzkulturen Hochkultur. Wärme und Feuchtigkeit begünstigen ihre Ausbreitung. Überall dort, wo sich Luft stauen kann, wie im Gewächshaus oder auf einem windgeschützten Balkon, sollten Sie Ihre Pflanzen aufmerksam beobachten. Entwickelt sich auf den Blättern ein grauer Belag, hat sich dort vermutlich ein Pilz angesiedelt, der die Blätter welken und absterben lässt. Echten Mehltau beispielsweise erkennen Sie an einem abwischbaren Belag auf der Blattoberseite. Er lässt sich durch das Besprühen mit einem rapsölhaltigen Mittel bekämpfen. Grauschimmel oder Botrytis tritt gern an Erdbeeren auf, befällt aber auch Gemüse. Er färbt Blätter zunächst graugrün, dann braun und lässt Früchte schimmeln. Hier ist Trockenheit oberstes Gebot. Braunfäule macht vor allem Nachtschattengewächsen wie Tomaten zu schaffen. Verhindert wird sie durch Regenschutz und indem Sie beim Gießen nicht die Blätter benetzen. Monilia verursacht bei Kern- und Steinobst (beispielsweise Sauerkirsche) das Absterben der Triebspitzen oder eine Fruchtfäule. Befallene Zweige sollten Sie bis tief ins gesunde Holz zurückschneiden und verbrennen. Entfernen Sie auch Fruchtmumien und lichten Sie den Baum aus, um eine bessere Durchlüftung zu erzielen.

Kräuter trocknen
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Kräuter trocknen und Samen ernten

Die würzende und heilende Wirkung von Kräutern können Sie auch über den Sommer hinaus noch nutzen. Kräuter durch Trocknen einige Monate haltbar zu machen, ist kein großer Aufwand. Wichtig ist, dass sie vollständig getrocknet sind und nicht schimmeln können. Dies gelingt gut, wenn ihre Stiele zu lockeren Sträußen gebunden kopfüber mehrere Wochen aufgehängt werden. Wichtig ist, dass der Platz vor Regen geschützt und nicht zu sonnig, aber gut belüftet ist. Möglich ist auch das Einfrieren von gesäuberten und klein geschnittenen Kräuterblättern. Kräutersamen müssen erst an der Pflanze vollständig ausreifen, bevor sie geerntet werden. Den richtigen Zeitpunkt erkennen Sie, wenn sich beim Schütteln die reifen Samen leicht aus der Frucht lösen.

Holunder
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Wildgehölze pflanzen

Multifunktionaler Nutzen liegt gerade besonders im Trend. Dafür sind heimische Gehölze wie Ebereschen, Holunder, Sanddorn oder Weißdorn ein Paradebeispiel. Sie eignen sich nicht nur als Sicht- und Windschutz, ihre Blüten und Früchte bieten auch Insekten und Vögeln Schutz und Nahrung. Außerdem sind sie natürlich eine Augenweide mit ihrem natürlichen Wuchs, den zahlreichen Blüten und der schönen Laubfärbung im Herbst. Nicht zu vergessen den nahrhaften Nutzen, den sie nicht nur der Tierwelt bieten. Aus ihren Früchten lassen sich vitaminreiche Gelees und Chutneys, Liköre oder Säfte zubereiten. Es gibt also viele Gründe, Wildgehölzen im Garten den Vorzug zu geben.

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